Rundwanderung Vegaipala - Jerduñe

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woga
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Rundwanderung Vegaipala - Jerduñe

Beitrag von woga » Do 6. Dez 2012, 23:05

In letzter Zeit hat sich in Wandernetz im Inselsüden einiges getan. Das Cabildo hat einige alte Dorfverbindungswege wiederbelebt, restauriert und mit Wegweisern versehen. Eine neue Variante hatte ich ja hier schon gepostet. Dabei war mir ein Weg aufgefallen, der von der GM-2 in der Nähe der Ermita Las Nieves nach Jerduñe zu gehen schien. Und das ist auch so, wie wir jetzt herausgefunden haben. Das eröffnet die Möglichkeit zu einer eindrucksvollen Rundwanderung auf traditionellen Pfaden:
Los geht es ca. 150m oberhalb des oberen Tunnels auf der GM-3 Richtung Playa Santiago. In der letzten Linkskurve vor dem Tunnel (von Degollada de Peraza kommend) befindet sich auf der rechten Seite ein gebauter Treppenaufgang mit Wegweiser Richtung Vegaipala. Diesem folgen wir und durchqueren gemächlich bergaufgehend zwei Kiefernwäldchen, bis wir den nächsten Wegweiser erblicken.


Hier geht ein Weg links ab nach Las Toscas wir gehen den Weg weiter geradeaus, jetzt auf der umgekehrten Route, wie die Las Toscas Wanderung.


Von hier aus haben wir einen schönen Blick auf Vegaipala und können weit oben die Ermita Las Nieves sehen:


Jetzt bergab gehend kommen wir zu einer Stelle, von der aus man einen vollständigen Überblick über das Tal von Benchijigua hat und den Rand des Waldbrandgebietes (2012) berührt. Hier kann man traurige Vergangenheit und lebendige Zukunft gleichzeitig erleben.


Der weitere Weg führt problmlos höhe haltend ganz um den Talkessel von Vegaipala herum. Nachdem wir eine braun gemalte Wasserleitung erreicht haben, ist Obacht angesagt, weil ein Grundbesitzer mit Zaunfragmenten die ursprüngliche Wegführung zerstört hat. Im Groben folgen wir weiter der Wasserleitung ca. 10m steil bergab in den nächsten Barranco, den wir wieder höhehaltend umrunden. Rechts im Tal ein Baustofflager und die GM-3. Schließlich geht es teilweise beschwerlich steil bergan, bis wir diese Wegweiser erreichen


Wir sind jetzt auf der Höhe der GM-2 angelangt. Nach links geht es über die GM-2 hinweg zur Ermita las Nieves, geradeaus (unbezeichnet) ebenfalls, allerdings kommt man bei der Autoauffahrt der Ermita heraus. Wer will und sich noch stark fühlt, kann hier noch eine kleine zusätzliche Runde einfügen. Wir nehmen allerdings den Weg nach rechts, der nach Jerduñe zeigt.


In leichtem Bergab und Bergauf geht es problemlos dahin und wir können den letzten Aufstieg und das Ende der Wanderung schon sehen. Bis dahin müssen wir aber noch einige Kalorien verbrennen.


Wenn wir unter uns die Häuser von Jerduñe sehen können, zweigt ein Weg ohne Wegweiser nach rechts bergab und wird immer steiler, bis er die GM-3 gegenüber der "Dorfstraße" von Jerduñe erreicht. Was wir dort sehen, ist allerdings die östliche Dorfstraße. Um dem weiteren Weg folgen zu können, müssen wir einen etwas komplizierten Weg zur westlichen Dorfstraße folgen, der wohl teilweise auch über Privatgrund führt. Das Problem kann man umgehen, wenn man auf der GM-3 ein paar Meter nach rechts bis zum Bushäuschen geht und dort gleich die westliche Dorfstraße bergab geht.


Hier gehen wir bergab. Und wenn wir glauben, dass wir unten sind, gehen wir weiter bergab. Schließlich gehen wir bergab zu den untersten Häusern, gehen zwischen ihnen durch und sehen unter uns einen Betonweg, der aber kein Betonweg ist, sondern das letzte Ende vom Buba Kanal Das Wasserbau Projekt verläuft hier buchstäblich im Sande.


Die Seitenwände fehlen hier noch. So folgen wir einem bequemen Spazierweg, bis nach rechts oben ein nicht so bequemer Weg abzweigt, der unsere letzte teilweise beschwerliche Strecke einleitet.


Der weitere Weg führt durch das Barrancobett auf die andere Seite und dann immer steiler werdend hoch zu einem Schotterparkplatz am Rand der GM-3 Von hieer aus geht man noch 500m neben der Fahrbahn bis zum Startpunkt der Wanderung.

Die Wanderung ist 6,1 km lang. Wir haben dafür auf unsere gemütliche Art 4 Stunden gebraucht. Maximaler Höhenunterschied ist 282 m, aber der hat es in sich! Für einige Strecken ist Kondition und Trittsicherheit gefordert. Im Winter kann es ziemlich kühl und windig sein.



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Re: Rundwanderung Vegaipala - Jerduñe

Beitrag von roling » Mi 9. Jan 2013, 19:37

woga hat geschrieben:Wenn wir unter uns die Häuser von Jerduñe sehen können, zweigt ein Weg ohne Wegweiser nach rechts bergab und wird immer steiler, bis er die GM-3 gegenüber der "Dorfstraße" von Jerduñe erreicht.
Der Weg geradeaus führt noch gut 5 Minuten auf nahezu gleicher Höhe in Richtung zur GM-3 weiter. Danach erfolgt ein etwas steilerer, bei Nässe in Teilbereichen sehr rutschiger und in Kehren angelegter Abstieg vorbei an den obersten Häusern von Jerdune zur Straße. Straßenabwärts setzt sich dieser Wanderweg nach El Cabrito / San Sebastian und Playa de Santiago vor der Rechtskurve der Straße nach links fort.
Wer heute den Kopf in den Sand steckt, knirscht morgen mit den Zähnen.

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Re: Rundwanderung Vegaipala - Jerduñe

Beitrag von woga » Mi 9. Jan 2013, 21:59

Dacht ich's mir. An der GM-3 steht dort ja auch ein Wegweiser. Aber Wissen ist besser!
Danke, roling :blumen
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Re: Rundwanderung Vegaipala - Jerduñe

Beitrag von kunibert » So 18. Jan 2015, 13:02

Und der Ritter Kunibert
setzte sich verkehrt aufs Pferd
wollte er nach hinten sehn
braucht er sich nicht umzudrehn
Ja so warn´s, ja so warn´s die oiden Rittersleut....
:dalton

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Re: Rundwanderung Vegaipala - Jerduñe

Beitrag von woga » Mi 18. Nov 2015, 15:04

Inzwischen ist ein Weg vom Startpunkt dieser Wanderung an der GM-3 entlang bis zum nächsten Parkplatz Richtung Degollada de Peraza ausgezeichnet und man kann von dort bergabgehend zum Ende des Großprojektes der alten Wasserleitung hinabsteigen und etwa höhehaltend an den Häusern Mequesegüe (diese Häuser habe ich bislang fälschlich als Jerduñe bezeichnet) vorbei bis nach Berruga gehen und der Weg schließt dort an den Weg zu den Felsenhäusern am Tacalcuse an. Einige Meter weiter Richtung Felsenhäuser nach links abbiegend ist dann noch ein Weg im Bau, der unterhalb des Tagamiche auf die GM-2 führen soll. Ob dieser Weg inzwischen ganz begehbar ist, müssen wir noch klären. Diese Wege sind in der Karte "Camina la Gomera" in grün eingezeichnet.
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Re: Rundwanderung Vegaipala - Jerduñe

Beitrag von woga » Mi 18. Nov 2015, 15:14

Eine etwas respektlose Art, den Aktionsradius frei laufender Ziegen zu begrenzen, fanden wir auf dem Weg von Mequesegüe nach Berruga :menno



Immerhin ist dieser Weg mit Steuermitteln saniert worden. Da sollten auch die Ziegenhirten an das Recht der Wanderer denken, diesen auch zu benutzen.
( Wir haben uns trotzdem die Mühe gemacht, die Sperre wieder aufzurichten, nachdem wir sie passiert hatten)
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Re: Rundwanderung Vegaipala - Jerduñe

Beitrag von woga » Sa 13. Feb 2016, 18:15

woga hat geschrieben:Einige Meter weiter Richtung Felsenhäuser nach links abbiegend ist dann noch ein Weg im Bau, der unterhalb des Tagamiche auf die GM-2 führen soll. Ob dieser Weg inzwischen ganz begehbar ist, müssen wir noch klären. Diese Wege sind in der Karte "Camina la Gomera" in grün eingezeichnet.
Nun ist es soweit, wir haben es geklärt :supercool
Roling ist den Weg schon im letzten Dezember gegangen und hat uns einige nützliche Hinweise gegeben ( :blumen roling)
Um es vorweg zu nehmen: Der Weg ist inzwischen vollständig saniert und bequem und gefahrlos zu begehen. Wenn man von der Degollada de Peraza los geht, kann man sich praktisch nicht verlaufen. Wir sind allerdings in Berruga losgegangen von dort aus gibt es zwei Möglichkeiten, einen falschen Weg zu wählen. Beide haben wir genutzt :kopfschuettel :oops:

Den Weg nach Seima verlässt man am Beginn des Sattels zum Tacalcuse hin nach links, nachdem man gerade den Abzweig nach rechts Richtung Berruga/Mequesegüe passiert hat. An beiden Abzweigen stehen schon Pfähle, aber noch ohne Beschilderung. Der Weg geht nach dem Abzweig in nordwestlicher Richtung leicht gemütlich bergab zum Grund des Barranco del Lomo de Felipe.


Hier gibt es die erste Möglichkeit, sich zu verlaufen. Bei Erreichen ausgedehnter palmenbestandener Terrassen geht der Weg zwar logisch weiter bergab. Richtig ist aber, hier links zu halten und den etwas unscheinbareren, Höhe haltenden Weg zu nehmen.


Problemlos gehtes dann weiter mit schöner Sicht bis man die Bar-Restaurante Degollada de Peraza fast senkrecht über sich hat. Hier erreicht man den Grund der Cañada de la Ruda.


Von hieraus erhebt sich majestätisch die Bar über uns.

Wer jetzt glaubt, den Höhe haltenden Weg nach rechts gehen zu müssen, liegt wieder falsch.


Der Weg dort ist zwar auch interessant, aber teilweise beschwerlich zugewachsenen. Wo er letztlich hinführt, weiß ich nicht, vermute aber, dass es die ursprüngliche Wegführung hinauf zum Tagamiche ist.

Die Wegebauer schicken uns aber nach links zunächst im Grund der Cañada, später in engen steilen Serpentinen zu einem hellgrünen Haus direkt unterhalb der GM3 hoch. Vorbei geht es an einem Monument der missglückten Anbindung an das Stromnetz des Weilers Tejiade 2006.


Oben angekommen treffen wir denn auch wieder auf einen Wegweiserpfahl noch ohne Beschilderung (2/2016). An dem Haus vorbei führt der Weg über durch ein umfunktioniertes Bettgestell und eine Tür mit Riegel abgesperrtes Gelände.





Dies relativ kurze gemütliche Wegstück mit einem kurzen Kondition fordernden Anstieg lässt sich prima in alle möglichen Wege um Vegaipala herum einbinden. Die beiden zum Verlaufen einladenden Abzweige habe ich mit einem Steinmännchen versehen.
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Re: Rundwanderung Vegaipala - Jerduñe

Beitrag von woga » Mi 6. Dez 2017, 22:58

woga hat geschrieben:
Do 6. Dez 2012, 23:05
Wenn wir unter uns die Häuser von Jerduñe sehen können, zweigt ein Weg ohne Wegweiser nach rechts bergab und wird immer steiler, bis er die GM-3 gegenüber der "Dorfstraße" von Jerduñe erreicht. Was wir dort sehen, ist allerdings die östliche Dorfstraße. Um dem weiteren Weg folgen zu können, müssen wir einen etwas komplizierten Weg zur westlichen Dorfstraße folgen, der wohl teilweise auch über Privatgrund führt. Das Problem kann man umgehen, wenn man auf der GM-3 ein paar Meter nach rechts bis zum Bushäuschen geht und dort gleich die westliche Dorfstraße bergab geht.
Inzwischen ist der beschriebene Weg komplett mit einem Zaun versperrt. Deshalb muss man den Weg auf der Straße zum Bushäuschen nehmen. Allerdings sind die Männer und Frauen in ihren orangenen T-Shirts weiterhin fleißig gewesen und habe eine "Umgehung" unterhalb der Häuser fertiggestellt. Wegweiser fehlen hier noch, aber der Weg ist sehr schön und unkompliziert begehbar. Lediglich der Einstieg von West nach Ost ist etwas schwer zu erkennen. Er befindet sich unterhalb des vorletzten Hauses auf dem We nach Berruga und führt über nackten Fels. Erst ca. 10m unterhalb sind die ersten Steinreihen als Wegmarkierung erkennbar.
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20171206-P1160113.jpg
Einstieg unterhalb des östlichen Ortsteils
Der weitere Weg ist dann aber unverfehlbar.
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20171206-P1160111.jpg
"Umleitung" Richtung Osten gesehen
Der Einstieg vom Westteil aus geschieht unterhalb des letzten Hauses. Man geht knapp an der Terrasse vorbei nach links. Der Weg ist gut mit Steinreihen markiert.

Haben sie wieder gute Arbeit geleistet, die Wegebauer La Gomeras :freu
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