Der GR 130 zwischen Garafia und La Tosca

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Lee
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Re: Der GR 130 zwischen Garafia und La Tosca

Beitrag von Lee » So 4. Feb 2018, 11:04

Die letzten Meter der Straße leiten dann gemütlich nach La Fajana hinunter und bieten noch einmal schöne Ausblicke über die hier zumeist
in mächtigeren Wogen heran rollende Brandung. Dann ist der herrlich gelegene kleine Küstenweiler, der aus etwa einem Dutzend Häusern besteht erreicht. Die meisten dieser Häuser sind allerdings schön länger nicht mehr dauerhaft bewohnt und werden zumeist nur noch als Wochenend - oder Sommerbleibe der Besitzer genutzt. Die Felder werden allerdings noch bewirtschaftet, auf ihnen werden hauptsächlich Bananen angebaut.
Es gibt aber sogar eine Finca an diesem extrem abgelegenen Ort, die man als Urlaubsunterkunft mieten kann! Und als wir im April wieder einmal in La Fajana waren, parkte neben uns ein schwer mit Einkäufen beladener Wagen ein und zwei Engländer stiegen aus und fragten uns ob wir die Besitzer der Finca wären. Wer hier für ein paar Tage logiert, sollte wirklich einen richtigen Großeinkauf dabei haben, denn der nächste richtige Supermarkt ist ungefähr eine Stunde, sehr serpentinenreicher Fahrt entfernt.

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Eine gewisse Bedeutung hatte der Küstenweiler früher als Anlegestelle für das oberhalb der Steilküste gelegene Dorf Franceses. Von einer ins Meer hinein ragenden, flach auslaufenden Lavazunge, die als natürliche Anlegestelle genutzt wurde, verschiffte man die landwirtschaftlichen Erzeugnisse der Umgebung auf die anderen Inseln, hauptsächlich nach Gran Canaria.

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Leider sind die Gebäude des alten Verladekomplexes mittlerweile stark am verfallen. Und der Prozess hat sich in den letzten Jahren leider stark beschleunigt - von diesem markanten, erhöht liegenden Haus standen vor nicht einmal zehn Jahren noch die kompletten Grundmauern.

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Man kann, wenn man will auch ganz auf den flachen Teil der Lavazunge heraus laufen, aber hierbei gilt es vorsichtig zu sein, denn manchmal rollen ohne jegliche Vorwarnung höhere Wellen heran. Vor ein paar Jahren war ich gerade wieder bei den höher gelegenen Hütten angekommen, als eine Welle völlig ansatzlos die flacheren Bereiche der Lavazunge wo ich vorher rumgeturnt hatte, knietief flutete.

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Meistens ist der Atlantik an der Nordküste sehr aufgewühlt und man sieht oft große Brandungsklatscher an der Steilküste, wie bei diesem Meeresfelsen hier, der mit etwa 55 Meter Höhe zu den größeren La Palmas gehört.


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Über La Fajana türmt sich eine gewaltige Steilküste mit zerklüfteten Felsformationen auf, die von dichten Sukkulentenbeständen überzogen ist.


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Von den meisten Gebäuden stehen nur noch Teile der Grundmauern - nur noch wenige der Mini-Häuser sind halbwegs intakt. Über den früheren Sinn und Zweck kann man nur mutmaßen, aber es könnte sich um Lagerhäuser für die Waren gehandelt haben. Heutzutage werden nur noch die einigermaßen solide erscheinenden Häuschen ab zu als Unterschlupf von Anglern benutzt, die sich hier einquartieren. Gute Freunde wurden bei einem ihrer La Fajana Besuche mal von einem angelnden Palmero zu Lapas in Knoblach und Vino eingeladen.

Letztes Jahr war eines der Häuser von einem Hippiepärchen bewohnt. Aber insgesamt kann man sagen, dass man hier fast nur auf Palmeros trifft - und auch die in sehr, sehr geringer Zahl. Wenn man hier zwei Stunden verbringt und mehr als drei Menschen trifft, dann ist schon viel los...

Wir sind riesengroße Fans der Lage, der Küstenlandschaft und der Ausstrahlung La Fajanas, und manchem Klein Kanaren Fan dürfte es wahrscheinlich auch so ergehen, wenn er/sie denn den Weg hierher findet...aber ich glaube nicht allen, manchem mag dieser Ort eventuell zu wild, zu einsam, zu morbide und zu spröde erscheinen...es ist ein Ort, der sich in keinster Weise "anbiedert", sondern ein sehr authentischer Flecken Erde, den man, glaube ich sofort anturnend findet, oder halt nicht...ich habe auch schon La Palma Reiseberichte gelesen von Leuten, die sich dorthin verirrt haben und scheinbar nichts entdeckt haben...


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Östlich der alten Anlegestelle schließt eine von gewaltiger Steilküste umrahmte Bucht an und der Blick reicht bis zum Nordostkap der Insel.


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Nachdem man die Aussicht, den Atlantik und den leicht morbiden Charme diese Ortes, an dem der Zahn der Zeit nagt, genug Zeit gegeben hat, lohnt es sich den Rest der Landzunge zu erkunden. Wenn man sich im Ort westwärts wendet, sieht man zuerst einen Pool, der wohl schon seit vielen Jahren kein Wasser mehr gesehen hat. Ein etwas skurriler Anblick im Angesicht des Atlantiks. Wer allerdings bei sommerlichen Temperaturen aus unerfindlichen Gründen darauf kommt, über die Leiter in den Pool hinab zu steigen, sollte sich auf wahre Backofentemperaturen einstellen...


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Wenn man nach Westen gehend die letzten der wenigen Häuser des Ortes passiert hat, wandert man nur ein paar Minuten durch die Bananenplantagen...


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....bis man die nächste wildromantische Bucht erreicht, deren Blick sich nach Westen öffnet. Hier sollte man noch einmal eine Rast einlegen.


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Oft rollt hier eine imposante Brandung heran, die bei längerer Betrachtung und Anhörens meditationsartige Zustände hervorruft. Zum Baden ist diese Brandung und der Steinstrand allerdings nicht geeignet - obwohl hier in manchen Sommern gar ein weitläufiger, wunderschöner Sandstrand existieren soll.


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Nach einer Weile sollte man sich allerdings losreißen von diesem Ort - der zu unseren absoluten kanarischen Lieblingsplätzen am Meer gehört - denn es wartet noch ein relativ heftiger Schlussanstieg nach Franceses auf den Wanderer.
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Re: Der GR 130 zwischen Garafia und La Tosca

Beitrag von alisea » So 4. Feb 2018, 13:40

Echt schöne Bilder!
Hört sich auch sehr interessant an!
Ich glaube wir könnten La Fajana von El Tablado auch sehen.
Wir wollten auch hinfahren. Am zweiten od dritten Tag.
Waren auch aufm Weg hin.
Aber ( ausverschämte) führen wir doch nicht hin.
Wollten dann die ganze Zeit unbedingt hinfahren.
Aber wie so oft schafft man es dann doch nicht.

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Re: Der GR 130 zwischen Garafia und La Tosca

Beitrag von Lee » Mi 7. Feb 2018, 23:48

Nachdem man seinen Abstecher an die Costa de Franceses und nach La Fajana beendet hat, geht man wieder ein paar hundert Meter auf der Straße zurück bis der GR 130 kreuzt. Hier biegt man links Richtung Franceses ab und sogleich beginnt der relativ steile Aufstieg zum Dorf.

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Der manchmal etwas sehr geröllige, Trittsicherheit erfordernde Pfad steigt durch die östlichen Steilwände des Barranco de los Hombres an und
führt wie so oft in dieser Region durch prächtige, dichte Sukkulentenwälder die im Kanaren-Frühling in allen Farben blühen.


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Auffällig sind inmitten der Trockenvegetation die Kanaren Wacholder, die in der Ostflanke des Barranco de los Hombres vom Wind wie platt gebürstet in eine Richtung wachsen.

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Nach einer Weile Aufstiegs verläuft der Camino noch einmal wieder ein kurzes Stück entlang der Steilküste und gewährt einen herrlichen Blick auf La Fajana.

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Dann erreicht der Camino wieder die Straße nach La Fajana und verläuft - während er herrliche Ausblicke über die Schluchtenwildnis des Barranco de los Hombres bietet - auch ein Stück auf ihr. Mit zunehmender Höhe kommen dann auch weite Ausblicke über die langgezogenen, schmalen Bergrücken auf denen die Dörfer El Tablado, Don Pedro und Juan Adalid liegen hinzu - alle von gewaltigen Barrancos voneinander getrennt.


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Nach einer Weile verlässt der GR 130 die Straße und führt wieder als schmaler Bergpfad durch die Hänge bergauf gen Franceses.

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Nachdem die Hochebene erreicht ist, tauchen schnell die ersten Häuser, des am westlichsten gelegenen Ortsteils von Franceses auf und man erkennt schnell, warum dem Ort der Ruf vorauseilt, ein Drachenbaumdorf zu sein. Franceses mag nicht so bekannt sein als Standort dieser Pflanze, wie die berühmtesten Standorte La Palmas (Las Tricias und La Tosca) - aber auch in Franceses gibt es viele große und alte Drachenbäume.

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Die Häuser von Franceses verteilen sich zwar über mehrere kleine, abgeflachte Bergrücken, die von zumeist eher kleinen Barrancos getrennt sind, aber trotzdem vermittelt das Zentrum des Ortes einen erstaunlich urbanen Charakter, wenn man es mit den bisher auf dem GR 130 durchquerten Dörfern vergleicht. Aber kein Wunder, die bisher auf dieser Strecke seit dem Start in Garafia durchwanderten Weiler (El Palmar, El Mudo, Juan Adalid, Don Pedro, El Tabado und La Fajana) hatten allesamt nicht mehr als 10 - 70 Einwohner, die sich außerdem nicht gerade um die zentrale Plaza des jeweiligen Ortes angesiedelt haben...da kommt einem selbst schon Franceses mit seinen gerade einmal etwa 180 Einwohnern (Stand 2013) als fast schon kleinstädtisch vor. Ein weiteres Indiz dafür, wie dünn Garafia, immerhin das zweitgrößte Municipio La Palmas eigentlich besiedelt ist. Selbst El Hierro ist schon dichter besiedelt!

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Nach etwa 4:45 h reiner Wanderzeit und einer tollen, sehr abwechslungsreichen Tour, erreicht man dann die Ortsmitte von Franceses und somit auch seinen Mietwagen - oder die Bushaltestelle, falls man die Tour komplett mit öffentlichen Verkehrsmitteln angegangen ist. Durch ihre Länge, die 1100 m die im Abstieg, und die 550 m die im Aufstieg zu bewältigen sind, würde ich die Wanderung als konditionell anspruchsvoll einstufen - vor allem da nahezu der gesamte Aufstieg als relativ steiler Schlussanstieg zu bewältigen ist.

Wir trafen übrigens auf der gesamten Tour (April 2013) nur auf drei andere Wanderer!
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Re: Der GR 130 zwischen Garafia und La Tosca

Beitrag von Lee » So 11. Feb 2018, 23:29

Das letzte Teilstück um den Inselrundweg zwischen Garafia und La Tosca zu vollenden, könnte man nun auch vom Endpunkt der letzten Tour angehen - also von Franceses aus. Aus Gründen einer perfekten Wander-Dramaturgie würde ich dieses Wegstück aber andersrum gehen, also von La Tosca nach Franceses. So hat man einen schönen Spannungsbogen und der Höhepunkt der Tour kommt erst zum Schluss. Dazu sollte man den 10:30 Bus in Franceses nehmen, in Richtung Barlovento fahren und am Mirador la Tosca aussteigen. Die Fahrt mit dem Minibus durch die Dorfer Franceses und Gallegos war als wir diese Strecke letztmalig fuhren schon ein sehr schönes kleines, sehr lebhaftes Erlebnis für sich.

Nach gut zwanzigminütiger Fahrt steigt man am Mirador La Tosca aus und sieht vom Aussichtspunkt auf den nah gelegenen, bekannten Drachenbaumweiler La Tosca hinab. In wenigen Minuten erreicht man das kleine, teils aufgegebene Dorf La Tosca mit seinen mächtigen Drachenbäumen. Noch bis ins 20. Jahrhundert hinein verdienten sich die Bewohner des Dorfes etwas zur Landwirtschaft hinzu indem sie die Blätter der Drachenbäume an Korbflechter verkauften.

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Leider sind wir in La Tosca und der direkten Umgebung nur einmal sehr kurz gewandert, und das auch in Zeiten als die Speicherkarten der Digitalkameras noch sehr klein waren. Und dann auch noch an einem Tag als wir etwas Foto-müde waren. Somit gibt es leider fast keine Fotos von diesem Ort, den alten Häusern und seinen beeindruckenden Drachenbäumen. Eigentlich ein Unding für einen Drachenbaum-Fan wie mich...


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Im Ort La Tosca wendet man sich mit dem GR 130 nach links und wandert auf einer Betonpiste durch eine teils verwilderte Kulturlandschaft. Am Wegesrand blüht es im Frühling und Frühsommer in allen Farben. Außerdem werden dem Wanderer herrliche Ausblicke über die Nordküste geboten.

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Auch hier trifft man immer wieder, wie auch schon auf den anderen Abschnitten des Küstenweges auf alte kanarische Häuser, die verlassen sind.


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Nach recht kurzer Zeit geht die Piste in einen Camino über, der in den bewaldeten Barranco de Topaciegas hinabführt. Hier drehten wir um, da wir an diesem Tag nur einen längeren Spaziergang machen wollten. Uns fehlen also etwa gut zwanzig Minuten des beschriebenen Abschnitts des Camino de la Costa: Das kurze Teilstück zwischen Barranco de Topaciegas und La Palmita - von wo aus wir zweimal bis Franceses wanderten.
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Re: Der GR 130 zwischen Garafia und La Tosca

Beitrag von Lee » Di 13. Feb 2018, 23:53

Da uns ja wie schon vorher erwähnt das sehr kurze Teilstück der Wanderung zwischen dem Barranco de Topaciegas und La Palmita noch fehlt, setze ich die Beschreibung der Route in La Palmita fort. Wer erst hier diese Wanderung aufnehmen möchte - und zudem ein paar Höhenmeter und Zeit auf dieser anstrengenden Tour einsparen will - steigt einfach schon vorher in La Palmita aus dem Bus aus. Direkt gegenüber der Bushaltestelle führt eine kleine, wenig befahrene Straße hinab, der man folgt.

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Die Straße schlängelt sich durch die Medianias der Region, den ehemaligen Lorbeerwaldgebieten zwischen 300 - 600 Metern Höhe die als erste nach der Landnahme der Spanier gerodet wurden und vor allem im regenreichen Norden sehr fruchtbares Ackerland boten.

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Die Vielfalt der Vegetation entlang des Wegesrandes ist außerordentlich: Drachenbäume, riesige Opuntien, Mandelbäume, verschiedene Obstbäume, blühende Wildblumen, Schilf, vereinzelnte Lorbeerbäume und Baumheide, verschiedenste Kulturpflanzen...

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Nach einer Weile werden die Ausblicke über die Nordwestküste immer weiter und das herrlich gelegene Dorf Gallegos rückt immer mehr in das Blickfeld - unser nächstes Etappenziel, vorher muss allerdings noch der tiefe Barranco de Gallegos durchquert werden.

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Nach kapp zwanzigminütigem gemütlichen bergab Gehens auf dem kleinen Sträßlein erreicht man dann den GR 130 und biegt Richtung Gallegos ab. Von nun an verläuft die Wanderung wieder auf einem Camino auf dem man sehr schnell an den Rand des Barranco de Gallegos gelangt, der ersten größeren Schlucht des Weges. Hier endet, egal ob man in La Tosca oder La Palmita gestartet ist, der gemütliche Teil der Wanderung.

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Re: Der GR 130 zwischen Garafia und La Tosca

Beitrag von bine » Mi 14. Feb 2018, 17:22

:blumen :knuffel
Einfach zauberhaft!
Danke für Bilder und Bericht. :hut
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Re: Der GR 130 zwischen Garafia und La Tosca

Beitrag von reisefreudige » Mi 14. Feb 2018, 19:39

Dein Bericht und die Fotos erst :hut - ganz große Klasse! Schöner geht es nicht. Tausend Dank, dass Du uns teilhaben lässt :blume.

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Re: Der GR 130 zwischen Garafia und La Tosca

Beitrag von sido » Mi 14. Feb 2018, 19:58

Eine Begegnung im Barranco de Gallegos April 2007:
Barranco de Gallegos.jpg
Beim Aufstieg nach Gallegos
Wenn Du es eilig hast - geh langsam!
Sprichwort aus Asien

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Re: Der GR 130 zwischen Garafia und La Tosca

Beitrag von bine » Do 15. Feb 2018, 22:45

Rabenschwarz und mit unterschiedlichen Hörnern... :roll1
So etwas sieht man nicht aller Tage!
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Re: Der GR 130 zwischen Garafia und La Tosca

Beitrag von Lee » Fr 16. Feb 2018, 14:07

Nun geht es in Serpentinen auf dem alten Camino hinab in den tief eingeschnittenen, aber hier in Küstennähe recht schmal verlaufenden Barranco de Gallegos. Von oben mutet der Barranco gar aus manchen Perspektiven eher wie ein tiefe Rinne als eine Schlucht an. Eindrucksvoll gebärden sich die fast senkrecht abfallenden Steilwände der östlichen Schluchtseite des Barrancos.

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Sofort auffällig ist im Gegensatz zu den bisher durchwanderten Schluchten, in denen eher endemische Sukkulenten, wie z.B. die Säuleneuphorbien ins Auge stachen, die außerordentlich große Anzahl an Agaven, die im Barranco de Gallegos wächst.


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Der Blick hinüber auf die andere Barrancoseite und den späteren Aufstiegsweg deutet auf einen extrem steilen Anstieg hin - und ja, der Camino ist steil, aber glücklicherweise nicht so steil, wie es diese Perspektive vermuten lässt.


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Der schöne, vielleicht manchmal etwas geröllige, aber eher gemütliche und immer ausreichend breite Camino zieht recht zügig hinab...

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...und nach einer knappen halben Stunde erreicht man den Grund des Barranco de Gallegos.

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Im Grund der Schlucht trifft man noch vereinzelte Lorbeerbäume an - Reste des einstigen, dichten thermophilen Lorbeerwaldes der auch hier früher fast bis zur Küste hinunter wuchs.

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Hier unten sollte man eine kleine Rast einlegen bevor es an den steilen Aufstieg nach Gallegos geht.
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