Nationalpark Garajonay zum Kennenlernen, März bis Juni 09

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Nationalpark Garajonay zum Kennenlernen, März bis Juni 09

Beitrag von La rana » Mi 18. Mär 2009, 22:00

Aktivitäten 2009





Freitag , 20. März 09 um 19.ºº Uhr

"Garajonay, Territorio sin límites"

Multimediavortrag über Waldbrände
Casa Cultural, Valle Gran Rey


Samstag, 20. März 09


Caminata "Fos...Huele a Quemado",
Wanderung durch die Waldbrandgebiete

Samstag, 9. Mai 09

"Garajonay se viste de fiesta"

Frühlingswanderung

Samstag, 13. Juni 091


"La Isla Dormida"

Geologische Wanderung


Start jeweils 8.15 Uhr Plaza San Pedro, Valle Gran Rey und an den üblichen Haltestellen, alle Wanderungen ca. 3 Stunden (ohne Fahrzeit) und der Bus kostet 4.- Euro

Anmeldung: Casa Cultural Valle Gran Rey
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Re: Nationalpark Garajonay zum Kennenlernen, März bis Juni 09

Beitrag von La rana » Sa 21. Mär 2009, 00:28

Der heutige Multimediavortrag über Waldbrände war sehr interessant. Leider waren grade mal nur ca.15-20 Personen anwesend, soviel zu einigen immer kritisierenden Residenten: "Hier wird ja nie etwas veranstaltet". :roll1

Besonders interessant und neu für mich war, dass der Parque Nacional del Garajonay der einzige Nationalpark Spaniens ist, wo auf öffentlichen Grillplätzen (z.B. La Laguna Grande, Las Creces etc) gegrillt werden darf. Nach der Katastrofe in Guadalajara (Festland), bei der 11 Menschen ums Leben kamen durch ein nicht ordentlich gelöschtes Grillfeuer, ist dies in Spanien Verboten. AufLa Gomera] werden die Grillplätze nur in den Sommermonaten gesperrt.

Weiterhin gibt es für behinderte Personen im Park, leider habe ich den Namen nicht richtig verstanden, ein Transportgerät, ähnlich einer erhöhten Schubkarre oder Fahrrad, dass von anderen Personen gezogen oder geschoben werden kann und so gehbehinderten Personen ermöglicht auch die Waldwege zu erforschen. Ich werde mich noch mal genau darüber informieren.

Da wir hier im Forum ja damals sehr genau über die Waldbrände berichtet haben, war mir vieles von dem Vortrag bereits bekannt.

Feuer in Vallehermoso und Hermigua

Nach dem Feuer April 08


Zum Abchluss kam es noch zu einer Diskussion über die Frage eines Anwesenden, warum die Kiefernbestände des Nationalparks abgeholzt werden. Er meinte, dass dieser Radikalschlag auf Unverständnis der Touristen und Wanderer stosse, wenn meterdicke und hohe Kiefern gefällt werden.

Die Erklärung, dies geschehe, um wieder die einheimichen Bäume, Büsche und Pflanzen aufzuforsten, da die Kiefern damals zum Holzexport , nach Kahlschlag der einheimischen Wälder (Monte Verde), gepflanzt wurden und dem einheimischen Wald keinen Lebensraum liess, wurde nicht gern akzeptiert. Der junge Mann, der den Vortrag hielt, meinte, dass die Entfernung der Kiefern seit 1986 in Phasen betrieben werde. Der Fragesteller jedoch argumentierte, dass die Touristen, die ja wegen den Wäldern, wandern etc.nach La Gomera kommen würden, entsetzt seien über den Kahlschlag und es nicht nachvollziehen können vor allem da das Holz liegen bleibe.

Ich habe in den letzten Wochen beobachtet, dass Kiefern in Igualero geschlagen werden, allerdings auch zerkleinert und abtransportiert. Ein Gomero fand, dass seiner Meinung nach alle Kiefern weg sollten, damit der Monte Verde wieder eine Chnace hätte, klar dauert dies lange, doch seine Enkel könnten sich dann wieder an einem La Gomerawald erfreuen, vor allem da er in den sechziger Jahren erleben muste, wie die einheimischen Wälder wegen den Kiefern weichen mussten.
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Re: Nationalpark Garajonay zum Kennenlernen, März bis Juni 09

Beitrag von Lee » Sa 21. Mär 2009, 01:52

La rana hat geschrieben: Zum Abchluss kam es noch zu einer Diskussion über die Frage eines Anwesenden, warum die Kiefernbestände des Nationalparks abgeholzt werden. Er meinte, dass dieser Radikalschlag auf Unverständnis der Touristen und Wanderer stosse, wenn meterdicke und hohe Kiefern gefällt werden.

Die Erklärung, dies geschehe, um wieder die einheimichen Bäume, Büsche und Pflanzen aufzuforsten, da die Kiefern damals zum Holzexport , nach Kahlschlag der einheimischen Wälder (Monte Verde), gepflanzt wurden und dem einheimischen Wald keinen Lebensraum liess, wurde nicht gern akzeptiert. Der junge Mann, der den Vortrag hielt, meinte, dass die Entfernung der Kiefern seit 1986 in Phasen betrieben werde. Der Fragesteller jedoch argumentierte, dass die Touristen, die ja wegen den Wäldern, wandern etc.nach La Gomera kommen würden, entsetzt seien über den Kahlschlag und es nicht nachvollziehen können vor allem da das Holz liegen bleibe.

Ich habe in den letzten Wochen beobachtet, dass Kiefern in Igualero geschlagen werden, allerdings auch zerkleinert und abtransportiert. Ein Gomero fand, dass seiner Meinung nach alle Kiefern weg sollten, damit der Monte Verde wieder eine Chnace hätte, klar dauert dies lange, doch seine Enkel könnten sich dann wieder an einem La Gomerawald erfreuen, vor allem da er in den sechziger Jahren erleben muste, wie die einheimischen Wälder wegen den Kiefern weichen mussten.
Ich denke, da müsste mehr Aufklärung betrieben werden. Natürlich sieht es erst einmal grausam aus, wenn solch stattliche und schöne Bäume gefällt werden. Ich bin ein Fan der Kanarenkiefer: Sie ist sehr feuerresistent, wunderschön anzusehen und wie der Monteverde ein unglaublich effektiver "Wolkenmelker" und Wasserproduzent. Ihre Feuerresistenz unterstützt die Kiefer allerdings durch einen massiven Abwurf ihrer Nadeln, die einen wirklichen dichten und Sie feuergefährdenden Unterwuchs unterbindet. Nur wenige Büsche und Blumen schaffen es im Schatten einer Kiefer zu überleben, daher hat auch der Monteverde keine Chance zurückzukommen, wo er einmal durch Kiefern ersetzt wurde.

Gomera ist von der "niedrigen" Höhe und dem Oberflächenprofil her immer viel eher eine Monteverde-Insel gewesen. Die Kiefer wird nur im Süden - wo es zu trocken für den Monteverde ist - und an einigen hohen, exponierten und felsigen Standorten ihr natürliches Vorkommen gehabt haben. Dort könnte man auch die Kiefer wieder ansiedeln, man würde im trockenen Süden damit auch langfistig den Wasserhaushalt deutlich verbessern.

Der Monteverde soll früher auf allen Westinseln den Hauptanteil oder zumindest die Hälfte des Waldes gestellt haben und auch in Gran Canarias Norden soll es bei Ankunft der Spanier noch ausgedehnte Lorbeerwälder gegeben haben. Selbst Lanzarote und Fuerteventura verfügten noch über kleine Fayal - Brezal Wälder!
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Re: Nationalpark Garajonay zum Kennenlernen, März bis Juni 09

Beitrag von La rana » Sa 21. Mär 2009, 11:35

Es handelt sich nicht um die Kanarenkiefer, die wird nicht gefällt, sondern die Kiefern, die damals gepflanzt wurden zur Holzproduktion.
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Re: Nationalpark Garajonay zum Kennenlernen, März bis Juni 09

Beitrag von Lee » Sa 21. Mär 2009, 12:08

La rana hat geschrieben:Es handelt sich nicht um die Kanarenkiefer, die wird nicht gefällt, sondern die Kiefern, die damals gepflanzt wurden zur Holzproduktion.
Ach ja, stimmt, ich hatte irgendwo auch mal gelesen, dass man schneller wachsende "Fremdkiefern" angepflanzt hatte um schneller Holz verkaufen zu können.

Diese Kiefern sind auch nicht so feuerresistent wie die Kanarenkiefer und kämmen nur wenig Feuchtigkeit aus den Wolken.
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Re: Nationalpark Garajonay zum Kennenlernen, März bis Juni 09

Beitrag von La rana » Sa 21. Mär 2009, 12:12

Lee hat geschrieben: Diese Kiefern sind auch nicht so feuerresistent wie die Kanarenkiefer und kämmen nur wenig Feuchtigkeit aus den Wolken.
Genau das meinte der Mann vom Garajonay. :ja
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Re: Nationalpark Garajonay zum Kennenlernen, März bis Juni 09

Beitrag von Christoph » Sa 21. Mär 2009, 12:33

Bei uns nutzen wir unser Nadelholz zum Heizen und für den Herd:


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Re: Nationalpark Garajonay zum Kennenlernen, März bis Juni 09

Beitrag von Lee » Sa 21. Mär 2009, 12:35

Christoph hat geschrieben:Bei uns nutzen wir unser Nadelholz zum Heizen und für den Herd:

Wer weiß, was diesen Winter auf Gomera so alles verheizt wurde :arschabfrier
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Re: Nationalpark Garajonay zum Kennenlernen, März bis Juni 09

Beitrag von La rana » So 22. Mär 2009, 17:03

La rana hat geschrieben:
Samstag, 20. März 09

Conoce el Parque Nacional de Garajonay
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Wanderung durch die Waldbrandgebiete

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Fotos: Las Rosas, Zusammenstellung: La rana, Musik: Benito Cabrera, Soy de Aquí"
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Re: Nationalpark Garajonay zum Kennenlernen, März bis Juni 09

Beitrag von woga » So 22. Mär 2009, 17:35

Wow, what a flow :freu Läßt sich sogar im Vollbild noch genießen :hurra2
Wo Du hinschaust, das wird mehr! Bild

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