Vandalismus und gefährliche Aktionen für die Natur auf La Gomera

Wie die Flora auf Gomera geschützt wird, die schönsten Blüten auf La Gomera in Wort und Bild und was Euch noch dazu einfällt.
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La rana
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Vandalismus und gefährliche Aktionen für die Natur auf La Gomera

Beitrag von La rana » Mo 5. Jun 2017, 16:54

In den nächsten Wochen werden wir über verschiedene Aktionen berichten, die auf La Gomera eine ernsthafte Bedrohung des empfindlichen Ökosystems der Insel und in den verschiedenen Schutzgebieten darstellen. Einige Aktionen werden direkt bei der Umweltschutzeinheit der Guardia Civil (Seprona) und kanarischen Regierung angezeigt, deswegen können momentan keine näheren Infos darüber veröffentlicht werden.

Heute hat der Verein Ghomara Riscos y Veredas mehrere Fotos von der Wasserfalltour veröffentlicht. Ghomara Riscos y Veredas ist ein Verein, der u.a. alte Traditionen wieder belebt, wie z.B. den Salto de Pastor oder archäologische Wanderungen. Gestern war eine Salto de Pastor Gruppe in Casa La Seda, Wasserfall und El Guro unterwegs. Der Verein äussert sein absolutes Unverständnis und Ablehnung gegenüber der Zerstörung von Natursteinmauern und Natursteinmonumenten von Seiten einiger Besuchern der Zone. Die Situation wird auch von anderen Umweltschutz- und Vereinen auf der Insel verurteilt. https://www.facebook.com/Ghomara.salto/
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guro.jpg (18.05 KiB) 877 mal betrachtet
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Alle Verantwortlichen, Vereine und die Direktion des Nationalparks Garajonay fordern alle Besucher auf, derartige Aktionen zu unterlassen und in keinster Weise in die Natur einzugreifen.
¡¡¡Pa´delante!!

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Re: Vandalismus und gefährliche Aktionen für die Natur auf La Gomera

Beitrag von wulf » Mo 5. Jun 2017, 19:10

:grrr es hat wirklich überhand genommen mit diesen Unarten von Steinpyramiden, Kritzeleien, wildes campen, Müllcontainerwühlens, etc :grrr
Tatsache ist, dass keiner dieser Dinge von "Einheimischen" ausgeübt werden,
der Einfluss von Aussen wirkt sich langsam verherend für die Natur hier aus :autsch
das Lächeln das du aussendest, kehrt zu dir zurück
(Birmanische Weisheit)

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Re: Vandalismus und gefährliche Aktionen für die Natur auf La Gomera

Beitrag von Silbo » Mo 5. Jun 2017, 22:57

Das sind alles Nachteile der zunehmenden Erschließung La Gomeras für den globalen Zugriff, Massen-Tourismus, Strassen-, Tunnelausbau, Schiffsanleger für Megaschiffe, Flugplatz etc. Das alles bis in die entlegensten Ecken der Insel. Die zukünftigen, negativen Auswirkungen lassen sich auf der Homepage der Insel Mallorca sehr gut verfolgen. Dort hat sich das Zusammenleben in den letzten 10 Jahren sehr negativ verändert. Der Massentourismus Wahnsinn und Geldgier nimmt dort kein Ende.

Z. B. freut man sich hier über die geplante Fährverbindung zwischen San Sebastian und VGR, aber diese Fähre wird auch unangenehme Besucher befördern. Die Abgeschiedenheit, Sicherheit, bzw. Verträumtheit der Insel wird damit nach und nach verloren gehen.
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Re: Vandalismus und gefährliche Aktionen für die Natur auf La Gomera

Beitrag von La rana » Mo 5. Jun 2017, 23:01

Die Nationalparkverwaltung und Seprona (Umweltschutzpolizei) machen darauf aufmerksam, dass die gesamte Fauna und Flora im Nationalpark und allen Schutzgebieten auf der Insel unter Naturschutz steht, jegliches manipulieren, ausreissen, mitnehmen von Pflanzen, Samen etc ist verboten und wird mit hohen Bussgeldern und gegebenfalls mit Gefängsnistrafen belegt. Die gesamte Insel ist Biosphärenreservat.
Schutzgebiete auf La Gomera: http://www.gobiernodecanarias.org/cmayo ... _todo.html

Der Nationalpark Garajonay und Umgebung (preparque) ist ein Refugium für über 700 Spezien der kanarischen Flora, darunter ca 350 Flechtenarten, und über 2000 Arten insgesamt und viele endemische Pflanzen.
Idiot mit Flechten 1.jpg
Foto aus einer Facebookgruppe
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Re: Vandalismus und gefährliche Aktionen für die Natur auf La Gomera

Beitrag von La rana » Mo 5. Jun 2017, 23:04

Silbo hat geschrieben:
Mo 5. Jun 2017, 22:57
Das sind alles Nachteile der zunehmenden Erschließung La Gomeras für den globalen Zugriff, Massen-Tourismus, Strassen-, Tunnelausbau, Schiffsanleger für Megaschiffe, Flugplatz etc.
Nein, im Gegenteil, die in letzter Zeit, gravierenden, Vorkommnisse, haben nichts damit zu tun.
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Re: Vandalismus und gefährliche Aktionen für die Natur auf La Gomera

Beitrag von Lee » Mo 5. Jun 2017, 23:43

La rana hat geschrieben:
Mo 5. Jun 2017, 23:01
Die Nationalparkverwaltung und Seprona (Umweltschutzpolizei) machen darauf aufmerksam, dass die gesamte Fauna und Flora im Nationalpark und allen Schutzgebieten auf der Insel unter Naturschutz steht, jegliches manipulieren, ausreissen, mitnehmen von Pflanzen, Samen etc ist verboten und wird mit hohen Bussgeldern und gegebenfalls mit Gefängsnistrafen belegt. Die gesamte Insel ist Biosphärenreservat.
Gut, das Foto ist ein krasses Beispiel, aber ist dieses rausreissen, mitnehmen usw. wirklich so ein großes Problem geworden, wenn man es z.B. mit den Umweltschäden die durch verwilderte Schafe, Ziegen, Hunde und Katzen verursacht werden, vergleicht. Im Azoren-Bericht der vor kurzem im Fernsehen lief, wurden Zahlen von der Insel Corvo genannt nach denen 80% der im Nest getöteten Gelbschnabelsturmtaucher (Pardelas) auf das Konto von Katzen gehen.

Diese Schmierereien auf Felswänden oder noch schlimmer, das Einritzen von Namen oder dergleichen in Bäume sind wirklich eine absolute Unsitte.
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Re: Vandalismus und gefährliche Aktionen für die Natur auf La Gomera

Beitrag von Zugvogel » Di 6. Jun 2017, 09:36

nun ich sehe schon einen zusammenhang zwischen der besseren erschliessung der insel und dem aufkommenden vandalismus. es kommt ja mittlerweile dadurch anderes puplikum wie früher und natürlich auch mehr. und da sind dann sicher schon welche darunter die sich keine gedanken um graffities auf felswänden und ähnliches machen. da wird auch kein erhobener zeigefinger was ändern.. das ist wahrscheinlich genauso erfolgreich wie graffities und tags an berliner hauswänden zu verbieten...

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Re: Vandalismus und gefährliche Aktionen für die Natur auf La Gomera

Beitrag von Silbo » Di 6. Jun 2017, 12:31

Zugvogel hat geschrieben:
Di 6. Jun 2017, 09:36
nun ich sehe schon einen zusammenhang zwischen der besseren erschliessung der insel und dem aufkommenden vandalismus. es kommt ja mittlerweile dadurch anderes puplikum wie früher und natürlich auch mehr. und da sind dann sicher schon welche darunter die sich keine gedanken um graffities auf felswänden und ähnliches machen. da wird auch kein erhobener zeigefinger was ändern.. das ist wahrscheinlich genauso erfolgreich wie graffities und tags an berliner hauswänden zu verbieten...
dem stimme ich 100% zu! La Gomera ist derzeit noch intakt, ich beabsichtige auch nicht die Insel zu vermiesen. Jedoch sollte man im Ausbau der Insel zukünftig sehr sorgsam umgehen. Auf Grund ihrer Größe sollte die Insel ihre Aussenseiterrolle beibehalten. Nicht zuletzt auch wegen der Wasserversorgung.

Ich habe die Entwicklung der Balearen, Ibiza, Mallorca, Formentera seit den Siebzigern und der Hippieszene, später La Gomera seit 1989 beobachten können. Je mehr die Infrastruktur ausgebaut wurde, desto mehr Tourismus mit all seinen Vor- und Nachteilen. Für die Natur und Umwelt überwiegen meist die Nachteile.

Tourismus

La Gomera hatte bisher ein alternatives bis intellektuelles Publikum und war ein Geheimtip, das unterliegt jetzt einem Wandel. Früher waren viele wegen der langen Anreise nicht bereit La Gomera anzusteuern. Ich erinnere mich noch an 1989, wo einige Touristen aus Hamburg 2 Tage nach ihrer Ankunft in Tecina wieder abgereist sind, da sie die etwas abenteuerliche Anfahrt nicht verarbeiten konnten. Schotterpiste bei Dunkelheit, Regen, Geröll und Sturzbächern auf der Straße war nichts für schwache Nerven. Auch die Anreise mit der alten Benchijigua war für viele zu lang.

Neuerdings kann man auf der Insel vereinzelt auch jüngeres Ballermann-Publikum aus den ehemaligen Ostblockstaaten beobachten und ein zunehmendes Pennermilieu, nicht zu verwechseln mit der Althippieszene. Im Süden der Insel wird in den Strandhöhlen oft überwintert. Nicht überall stehen Müllcontainer, so dass viel Plastikmüll zu finden ist.

Bei der lokalen Bevölkerung sieht man viele Fortschritte und Verbesserungen. Offene brennende Müllkippen, wie z. B. früher an der "Baja de Avalo" sind verschwunden. Es wird mehr Rücksicht auf die Umwelt genommen, hat ganz sicher mit den Richtlinien, Förderprogrammen und Finanzmittel der EU zu tun.
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Re: Vandalismus und gefährliche Aktionen für die Natur auf La Gomera

Beitrag von Gomeramann » Di 6. Jun 2017, 21:01

Oft ist es doch einfach gedankenlosigkeit oder unwissenheit. Denke da gerade an die Graffiti an den Wasserfallfelsen. Man sollte nicht immer gleich absichtlichen Vantalismus unterstellen.

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Re: Vandalismus und gefährliche Aktionen für die Natur auf La Gomera

Beitrag von La rana » Di 6. Jun 2017, 22:54

Es geht leider nicht "nur" um die Grafitis... über die gravierenden Aktionen kann momentan noch nichts veröffentlicht werden, da Untersuchungen von Guardia Civil und Seprona am Laufen sind.

Die Ausgrabungstätte (Las Aras de Sacrificio) auf der La Fortaleza wurde durch Steinmännchenbau teilweise zerstört. viewtopic.php?f=83&t=47144&p=244318#p244312

Die gravierenden Vorfälle werden nicht von "neuen" Besuchern auf La Gomera aus Unwissenheit begannen, sondern von Personen, die hier leben und versuchen zu überleben, egal wie. Leider gibt es dann auch "unbedarfte" Touristen, die auf schöngemalte Angebote eingehen und auch noch glauben, etwas Gutes zu tun.
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