Wasserkanal-Wanderung im oberen Barranco de Benchijigua

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Achtung! Die hier beschriebenen Touren sind zum Teil lebensgefährlich und / oder illegal! Bitte wandert diese Touren NICHT!
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Re: Wasserkanal-Wanderung im oberen Barranco de Benchijigua

Beitrag von bine » Do 19. Apr 2018, 20:08

Tamargada hat geschrieben:
Do 19. Apr 2018, 12:03
zum Thema "Machete": Mit Tunera (Kakteen) und Agaven-Spitzen ist nicht zu spassen. Wer sich schon mal an der Spitze einer Agave gestochen hat, weiss, dass er daran lange "Freude" hat. Es gibt so viel Platz fuer diese Pflanzen auf der Insel, dass die paar, die uns den Weg versperren, nicht ins Gewicht fallen.
im Uebrigen wird die Machete, wenn sie nicht in Gebrauch ist, dezent verpackt, so dass furchtsame Wanderer, die uns begegnen, sich nicht sorgen muessen. Und: da, wo wir laufen, begegnet uns seltsamerweise keiner :)
:shock: :shock: :shock:
Sag mal Tamargada, wie muss man/frau drauf sein um so zu handeln :autsch und zur Krönung diese krude Meinung auch noch
großspurig kund zu tun :autsch
Wenn du ein Gärtchen hast und eine Bibliothek, so wird dir nichts fehlen.
Cicero

Mafalda

Re: Wasserkanal-Wanderung im oberen Barranco de Benchijigua

Beitrag von Mafalda » Do 19. Apr 2018, 21:16

Es gibt nicht umsonst die Warnung in den Forumsregeln, dass die in diesem Thread beschriebenen Touren u.a. illegal sind.
Mithin erst Recht die eingesetzten Mittel, um sie zu erzwingen.

Mafalda

Re: Wasserkanal-Wanderung im oberen Barranco de Benchijigua

Beitrag von Mafalda » Do 19. Apr 2018, 21:35

Tamargada hat geschrieben:
Mi 18. Apr 2018, 17:14
Wir sind den Weg von Benchijigung zum Roque Agando hochgegangen und ziemlich weit oben auf den Wasserkanal gestossen, der von Las Toscas kommt. Zum Glueck hatten wir eine Machete dabei, denn ohne die waeren wir an den vielen Tuneras nicht vorbeigekommen. Viel Hau-Arbeit ! Nach Kilometern und kleinen Tunnelquerungen stoesst der Kanal auf eine Piste, die von Benchijigua nach Brillas de Isque fuehrt (eine aufgegebene Alm-Finca).
Weiter geht es auf dem Kanal, der dann ploetzlich nach rechts in einen Tunnel durch den Berg abbiegt. Natuerlich wollten wir den auch noch machen. Der Tunnel ist ca. 250m lang, perfekt gemauert, aber z.T. recht niedrig. Kopf einziehen. Dann sieht man Licht am Ende ....
Der Ausgang ist total verwachsen. Aber nach einigen Muehen sahen wir in den weglosen Barranco de Izador. - Das muss man mal verstehen: die bauten einen langen Tunnel, der im Nichts endet. Am Ende des Tunnels geht es senkrechts runter. Da ist keine Fortsetzung ...
Es gibt auch keinen Weg, der nach Imada fuehrt. Da ist einfach Ende ...
Der Abstieg vom Tunnelanfang nach Banchijigua ist weglos und recht beschwerlich. Aber es war eine beeindruckende Tour ...
Frechheit, dass das Wasser einfach runter fallen soll...
Das Wasser - nicht Wandernde :kopfschuettel

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Re: Wasserkanal-Wanderung im oberen Barranco de Benchijigua

Beitrag von kunibert » Fr 20. Apr 2018, 06:58


"zum Teil lebensgefährlich und / oder illegal!"


Die Diskussion haben wir schon mehrfach geführt.

Gomera ist eine Wanderinsel. :muetze
Die von der Inselverwaltung beschilderten und ausgebauten Wanderwege sind eindeutig für alle bestimmt.

Dann gibt es eindeutige Verbote: :nein
Im Nationalpark gelten strenge Regeln. Zum Beispiel strikte Einhaltung der Wanderwege.
Häuser und eingezäunte Grundstücke sind eindeutig Privatbesitz und dürfen ohne Zustimmung der Besitzer nicht betreten werden.

Und dann gibt es einen breiten Graubereich, :achselzuck
wo jeder selbst entscheiden muss, ob es im konkreten Fall sinnvoll, zumutbar und legal ist, dort zu gehen.

Dazu ein paar Beispiele:
Als buba vor ein paar Jahren den Wasserkanal von Las Toscas nach Benchijigua bis zum zweiten Tunnel freigeschnitten hat war das völlig in Ordnung. Auch wir sind diesen Kanal mehrfach gegangen. So wie auch den Wasserkanal von Antoncojo in die Guarimiar-Schlucht. Dort haben wir auch öfter mit dem Schäfer gesprochen, der nichts dagegen einzuwenden hatte. Lediglich vor ein paar Jahren hat er uns gebeten, nur bis zum Tunnel zu gehen, weil er dort einen Verhau gebaut hat, damit die Ziegen nicht entfleuchen können. Was wir natürlich respektieren.

Wenn roling die Abhänge südlich des Calvario erforscht bleibt er auch nicht auf öffentlichen Wegen. Trotzdem sind wir an seinen Beschreibungen interessiert und für seine Berichte dankbar.

Bei Quise hatte ich vor ein paar Jahren - da kurz vorher im Forum wieder einmal über die Benutzung von Wegen auf Privatbesitz diskutiert wurde - ein interessantes Gespräch mit Einheimischen, die meinten: „Selbstverständlich darf man die alten Wege benutzen. Dafür wurden sie ja gebaut! Wenn ein Weg nicht ausdrücklich gesperrt wird darf man ihn Begehen.“ Ein Wasserkanal ist natürlich nicht per se ein „Weg“.

Bei Wegen im steilen oder extremen Gelände muss jeder selbst einschätzen, ob er körperlich und von seinen Erfahrungen und seinem Können her in der Lage ist, den Weg zu gehen. Leider ist da oft Selbstüberschätzung im Spiel. Lieber zehnmal zu oft eine Tour nicht antreten oder abbrechen als einmal zu oft die Tour machen.


OL-Modus aus :pray
Und der Ritter Kunibert
setzte sich verkehrt aufs Pferd
wollte er nach hinten sehn
braucht er sich nicht umzudrehn
Ja so warn´s, ja so warn´s die oiden Rittersleut....
:dalton

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Re: Wasserkanal-Wanderung im oberen Barranco de Benchijigua

Beitrag von Hartmut » Fr 20. Apr 2018, 08:13

Hast Du sehr gut zusammengefasst! :blume

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Re: Wasserkanal-Wanderung im oberen Barranco de Benchijigua

Beitrag von Zugvogel » Fr 20. Apr 2018, 10:29

Während mal wieder ein Hubschrauber unterwegs war um einen Wanderer aus unübersichlichem Gelände zu retten, wunderte sich älterer Einheimischer dass dies nie einem Gomero passiert. Meist sind es großstädische des Geländes unerfahrene die sich überschätzen.
Das erinnert mich auch immer wieder an die Playa Ingles

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Re: Wasserkanal-Wanderung im oberen Barranco de Benchijigua

Beitrag von Hartmut » Fr 20. Apr 2018, 10:48

Sehe ich etwas differenzierter. Der Anteil an einheimischen Wanderern liegt im Promillebereich, zumindest meiner subjektiven Wahrnehmung nach. Abstürze nach Fiestas hat es schon gegeben, wie hier im Forum berichtet. Auto und Motorradunfälle durch nicht "angepasste" Geschwindigkeit sind eher einheimisch....
Nach Unterhaltung mit Einheimischen wie auch durch eigene Beobachtung sind die Schwimmfähigkeiten marginal, man geht halt bis zum Bauch rein.
2Km in vertretbarer Zeit zu Schwimmen oder das Überwinden einer Barre mit 2 oder 3 Brechbereichen können weder die meisten Einheimischen als auch die berüchtigten Großstädter.

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Re: Wasserkanal-Wanderung im oberen Barranco de Benchijigua

Beitrag von wulf » Fr 20. Apr 2018, 18:06

Hartmut hat geschrieben:
Fr 20. Apr 2018, 10:48
Sehe ich etwas differenzierter. Der Anteil an einheimischen Wanderern liegt im Promillebereich, zumindest meiner subjektiven Wahrnehmung nach. Abstürze nach Fiestas hat es schon gegeben, wie hier im Forum berichtet. Auto und Motorradunfälle durch nicht "angepasste" Geschwindigkeit sind eher einheimisch....
Nach Unterhaltung mit Einheimischen wie auch durch eigene Beobachtung sind die Schwimmfähigkeiten marginal, man geht halt bis zum Bauch rein.
2Km in vertretbarer Zeit zu Schwimmen oder das Überwinden einer Barre mit 2 oder 3 Brechbereichen können weder die meisten Einheimischen als auch die berüchtigten Großstädter.
:autsch Deine Aussage lieber Hartmut grenzt an einer Arroganz und einer Ignoranz, welche nur mit einer absoluten Unwissenheit erklärt werden kann.

Sport im wird auf den Kanaren im Allgemeinen sehr gefördert und auch tatsächlich auch vielseitig ausgeübt. Darüber kann man mindestens wöchentlich in jeder Zeitung lesen. Schon in der Schule wird zu Sport viel beigetragen und das spiegelt sich in den vielen Clubs und Vereinen wieder was jeder Ort zu bieten hat. Ob es sich um Fussball –Tennis – Segeln – Tischtennis – Leichtatletik – Volleyball – Basketball etc. oder den ursprünglichen Salto de Pastor – Lucha Canaria etc. handelt oder um Tauben – Schach – Automobilsport – Motorradsport u.v.m. geht.
Beispiele:
Regelmässige regionale, nationale und Internationale Wettbewerbe:
Atletismus:
z.B. https://www.gomeranoticias.com/2018/03/ ... s-del-ano/
https://www.gomeratoday.com/2017/11/13/ ... l-herrera/
http://matutinocanario.es/not/10128/est ... -de-agulo/
http://matutinocanario.es/not/10117/el- ... -la-palma/
Fussball:
http://matutinocanario.es/not/10124/2-1 ... guargacho/
Fahrrad:
http://gomeraverde.es/not/65827/mas-de- ... la-gomera/
Die Sportler und/oder Teilnehmer werden dabei auch kostenlos befördert:
http://matutinocanario.es/not/10126/nav ... a-alajero/
International und sogar weltweit sind auch „unsere“ Trailrunner beteiligt:
http://matutinocanario.es/not/10086/cri ... absolutos/

Und natürlich unser Subcampeón de las Skyrunner World Series y el Campeón de la Skyrunner National Series (Zweitplatzierter der Skyrunner World Series und der Champion der Skyrunner National Series ) in Trailrunning:
http://cristoferclemente.com/biocristoferclemente

Und selbst an den XIX Olympischen Spiele 1968 in México nahm ein Gomero, der Boxer Antonio Marcos Chinea, teil und das olympische Feuer besuchte die Insel.

Aber hier geht es ja um das Wandern

Bei der : Federación de montañismo (Bergsteigerverband)
sind alleine in La Gomera 3 ofizielle Vereine eingetragen:
HTTP://FECAMON.ES/INDEX.PHP/CLUBES

CLUBS DE LA GOMERA
C.C. Y M. LA TAPARUCHA (LG)
C.M. LAURISILVA
C.D. MONTAÑEROS DE ALTAMACHE (WEB / FACEBOOK)
Welche selbstverständlich regelmässig Wanderungen anbieten,

ich bin selbst lange Zeit bei dem Verein „Asosacion de LaMerica“ mitgelaufen und ich kann bestätigen, dass die meisten Teilnehmer Einheimische sind und die „Ältesten“ die besten und schnellsten Wanderer überhaupt sind.
Privat kenne ich auch mehrere Gruppen von Gomeros, welche seit Jahren regelmässig wandern und jedes Alter vertreten ist.

Auf Internetportalen wird auch für Wanderungen Reklame gemacht:
650km Wanderwege : https://www.holaislascanarias.com/la-gomera/

Und nun noch ein kurzes Wort zu Kunibert:

Kunibert schrieb:
Dazu ein paar Beispiele:
Als buba vor ein paar Jahren den Wasserkanal von Las Toscas nach Benchijigua bis zum zweiten Tunnel freigeschnitten hat war das völlig in Ordnung.

Buba hatte beim Threat: Rundwanderung: Antoncojo - Wasserkanal - Targa - Antoncojo geschrieben:

Wir hatten eine kleine Astschere dabei, womit wir allzu bedrohliche Agavenspitzen abgeknipst haben.
das entspricht nicht ganz deiner Aussage :nein

auch schriebst du:
Wenn roling die Abhänge südlich des Calvario erforscht bleibt er auch nicht auf öffentlichen Wegen. Trotzdem sind wir an seinen Beschreibungen interessiert und für seine Berichte dankbar.

Bist du sicher dass roling “nicht öffentliche „Wege geht und wir alle dankbar darüber sind? :achselzuck

Interessant sind seine Berichte da stimme ich dir vollends zu :ja


Und nun würde ich gerne unserem lieben eGomero doch ein bestimmt unterhaltsames Spiel für Niedermoos vorschlagen:
Eine Machete für jeden und „wer haut sich den schönsten Wanderweg um den See“ :angel
das Lächeln das du aussendest, kehrt zu dir zurück
(Birmanische Weisheit)


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Re: Wasserkanal-Wanderung im oberen Barranco de Benchijigua

Beitrag von Hartmut » Fr 20. Apr 2018, 20:23

Wulf, Du bist sehr hart. Ich habe wohlweislich "subjektiv" geschrieben, und genau das gemeint. Ich beziehe mich auf die wenigen Begegnungen während Wanderungen auf Gomera, hier glaube ich in der Mehrzahl Deutsche getroffen zu haben, einmal Franzosen. Wenn Du Dich in Playa oder am Hafen hinsetzt und schaust wer überhaupt schwimmt, so sind es wirklich hauptsächlich Touristen, und die auch nicht wirklich lange. In mehreren Jahren habe ich einen Schwimmer getroffen, der im Neoprenanzug mehrmals täglich die Playa durchquerte (Kraul) Dieser schien mir Spanier zu sein. Das mag sich jetzt langsam bessern, aber, wohlgemerkt subjektiv sind die Spanier in der Altergruppe um die 60 unterrepräsentiert.
Fußballspieler begnet man manschaftsweise auf den Fähren in großer Zahl.

Auf La Palma sind wir auf den häufiger begangenen Wegen öfter Spaniern begegnet, soweit ein Gespräch zustande kam waren diese vom Festland.
In Santa Cruz als auch Tazacorte ist mir niemand begegnet, der Schwimmen als Ausdauersportart betrieben hätte.

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