Las Fuentes de Mayatos y Maragote

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Las Fuentes de Mayatos y Maragote

Beitrag von Lee » Mi 16. Nov 2016, 00:40

Beim Durchschauen der palmerischen Onlinezeitung Elapuron stolperte ich heute über ein Foto eines schönen Wanderwegs namens Sendero de Fuente Mayatos. Von diesem Camino habe ich noch nie gehört, aber er sieht nach einem reizvollen Urwaldpfad aus. Da das Foto in keinem Zusammenhang zu den eigentlich im Artikel erwähnten Wegen steht, musste die Netz und Kartensuche helfen. Viel spuckte das Netz nicht aus, außer dass es sich um einen 4,5 Km langen Camino durch Lorbeerwald handelt der die Quellen mit dem bekannten Cruz del Gallo am PR LP 9.2. verbindet. Die Freytag und Berndt Karte verortet die Fuente de Maragote etwas östlich der Fuente del Capitan, die ja auch in einem sehr reizvollen Urwaldabschnitt liegen soll - und die wir auch noch nicht kennen.

Kennt jemand der La Palma Spezialisten vielleicht diesen Sendero de Fuente Mayatos?

http://elapuron.com/

http://images.google.de/imgres?imgurl=h ... YQ9QEIKDAC

http://www.garafia.es/garafia-restaura- ... aurisilva/
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Re: Las Fuentes de Mayatos y Maragote

Beitrag von klauswo » Mi 16. Nov 2016, 09:13

Ich kenne den Weg nicht, sieht aber wirklich interessant aus: Fuente de los Mayatos liegt wohl im bzw. auf der Ostseite des Bco Capitán (-178946987994, 28.8166835564). Besonders spannend stelle ich mir eine Verbindung mit dem Bco Carmona vor.

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Re: Las Fuentes de Mayatos y Maragote

Beitrag von Lee » Mi 16. Nov 2016, 11:34

Danke für die Info, klauswo. Ich denke immer mehr, dass es sich um einen völlig neuen Weg handelt. Vielleicht überprüfe ich den mal im Frühling...da böte sich ja eine kleine Lorbeerwaldrunde in Verbindung mit dem PR LP 9.2. und dem PR LP 9 an.
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Re: Las Fuentes de Mayatos y Maragote

Beitrag von Lee » Fr 21. Apr 2017, 12:46

Dieser Artikel ging mir nicht aus dem Sinn und ich holte mir vorab noch Informationen von einem sehr kundigen, netten und hilfsbereiten Residenten ein, der mir eine Wegbeschreibung zusandte, welche mein Interesse noch mehr weckte. Da unser Wanderprogramm sehr gefüllt war und es ob des Pseudo-Calimas sehr warm war, riss sich Nancy nicht unbedingt um die Tour, so dass ich an unserem Transfertag zur zweiten Unterkunft direkt nach dem Auspacken einen etwas hastigen Erkundngsversuch startete. Leider mußte ich am Startpunkt der angedachten Rundtour in La Mata feststellen, dass ich die ausgedruckte Tourenbeschreibung in der neuen Unterkunft vergessen hatte. :autsch

Ich bin dann trotzdem in Calimahitze losmaschiert, in der Hoffnung den Weg aus der Erinnerung und mit der Freytag und Berndt Karte (wo der Weg allerdings nur teilweise eingezeichnet ist) zu finden. Kurz nach dem Beginn der Tour auf dem PR LP 9 Richtung Osten wies dann schon ein Schild Richtung Fuente de Maragote, dem ich folgte. Ein alter Camino führte in einen tiefen, wunderschönen Urwald-Caboco mit herrlichem Lorbeerwald - ein toller Abschnitt, der sehr an den Barranco de La Zarza und Barranco Magdalena erinnert. Dieser tiefe, kleine Urwaldkessel lohnt als Kurzabstecher auch für sich allein.


DSC_0320aaaaaaaaaaaaaaaaaa.jpg
Auf dem PR LP 9 kurz vor der Fuente de Maragote



DSC_0324aa.jpg
Camino zur Fuente de Maragote


DSC_0351aaaaa.jpg
Im tiefen Caboco der Fuente de Maragote

...die weitere Beschreibung folgt.
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Re: Las Fuentes de Mayatos y Maragote

Beitrag von Lee » Fr 21. Apr 2017, 13:04

DSC_0342aaa.jpg
Bei der Fuente de Maragote


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Bei der Fuente de Maragote


DSC_0354aa.jpg
Bei der Fuente de Maragote
[/CENTER]
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Re: Las Fuentes de Mayatos y Maragote

Beitrag von Lee » Fr 21. Apr 2017, 13:21

Wieder zurück folgte ich dem PR LP 9 ostwärts bis dieser mit einem Wanderschild nach rechts abbog. Diesem folgte ich nicht, sondern ging auf der Piste gerade aus, und nahm den Fahrweg, der sehr kurz darauf links auf den Lomo de la Sora (Freytag & Berndt Karte) abbbog. Der Fahrweg führte schnell zwischen kleinen, einfachen Höfen und Ziegenställen auf einen von etwas sehr degradierten Buschwald bestandenen Höhenrücken hinaus.



DSC_0359aa.jpg
Auf dem Lomo de la Sora


Ich bin dann einfach immer geradeaus bergab gelaufen, in der Hoffnung, dass irgendwannn ein Weg nach links in den tiefen Lorbeewaldbarranco abzweigt, was auch nach etwa 20 Minuten der Fall war. Ein verwilderter Fahrweg führte in Serpentinen in einen schönen Urwaldbarrranco hinab und ging nach etwa 10 Minuten in einen Camino über. Da ich mir allerdings nicht sicher war, ob ich richtig war, gab ich hier lieber auf und drehte um. Wahrscheinlich war dies der richtige Weg, aber ich war noch nicht wie von mir erwartet auf die Fuente de Mayatos gestoßen, was mich etwas beunruhigte.




DSC_0360aa.jpg
Im Lorbeerwaldbarranco




DSC_0361aa.jpg
Im Lorbeerwaldbarranco
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Re: Las Fuentes de Mayatos y Maragote

Beitrag von Lee » Fr 21. Apr 2017, 13:39

Am übernächsten Tag überzeugte ich Nancy davon noch eine Kurzerkundung des Barrancos von der anderen Seite zu unternehmen. Wir parkten unser Auto beim Cruz de Gallo und folgten von dort aus der kleinen Straße, die einen schnell zum östichen Teilstück des PR LP 9.2. bringt. Auf dem Wanderweg bogen wir nach rechts Richtung La Zarza/La Mata ab und gingen nach etwa 10 Minuten mit dem ersten links abzweigenden Weg in den Barranco Capitan (laut Freytag&Berndt Karte) hinab.


DSC_0623aa.jpg
Auf dem PR LP 9.2.


Eine enge, sehr verwilderte Waldpiste führt hier in einen sehr dunklen Lorbeerwald hinab und geht nach kurzer Zeit in einen schmalen Camino über, der durch die Steilwände eines tiefen Cabocos führt. Ein wirklich tolles Wegstück!


DSC_0624aa.jpg
Im Barranco Capitan



Aber auch sofort sehr anspruchsvoll: sehr schmale, teils abgerutschte Passagen, umgestürzte Bäume, die man überklettern, bzw, umgehen muß, rutschige Wegstücke voller Laub, weggebrochene Holzgeländer, schon nach sehr kurzer Zeit mußte man ein, zwei heikle Stellen meistern. Dieses Wegstück ist definitiv eine schwarze Route und sollte nur mit äußerster Vorsicht und mit richtigen Wanderschuhen mit Profil begangen werden. Absolute Trittsicherheit und etwas Schwindelfreiheit sind zudem erforderlich.
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Re: Las Fuentes de Mayatos y Maragote

Beitrag von Lee » Fr 21. Apr 2017, 14:10

Dieser Camino scheint in sehr fragilem Gelände angelegt worden zu sein, wenn er sich nach nur ein paar Jahren schon wieder in solch einem Zustand befindet. Es waren auch keinerlei Wegweiser mehr zu entdecken, was bei der mittlerweile umfangreichen Ausschilderung der Wanderwege überrascht. Wie lang diese teils heiklen Passagen andauern, kann ich allerdings nicht beurteilen. Da mit Nancy nur eine Kurzerkundung vereinbart war und ihr auch nicht ganz wohl war auf diesem Camino drehten wir bald wieder um.

Fotos hab ich leider nur sehr wenige und auch nicht sonderlich anschauliche von diesem Wegstück gemacht, bzw. hinbekommen, da ich mich auf den Weg konzentrierte...vielleicht finde ich auf Nancys Smartphone noch welche, ich glaube aber eher nicht...



DSC_0613aa.jpg
Harmloses Anfangstück des Caminos



DSC_0597aa.jpg
Schmaler, verwachsener Camino entlang einer Steilwand



DSC_0600aa.jpg
Schmales, abgerutschtes und dadurch jetzt sehr abschüssiges Wegstück, wo man sich an Bäumen festhalten muß


Fazit: Das Wegstück auf dem Lomo de la Sora ist recht unspektakulär, aber die Fuente de Maragote und die Teile des Barranco Capitan, die ich gesehen habe, fand ich sehr schön, sie ähneln etwas dem Barranco de la Zarza und dem Barranco Magdalena, sind dann aber doch wieder anders.
Erfahrene und abenteuerlustige Wanderer können sich in Verbindung mit dem PR LP 9.2. eine kürzere oder etwas längere Rundtour basteln.
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