Weltweite Rezession - Wie wirkt sie auf Gomera?

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Re: Weltweite Rezession - Wie wirkt sie auf Gomera?

Beitrag von Lee » Do 29. Jan 2009, 22:17

gomeron hat geschrieben:....dass man sich wieder mehr den vergessenen Wirtschaftszweigen zuwenden will und sie fördern will.
Ich bin da nicht ganz so optimistisch, denn die eigenen Wirtschaftsformen haben Gomera und auch den anderen Kanaren selten gereicht. Und selbst auf den grünen, fruchtbaren Inseln, wie La Gomera und La Palma konnte man nicht immer die Selbstversorgung garantieren. Trotz intensivster Landnutzung -siehe Gomeras Terrassen in unmöglichen Steillagen - kam es immer wieder zu großen Auswanderungswellen in Richtung Peninsula oder Lateinamerika.

Und mit den heutigen Weltmarktpreisen für Gemüse kann man auf den aufwendig bewirtschafteten Bergterrassen der Kanaren kaum mithalten. AuF Gomera ist kein Einsatz von großen Maschinen möglich.

Auch die bisher versuchten Monokulturen, wie Zuckerrohr, Bananen usw., waren bestenfalls nur Teilerfolge. Irgenwann hat jemand anderes billiger produziert und die Karawane zog weiter...

Wenn irgendwann mal die Eu-Subventionen für Bananen wegfallen, werden z.B. ziemlich schnell ein paar Tausend Palmeros die Sachen packen und gehen. Die Banane macht diese Insel weniger abhängig vom Tourismus als die Nachbarinseln, dafür aber umso mehr von der Banane!

Die Gomeros sollten frohsein, das sie nur noch so wenig Bananen anbauen.

Ein Vorteil für Gomera- im Gegensatz zu früher - kann die deutlich geschrumftere Bevölkerung sein. Heute bräuchte die Insel nicht einmal mehr die Hälfte der Bewohner zu ernähren wie noch vor Jahrzehnten.

Dafür wird aber bestimmt der Tourismus in den nächsten Jahren weiter einbrechen. Wenn erst die Spritpreise wieder anziehen, wird Fliegen noch teurer werden.

Ein weiteres Problem ist natürlich die doppelte Insellage: Man ist eine Insel und liegt neben einer größeren Insel, sprich die meisten Güter werden erst nach Teneriffa verschifft und von dort dann weiter nach Gomera. Wobei in modernen Containerzeiten der Transport von Teneriffa nach Gomera laut Aussagen von Insulanern oft ähnlich teuer ist, wie etwa die Strecke HH - Teneriffa. Das verteuert vieles natürlich ungemein. Daher auch Powershopping von den Klein-Canarios auf den großen Kanaren.

Ich denke das Gomera auf einen Mix setzen muss: Teilweise Wiederbelebung der Landwirtschaft, Qualitätstourismus wie bisher, aber ob das reicht :achselzuck

Bezeichnend fand ich, was ich neulich irgendwo gelesen habe: Die in den spanischen Boomzeiten der letzten Jahre auf die Inseln zurüchgekehrten Auswanderer aus Südamerika, sollen sich jetzt schon wieder verstärkt auf den Weg nach Südamerika machen...
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Re: Weltweite Rezession - Wie wirkt sie auf Gomera?

Beitrag von Fritzlore » Do 29. Jan 2009, 22:46

Das was du, la rana, beschreibst,gibt es in Deutschland genau so. Leute, die bereit sind, sich für ihren Job den Ar... aufzureissen, finden in der Regel eine Arbeitsstelle. Die anderen nicht. Aber hier wird es meiner Meinung nach auch vielen jungen Leuten zu leicht gemacht. Nach dem Motto "es gibt eh keine Lehrstellen" zeigen viele auch kein gesteigertes Interesse an Jobs. Zu Hause vorm Computerspiel ist es ja auch ganz nett. Schwierig wird es dann erst, wenn
Mama und Papa nicht mehr mitspielen oder man- meist versehentlich - Nachwuchs in die Welt gesetzt hat. Dann gibt es nämlich tatsächlich keine Jobs mehr, weil kein Arbeitnehmer einen jungen Menschen ohne Ausbildung und ohne berufliche Erfahrung einstellt. Also einmal Harz 4, immer Harz 4.
Ich habe eine Menge Erfahrung mit jungen 1 € Jobbern und Praktikanten auf meiner Arbeitsstelle. Da sind im Laufe der Jahre Hunderte durchgegangen. Aber höchstens einer Handvoll davon würde ich Geld für das bischen Arbeit geben, das sie bereit sind zu leisten. Mit so einer Arbeitsmoral hätte ich auch schon lange keine Arbeit mehr.

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Re: Weltweite Rezession - Wie wirkt sie auf Gomera?

Beitrag von gomeron » Do 29. Jan 2009, 23:16

Habe gelesen, dass z.b. die Fischwirtschaft mit neuen Projekten belebt werden soll, um sie wieder interessanter zu machen. Es wird z.B.überlegt Fischfarmen einzurichten, in denen Goldbrassen (Dorada) und Wolfsbarsche, sowie Algen und Muscheln gezüchtet werden können. (60% der Wolfsbarsche und 50% der Goldbrassen,die in Spanien konsumiert werden, stammen von den Kanaren).

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Re: Weltweite Rezession - Wie wirkt sie auf Gomera?

Beitrag von Lee » Do 29. Jan 2009, 23:42

gomeron hat geschrieben:Habe gelesen, dass z.b. die Fischwirtschaft mit neuen Projekten belebt werden soll, um sie wieder interessanter zu machen. Es wird z.B.überlegt Fischfarmen einzurichten, in denen Goldbrassen (Dorada) und Wolfsbarsche, sowie Algen und Muscheln gezüchtet werden können. (60% der Wolfsbarsche und 50% der Goldbrassen,die in Spanien konsumiert werden, stammen von den Kanaren).
Stimmt die Fischzucht ist eine Möglichkeit, gerade bei der heutigen Überfischung der Meere. Macht allerdings auch viel Dreck, denn das meiste Futter sinkt auf den Meeresboden. Die Fischzuchten mit Doraden stehen bei Umweltschützern, glaube ich, etwas in der Kritik. Doraden kommen normalerweise gar nicht auf den Kanaren vor und man siedelt sie durch die Fischzuchtanlagen vor den Inseln an. Die eventuellen Folgen sind wohl noch nicht abgeklärt. Auf jeden Fall büxen die bei Sturm regelmässig aus und danach gibt's dann Doraden satt an den nahegelegenen Stränden. Den Angler freut's....

Aber Fischzuchten mit einheimischen Fischen wäre eine Möglichkeit :wink

Auch das Züchten von Fischen in den Wassertanks wird wohl mittlerweile getestet.
So wird man auch seine Bananenabfälle los :mrgreen:
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Re: Weltweite Rezession - Wie wirkt sie auf Gomera?

Beitrag von el-fuego » Fr 30. Jan 2009, 09:39

einen wunderschönen guten morgen........
ingo und ich gelten in deutschland,als unterverdiener.....und trotzdem möchten wir unser bisschen geld auf gomera lassen.....dass wir uns kein appartemente,für 30,- die nacht leisten können,ist für mich klar.....und wenn meine freundin zu mir sagt,die auch auf gomera wohnt....bei mir bekommst das zimmer auch nicht unter 27,-euro....dann sag ich mit...ok...irgendeiner wird uns schon was günstiger lassen,und da bleiben wir dann unsere kompletten 2 wochen.....frage mich dann,....lieber 2 wochen etwas weniger verdinen aber komplett....als nüschts.....
lg in diesem sinne.....

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Re: Weltweite Rezession - Wie wirkt sie auf Gomera?

Beitrag von woga » Fr 30. Jan 2009, 14:26

gomeron hat geschrieben:Ich sehe die Krise nicht so schwarz, wie sie gemalt wird.
In jeder Krise steckt eine Chance...

Speziell für Gomera hat La Rana ja auch schon in einem anderen Thema geschrieben, dass man sich wieder mehr den vergessenen Wirtschaftszweigen zuwenden will und sie fördern will.
Da hast Du natürlich Recht, Gomeron! Eine optimistische Haltung ist allemal besser, als sich von dem Krisengerede hypnotisieren zu lassen. Gleichwohl schmerzt es alle, die zurückstecken müssen. Für La Gomera, ist es, glaube ich, aber insgesamt heilsam. Denn in den letzten Jahren hat gerade auch im Baubereich die Gier immer mehr zugeschlagen. Herausragendes Beispiel dafür ist das Pueblo Don Thomas bei Playa Santiago. Wenn die Krise dazu führt, dass man sich auf mehr Kleinzelliges, zu La Gomera Passendes besinnt, kann das nur gut sein.

Bei den Projekten zur Wiederbelebung der Landwirtschaft bin ich eher skeptisch. Das werden Eintagsfliegen bleiben, es sei denn, daraus entwickeln sich Nischenaktivitäten, wie z.B. Produktion ökologischer Produkte verbunden mit Tourismusaktivitäten. Ohne Tourismus ist der Lebensstandard der Gomeros für die Zukunft, glaube ich, nicht zu halten. Ähnliche Projekte, wie bei uns "Ferien auf dem Bauernhof" könnten vielleicht so ein Nischenprojekt sein. Öffentliches Geld in die historische Instandsetzung der alten Ortsverbindungswege zu stecken könnte vielleicht eine Aufgabe sein, die gleichzeitig die Krise abfedert und in die Zukunft wirkt.

Was die Installationen von Fischfarmen angeht, bin ich eher skeptisch. Dafür sind die gomerischen Gewässer zu ungeschützt und die Küste zu wertvoll und empfindlich, um sie mit Überdüngung und Antibiotika zu versauen. Aber die Küstenfischerei mit dem Tourismus zu verweben, das könnte vielleicht erfolgreich sein. "Eine Woche Tunfisch Angeln mit Hotel" statt "eine Woche Golf mit Hotel", z.B. Oder Urlaub in der Fischfabrik :mrgreen:
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Re: Weltweite Rezession - Wie wirkt sie auf Gomera?

Beitrag von cyclistcgn » Do 5. Feb 2009, 13:12

Tja, das mit den Preisen ist wirklich eine mehr als ärgerliche angelegenheit im valle, wenn ich mir vorstelle, wie sich die lebenshaltungskosten entwickelt haben, da denke ich immer wie halten dass die menschen aus die dort das ganze jahr über leben. was eindeutig fehlt ist konkurenz im handel. mit dem sparmarkt ist ein erster anfang gemacht, gott sei dank. es kann ja nicht angehen dass ein gomero, der eine tienda betreibt, sie supermercado nennt und fröhlich drauf wartet, dass die einheimischen und urlauber seine waren zu oft total überhöhten preisen kaufen. ich habe das, da ich gerade vom 3 wöchigem aufenthalt zurück gekommen bin, wieder nachaltig erleben dürfen. da hilft auch nicht das argument der transportkosten, die sind zu vernachlässigen, bezogen auf die kleinwaren.

und dann gibt es für den gast 2 grosse probleme,
einmal die qualität der sogenannten mittelständischen vermieter, die aus ihrem apartements leider sehr oft nur gute mietpreise erlösen aber kein oder nur wenig interesse an einer zeit- und preisgerechten ausstattung haben bzw. diese nicht vorhalten. wenn sich auf dem gebiet in naher zukunft nichts bewegt, dann werden diese zu lasten der nunmehr errichteten modernen anlagen wie zum beispiel in puntilla deulich zurückfallen. das nennt man wettbewerb und es ist gut so, wenn ich hier in deutschland einem meiner mieter das anbieten würde, was man so im valle erleben darf, ich hätte stetig mit mietkürzungen zu rechnen, wie zum beiepsiel ganz aktuell, fehlende wc - sitze, defekte kühlschränke, kaputte stühle durchgelegene betten, die liste lässt sich problemlos fortschreiben.
das zweite ist die servicequalität, in vielen restaurants regiert die unfreudlichkeit, der gast ist als geldbringer gut genug, die grundregel des service wird nicht oder nur wenig beherrscht, freundliche bedienung, und dann die preisgestatung der speisenkarten, da gibt es für die gleichen gerichte differenzen von 3 euro,ohne dass die qualität besser ist, auch hier löbliche ausnahmen, z. bsp. sebastian in calera, gute qualität angemessene preise und wohldimensionierte portionen, ok man muss ein wenig lange warten, aber es ist ja urlaub. da sieht man das es geht und der laden ist immer voll und das seit jahren. es ist da kaum verwunderlich, dass z. bsp. über die weihnachtszeit jede menge urlauber da sind, aber die restaurants, hier speziell in playa oder puerto wemig frequentiert sind. ich denke da kochen die gäste lieber selbst und müssen sich nicht ärgern.

fazit ist für mich, ich komme gerne und das seit 1986 jeden winter wieder, sehe aber wie sich auf den angesprochenen gebieten rück- statt fortschritt entwickelt. da mag es kein fehlter sein zum beispiel als junge familie in die türkei zu fahren, denn das ist leistbar.

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Re: Weltweite Rezession - Wie wirkt sie auf Gomera?

Beitrag von woga » Fr 6. Feb 2009, 23:14

cyclistcgn hat geschrieben:Tja, das mit den Preisen ist wirklich eine mehr als ärgerliche angelegenheit im valle, wenn ich mir vorstelle, wie sich die lebenshaltungskosten entwickelt haben, da denke ich immer wie halten dass die menschen aus die dort das ganze jahr über leben. was eindeutig fehlt ist konkurenz im handel. mit dem sparmarkt ist ein erster anfang gemacht, gott sei dank. es kann ja nicht angehen dass ein gomero, der eine tienda betreibt, sie supermercado nennt und fröhlich drauf wartet, dass die einheimischen und urlauber seine waren zu oft total überhöhten preisen kaufen. ich habe das, da ich gerade vom 3 wöchigem aufenthalt zurück gekommen bin, wieder nachaltig erleben dürfen. da hilft auch nicht das argument der transportkosten, die sind zu vernachlässigen, bezogen auf die kleinwaren.
Das Problem der Transportkosten liegt, glaube ich, vor allem in der letzten Meile. Wenn ich mich erinnere, wie ich beobachtet habe, wie oft die Leute in der Tienda Victor in La Calera z.B. in ihre verzweigten Lagerstätten mussten, um die Regale nachzufüllen, oder wie weit der Getränkelieferant mit der Sackkarre schieben musste, bis er von seinem Parkplatz den Laden erreichte, das ist schon fast unvorstellbar. Und wenn das dann auch noch mit Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft kombiniert ist, zahle ich gern mehr für meine Lieblingseinkäufe. Jedenfalls im Urlaub. Als Resident sähe ich die Sache sicherlich ganz anders. So, aber ist es ein touristisches Merkmal, das die Eigenheit der Gegend beschreibt und damit schützenswert für die Zukunft (ich weiß, ich idealisiere wahrscheinlich und sollte besser schon im Vorgriff auf die Entwicklung trauern).
cyclistcgn hat geschrieben:und dann gibt es für den gast 2 grosse probleme,
einmal die qualität der sogenannten mittelständischen vermieter, die aus ihrem apartements leider sehr oft nur gute mietpreise erlösen aber kein oder nur wenig interesse an einer zeit- und preisgerechten ausstattung haben bzw. diese nicht vorhalten. wenn sich auf dem gebiet in naher zukunft nichts bewegt, dann werden diese zu lasten der nunmehr errichteten modernen anlagen wie zum beispiel in puntilla deulich zurückfallen. das nennt man wettbewerb und es ist gut so, wenn ich hier in deutschland einem meiner mieter das anbieten würde, was man so im valle erleben darf, ich hätte stetig mit mietkürzungen zu rechnen, wie zum beiepsiel ganz aktuell, fehlende wc - sitze, defekte kühlschränke, kaputte stühle durchgelegene betten, die liste lässt sich problemlos fortschreiben.
Das Problem wird in der Tat wohl der Markt regeln. Nur, wenn die kleinen, in die Jahre gekommenen und aus Unwissenheit über die Zusammenhänge und aus Geldmangel schlecht gepflegten Häuser eingehen und von großen Komplexen verdrängt werden, ist der Weg anderer Regionen vorgezeichnet und es entsteht das Folgende:
cyclistcgn hat geschrieben:das zweite ist die servicequalität, in vielen restaurants regiert die unfreudlichkeit, der gast ist als geldbringer gut genug, die grundregel des service wird nicht oder nur wenig beherrscht, freundliche bedienung, und dann die preisgestatung der speisenkarten, da gibt es für die gleichen gerichte differenzen von 3 euro,ohne dass die qualität besser ist,...
Solche Probleme sind eigentlich sehr oft mit einer zu hohen Touristendichte für die Region verbunden. In Valle Gran Rey könnte die schon erreicht sein. Nur dort ist es uns passiert, dass wir in einem geschätzten Fischrestaurant artig am Eingang wartend lange übersehen wurden. Und als ich mich endlich vorsichtig zur Theke bewegte, um zu sehen, ob auch am anderen Eingang auch Leute warteten, wurde ich unfreundlichst angeranzt, doch an der Tür zu warten. Wir haben dies dem Stress des Personals in dem vollen Haus zugeschrieben und haben trotzdem dort gegessen und es hat geschmeckt, aber die Bedienung hatte den Charakter von Abfertigung, wie wir es sonst nur in den Touristenzentren der großen Inseln erlebt haben.
cyclistcgn hat geschrieben:fazit ist für mich, ich komme gerne und das seit 1986 jeden winter wieder, sehe aber wie sich auf den angesprochenen gebieten rück- statt fortschritt entwickelt. da mag es kein fehlter sein zum beispiel als junge familie in die türkei zu fahren, denn das ist leistbar.
Ich glaube, die Türkei steht für eine andere Zielgruppe und La Gomera würde sich selbst zerstören, wenn man begänne damit konkurrieren zu wollen. All inclusive und große Anlagen lassen nichts von ihrem Reichtum, den sie erwirtschaften im Land, da hat La rana sicherlich Recht.
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Re: Weltweite Rezession - Wie wirkt sie auf Gomera?

Beitrag von Margit P. » Sa 7. Feb 2009, 12:31

Die Preise in den kleinen Supermercados sind wirklich erhöht, aber das ist auch eine logische Folge des Absatzes. Wir selbst hatten vor Jahren einen Kiosk an einem Markt in Wien und die Preise der Lebensmitteln, die wir im Metro (Großeinkauf) einkauften, waren oft teurer,als man sie in einem Supermarkt kaufen konnte. Also wenn die Tiendas ihre Preise senken würden, würde es dann in kürzester Zeit ein Aussterben dieser Läden geben. Alles müßte hinunterfahren um einzukaufen. Denn in den oben gelegenen Orten, wird wohl nie ein Spar aufmachen. :kopfschuettel

Dann noch mein Senf zum Service. Wir waren schon sehr oft in der Hochsaison im Valle und haben es so vorgefunden wie ihr beschrieben habt. Die Leute stehen in dieser Zeit voll im Stress. Deshalb verstehe ich auch das von "einigen" Camereros gepflegtes unwirsch sein. Aber liebe/r cyclistcgn, wenn du schon seit den 80er Jahren auf dieser wundervollen Insel urlaubst, dann solltest du doch die Mentalität der Gomeros zur Genüge kennen, vor allem das Wort "tranquillo"! Wenn wir in ein bestimmtes Lokal essen gehen wollten, dass eben wegen der Qualität immer sehr gut besucht wurde, dann sind wir eben einmal zeitiger essen gegangen und schon war das Problem gelöst. Die wenigen Lokale, wo eben die Qualität nicht stimmt, diese existieren eh nie sehr lange, denn die Touristen sind ja auch nicht bekloppft. Wir fahren nun eben immer im Frühjahr od. Herbst und das ist eine wundervolle Zeit. Das Personal hat die Geduld, mir trotz meines sehr schlechten spanisch, das Gewünschte mit einem zauberhaften Lächeln zu servieren. :herz

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Re: Weltweite Rezession - Wie wirkt sie auf Gomera?

Beitrag von woga » Sa 7. Feb 2009, 19:08

Die Tagespresse von heute meldet, dass die Stiftung für Zukunftsfragen anläßlich der Eröffnung der Messe "Reisen" in Hamburg ermittelt hat, dass in diesem Jahr nur noch 11,6% der Bundesbürger mehrere Ferienreisen planen, gegenüber 15,7% in 2008 und 16,4% in 2007. Zudem sei die Zahl der noch Unentschlossenen so hoch, wie noch nie seit Beginn der Befragungen vor 25 Jahren. 34,8% der Befragten wußten im Januar noch nicht, ob und wohin sie in den Urlaub fahren.

Das klingt nicht gut für die Kanaren, die doch wohl relativ oft als Zweitziele für Kurzurlaube genutzt werden. :shock:
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