Bienen in der kalten Jahreszeit

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Bienen in der kalten Jahreszeit

Beitrag von roling » Sa 30. Dez 2017, 11:50

Bei unseren Wanderungen oberhalb von Benchijigua sind uns wieder einmal viele Standplätze mit Bienenkästen in Höhenlagen bis ca. 800 Hm. an teilweise doch abgelegenen Orten aufgefallen. Eine Höhe, in der es in den „Wintermonaten“ doch wohl recht kühl/kalt ist. In diesem Dezember waren dort bei Sturm nur Temperaturen von 8°C vorhanden und keine einzige Biene an den Kästen zu sehen.

Dabei ist bei uns die Frage aufgetaucht ob die Bienenvölker im „Winter“, wie in Deutschland weitestgehend üblich, eine Winterfütterung erhalten oder ob ihnen ausreichend Honig im Bienenstock zum Überleben in den kalten Monaten erhalten bleibt. Wie wird das hier gehandhabt?
Wer heute den Kopf in den Sand steckt, knirscht morgen mit den Zähnen.

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Re: Bienen in der kalten Jahreszeit

Beitrag von roling » Sa 30. Dez 2017, 12:00

Bienenkästen3.jpg
Bienenkästen2.jpg
Bienenkästen1.jpg
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woga
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Re: Bienen in der kalten Jahreszeit

Beitrag von woga » Sa 30. Dez 2017, 22:35

Ich kenne mich mit Bienen nur rudimentär aus, aber ich weiß, dass sie zum Fliegen mindestens 12°C brauchen. Das haben sie auf 700m ganzjährig. Es gibt in der Regel nur sehr wenige Tage, an denen die Tagestemperaturen niedriger liegen. Weiter unten dürften Bienen wohl anfälliger für Parasiten und Krankheiten sein, weil es da dann zu warm ist. Das Benchijigua-Tal hat dort im oberen Bereich ja ganzjährig Wasser, so dass auch im Winter Blüten zu finden sind. Bienenstöcke kann man überall auf der Insel in ähnlichen Höhenlagen finden.
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Re: Bienen in der kalten Jahreszeit

Beitrag von roling » So 31. Dez 2017, 12:59

woga hat geschrieben:
Sa 30. Dez 2017, 22:35
Das Benchijigua-Tal hat dort im oberen Bereich ja ganzjährig Wasser, so dass auch im Winter Blüten zu finden sind.
Wir haben auf der relativ kurzen Wanderung über 100 Bienenkästen in Wegesnähe gesehen, also über 100 Bienenvölker. Das die Bienen bei Temperaturen ab ca. 12°C ausschwärmen um Wasser und Nektar/Pollen einzubringen ist bekannt. Aber wir haben während der Wanderung nur ganz vereinzelt Blüten gesehen. Der Ertrag hieraus dürfte auch bei einen Sammelradius von etwa 2 km keinesfalls als Nahrung für alle Bienenvölker ausreichend sein.
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Re: Bienen in der kalten Jahreszeit

Beitrag von woga » So 31. Dez 2017, 15:59

roling hat geschrieben:
So 31. Dez 2017, 12:59
Der Ertrag hieraus dürfte auch bei einen Sammelradius von etwa 2 km keinesfalls als Nahrung für alle Bienenvölker ausreichend sein.
Für alle, die von dem leben, was wächst, ist das eine schwierige Zeit. Kann man nur hoffen, dass 2018 besser wird :pray
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Re: Bienen in der kalten Jahreszeit

Beitrag von ardilla » Mo 8. Jan 2018, 20:01

:blume :blume Hallo in die Runde!
Ich habe im Dezember mit Imkern (und Bienen :strahl ) auf der Insel gesprochen und im Wesentlichen hieß es (von den Imkern):

Es war und ist viel zu trocken, es gab nur wenig Honig und die Bienen verteidigen ihn wie wild (oooh ja!). Meistens wurde bisher wohl nicht im gomerischen "Winter" gefüttert, weil die Bienen genug zum Überleben gefunden haben. Der gomerische Honig (direkt vom Imker, wenn möglich) ist übrigens toll! Er schmeckt wie die Insel duftet - eine tolle Erinnerung auch nach der Reise! Nächstes Mal bringe ich "Tauschhonig" mit.

Meine eigenen Bienen (in der Pfalz) wissen nichts davon, dass sie erst ab 12 Grad fliegen können, ich habe schon bei Sonne und 3 Grad im Schatten welche beim Nektar saugen an Winterblühern "erwischt". OK, sie dürfen nur beim Rückflug nicht in ein schattiges "Kälteloch" geraten, sonst war's das...

Ich wünsche der Insel genügend Regen in der nächsten Zeit - Blütenmeer und Orangenduft sind auch für die Touristen schöner, als die Steppe auf La Merica kurz vor Weihnachten.....

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