ñame - traditionelles Festessen auf La Gomera

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Fritzlore
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ñame - traditionelles Festessen auf La Gomera

Beitrag von Fritzlore » Di 11. Sep 2018, 21:03

Im oberen Hermiguatal haben wir uns heute mal die ñame-Pflanzen genauer angesehen.
Schöne grüne Blätter haben sie ja. Die Gomeros kochen die Wurzeln. Sie gelten als besonderes Festessen und machen wohl viel Arbeit. Außerdem sollen sie eine Menge Wasser brauchen.
Auf einer fiesta haben wir sie mal probiert und fanden sie ehrlich gesagt langweilig.
Kennt jemand ein wiirklich leckeres Rezept damit?
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Re: ñame - traditionelles Festessen auf La Gomera

Beitrag von bine » Di 11. Sep 2018, 21:36

Fritzlore hat geschrieben:
Di 11. Sep 2018, 21:03
Im oberen Hermiguatal haben wir uns heute mal die ñame-Pflanzen genauer angesehen.
Schöne grüne Blätter haben sie ja. Die Gomeros kochen die Wurzeln. Sie gelten als besonderes Festessen und machen wohl viel Arbeit. Außerdem sollen sie eine Menge Wasser brauchen.
Auf einer fiesta haben wir sie mal probiert und fanden sie ehrlich gesagt langweilig.
Kennt jemand ein wiirklich leckeres Rezept damit?
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Es ist eine sehr imposante Pflanze!
Man sagt auch "Wasserwurzel" dazu. Sie werden, so wurde mir erzählt, sehr lange gekocht...
Nach einem Rezept werde ich mich umhören. Ich habe sie selbst noch nicht gegessen-würde sie gern mal probieren.
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Re: ñame - traditionelles Festessen auf La Gomera

Beitrag von Zugvogel » Mi 12. Sep 2018, 09:58

Das ist Yams Ihr Lieben.. Im Netz findet man viele Yamswurzel Rezepte. Aber ich finde Sie eigentlich auch langweilig.

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Re: ñame - traditionelles Festessen auf La Gomera

Beitrag von Zugvogel » Mi 12. Sep 2018, 10:00

Das ist Yams Ihr Lieben.. Im Netz findet man viele Yamswurzel Rezepte. Aber ich finde Sie eigentlich auch langweilig.
Hab die auch schon bei einem bekannten Koch in Calera probiert. Aber auch da war es recht fad. Alle anderen Gerichte von Ihm liebe ich.. ;-)

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Re: ñame - traditionelles Festessen auf La Gomera

Beitrag von DiSc » Mi 12. Sep 2018, 10:46

Ñame heißt auf deutsch Taro und gehört zur Familia der Aronstabgewächse (Araceae) - der botanische Name ist Colocasia esculenta. Auch wenn das spanische Ñame so ähnlich klingt, hat es nichts mit Yams(wurz) zu tun, welche zur Familie der Schmerwurzgewächse (Dioscoreaceae) gehört. Hier gibt es mehrere tropische Arten aus der Gattung Dioscorea, deren stärkehaltige Wurzelknollen gegessen werden. Es sind jeweils windende Kletterpflanzen, die hohe Temperaturen (über 20°C, hohe Luftfeuchtigkeit und reichliche Niederschläge (>1500 mm/Jahr) benötigen. Mir ist Yams auf den Kanaren bisher noch nicht begegnet, sondern hier handelt es sich eigentlich immer um den Taro mit seinen stärkehaltigen Rhizomknollen, die hier auf La Gomera zum typischen Weihnachtsessen gehören.

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Re: ñame - traditionelles Festessen auf La Gomera

Beitrag von Zugvogel » Mi 12. Sep 2018, 12:22

ok.. Danke. Man lernt nie aus.

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Re: ñame - traditionelles Festessen auf La Gomera

Beitrag von concha domingues » Mi 12. Sep 2018, 12:40

hallo Disc, :muetze

ich bin nicht ganz deiner Meinung: Laut PONS heisst ñame: Yams !

Das von FritzLore eingestellte Bild zeigt tatsächlich aber Taro (spanisch ebenfalls "taro").

Von dem genannten ñame-Festessen (zu deutsch also Yams-) habe ich auch schon gehört, und wir meinen im VGR auch schon eine Yams-Art in Nutzgärten gesehen zu haben.

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Re: ñame - traditionelles Festessen auf La Gomera

Beitrag von DiSc » Mi 12. Sep 2018, 14:07

Tja!!! Du hast zwar recht, daß Yams im Spanischen Ñame heißt. Aber die Spanier benutzen Ñame auch für Taro. Beides sind aber botanisch zwei völlig unterschiedliche Pflanzenarten (bzw. bei Yams mehrere Arten), die auch noch zwei verschiedenen Pflanzenfamilien angehören, die wiederum zu unterschiedlichen Ordnungen gehören. Also systematisch nicht sehr nah verwandt. Wie ich zuvor schon schrieb, ist auf den Kanaren mit Ñame immer der Taro (Colocasia esculenta) gemeint - m. W. wird Yams (Dioscorea sp.) hier nicht angebaut.

Ähnliche "Übersetzungsprobleme" gibt es u. a. auch immer wieder mit Cedro (lt. Wörterbuch eigentlich Zeder - hier aber der Zedern-Wacholder (Juniperus cedrus)), Haya (lt. Wörterbuch eigentlich Buche - hier aber der Gagelbaum (Morella faya)), Indischer Lorbeerbaum (Ficus microcarpa, kein Lorbeergewächs), etc.

Es reicht eben nicht, wenn man "nur" übersetzt, es müssen eben auch die botanischen Kenntnisse vorhanden sein...

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Re: ñame - traditionelles Festessen auf La Gomera

Beitrag von bine » Mi 12. Sep 2018, 14:16

:hut Danke DiSc für die Klärung :knuffel
Du hast meiner Frage nach dem botanischen Namen vorgegriffen.
Ich hatte gestern Abend versucht zu recherchieren...bin auch auf Taro gestossen.
Aber wie das so ist mit Common names sicher ist immer nur der botanische Name!
Das ist ja in Deutschland ebenso...was da so für Bezeichnungen "rumgeistern" :haare
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Re: ñame - traditionelles Festessen auf La Gomera

Beitrag von bine » Mi 12. Sep 2018, 14:28

Hier ein Zitat aus Wikipedia:
Genutzt werden vorwiegend die stärkehaltigen Rhizome der Pflanze. Diese bestehen zu zwei Dritteln aus Wasser und etwa zu einem Drittel aus Kohlenhydraten, zumeist Stärke. Der Proteingehalt beträgt 7 Prozent der Trockenmasse. In den Anbauländern werden aber auch fast alle anderen Pflanzenteile gegessen, vor allem Blattstängel und Blätter sind proteinreich (23 Prozent der Trockenmasse). Vor allem die Rhizome enthalten Calciumoxalatkristalle (Raphiden), die beim Kochen oder Erhitzen aber zerfallen.
Zitat Ende.

Für mich war neu, das Blätter und Blattstängel einen nicht unerhablichen Proteingehalt haben...
beim nächsten Inselaufendhalt werde ich mir sicherlich mal welche in den "Pott hauen" :hunger
Vieleicht sind diese Blätter genauso lecker wie die Blätter der Süßkartoffel
:blume
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