Inseln der Zukunft - El Hierro

Was fasziniert Euch an den Schwesterninseln?
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Re: Inseln der Zukunft - El Hierro

Beitrag von Enriquez » So 11. Dez 2016, 17:20

bine hat geschrieben:
herbi hat geschrieben:Hat jemand auch noch einen Link zum grandiosen Scheitern des ganzen Projekts? :herbi :herbi :herbi
Wie jetzt? Gescheitert? Woran, warum und wann? :sad2
:muetze
Liebe Bine
Wie jetzt aktuell
siehe :
https://demanda.ree.es/visionaCan/VisionaHierro.html#
Warum ? Technisches Problem ?
siehe :herbi

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Re: Inseln der Zukunft - El Hierro

Beitrag von woga » So 11. Dez 2016, 17:32

herbi hat geschrieben:Der Wasserspeicher für das Pumpkraftwerk hätte 200 mal!!! größer sein müssen. Daher läuft das alte Dieselkraftwerk weiterhin fast rund um die Uhr. :herbi :herbi :herbi
Woher nimmst Du das? Gerona del Viento berichtet, dass sie im Monat Juli nur 33% Dieselanteil hatten. Im August hatten sie 55 Stunden lang 100% "saubere" Energie.

Vielleicht wissen die Leute von Endesa nicht mehr, wie sie die Diesel abschalten können? :angel
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Re: Inseln der Zukunft - El Hierro

Beitrag von herbi » So 11. Dez 2016, 18:13

Nun hab ich den Link gefunden.http://www.lapalma1.net/2016/01/09/el-h ... ie-bilanz/ :herbi :herbi :herbi

Übrigens war ich etwas postfaktisch.Es hätte 20 mal so groß heissen müssen. :supercool :supercool
Wenn Ich mal wieder übers Wasser gehe sagen meine Kritiker:Guck mal der kann nicht mal schwimmen.

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Re: Inseln der Zukunft - El Hierro

Beitrag von Enriquez » So 11. Dez 2016, 18:30


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Re: Inseln der Zukunft - El Hierro

Beitrag von woga » So 11. Dez 2016, 18:32

Naja, nach 1 1/2 Jahren solch eine Bilanz zu ziehen ist aus meiner Sicht reine Tendenz. Das gesamte technologische Zusammenspiel ist neu und insbesondere die Regelung ist eine neue Herausforderung. Die Forderung aufzustellen, der gesamte Windstrom müsste gespeichert werden können, ist ziemlicher Unfug. Natürlich haben bei diesem Projekt alle Schiss vor dem Blackout, weil das Wasser auf die Mühlen der Öl-Lobby wäre. Ich finde, Geduld ist angesagt. Nach 18 Monaten Erfahrung von einem Scheitern zu sprechen, weil die 100% nicht erreicht wurden, halte ich für unseriös.
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Re: Inseln der Zukunft - El Hierro

Beitrag von Galileo » So 11. Dez 2016, 21:42

woga hat geschrieben: Nach 18 Monaten Erfahrung von einem Scheitern zu sprechen, weil die 100% nicht erreicht wurden, halte ich für unseriös.
Finde ich auch. Man darf nicht vorschnell etwas für gescheitert erklären, wenn es nicht gleicht auf Anhieb klaglos funktioniert. Dazu muss man sich nur vorstellen, wo wir heute wären, wenn man nach Otto Lilienthals Absturz das Fliegen für gescheitert erklärt und alle weiteren Flugversuche verboten hätte. Und auch Josef Ressel blieb ohne Anerkennung, weil die erste Probefahrt mit seiner neuen Erfindung (Schiffsschraube) fehlschlug und, das Schiff wieder zurück in den Hafen von Triest geschleppt wurde. Der Grund für den Fehlschlag war übrigens nicht die Schiffsschraube sondern ein Schaden an der Dampfmaschine. So fuhr man noch viele Jahrzehnte mit den Schaufelrädern ehe der Wert der Innvoation erkannt wurde. :autsch
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Re: Inseln der Zukunft - El Hierro

Beitrag von roling » Mo 5. Mär 2018, 11:03

Als eine neue Alternative für die mit hohen Flächenbedarf und hohen Kosten zu erstellenden Pumpspeicherkraftwerke werden sich in Zukunft hydraulische Lageenergiespeicher, auch Hubspeicherkraftwerke genannt anbieten. Erste Versuche mit kleineren Anlagen sind schon mit sehr positivem Ergebnis abgeschlossen.

Der Hubraum des Speichers wird bei Überschuss an Strom von einem Wasserschloss aus mit Wasser vollgepumpt. Dieses wird dabei komprimiert und als Energie gespeichert. Bei Energiebedarf kann das Wasser aus dem Hubraum über die Turbinen ins Wasserschloss geleitet werden und Strom an das Netz liefern.

Dieser Speicher basiert also auf dem Anheben von sehr großen Massen des „Deckels“, die unter hydraulischen Druck nach oben bewegt werden. Ein größeres Gefälle zwischen Boden des Behälters und Turbinen ist dabei nicht erforderlich.
Wasserschloss.JPG
Hubspeicherkraftwerk

Wählt man z. B. einen Zylinder mit einem Durchmesser von 1000m und einer Höhe von 1000m so kann dieser durch Anheben des Deckels um 500m die gesamte Tagesleistung der Stromwirtschaft in Deutschland abspeichern.

Bei dezentraler Aufstellung kleinerer Anlagen in der Nähe von Stromerzeugern aus erneuerbaren Energien sicherlich eine gute Lösung.
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Re: Inseln der Zukunft - El Hierro

Beitrag von Hartmut » Mo 5. Mär 2018, 11:27

Hallo Roling,

kenne ich im kleinen und habe es es kleiner Junge vor 50Jahren nachgebaut, womöglich aus "Bastelbuch für Jungen", (Fahradfelge, Schnur, Gewicht, Dynamo) Die von Dir angesagte Dimension mit 1000m Durchmesser ist gigantisch, ob sich da jemand drantraut? :freu

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Re: Inseln der Zukunft - El Hierro

Beitrag von Galileo » Mo 5. Mär 2018, 13:24

Hartmut hat geschrieben:
Mo 5. Mär 2018, 11:27
Die von Dir angesagte Dimension mit 1000m Durchmesser ist gigantisch, ob sich da jemand drantraut? :freu
Alle sagten "es geht nicht" bis jemand kam und es machte. :strahl

Die Frage, die sich stellt ist wohl immer die gleiche: Wo ist der Geldgeber, der auch an das Projekt glauben muss und im Falle des Scheiterns bereit ist, seine Investition abzuschreiben, oder noch mehr zu investieren, damit es nach dem 5. oder 6. Versuch dann vielleicht doch klaglos funktiert.
Auch Josef Ressel starb total verarmt, weil seine Erfindung nicht auf ersten Anhieb funktionierte, was allerdings nicht an seiner Erfindung, sondern an der Dampfmaschine lag. Aber kommuniziert wurde nur, dass das Schiff zurück in den Hafen geschleppt werden musste.
Klassisches Erfinderschicksal. :autsch
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Re: Inseln der Zukunft - El Hierro

Beitrag von roling » Di 6. Mär 2018, 13:48

Hartmut hat geschrieben:
Mo 5. Mär 2018, 11:27
Die von Dir angesagte Dimension mit 1000m Durchmesser ist gigantisch, ob sich da jemand drantraut?
Mein obiger Beitrag scheint etwas unpräzise zu sein. Die Maße des Behälters sind ausreichend um die gesamte tägliche Stromproduktion Deutschlands in einer Größenordnung von etwa 1600 GWh zu speichern. Für kleinere Speichermengen sind sie daher natürlich erheblich kleiner zu bemessen.

Die Speicherung dieser Energie würde einen Speichersee von 160 km² Fläche bei einer Tiefe von 10 m und einem Gefälle zwischen See und Turbine von 400 m erfordern.

Ein Wasserstoffspeicher müsste ein Volumen von etwa 1.000.000 m³ aufweisen und hätte nur einen Wirkungsgrad < 50. Zusätzlich Explosionsgefahr.

Die Daten stammen aus einer Veröffentlichung der Hochschule Furtwangen.
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