Wanderurlaub Mai 2018, Dütt un Datt

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Wanderurlaub Mai 2018, Dütt un Datt

Beitrag von roling » Di 2. Okt 2018, 09:40

Wettervorhersagen
Im Hotel haben wir täglich die Möglichkeit uns über die aktuellen Wettervoraussagen im Internet für die unterschiedlichen Inselbereiche zu informieren und unsere Wanderungen entsprechend zu planen. Dass eine nur 10 prozentige Regenwahrscheinlichkeit aber auch einen langanhaltenden starken Regenguss beinhalten kann, mussten wir beim Abstieg von der Ermita Santa Clara nach Vallehermoso erfahren. Nach etwa 20 Minuten wandern im Regen erreichten wir die Busstation. An den geplanten Aufstieg zum Auto in Chorros de Epina war nicht mehr zu denken. Stattdessen nahmen wir den wenig später abfahrenden Bus in Richtung Alojera. Der während der gesamten Fahrt sehr starke Regen ließ erst kurz vor der Kreuzung unterhalb von Chorros de Epina nach. Hier konnten wir auch aussteigen. Am Auto bei der Einfahrt zur Ermita und während der gesamten Rückfahrt war die Straße trocken – eben auch der Bereich Vallehermoso.

Santiago
Die Avenida Maritima Ist zurzeit wegen Bauarbeiten (Verlegen neuer Leitungen, neue Hausanschlüsse) in Teilbereichen nicht befahrbar und nur eingeschränkt begehbar. Auch die Außenbewirtschaftung der Gaststätten und Bars in diesem Bereich ist beschränkt. Die Arbeiten sollen im Oktober abgeschlossen sein.

Busfahrer
Die Busfahrer haben offensichtliche unterschiedliche Auffassungen über die Art der im Bus beförderten Wanderstöcke. Bei Wanderungen im Inselsüden mussten wir bei den An- und/oder Rückfahrten mit dem Bus fast immer die Teleskop- Wanderstöcke zusammenschieben. Eine Mitnahme in Gebrauchslänge war hier nur einmal möglich. Im Inselnorden und -westen gab es keine Einschränkungen. Auch gegen die Mitnahme einteiliger Wanderstöcke im Businneren bestanden offenbar keine Bedenken. Vielleicht den neuen Bussen auf der Linie San Sebastian – Alajero geschuldet?

Bar Tagoror
Beim Ausstieg aus dem Bus sahen wir, dass die Bar Tagoror in Santiago wohl wieder geöffnet ist. Ein Schild „Open“, die geöffnete Eingangstür und eingedeckte Tische führten zu dem Entschluss nach dem Abendessen dort einmal wieder Einzukehren und die Aussicht von der Terrasse zu genießen. Als wir später dort eintrafen erfuhren wir, dass es sich um eine geschlossene Gesellschaft handelt. Eine Angestellte unseres Hotels feierte dort ihre Hochzeit. Als sie uns erkannte, lud sie uns zu sich an den Tisch ein. Ein wahrlich schöner Abend. Ein nachträgliches Hochzeitsgeschenk brachten wir am nächsten Tag bei ihr vorbei.

Hotel JardinTecina
Die Umbauarbeiten im Hotel und SPA-Bereich sind abgeschlossen. Der neue SPA-Bereich ist optisch sehr ansprechend aber kostenpflichtig. Etwas moderner und lichtdurchfluteter aber immer noch im für das Hotel typischen Stil stellt sich der Empfangs- und Barbereich nun dar. Im Wohnbereich ist ein kleiner Bereich nun abgetrennt und nur für Personen/Familien mit Kindern über 16 Jahren zu buchen und zugänglich. Der Club Laurel wird zurzeit renoviert/umgebaut. Dauer der Maßnahme voraussichtlich bis September.

Wanderstiefel
Bis vor zwei Jahren haben wir sämtliche Wanderungen auf den Kanarischen Inseln mit hochwertigen Wanderstiefeln bekannter deutscher Hersteller durchgeführt und mussten die Sohlen nach spätestens einem Jahr erneuern lassen. Durch Wanderkameraden wurden wir auf die Wanderstiefel eines bekannten deutschen Discounters aufmerksam und testeten diese nun zum 5. Mal (drittes Paar). Extrem leicht, griffige nicht ganz so feste Sohle, angenehme knöchelbedeckende Höhe aber nicht so verwindungssteif eignen sie sich doch erstaunlicherweise für fast jede Wanderung. Lediglich bei Nässe sind sie nicht zu empfehlen. Bei einer Nutzung von 4 Wanderwochen auf den Kanaren und einem Jahr zu Hause (etwa insgesamt ca. 1200 km) ist das Profil weitestgehend abgelaufen und sie müssen entsorgt werden. Bei ca. 18,00 € Kaufpreis doch ein achtbares Ergebnis.

Wanderkarten
Bei unseren Wanderungen im Inselsüden ist uns wieder einmal aufgefallen, dass viele in den verschiedenen Wanderkarten dargestellte Wanderwege außerhalb des bekannten und in Wanderführern veröffentlichten Wegenetzes gar nicht existieren, so stark erodiert und verwachsen sind das eine Begehung nicht mehr möglich ist, sich an anderer Stelle befinden oder auch einen ganz anderen Verlauf aufweisen. Wer hier trotzdem wandern möchte sollte sich daher auf einige Unwägbarkeiten einstellen, vor allen aber einen guten Orientierungssinn besitzen. Warum werden hier vor einer Neuauflage einer Wanderkarte keine Überprüfungen vorgenommen? Das gilt auch für die Karte „Camina la Gomera“ in der in diesem Bereich ebenfalls eine Wegführung eingezeichnet ist, die in weiten Bereichen nicht mehr im Ursprung zu begehen ist und nur noch punktuell sehr kurze sichtbare ehemalige Wegbereiche aufweist.

Camina la Gomera
Die Wanderkarte „Camina la Gomera“ ist nach Auskunft des Tourismusbüros in Santiago nicht mehr verfügbar. Im Herbst soll jedoch eine überarbeitete Auflage erscheinen. Hoffentlich sind dann einige neu restaurierte Wege mit aufgenommen und nicht mehr vorhandene/ begehbare entfernt.

Pflege Wanderwege
Nachdem in den letzten Jahren viele Wanderwege wieder instandgesetzt wurden mussten wir nun feststellen dass sich einige dieser Wege bereits wieder in einen schlechten Zustand befinden. Teilweise sind sie in Bereichen so stark überwuchert bzw. überwachsen, dass sich ein Begehen als schwierig erweist. Während wir in unseren letzten Aufenthalten immer mehrere Gruppen mit am Wegebau Beschäftigten trafen, begegneten wir diesmal nicht einer. War der Einsatz daher nur zeitlich begrenzt? Wurde das Programm der Wegerneuerungen und Weginstandhaltung zwischenzeitlich eingestellt?

Trau keinem unter 50
Mein Mann wollte bei Agulo ein Foto vom Zugang zum Wasserstollen machen. Nach den vorliegenden Informationen und Recherchen im Internet war der Beginn des Aufstiegsweges nicht eindeutig festzustellen. Im Ort fragten wir daher eine Gruppe von jüngeren Straßenbauarbeitern nach dem Weg. Nachdem sie sich untereinander ausgetauscht hatten erhielten wir eine Wegbeschreibung und per Handzeichen den Hinweis auf den Wegbeginn. Als mein Mann dort gerade eingestiegen war, rief ihn ein älterer Herr aus einem Garten auf der gegenüberliegenden Straßenseite zurück. Im anschließenden Gespräch ergab sich, dass dieser Weg nicht zum Wasserstollen führt. Der Eingang zum Stollen sei über einen anderen Weg zu erreichen, der auch heute noch zu Wartungszwecken genutzt werde. Da er selbst auch schon lange nicht mehr dort oben gewesen sei bot er an uns dort hinauf zu begleiten. Unterwegs erhielten wir dann noch einige Informationen über die Galeria.

Wenn jemand eine (Flug)reise tut , dann kann er was erzählen.
Anreise: Der Flug beginnt mit fast 70 Minuten Verspätung. Statt Condor flog eine belgische Fluggesellschaft mit einer belgische Crew und geringen Kenntnissen der deutschen Sprache. Die Sicherheitsunterrichtung erfolgte in Englisch, sicherlich für alle deutschen Fluggäste verständlich? Ist dies die Zukunft der Pauschalreisen? Billig, billig, billig auch auf Kosten der Sicherheit?
Heimreise: Vom Fährterminal auf Teneriffa wurden wir (7 Personen) zu einem gut zweistündigen Zwischenaufenthalt in das Hotel Compostela Beach gebracht. Dort sollten wir um 15.00 Uhr von einem Bus zum Transfer zum Flughafen abgeholt werden.
Als bis 15.20 Uhr kein Bus zur Abholung erschien bat mein Mann die Rezeption des Hotels um eine Telefonverbindung zu der Niederlassung unseres Reiseveranstalters auf Teneriffa. Eine deutschsprechende Person wäre nicht anwesend, er müsste sein Anliegen in Englisch vortragen. Seltsam, deutscher Reiseveranstalter und keine deutschsprechende Ansprechperson?
Nachdem er unser Anliegen vorgetragen hatte, wurde ihm erklärt, dass sie nicht zuständig sei und weiter verbinde. Dies geschah noch zwei weiterer Mal. Bei der vierten Dame bekam er die Auskunft dass sie ihn nicht verstehe, sein Englisch wäre nicht ausreichend, sie würde aber weiterverbinden. Die Dame war natürlich für unser Anliegen nicht zuständig und verband mit einer Dame aus einem anderen dafür zuständigen? Bereich. Diese schien sich tatsächlich zu bemühen uns einen Transfer zum Flughafen zu organisieren. Der Bus käme in 10 Minuten, also um 15.50 Uhr. Telefondauer fast 20 Minuten.
Ein Bus kam natürlich nicht. Um 15.55 Uhr verabschiedeten sich die beiden Engländerinnen und fuhren mit einem Taxi zum Flughafen. Wir warteten noch fast 15 Minuten (unser Abflug nach Hannover sollte um 18.20 Uhr stattfinden) ehe wir uns ebenfalls entschlossen mit einem Großraumtaxi zum Flughafen zu fahren. Vorher verabschiedeten und bedankten wir uns an der Rezeption für die Hilfe.
In der Abflughalle sahen wir dann, dass sich unser Abflug nach Hannover um fast 2 Stunden verzögert. Toll, bei unseren letzten 4 Rückflügen von Teneriffa nach Hannover zum 4. Mal eine Verspätung!!! Wirklich sehr kundenfreundlich und es erscheint immer mit System zu erfolgen. Dadurch können wir natürlich wieder einmal den geplanten Anschlusszug im Flughafen Hannover nicht erreichen, und müssen nochmals 2,5 Stunden auf den ersten Zug am Morgen in Richtung Heimat warten.
Am Schalter erfahren wir, dass die für uns reservierten Sitzplätze schon vergeben sind, wir aber gleichwertige Plätze bekommen. Es stellt sich heraus, dass diese in der ersten Reihe hinter der Trennwand zur Businessclass sind. Ein wirklich toller Blick auf die 60 cm entfernte Trennwand während des mehr als 4,5 stündigen Fluges.
Statt Condor fliegt diesmal eine spanische Fluggesellschaft mit ihrer Crew. Sicherheitsunterweisung in Englisch, sicherlich für alle deutschen Passagiere verständlich. Service wird während des gesamten Fluges nicht – bis auf einen knapp halb vollen lauwarmen Becher mit Tee als Entschädigung (wofür?) geboten. Keine Möglichkeit Getränke oder Snacks zu kaufen, kein zollfreier Einkauf und auch vorbestellte Artikel konnten nicht erworben werden. Natürlich auch keine Unterhaltung und Informationen zum Flug. Das heißt Service gleich Null. Da hätte man doch gleich aus Kostengründen auch noch auf die Kabinencrew verzichten können.
Die Kosten für das Taxi und die Sitzplatzreservierung erhielten wir nach fast 10 Wochen (da müssen wir erst recherchieren) erstattet. Unser Fragenkatalog zu den Vorkommnissen wurde nicht beantwortet – ist gewesen, lässt sich nicht mehr ändern und somit nicht mehr relevant. Wir haben zwischenzeitlich die Geschäftsführung des Unternehmens zwecks Stellungnahme angeschrieben. Mal schauen ob sich da noch etwas ergibt.
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Re: Wanderurlaub Mai 2018, Dütt un Datt

Beitrag von Fritzlore » Di 2. Okt 2018, 13:51

Na, das ist ja mal wieder was!!!!

Danke für die ausführlichen Berichte. Sehr spannend und informativ. :hut

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Re: Wanderurlaub Mai 2018, Dütt un Datt

Beitrag von myrtel » Di 2. Okt 2018, 14:05

Ja, vielen Dank für den ausführlichen Bericht.

So ein Unglück hatten wir bislang noch nicht mit unseren Flügen. Nur einmal war ein Koffer in Berlin nicht auf dem Band und das Warten mit Säugling um 23 Uhr am Reklamationsschalter mit 30 anderen mit gleichem Problem war ein wenig anstrengend.

Und bezüglich der Wanderstiefen: Welcher Discounter war es denn?
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Re: Wanderurlaub Mai 2018, Dütt un Datt

Beitrag von Sabine/Guido » Di 2. Okt 2018, 16:30

Da habt Ihr ja vieles erlebt.
Bei unserem letzten Rückflug hat man das gesamte Gepäck desbFliegers nicht transportiert. Es blieb auf Teneriffa.
In Hamburgbmußten wir alle dann selbst die Suche veranlassen.
Chaos pur., Jeder bekam einen DIN A 4 Zettel und mußte am heimischen PC tätig werden.
Nach ca. 3 Tagen wurden die Koffer nach Hause geliefert, alles stank nach Nikotin.
Die 2 Koffer wurden auch mit unterschiedlichen Maschinen nach Deutschland geflogen. Es ging wohl ums Kerosin sparen, da wir sonst nicht mehr in Hamburg die Landeerlaubnis bekommen hätten und dann die Mannschaft nach Hannover gemußt hätte?

Wir haben viele Jahre im Hotel Jardin Tecina Urlaub gemacht.
Dann haben wir die 14 Tage aufgeteilt. 1 Woche Valle und 1 Woche Tecina.
Wir fühlen uns neuerdings im Valle wohler.
Flexibler mit dem Essen und oft keine Zeit gehabt, die Hotelanlage zu genießen, dann zu teuer.

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Re: Wanderurlaub Mai 2018, Dütt un Datt

Beitrag von sido » Di 2. Okt 2018, 18:32

Danke für die informative Zusammenstellung von Reise- und Wandereindrücken! Dabei fielen mir einige Kleinigkeiten ein:

Wanderstöcke und Bus
Auf die Idee, mit Wanderstöcken in voller Wanderlänge in einen Bus einzusteigen, bin ich bisher gar nicht gekommen. Vielmehr habe ich immer die Stöcke zusammengeschoben und, wenn Zeit war, an den Rucksack gehängt und zum Schutz von Mitreisenden Gummipuffer über die Spitzen geschoben (wenn sie noch verhanden und nicht verlorengegangen waren).

Camina la Gomera
August 2018 habe ich bei der Tourismusinfo in Valle Gran Rey (La Playa) eine noch druckfrisch riechende Karte bekommen - aber Unterschiede zu meiner alten Karte von 2014 konnte ich bisher nicht erkennen.

Flugreise
Zum Glück kann ich (hoffentlich auch in Zukunft) nicht soviel darüber berichten wie Du. Dass in den letzten Jahrzehnten sich die Qualität von Service und Information sich verschlechtert hat, dürfte sich herumgesprochen haben. Teilweise könnte es an Ryan-Air liegen, der mit ihrem erfolgreichen Versuch, den Spielraum für Zumutungen an die Fluggäste auszuweiten, auch andere Fluggesellschaften gefolgt sind. Zum Teil scheinen sich Reiseveranstalter und Fluggesellschaften darauf zu verlassen, dass sich ihre Kunden sich zunehmend über das Internet informieren.

Eine negative Erfahrung habe ich zum Teil mir selbst zuzuschreiben. Dieses Jahr zum ersten Mal mit Tablet unterwegs, hatte ich versucht, mich im Internet über den Rückflug am nächsten Tag zu informieren, doch auf der Homepage der Fluggesellschaft endete die Liste der Abflüge und Landungen immer wieder mit den Abflügen um 4:00 morgens des Flugtages. Offenbar lag hier eine Computerstörung vor, die erst nach meiner Heimkehr behoben war. Anstatt mich auf Anraten eines anderen Gastes damit zu begnügen, bemühte ich mich immer wieder um Informationen, auch mit dem Handy. Doch bei der Servicenummer der Fluggesellschaft anrief, geriet ich in eine Warteschleife mit Musik und einer spanischen Durchsage, von der ich außer "Disculpen las molestias!" nur das Wort "posición" verstand. Offenbar versuchte man, mein Handy zu orten, das aber als älteres Modell über kein GPS verfügt.
Die Rückreise verlief reibungslos wie selten zuvor!
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Re: Wanderurlaub Mai 2018, Dütt un Datt

Beitrag von nochsonhambo » Di 2. Okt 2018, 20:31

Konkret zu den Abschnitten: Wanderkarten und Wanderwege
Roling, es wäre schön, wenn die so schön ausführlichen Schilderungen noch ein bisschen ausführlicher würden. Ich als Wanderer wäre nämlich sehr interessiert,
1. welche Wegeintragungen du auf welchen Karten entdeckt hast, die nicht nur ungenau, sondern irreführend falsch sind. Und
2. welche Wege du entdeckt hast, die dir gegenwärtig als nicht mehr begehbar oder als unzumutbar erscheinen.
Denn dadurch ließe sich vielleicht ja für manche anderen manch Stress und Frust vermeiden.
Das wäre also schön.

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Re: Wanderurlaub Mai 2018, Dütt un Datt

Beitrag von roling » Mi 3. Okt 2018, 12:53

myrtel hat geschrieben:
Di 2. Okt 2018, 14:05
Und bezüglich der Wanderstiefen: Welcher Discounter war es denn?
Die Wanderstiefel haben wir jeweils bei dem Discounter mit dem zwei „l“ gekauft. Die Ausführungen variieren dabei von Jahr zu Jahr.
Sabine/Guido hat geschrieben:
Di 2. Okt 2018, 16:30
Wir haben viele Jahre im Hotel Jardin Tecina Urlaub gemacht.
Dann haben wir die 14 Tage aufgeteilt. 1 Woche Valle und 1 Woche Tecina.
Wir fühlen uns neuerdings im Valle wohler.
Flexibler mit dem Essen und oft keine Zeit gehabt, die Hotelanlage zu genießen, dann zu teuer.
Die Überlegung unseren Aufenthalt auf La Gomera ins VGR zu verlegen hatte mein Mann auch schon einmal. Mir selbst ist dort ein Hotelaufenthalt aufgrund der Lage unter den Steilwänden jedoch etwas suspekt. Von den Kosten her haben wir das Glück, dass unser Reisebüro täglich für uns nach Schnäppchen Ausschau hält. So konnten wir in der letzten Woche einen 14-tägigen Aufenthalt im Tecina im Dezember mit kompletten Transfer, Halbpension, im Komfortzimmer für 1098 €/ Person buchen. Das halte ich nicht für überteuert und scheut, so glaube ich, auch keinen Vergleich zu vergleichbaren Hotels im VGR. Zusätzlich ist für uns auch wichtig, dass wir durch den sehr guten Kontakt zum Personal an wichtige Informationen für unsere Recherchen sowie Kontakte zu weiteren Personen kommen und Hilfen bei Übersetzungen in Anspruch nehmen können.
sido hat geschrieben:
Di 2. Okt 2018, 18:32
Wanderstöcke und Bus
Auf die Idee, mit Wanderstöcken in voller Wanderlänge in einen Bus einzusteigen, bin ich bisher gar nicht gekommen. Vielmehr habe ich immer die Stöcke zusammengeschoben und, wenn Zeit war, an den Rucksack gehängt und zum Schutz von Mitreisenden Gummipuffer über die Spitzen geschoben (wenn sie noch verhanden und nicht verlorengegangen waren).
Beim Transport der Wanderstöcke haben wir uns grundsätzlich dazu entschlossen diese in Bussen im Gebrauchszustand zu transportieren. Dabei trägt mein Mann sie mit Schutzkappen senkrecht vor dem Körper und legt sie im Sitz dann an der Außenwand ab. Eine Verletzung oder Behinderung anderer Fahrgäste ist dadurch ausgeschlossen. Die Befestigung im zusammengeschobenen Zustand am Rucksack ist nur zu empfehlen, wenn dieser vor dem Einsteigen abgenommen wird und im Bus vor dem Körper transportiert wird. Falls der Rucksack erst im Bus beim Einstieg in die Sitzreihe vom Rücken genommen wird besteht eine erhöhte Gefahr der Verletzung oder zumindest Behinderung anderer Mitfahrer. Das haben wir einmal an der Busstation La Laguna auf Teneriffa gesehen, als ein am Rucksack befestigter Wanderstock einen Passagier in der gegenüberliegenden Sitzreihe am Kopf verletzte.
sido hat geschrieben:
Di 2. Okt 2018, 18:32
Camina la Gomera
August 2018 habe ich bei der Tourismusinfo in Valle Gran Rey (La Playa) eine noch druckfrisch riechende Karte bekommen - aber Unterschiede zu meiner alten Karte von 2014 konnte ich bisher nicht erkennen.
Die Information, dass eine überarbeitete Wanderkarte „Camina la Gomera“ im Herbst neu aufgelegt werden soll, erhielten wir im Mai im Touristikbüro in Playa de Santiago.
nochsonhambo hat geschrieben:
Di 2. Okt 2018, 20:31
Roling, es wäre schön, wenn die so schön ausführlichen Schilderungen noch ein bisschen ausführlicher würden. Ich als Wanderer wäre nämlich sehr interessiert,
1. welche Wegeintragungen du auf welchen Karten entdeckt hast, die nicht nur ungenau, sondern irreführend falsch sind. Und
2. welche Wege du entdeckt hast, die dir gegenwärtig als nicht mehr begehbar oder als unzumutbar erscheinen.
Denn dadurch ließe sich vielleicht ja für manche anderen manch Stress und Frust vermeiden.
Das wäre also schön.
Darauf hat mein Mann in einigen seiner Wanderberichte schon hingewiesen. Aber das ist sicherlich nicht abschließend, da auch einige Berichte noch nichtveröffentlicht sind. Ich werde daher eine kleine Liste erstellen, möchte diese allerdings noch mit meinem Mann abstimmen. Er befindet sich noch 10 Tage mit einem langjährigen Kletterkameraden im spanischen Kletterparadies „El Chorro“ in der Nähe von Malaga. Gerade gestern sind sie den neu angelegten „Caminito del Rey“ gegangen. Wohl sehr schön angelegt in einer unvergleichlichen Landschaft, aber er vermisste auch die körperlichen und psychischen Anforderungen unserer gemeinsamen Erstbegehung auf dem noch alten ungesicherten „Klettersteig“ mit einigen Fehlstellen zu Beginn der achtziger Jahre. Daher wird die Beantwortung sicherlich noch ein paar Tage dauern. Wird aber nicht vergessen.
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Re: Wanderurlaub Mai 2018, Dütt un Datt

Beitrag von myrtel » Mi 3. Okt 2018, 15:36

roling hat geschrieben:
Mi 3. Okt 2018, 12:53
myrtel hat geschrieben:
Di 2. Okt 2018, 14:05
Und bezüglich der Wanderstiefen: Welcher Discounter war es denn?
Die Wanderstiefel haben wir jeweils bei dem Discounter mit dem zwei „l“ gekauft. Die Ausführungen variieren dabei von Jahr zu Jahr.
:hut Vielen Dank für Deine/Eure Antwort sowie auch für die ausführliche Beantwortung der Fragen/Anmerkungen der anderen Foristen.
Und 1089 € sind wirklich eher ein Schnäppchen, schön für Euch.
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Re: Wanderurlaub Mai 2018, Dütt un Datt

Beitrag von Don Uvo » Mi 3. Okt 2018, 17:43

denn kanns Alldi schomal nich sein....
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Re: Wanderurlaub Mai 2018, Dütt un Datt

Beitrag von roling » Do 1. Nov 2018, 10:17

roling hat geschrieben:
Mi 3. Okt 2018, 12:53
Darauf hat mein Mann in einigen seiner Wanderberichte schon hingewiesen. Aber das ist sicherlich nicht abschließend, da auch einige Berichte noch nichtveröffentlicht sind. Ich werde daher eine kleine Liste erstellen, möchte diese allerdings noch mit meinem Mann abstimmen. Er befindet sich noch 10 Tage mit einem langjährigen Kletterkameraden im spanischen Kletterparadies „El Chorro“ in der Nähe von Malaga. Gerade gestern sind sie den neu angelegten „Caminito del Rey“ gegangen. Wohl sehr schön angelegt in einer unvergleichlichen Landschaft, aber er vermisste auch die körperlichen und psychischen Anforderungen unserer gemeinsamen Erstbegehung auf dem noch alten ungesicherten „Klettersteig“ mit einigen Fehlstellen zu Beginn der achtziger Jahre. Daher wird die Beantwortung sicherlich noch ein paar Tage dauern. Wird aber nicht vergessen.
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Hier die Kurzinformation über die in diversen Kartenwerken eingetragenen Wanderwege, die wir bei unseren Wanderungen trotz zum Teil mehrfacher Suche nicht oder nicht in der eingetragenen Lage vorgefunden haben.

Bereich Arguayoda – Lomo de Sabinilla
Die in die Goldstadtkarte eingetragene Wegverbindung vom Weg 57 zum Lomo de Sabinilla existiert nicht (mehr). Man kann bis in den Barranco de la Negra absteigen. Dieser Weg verzweigt auf etwa halber Höhe. Beide führen in unterschiedlichen Höhenlagen in den Barranco. Beim linken Abzweig kann man einen trockenen und in vielen Bereichen verfallenen Wasserkanal erreichen, der weiter meerseitig auf den Lomo de Sabinilla führt. Der daran entlangführende Bewirtschaftungsweg ist in weiten Bereichen verfallen, nicht mehr vorhanden und auch eine Begehung des Kanales ist in weiten Bereichen nicht möglich. Wahrscheinlich wurde hier der Kanalverlauf als Weg dargestellt. (2015 letzte Erkundung)

Abstiegsweg Lomo de Sabinilla – Playa de la Negra
Der in fast allen Karten dargestellte Abstiegsweg bei Canada de Jodara (La Rosa)endet in der sehr gut ausgebauten Form etwa in halber Höhe. Der untere Bereich ist ein erkennbarer Pfad, der aber sicherlich nicht als Wanderweg angelegt wurde (2012 letzte Begehung)
In der Kompass Wanderkarte ist ein Abstieg vom Lomo de Sabinilla in den Barranco de la Negra etwa 300 Meter vor dem obigen Abstieg zur Playa dargestellt. Dieser Weg existiert nicht. Richtig ist hier der weiter meerseitig als schwarze Strichelung eingezeichneter Abstieg zum Playa.

Abstiegsweg auf den Lomo de Sabinilla
Der Verlauf ist in der Karte Camina la Gomera richtig dargestellt. Es gibt also entgegen anderen Darstellungen eine Verbindung von der Straße bis zum Abstieg zur Playa de la Negra. Allerdings ist dieser Weg stark erodiert und abschnittsweise bewachsen. Man kann aber gut neben dem Weg entlangwandern. (2012 letzte Begehung).

Abstiegsweg Lomo de la Ameriquilla – Casas la Cantera
Dieser Abstiegsweg besteht- wie auch schon andere Wanderer festgestellt haben - nicht (mehr). Direkt am Abstiegsbeginn in etwa 400 m Höhe in den Barranco Charco Hondo ist zwar ein kurzes Wegstück mit Pflasterung vorhanden. Er endet jedoch unvermittelt. Ein weiterer Verlauf war trotz intensiver Suche während eines weglosen Abstieges nicht auffindbar. Auch in Casas La Catera wurde ein Beginn eines Aufstiegsweges nicht gefunden. (2004 letzter Versuch)

Bereich San Lorenzo – El Drago
Der in der Karte Camina la Gomera dargestellte Wanderweg von der Piste (Weg 17) nach Arada ist nicht mehr vorhanden. Nur in drei < 10 Meter langen Abschnitten konnten noch Wegbereiche mit Pflasterung entdeckt werden. Starker Bewuchs und Terrassen bei Umgehungen schränkten den Wandergenuss entlang des Abbruchs zum Barranco de Erque doch arg ein. Eine Beschreibung dieser Wanderung in 2018 erfolgt in Kürze.

Wanderwege Bereich Lomo de Revolcadero
Der Verlauf des in den Wanderkarten von Goldstadt und Kompass eingetragenen Wanderweges vom unteren Bereich des Lomo de Revolcadero nach Quise kann aufgrund der Erkundungen in 2017 und 2918 nicht bestätigt werden. Aufgefunden wurde nur ein schwerlich erkennbarer fast gradliniger Pfad zwischen den verfallenen Häusern am Wasserkanal und weiter nördlich zu dem gut ausgebauten Wanderweg aufwärts des Lomos zum Parkplatz am Calvario.
Auch der Abstiegsweg vom Lomo de Revolcadero in den Barranco de Masambique wurde trotz Suche am in den Kartenwegen dargestellten Beginn und Ende bisher noch nicht gefunden. Für beide Wege werden wir voraussichtlich im Dezember einen weiteren Versuch starten.
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