La Gomera nach Bürgerkrieg und Zweitem Weltkrieg

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Buba
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La Gomera nach Bürgerkrieg und Zweitem Weltkrieg

Beitrag von Buba » Do 27. Jun 2013, 19:58

Wenn meine Eltern oder Großeltern von früher erzählten, benutzten sie manchmal den seltsamen Begriff: in der schlechten Zeit. Und damit waren nicht etwa die Jahre des Zweiten Weltkriegs gemeint, sondern die entbehrungsreiche Zeit danach, vor allem die Jahre 1946 und 1947, in denen in Deutschland – vor allem in den Großstädten – gefroren und gehungert wurde.

Auch in Spanien – und speziell auf den Kanarischen Inseln – hatten die Menschen eine lange "schlechte Zeit" zu ertragen: Zunächst die drei Jahre des Bürgerkriegs 1936 bis 1939, in denen die Wirtschaft weitgehend zusammenbrach, Auswandern fast unmöglich war und Lebensmittel knapp waren und rationiert wurden.

Dann die sechs Jahre des Zweiten Weltkriegs 1939 bis 1945, die sich ebenfalls verheerend auf die Inseln auswirkten, die ja in starkem Maße vom Früchte-Export nach Europa abhingen, besonders nach England. Das Franco-Regime machte keinen Hehl aus seiner Sympathie für die Achsenmächte Deutschland und Italien, mit deren Hilfe es an die Macht gekommen war, und die Handelsbeziehungen mit England wurden gekappt. Außerdem ließ die Angst vor deutschen U-Booten den Schiffsverkehr auf ein Minimum schrumpfen. Als Reaktion auf die wirtschaftliche Isolation Spaniens und speziell der Kanarischen Inseln forderte die Franco-Regierung die autarquía, also die Selbstversorgung Spaniens. Auch die Bewohner der Kanarischen Inseln sollten ausschließlich von ihrer eigenen Landwirtschaft leben.

Sieht man heute bei Wanderungen auf den Kanarischen Inseln an aberwitzig steilen und zerklüfteten Hängen die Reste von – manchmal winzigen - Terrassenfeldern, so sind diese mit einiger Wahrscheinlichkeit nicht etwa vor Jahrhunderten, sondern erst gegen Mitte des 20. Jahrhunderts angelegt worden - als Ergebnis des damaligen autarquía-Programms der Franco-Regierung. Die Bauern und auch politische Gefangene wurden gezwungen, selbst an den steilsten und unzugänglichsten Hängen Terrassen für Kartoffel- oder Maisfelder anzulegen. Jeder Quadratmeter sollte genutzt werden. Allerdings stand der immense Arbeitsaufwand in keinem Verhältnis zu den Erträgen, so dass sicherlich viele Kanarier verhungert wären, wenn nicht Argentinien mit der Lieferung von Milchpulver und Weizen ausgeholfen hätte.



Auch nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war das diktatorisch regierte Spanien, obwohl es sich nicht in den Krieg hatte hineinziehen lassen, zunächst noch politisch und wirtschaftlich weitgehend isoliert. Die Kanarischen Inseln waren kein Freihandelsgebiet mehr, wie sie es seit 1852 gewesen waren. Die Häfen von Las Palmas de Gran Canaria und Santa Cruz de Tenerife, in denen vor 1936 ein intensiver Verkehr geherrscht hatte, schienen Geisterhäfen. Der wieder aufgenommene internationale Schiffsverkehr lief weitgehend an ihnen vorbei, Handel und wirtschaftliches Leben waren gelähmt, der Bananenmarkt völlig zusammengebrochen. Die Arbeitslosigkeit stieg auf ungeheure Quoten, die Löhne sanken ins Bodenlose.

Auch La Gomera befand sich viele Jahre in einem Zustand der wirtschaftlichen Erstarrung. Da der Export landwirtschaftlicher Erzeugnisse zusammengebrochen war, wurde schon während des Bürgerkriegs die Arbeit an großen und wichtigen Bauprojekten eingestellt:

So bedeckten seit dem Jahr 1936 Hunderte von riesigen Betonquadern den Strand von San Sebastián, die dort in einem eigens errichteten Zementwerk für den Bau der Hafenmole gegossen worden waren. Erst Anfang der 50er Jahre wurden die Arbeiten an der Mole wieder aufgenommen.



Auch die Arbeiten an einem neuen, längeren Hafenausleger (Pescante) in Hermigua ruhten seit dem Bürgerkrieg. Die vier Betonstelen, die dort heute noch wie Mahnmale in der Brandung stehen, trugen allerdings nie einen Kranausleger, denn die Bauarbeiten wurden auch nach dem Ende der beiden Kriege nicht wieder aufgenommen.



Der offenbar einer bürgerlichen Familie in Vallehermoso entstammende Autor José Miguel Trujillo Ascanio schreibt in seinem Buch "La Gomera – Últimos relatos de la isla perdida" über die entbehrungsreiche Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg:

Den Älteren muss jene Zeit wie eine schreckliche Strafe vorgekommen sein, denn sie konnten sich ja noch an die "glücklichen Zwanziger Jahre" erinnern: Chinesische Seide zum Preis von 60 Céntimos pro Meter, japanische Kimonos für 2 Peseten, Schuhe für 2,50 Peseten, im Kino Filme mit Lon Chaney, dem Mann mit den tausend Gesichtern, mit Greta Garbo und Mae West. Es hatte elektrisches Licht gegeben in den Häusern und in den Straßen. Und plötzlich war alles wieder verschwunden, die Zeit hatte sich um drei Jahrhunderte zurückgedreht. Wären da nicht die Seidenstoffe und das Glanzleder in den Schränken geblieben, die eingerahmten Fotos strahlender Frauen, die an den Decken baumelnden toten Glühbirnen, hätten alle gedacht, sie wären Opfer eines Zaubers oder eines bösen Kollektivtraums geworden. Für uns Kinder war es einfacher. Wir wurden in diese Welt hineingeboren und bewegten uns wie Fische im Wasser. Es gab wahrscheinlich wenig Unterschiede zwischen den Menschen, die 1650 oder 1780 gelebt haben und uns im Jahre 1947. Vergeblich erklärte man mir, was Reis, Nudeln und Paracake-Kekse gewesen waren. Ich konnte auch nicht verstehen, was das gewesen war, was man Elektrizität nannte, was durch Drähte gekommen war und dass man nur auf einen Knopf an der Wand hatte drücken müssen, damit sich die Birne mit einem Licht erhellte, das stärker war als fünf Öllampen oder zwanzig Kerzen. Jeglicher Fortschritt war verschwunden. Nichts durfte - wie vor Jahrhunderten – verschwendet werden. Alles wurde wiederverwendet, sogar die menschlichen Ausscheidungen, nachdem sie von Hühnern und Schweinen bearbeitet worden waren, als Dünger für die Gärten. Es gab kein Plastik, und Papiertüten kamen immer wieder zum Einsatz, bis sie kaputtgingen. Ein geplatzter oder aufgebrauchter Autoreifen verwandelte sich in Sandalen oder Türscharniere im Hühnerstall. Wenn eine Flasche für den Kauf von Öl, Petroleum oder Putzmittel zerbrach, so war dies ein großes Unglück, denn es war wirklich schwierig, den Verlust zu ersetzen.



Für die Kanarier, die der Armut und der dumpfen Franco-Diktatur entfliehen wollten, gab es nur eine Lösung: Auswandern. Für die Aufmüpfigen, die von Polizei und Geheimdiensten verfolgt wurden, erst recht, denn für sie konnte die Flucht über den Ozean lebensrettend sein. Aber wohin? Kuba hatte genug mit eigenen Problemen zu kämpfen und nahm keine Flüchtlinge oder Einwanderer auf. So blieb nur Venezuela übrig, das mit Petro-Dollars reich gesegnet war, aber keine Menschen hatte.

Die Sache hatte allerdings einen Haken: Auswandern war streng verboten! Legal ließ die Fanco-Regierung niemanden aus dem Land. Aber die Canarios machten sich trotzdem auf und davon. Zuerst die gut ausgebildeten Angehörigen der um ihre Zukunft betrogenen neuen bürgerlichen Klasse, die den wirtschaftlichen Aufschwung bis 1929 und danach die Republik getragen hatten. Ende der 40er Jahre entwickelte sich eine massenhafte heimliche Auswanderung nach Venezuela, deren Umfang erst in den letzten zehn Jahren bekannt geworden ist. Es fuhr alles nach Amerika, was schwimmen konnte. Die Fischereiflotte der Kanarischen Inseln verschwand nach und nach über den Atlantik. Der Vorgang war denkbar einfach. Ein Kreis von Verwandten oder Freunden tat sich zusammen, suchte einen Fischer mit einem noch brauchbaren Boot, der ebenfalls auswandern wollte, alle warfen die letzten Ersparnisse zusammen, um Ausrüstungsgegenstände, Treibstoff, Lebensmittel usw. irgendwo (Schwarzmarkt) zu beschaffen. Eine ferne Bucht und eine möglichst dunkle Nacht wurden verabredet, um einzuschiffen, und wieder waren 10, 20 oder 50 Menschen von einem Tag auf den anderen verschwunden.

So mancher einst abgelegene Strand, an dem sich heute Einheimische und Touristen tummeln, könnte einiges erzählen. Gelegentlich kommt noch das eine oder andere Objekt aus dieser Zeit wieder zum Vorschein, Dinge, die beim nächtlichen Einschiffen ins Wasser gefallen sind. Manche Boote wurden bei der Abfahrt schwimmend von Verzweifelten geentert, die unbedingt von ihrer Insel verschwinden mussten. Also nahm man sie auch noch mit, obwohl sie die ganze Expedition in Gefahr bringen konnten. Ihr Verbrauch an Wasser und Lebensmitteln war ja nicht eingerechnet.

Die Reise dauerte im Schnitt vierzig Tage, wie zu Zeiten der Segelschiffahrt. Der Passat und der Kanarenstrom führten die Schiffchen irgendwann an die venezolanische Küste. Wie viele niemals angekommen sind, ist bis heute nicht bekannt, denn es handelte sich ja um eine illegale Auswanderung, deren wichtigste Grundlage die Geheimhaltung war.

Im kollektiven Gedächtnis der Gomeros fest verankert ist die illegale Auswanderung von 170 Männern und einer Frau auf dem 27 Meter langen Schiff Telémaco im Jahr 1950.



In San Sebastián, wo die Telémaco zum Schein Ware ablud, gingen die ersten Flüchtlinge heimlich an Bord. Um bei der Guardia Civil nicht in Verdacht zu geraten, fuhr das Schiff anschließend zunächst wieder Richtung Teneriffa, drehte dann aber zum Valle Gran Rey ab, wo weitere Gomeros aufgenommen wurden. Dann ging es weiter nach Alojera, um die am Strand wartenden Männer und den dort versteckten Proviant aufzunehmen. Noch in derselben Nacht wurden am Strand San Marco bei Agulo Auswanderer aus dem Inselnorden eingeladen, bevor die Telémaco nach Teneriffa übersetzte, wo noch ein paar Auswanderer zustiegen. Nach langem Hin und Her begann am 10. August 1950 endlich die Reise Richtung Venezuela. Zunächst war die Stimmung voller Optimismus, aber auch geprägt von wehmütigen Gedanken an die zurückgelassenen Familien. Nach und nach machten sich bei der extremen Enge an Bord auch Angst und Beklemmung breit. Am 24. August schlug das Wetter um, und in der Nacht tobte ein Unwetter, das die im Schiffsraum zusammengekauerten Auswanderer in Todesangst versetzte. Aber Cristóbal Suárez manövrierte, angebunden ans Steuer, die Telémaco sicher durch den Sturm. Während des Unwetters wurden Lebensmittel, Wasser und Gepäckstücke, die sich an Deck befanden, über Bord gespült, und danach herrschten Hunger und vor allem schrecklicher Durst unter den Emigranten, den mancher in seiner Not mit Salzwasser zu stillen versuchte. Nach einem weiteren Unwetter und vielen qualvollen Tagen und Nächten erreichte die Telémaco endlich am 7. September die Insel Martinique, wo sie vier Tage blieb und Nachschub für den Rest der Reise an Bord nahm. Am 16. September schließlich wurde die venezolanische Hafenstadt Guaira erreicht. Die meisten Gomeros durften nach einem zwanzigtägigen Zwangsaufenthalt auf der Insel Orchilla endlich nach Venezuela einreisen, die Schiffsbesatzung aber wurde ins Gefängnis gesteckt und musste am 4. November – völlig demoralisiert - die Rückreise zu den Kanarischen Inseln antreten.



Ironie der Geschichte: Am 19. August 1950, also neun Tage nach Beginn der Telémaco-Reise wurde Auswanderung seitens der Franco-Regierung wieder legalisiert.

Hier hat La rana – spannend zu lesen - einen ausführlichen Bericht über die Reise der Telémaco übersetzt.

Zwischen 1941 und 1950 sind 6.959 und zwischen 1951 und 1960 sogar 12.692 Gomeros ausgewandert! Im Jahr 1940 hatte La Gomera 28.571, im Jahr 1991 nur noch 15.858 Einwohner.

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Alles nachzulesen in den Büchern:


Carlos Müller: Die Kanarischen Inseln – Reisen durch die Zeit, Dreves Verlag Celle, 2005 (ISBN 3-936269-39-4)

Cabildo Insular, Adam Reifenberger: Gomera-Handbuch – offizieller Inselführer, Stein-Verlag Kronshagen, 7. Aufl. 1995 (ISBN 3-89392-228-8)

José Miguel Trujillo Ascanio: La Gomera – Últimos relatos de la isla perdida (ISBN 84-922526-1-8)

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Re: La Gomera nach Bürgerkrieg und Zweitem Weltkrieg

Beitrag von Fritzlore » Fr 28. Jun 2013, 09:19

Danke, Buba! :freu :freu :freu

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Re: La Gomera nach Bürgerkrieg und Zweitem Weltkrieg

Beitrag von José de Nada » Fr 28. Jun 2013, 11:03

Alles ganz neue Infos für mich, von denen ich noch nie etwas gehört habe.
Dazu sehr spannend geschrieben und aufbereitet!
Auch von meiner Seite vielen herzlichen Dank dafür.

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Re: La Gomera nach Bürgerkrieg und Zweitem Weltkrieg

Beitrag von Lee » Fr 28. Jun 2013, 11:15

Ganz große Klasse, Buba. :hut
Todas las islas pequeñas son bonitas y mágicas!

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Re: La Gomera nach Bürgerkrieg und Zweitem Weltkrieg

Beitrag von Buba » Fr 28. Jun 2013, 14:08

Übrigens: Hier kann man in einer Sonderausgabe der Zeitschrift "ESEKEN - La revista cultural de la Gomera" (Herausgeber: Asociación Tagaragunche) aus dem Jahr 2000 blättern, die sich ausführlich mit der Atlantiküberfahrt der Telémaco im Jahr 1950 beschäftigt.


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Re: La Gomera nach Bürgerkrieg und Zweitem Weltkrieg

Beitrag von Aesculus » Mi 4. Sep 2013, 22:00

Ein interessanter Artikel. Ich hatte bis dato gedacht, diese zahllosen Terrassen wären im Laufe der Jahrhunderte entstanden und dann wieder verfallen oder wieder genutzt, je nach Bevölkerung und Witterung. Allerdings schienen mir ein großer Teil der Terrassen (z. B. La Merica, rund um Gerian, insgesamt alle Hochflächen des Südens) ohne Sinn zu sein. Dort ist meiner Meinung nach kein Landbau irgendwelcher Art möglich: zu windig, zu trocken und zu heiß. Es sei denn, Hilfsmittel wie Bewässerung, Wind- und Hitzeschutz werden installiert. Dieses ist ja dann auch für die Bananenplantagen geschehen. Allerdings ist der technische Aufwand sehr hoch und nur für spezielle Kulturen sinnvoll, welche einen hohen geldlichen Ertrag bringen. Auf diesen Hochflächen bzw. Steilhängen ist aber der Aufwand für Bestellung, Pflege und Ernte einer Kultur so enorm, dass kaum nennenswerte Mengen an einfachen Kulturen wie Kartoffeln oder Mais geerntet werden können. Allein der Transport hin und zurück dürfte nur mit Maultieren passiert sein. Das, was diese Flächen an Kalorien produzierten, könnte schon allein fürs Futter der Tiere und Verpflegung der Landarbeiter wieder drauf gegangen sein, zumal Maschineneinsatz auf Gomera fast unmöglich ist. Oder hat jemand schon mal nennenswerte Mengen an Traktoren, Saat-, Pflege- und Erntemaschinen gesehen? Interessant ist auch zu beobachten, dass eben diese aufgegebenen Felder keineswegs nun überwuchert werden von einer üppigen Pflanzenwelt, sondern so daliegen, als seien sie gestern erst verlassen worden. Allein diese Tatsache sprich schon dafür, dass es niemals sinnvoll war, hier Lebensmittel zu produzieren.
Insgesamt also ein zweckloses Unterfangen. Mir war bekannt, dass Franco lange ein brutales Autarkieprogramm gefahren hat. So war es bis in die 70er Jahre nicht möglich für Spanier Autos oder andere Produkte aus dem Ausland zu importieren. Aus geschichtlichen und/oder nationalistischen Gründen teilweise nachvollziehbar, führte es – und führt heute noch, wenn mal wieder ein Politiker auf die Idee kommt, das mit dem Euro und der EU sei alles Mist, „wir wollen unsern Kaiser Wilhelm wieder haben“) zu einer Rückständigkeit und letztlich zur einer Verarmung der Bevölkerung. Daher ist es sehr gut vorstellbar, dass all diese unsinnigen Terrassen letztlich das Ergebnis von Zwangsarbeit der Nachkriegszeit waren im Bestreben autark um jeden Preis zu werden. Solche Entscheidungen werden nur unter diktatorischen Bedingungen gefällt. Und irgendjemand wird daran kräftig verdient haben.
Darüber müsste es doch aber weitere Quellen geben.
Ihr naht euch wieder, schwankende Gestalten,
Die früh sich einst dem trüben Blick gezeigt.

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Re: La Gomera nach Bürgerkrieg und Zweitem Weltkrieg

Beitrag von udalriche » Di 26. Apr 2016, 21:52

Hallo Buba,
Dein gut recherchierter, höchst interessanter (und informativer) Bericht wirft ein völlig neues Licht auf meine Betrachtung von La Gomera. Schade, dass ich das nicht vor unserer (letzten?) Reise gelesen habe ... vielleicht ein Grund, doch nochmals hinzufahren und manches mit anderen Augen anzusehen ;-).
Besten Dank dafür.
mfg Ulrich

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Re: La Gomera nach Bürgerkrieg und Zweitem Weltkrieg

Beitrag von pantera » Mi 27. Apr 2016, 09:02

Hola Buba,

ein klasse Bericht, jetzt hab ich wieder etwas hinzugelernt über das frühere Leben auf den Kanaren und vor allem auf Gomera, sehr interessant

Danke für deine Arbeit
pantera
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Re: La Gomera nach Bürgerkrieg und Zweitem Weltkrieg

Beitrag von Sabine/Guido » Mi 27. Apr 2016, 10:50

Ich kannte den Bericht auch noch nicht. Sehr interessant und gut zu lesen! :blume
Was in diesem Forum alles verbogen liegt? :supercool
:blume Vielen Dank, Buba! :blume

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Re: La Gomera nach Bürgerkrieg und Zweitem Weltkrieg

Beitrag von Galileo » Mi 27. Apr 2016, 11:15

Erschreckend, welche katastrophalen Folgen so eine Abschottung von der Außenwelt und der Traum von vermeintlicher Autarkie haben kann, was leider viel zu wenige bedenken.
Hier habe ich schon vor geraumer Zeit ein Projekt präsentiert, dass infolge des spanischen Bürgerkrieges nie vollendet wurde:

http://egomera.de/phpBB3/teneriffas-%C3 ... 21966.html

:hust
Ich kann mich irren, Du kannst recht haben. Gemeinsam können wir vielleicht der Wahrheit einen Schritt näher kommen. (Karl Popper)

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