ñame - traditionelles Festessen auf La Gomera

Gomerische und kanarische Rezepte, Spanische Rezepte und was Ihr sonst den Forumsfreunden noch ans kulinarische Herz legen möchtet.
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Re: ñame - traditionelles Festessen auf La Gomera

Beitrag von Zugvogel » Mi 12. Sep 2018, 14:56

die Blätter sehen halt auch wie yams aus... zumindest die welche da oben an der Brücke zwischen viscaina und lomo del balo wachsen... unterhalb dem Haus mit dem kleinen wasserfall an der seite.....

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Re: ñame - traditionelles Festessen auf La Gomera

Beitrag von concha domingues » Mi 12. Sep 2018, 16:35

Re: ñame - traditionelles Festessen auf La Gomera

Beitrag von DiSc » Mi 12. Sep 2018, 09:46
... Ñame heißt auf deutsch Taro ... :gruebel
... Du hast zwar recht, daß Yams im Spanischen Ñame heißt. Aber die Spanier benutzen Ñame auch für Taro ... :herbi
... Es reicht eben nicht, wenn man "nur" übersetzt, es müssen eben auch die botanischen Kenntnisse vorhanden sein ...
:trompete :trompete :trompete
:hula :hula :hula

puuh, das ist typisch gomeranisch, sie machen es einfach anders als die Festlandsspanier - Ñame ist Yams in Festlandsspanien und Taro auf den Kanaren...
Ich weiss zumindest dass Colocasia esculenta also Kanarentaro ziemliche Flecken auf den Klamotten macht, die sich nicht mehr rauswaschen lassen. :sad2 Wir ziehen deshalb immer unsere ältesten Klamotten an wenn wir auf Kanaren-Taro-Ernte gehen!

Vielleicht aber nochmal zurück zu den Rezepten :hunger :hunger :hunger

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Re: ñame - traditionelles Festessen auf La Gomera

Beitrag von bine » Mi 12. Sep 2018, 16:51

Vielleicht aber nochmal zurück zu den Rezepten :hunger :hunger :hunger
Oh ja bitte!
Mein Frageweg ist lang: erst zu meiner Freundin in Vallehermoso, die muss dann ihre Schwiegermutter fragen...
und dann die Antwort retour zu mir, dann ins Forum...
Probekochen von mir im März/April, wenn da noch Erntezeit ist?
:blume
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Re: ñame - traditionelles Festessen auf La Gomera

Beitrag von DiSc » Mi 12. Sep 2018, 20:01

concha domingues hat geschrieben:
Mi 12. Sep 2018, 16:35
Re: ñame - traditionelles Festessen auf La Gomera


puuh, das ist typisch gomeranisch, sie machen es einfach anders als die Festlandsspanier - Ñame ist Yams in Festlandsspanien und Taro auf den Kanaren...
nicht nur auf La Gomera, auf allen Kanaren... auf La Palma übrigens ißt man es an Ostern.

Aus der spanischen Wikipedia:

"Ñame (del fulani, nyami, comer)1​ es el nombre dado a un grupo de plantas con tubérculos comestibles del género Dioscorea, principalmente Dioscorea alata y Dioscorea esculenta.

El verdadero ñame es una planta trepadora oriunda a las zonas cálidas y húmedas, que se cultiva por su tubérculo comestible desde hace miles de años, sobre todo en África, en Asia del Sur y en las islas del Pacifico. Se prepara de maneras muy variadas, asado, al horno, frito, en puré, sopas y potajes o ahumado. Se puede emplear también como ingrediente de algunos postres. Es el alimento principal de ciertos pueblos, tales como los Igbo de Nigeria.

La principal producción de ñame se localiza en África del Oeste. Los tubérculos de algunas variedades se pueden almacenar durante más de seis meses sin refrigeración, lo que les hace muy valiosos para la población local.

El tubérculo puede alcanzar 1,5 metros y pesar hasta 70 kilogramos con un diámetro de casi 15 centímetros. Su piel es áspera y de color marrón a gris rosado, difícil de pelar, aunque la cocción facilita esta etapa. El interior es de color blanco y rico en almidón.

El nombre "ñame" se utiliza también, sobre todo en las islas Canarias (España) para Colocasia esculenta, conocida en otros lugares como "taro" o "aro". Finalmente, ocasionalmente también se denomina de este modo a Oxalis tuberosa, más conocida como "oca", "papa oca" o "ibia"."

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Re: ñame - traditionelles Festessen auf La Gomera

Beitrag von DiSc » Mi 12. Sep 2018, 20:06

Zugvogel hat geschrieben:
Mi 12. Sep 2018, 14:56
die Blätter sehen halt auch wie yams aus... zumindest die welche da oben an der Brücke zwischen viscaina und lomo del balo wachsen... unterhalb dem Haus mit dem kleinen wasserfall an der seite.....
Die Blätter von Yams (Dioscorea sp.) und Taro (Colocasia esculenta) kann man aber nicht wirklich verwechseln!!! Allein schon die Größe der Taroblätter (bis zu 80 cm lang und 50 cm breit)...

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Re: ñame - traditionelles Festessen auf La Gomera

Beitrag von Lee » Mi 12. Sep 2018, 22:01

Wir haben Taro in den letzten Jahren auf einigen Inseln frei wachsend und wild wuchernd oder kultiviert gesehen.

Aktuell gerade in Mengen auf den Azoren, hier z.B. auf der Insel Flores am Poca das Patas im Ribeira do Ferreiro - einem zauberhaften Ort!

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Oder kultiviert auf großer Fläche wie hier bei Hanalei auf Kauai. Auf Hawaii hat Taro seit der Besiedelung des Archipels durch die Polynesier traditionell eine große Bedeutung als Nutzpflanze.

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Nancy hat auf Kauai mehrmals einen vegetarischen Burger auf Tarobasis gegessen den sie köstlich fand!
Todas las islas pequeñas son bonitas y mágicas!

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Re: ñame - traditionelles Festessen auf La Gomera

Beitrag von DiSc » Mi 12. Sep 2018, 22:16

Bei den Hawaianischen Polynesiern galt die zu Brei zerriebene Tarowurzel als Grundnahrungsmittel, siehe Wikipedia:

"Poi ist die hawaiische Bezeichnung[1] für das wichtigste polynesische Grundnahrungsmittel, das aus der Knolle der kalo-Pflanze (bekannter unter der Bezeichnung Taro) erzeugt wird. Poi wird hergestellt, indem die gekochten (oder gebackenen oder gedämpften) Knollen zu einer zähen Masse zerstampft werden. Während des Zerstampfens sowie vor dem Verzehr wird Wasser zugefügt, um die gewünschte Konsistenz zu erzielen, die von flüssig bis teigartig reichen kann (Das Ergebnis wird dann als Zwei-Finger-Poi oder Drei-Finger-Poi bezeichnet, was darauf anspielt, wie viele Finger man brauchen würde, um es in der jeweiligen Konsistenz zu verzehren).

Poi darf nicht verwechselt werden mit dem Tahitischen po'e. Po'e ist eine pudding-artige Süßspeise, die aus Bananen, Papayas oder Mangos mit Maniok und Kokosnuss hergestellt wird.

Die Poi-Schale galt als wichtiger und heiliger Bestandteil des hawaiischen Alltags. Man glaubte, immer wenn auf dem Esstisch der Familie eine Schale mit Poi aufgedeckt wurde, sei der Geist von Hāloa, dem Urahn des Hawaiischen Volkes, gegenwärtig. Dem lag der Glaube der Hawaiier zugrunde, die kalo-Pflanze sei der ursprüngliche Urahn des Hawaiischen Volkes.[2] Deshalb mussten alle Konflikte zwischen den Familienmitgliedern unverzüglich ruhen.[3]

In den letzten Jahren hatten Schädlinge und Arbeitskräftemangel einen Rückgang der Taro-Produktion zur Folge, weshalb es in Hawaii auch bei Poi zu Knappheit und Preisanstiegen kam. Gleichzeitig haben Innovationen bei der Poi-Herstellung zu einer längeren Haltbarkeit und einem süßeren Geschmack von Poi geführt. Solche Produkte werden allerdings zu hohen Preisen verkauft, haben eine schlechtere Nährstoffzusammensetzung und benötigen Kühlung.
Poi als Nahrungsmittel

Die meisten Menschen, die Poi zum ersten Mal essen, beschreiben den Geschmack als kleisterähnlich – dies bezieht sich allerdings eher auf die Konsistenz als auf den eigentlichen Geschmack.
Eine Schale Poi

Der Geschmack von Poi verändert sich nach der Herstellung deutlich. Frisches Poi ist süß und als solches genießbar. Mit jedem weiteren Tag verliert das Poi seine Süße und wird säuerlich. Aus diesem Grund finden manche Menschen Poi angenehmer, wenn es mit Milch und/oder Zucker vermischt wird, obwohl Puristen dies missbilligen und es den Gesundheitsvorteil gegenüber Industrienahrung zunichte macht.
Die Geschwindigkeit dieses Gärungsprozesses hängt von den Bakterien im Poi ab. Diese Bakterien sind harmlos, sogar eher als nützlich zu bezeichnen. Um den Versäuerungsprozess zu verlangsamen, sollte Poi an einem dunklen, kühlen Ort (z. B. in der Speisekammer) aufbewahrt werden. Wenn Poi im Kühlschrank aufbewahrt wird, sollte es aus der Tüte in eine Schüssel gefüllt und mit einer dünnen Schicht Wasser bedeckt werden, um zu verhindern, dass sich eine Kruste bildet.

Auch saures Poi ist genießbar, wenn man es mit gesalzenem Fisch oder Lomi (Lachs) serviert. Nach Ablauf von fünf Tagen wird Poi allerdings meist als ungenießbar betrachtet. Die Versäuerung kann durch Tiefkühlen oder Trocknung verhindert werden, obwohl der so entstehende Poi im Vergleich mit dem frischen Produkt oft als fad empfunden wird. Die besten Ergebnisse erzielt man, wenn man das gefrorene Poi mit einer Schicht Wasser bedeckt und in der Mikrowelle auftaut. Saures Poi wird auch als Kochzutat benutzt, meist in Brot und Brötchen. Es hinterlässt im Mund ein glattes, cremiges Gefühl."

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Re: ñame - traditionelles Festessen auf La Gomera

Beitrag von bine » Mi 12. Sep 2018, 22:47

Danke DiSc :hut

Ich habe noch Folgendes gefunden-

Zitat aus Essen&Trinken:

"Taro wird hauptsächlich in der Karibik und in Afrika angebaut und ist auch unter dem Namen Wasserbrotwurzel bekannt. Taro zählt zu den bedeutensten Kulturpflanzen der Tropen und Suptropen und gilt in vielen dieser Länder als Grundnahrungsmittel.

Die Taro-Knollen können die Größe einer Steckrübe erreichen. Sie haben eine braune, raue Schale mit ringförmigen Narben, die das weiche, weiße Fleisch umgibt. Die langstieligen Blätter der Pflanze lassen sich wie Blattgemüse zubereiten, sind im rohen Zustand aber giftig.

Taro ist reich an Provitamin A und Vitamin C. Allerdings enthält Taro auch schleimhautreizende Kristalle und ist roh ungenießbar. Deshalb sollten Sie ihn vor dem Verzehr zwei Mal mit frischem Wasser abkochen. Dabei lösen sich die Kristalle und gehen ins Wasser über.

Generell können Sie Taro ähnlich wie Kartoffeln zubereiten. So lässt er sich in Salzwasser kochen und eignet sich anschließend auch zum Rösten, Frittieren oder Backen. In jedem Fall benötigt Taro eine lange Garzeit, ist aber auch nahrhafter als die Kartoffel.

Taro sollten Sie immer heiß servieren, da er beim Abkühlen eine feste und speckige Konsistenz erhält. Geschmacklich erinnert Taro an Esskastanie und Kartoffel und eignet sich deshalb als Beilage zu fettem Fleisch und scharfem Chili. Außerdem können Sie Taro gut für Suppen und Eintöpfe verwenden.

Die sättigende und milchsauer vergorene Paste poi (gibt es auf Hawaii und in Polynesien) besteht auch aus Taro. Aufgrund des hohen Stärkeanteils lässt sich aus Taro auch Alkohol gewinnen."
Zitat Ende
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