Rundwanderung: Sieben auf einen Streich

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roling
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Rundwanderung: Sieben auf einen Streich

Beitrag von roling » Mo 16. Mai 2016, 22:44

Der Beginn der Wanderung zu insgesamt 7 Stauseen ist an der Embalse de Cardones. Etwa 200 Meter unterhalb der Piste zum Gebäude La Roseta beginnt auf der gegenüberliegenden rechten Straßenseite der GM3 die unscheinbare Zufahrt ins untere Antoncojo und zu der Embalse de Cardones. Vor Erreichen der Staumauer besteht die Möglichkeit das Auto in einer Aufweitung der Straße zu parken.





Aufwärts, vorbei am Stausee und einigen Häusern beginnt am Ende der Straße ein leicht ansteigender Wanderweg, der bereits nach kurzer Zeit die Dorfstraße und dann die obere Zufahrt nach Antoncojo quert. Weiter geht es auf dem ausgeschilderten Wanderweg in Richtung Alajero.

Ein paar Meter nach der 3. Querung der GM3 weist uns ein Wegweiser entlang einer Gebäudezufahrt in Richtung La Dama und Quise. Der Weg führt rechts neben dem Zugangstor durch ein Gitter, dass leicht entgegen der Gehrichtung zu öffnen ist. Ein paar Meter weiter ein 2. Tor durch ein Kunststoffband mit Knoten gesichert und daher auch leicht zu öffnen.





Beide Tore bitte nach Passieren wieder schließen!

Der Weg führt hinab in den Barranco del Tejar. Nach einer Rechtskurve wird der zweite Stausee sichtbar.







Der Barranco del Tejar wird dahinter über eine Brücke gequert.

Etwa 50 Meter weiter gehen wir geradeaus weiter. (Der rechts abzweigende Weg führt an den östlichen Abbrüchen des Calvario aufwärts nach Alajero) Unser Weg steigt leicht an und nähert sich den steil aufragenden südlichen Felswänden des Calvario. Links unter uns der tief eingeschnittene Barranco de Ereses mit der Zufahrtspiste zum alten Flugplatz.



Bei der nächsten Wegtrennung verlassen wir den gut instandgesetzten nach links hinabführenden Weg (in den Barranco de Ereses) und folgen dem unscheinbareren, leicht ansteigenden Pfad, der sich schon bald einer kleinen engen Scharte nähert. Von dort fällt der Blick nun über den Südwesten der Insel in Richtung La Dama und in den Süden zum alten Flughafen.







Immer in Nähe der steilen Felswände zur Rechten, nun aber leicht abfallend, ändert sich der Wegverlauf in Richtung Alajero.

An der nächsten Wegkreuzung gehen wir etwa 100 Meter geradeaus weiter und blicken auf den dritten Stausee, dem Presa de Bahia, im Barranco del Quiso.





Zurück zur Wegkreuzung beginnt ein moderater Aufstieg. Ziel ist dabei die Scharte zwischen einer kleinen Bergkuppe und dem Calvario.



Unmittelbar dahinter wird die Asphaltstraße von Alajero zum Calvario erreicht.

Ein kleiner Abstecher zum Gipfel mit der Eta. San Isidro ermöglicht einen schönen Rundumblick.









Abgestiegen geht es auf der Straße in Richtung Alajero weiter bis zur zweiten, nach rechts abzweigenden Straße. Auf dieser abwärts wird nach zwei Minuten ein landwirtschaftliches Gebäude mit Viehzucht erreicht. Schafe, Ziegen und Schweine „vergnügen“ sich hier auf engsten Raum.

Der Weg führt normalerweise entgegen dem Uhrzeigersinn um das Gelände herum in den Barranco del Tejar. Da jedoch bei unserer Wanderung die Straße gesperrt war und dort Schafe und Ziegen eingepfercht waren, mussten wir das Gelände links herum umgehen, um dann wieder auf dem nunmehr schmalen Pfad in den Barrancogrund abzusteigen.



Ein späterer Blick in Google Earth zeigte, dass die Begehung der ersten Abzweigung (unmittelbar am Parkplatz am Calvario) sicherlich die bessere Wahl für den Abstieg in den Barranco gegenüber der Wegführung gem. der Karte „Camina la Gomera“ gewesen wäre.

Der Pfad führt unmittelbar unter der Staumauer des vierten Stausees vorbei.



Der Aufstieg zieht zunähst in Richtung Meer, wendet sich dann nach links, umrundet zwei Häuser und steigt zur GM3 an. Diese wird an dem nun leider leerstehenden Restaurant erreicht.



Auf der gegenüberliegenden Straßenseite begeben wir uns auf den ausgeschilderten Weg nach Targa.



An der Wegkreuzung beginnt der Abstieg in den Barranco de los Cocos in Richtung Antoncojo. Unmittelbar dem Abstiegsweg gegenüber führt im Barrancogrund ein schmaler Pfad zu einer eingehausten Quelle.



Zunächst an der linken Barrancoseite über Fels abwärts wechselt der Wanderweg schon bald auf die rechte Barrancoseite.

Der Stausee kurz vor Antoncojo (Presa del Sao) scheint nur noch bei extremem Wasseranfall genutzt zu werden. Bei Wanderungen in den letzten Jahren konnten wir hier nie größere Mengen aufgestautes Wasser feststellen. Offensichtlich werden wohl zuerst die unterhalb von Antoncojo liegenden Stauseen aufgefüllt.





Im Ort folgen wir der Asphaltstraße nach links bis zum Ende und schauen dabei unterhalb der Straße auf die Embalse de Antoncojo.



Am Wendeplatz / Spielplatz führt eine Treppe hinab und von dort ein leicht ansteigender Pfad zu einem etwa 400 Meter entfernt liegenden Gebäude. Ein paar Meter dahinter kommt die Embalse de Cascajo im Barranco de la Junta in Sicht.





Auf dem Hin- und Rückweg sehen wir in Richtung Meer den größten der vier Stauseen, die Embalse de Cardones.

Auf gleichem Weg wandern wir zurück nach Antoncojo. Von dort folgen wir dem beschilderten Weg nach Playa de Santiago bis zum Auto am der Embalse de Cardones.




Grundlage für die Wanderung war das Kartenwerk „Camina la Gomera“, dass im Bereich des Calvario einige neue Wegverläufe aufzeigt.

Außer der Beschilderung am Beginn der Wanderung ist im gesamten Verlauf bis zur GM3 keine weitere Kennzeichnung vorhanden. Zudem sind einige abzweigende Wege und deren weiterer Verlauf nicht dargestellt. Für die beschriebene Wanderroute sicherlich kein Problem, aber der Wegweiser für die Wanderung nach La Dama erscheint mir aufgrund der Darstellung auf der Karte und der vorgefundenen Praxis doch sehr realitätsfern.

Gehzeit mit Abstecher zur Gipfel des Calvario nahezu 4 Stunden. Der Wegzustand ist gut. Etwas Orientierungssinn ist erforderlich.
Wer heute den Kopf in den Sand steckt, knirscht morgen mit den Zähnen.

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Re: Rundwanderung: Sieben auf einen Streich

Beitrag von La rana » Mo 16. Mai 2016, 23:13

:muetze Vielen Dank für diese tollen Infos!
¡¡¡Pa´delante!!

Man lebt ruhiger, wenn man nicht alles sagt, was man weiss, nicht alles glaubt, was man hört und über den Rest einfach lächelt

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Re: Rundwanderung: Sieben auf einen Streich

Beitrag von J.I. » Fr 20. Mai 2016, 08:45

:bravo :bravo
Long-haired preachers come out every night,
Try to tell you what’s wrong and what’s right;
But when asked about something to eat,
They will answer in voices so sweet:
You will eat, bye and bye,
In that glorious land in the sky;
Work and pray, live on hay
You’ll get pie in the sky when you die. by Joe Hill

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Re: Rundwanderung: Sieben auf einen Streich

Beitrag von woga » So 22. Mai 2016, 15:37

Tolle Dokumentation einer noch sehr wenig wandermäßig erschlossenen Gegend der Insel! Auf den Wanderkarten gibt es im Süden ja noch große "weiße" Bereiche. Man staunt, wie viele alte Wege es dort noch gibt.
Wo Du hinschaust, das wird mehr! Bild

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Re: Rundwanderung: Sieben auf einen Streich

Beitrag von kunibert » Fr 27. Jan 2017, 11:03

Jedes Mal, wenn wir von Santiago hinauffahren sage ich zu meiner Frau: "Den Calvario möchte ich einmal umrunden. Da müsste es doch einen Weg geben".

Jetzt habe ich diese Beschreibung gesehen. Das ist es und wir werden ihn im März sicher gehen. Danke. :hut
Und der Ritter Kunibert
setzte sich verkehrt aufs Pferd
wollte er nach hinten sehn
braucht er sich nicht umzudrehn
Ja so warn´s, ja so warn´s die oiden Rittersleut....
:dalton

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Re: Rundwanderung: Sieben auf einen Streich

Beitrag von bine » Fr 27. Jan 2017, 14:03

:hut Super Beschreibung der von euch erlaufenden Tour! :blumen :hut
Wenn du ein Gärtchen hast und eine Bibliothek, so wird dir nichts fehlen.
Cicero

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Re: Rundwanderung: Sieben auf einen Streich

Beitrag von kunibert » Mo 13. Mär 2017, 17:12

Heute haben wir den Calvario umrundet und dabei rolings Beschreibung genutzt.

Wir haben das Auto gleich nach der 3. Rechtskurve oberhalb von Antoncojo abgestellt. Gleich oberhalb beginnt ja der Weg nach Quise. Bis zum Parkplatz unterhalb der Eta. San Isidro sind wir problemlos der Beschreibung gefolgt. Eine wunderbare Wanderung. :hut

Dann sind wir leider der Vermutung von roling gefolgt und auf der ersten Abzweigung in den Barranco abgestiegen. Da kommt man aber viel zu tief hinunter und nicht mehr weiter!

Also mühsam wieder hinauf und zur zweiten Abzweigung. Inzwischen war es sehr heiß, denn die angedrohte Abkühlung ist noch nicht da.

Ein freundliches deutsches Ehepaar hat uns angeboten, uns zu unserem Auto mitzunehmen. Das haben wir dankbar angenommen
Und der Ritter Kunibert
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Re: Rundwanderung: Sieben auf einen Streich

Beitrag von roling » Sa 18. Mär 2017, 17:39

roling hat geschrieben:
Mo 16. Mai 2016, 22:44
Ein späterer Blick in Google Earth zeigte, dass die Begehung der ersten Abzweigung (unmittelbar am Parkplatz am Calvario) sicherlich die bessere Wahl für den Abstieg in den Barranco gegenüber der Wegführung gem. der Karte „Camina la Gomera“ gewesen wäre.
kunibert hat geschrieben:
Mo 13. Mär 2017, 17:12
Dann sind wir leider der Vermutung von roling gefolgt und auf der ersten Abzweigung in den Barranco abgestiegen. Da kommt man aber viel zu tief hinunter und nicht mehr weiter!
Der erste nach dem Abstieg rechts abzweigende Weg führt in einen Linksbogen in den Barranco und endet etwa 100 m vor der Staumauer unterhalb eines Gebäudes auf der linken Barrancoseite. Von dort gelangt man auf einem etwas verwachsenen Pfad an der linken Barrancoseite hinauf zu der Staumauer. Der in der Karte Camina la Gomera dargestellte Weg ist gestrichelt dargestellt, der Beginn des Abstiegsweges bei einer Umrundung des Calvario gepunktet.

Der Abstiegsweg bei einer Umrundungstour beginnt nach etwa 50 Meter auf der rechten Seite des 1. nach rechts abzweigenden Weges und mündet unterhalb des Calvario in den Hinweg ein.
Zum Stauseek.jpg
Dateianhänge
Abstiegk_bearbeitet-1.jpg
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Re: Rundwanderung: Sieben auf einen Streich

Beitrag von kunibert » Sa 18. Mär 2017, 18:02

Danke für die tollen Karten.

Im Barrancogrund haben wir nur einen Weg nach rechts hinauf gesucht und daher den linken nicht beachtet. Deine Variante über den zweiten Abzweig ist aber sicher besser. Da kommt man nicht so tief hinunter.

Die Alternative, vom ersten Abzweig nach unten zu gehen, haben wir überlegt. Ist sicher die beste Wahl. Werden wir vielleicht nächstes Jahr machen.

Ich gebe zu, es war uns dort einfach zu heiß und das Mitnehmangebot des deutschen Ehepaares zu verlockend. :achselzuck
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