Endlich elektrisches Licht im Valle Gran Rey!

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Christoph
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Re: Endlich elektrisches Licht im Valle Gran Rey!

Beitrag von Christoph » So 27. Mär 2011, 13:40

Am riemengetriebenen Stromerzeuger musste ich lange am Typenschild putzen, um den Hersteller zu ermitteln.







Zu entziffern ist aber nur noch der Hersteller Mawdsley´s Limited, Durbley. Die Leistungsangaben bleiben unleserlich.

Eine Rechnung vom 17. Januar 1936 belegt aber, dass hier ein "Madsley 18 KVA" mit neuen Bürsten bestückt wurde...



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Christoph
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Re: Endlich elektrisches Licht im Valle Gran Rey!

Beitrag von Christoph » So 27. Mär 2011, 16:18

:freu :hut

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Re: Endlich elektrisches Licht im Valle Gran Rey!

Beitrag von Christoph » So 27. Mär 2011, 16:50

Demnach haben wir hier einen Wechselstromgenerator dessen Gleichstromzuführung zum Läufer von einer Erregermaschine erfolgt, die rechts auf der gleichen Achse sitzt wie der Generator. (Overhang exiter)

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Re: Endlich elektrisches Licht im Valle Gran Rey!

Beitrag von Christoph » So 27. Mär 2011, 17:02

Das soll ein klassisches Prinzip für Kraftwerksgeneratoren sein. Der Rotor des Generators läuft jedenfalls noch wie geschmiert. Gesucht wird noch eine Testperson um die Kabelenden zu halten, während ich kräftig drehe ... :ausheck

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Re: Endlich elektrisches Licht im Valle Gran Rey!

Beitrag von herbi » So 27. Mär 2011, 17:14

Vielleicht tut es ja auch ein Spannungsprüfer(nicht menschlich) :ausheck :supercool :herbi :herbi :herbi
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Re: Endlich elektrisches Licht im Valle Gran Rey!

Beitrag von Buba » So 27. Mär 2011, 22:07

Hier nun noch mal das Ganze im Überblick:


Auf dem unteren Schwarzweiß-Foto ist das Gebäude mit dem Kraftwerk und der Mühle noch nicht zu sehen. Leider weiß ich nicht, aus welchem Jahr es stammt. So bleibt weiterhin ein Rätsel, aus welchem Jahr die Stromversorgung stammt. Und von wem? Von Thomas Olsen, der 1904 nach La Gomera kam und, wie im SPIEGEL-Artikel zu lesen war, die kleine Insel zu seiner zweiten Heimat machte? Zitat: "Dann kaufte er die Rechte am Wasser. Und er kaufte Land. Hier einen Hektar, dort einen Hektar, immer im Süden, wo die Insel sanfter und flacher ist. Er legte Plantagen an, exportierte Bananen und Tomaten nach Nord- und Westeuropa. 500 Gomeros gab er Arbeit, er gab ihnen Häuser, ein Kasino, ein Kino, eine Krankenstation. Er bezahlte seine Arbeiter in Olsen-Währung, verkaufte ihnen alles, was sie brauchten, im Olsen-Warenhaus, ließ sich von ihren Kindern mit Fähnchen begrüßen, warf ihnen Süßigkeiten zu, zeigte Mickymaus-Filme."

Ist der von Christoph entdeckte Laden das Olsen-Warenhaus aus dem SPIEGEL-Artikel? Und war in dem großen Gebäude mit dem Pultdach vielleicht früher das Kino? Wer weiß es oder wen könnte man fragen???


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Re: Endlich elektrisches Licht im Valle Gran Rey!

Beitrag von herbi » So 27. Mär 2011, 23:16

Ich glaube auf dem Schwarzweissfoto sind aber schon die Umrisse der Seitenwäde mit den Türlöchern zu sehen.Was ich besonders merkwürdig finde ,ist das schrumpfen des großen Gebäudes im Vordergrund.Die charakteristischen Fenster sind noch da aber das Gebäude scheint ein Stockwerk weniger zu haben. :achselzuck :achselzuck :herbi :herbi :herbi
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Re: Endlich elektrisches Licht im Valle Gran Rey!

Beitrag von Christoph » So 27. Mär 2011, 23:55

Hier kann uns ein sehr interessantes Fundstück von mir weiterhelfen. Demnach nannte sich dieses E-Werk in Playa Santiago "Central Electrica de Playa Santiago (Gomera)"
Als Eigentümer firmierte Elicio Trujillo Santos.
Man konnte einen Stromliefervertrag abschließen über bis zu 5 Glühbirnen (Die Leistung jeder einzelnen Birne wurde im Vertrag aufgeführt!)
Die Versorgungsspannung war 100 Volt.


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Re: Endlich elektrisches Licht im Valle Gran Rey!

Beitrag von woga » Mo 28. Mär 2011, 08:11

:hurra2 Jetzt fehlt nur noch die Antwort auf die Frage: Aus welcher Zeit stammt das wohl?
Wo Du hinschaust, das wird mehr! Bild

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