Man geht den Weg von Playa Santiago nach Las Trincheras hinauf, wie in der Wanderung nach Antoncojo
Oben kommt man an den nun schon alt ehrwürdigen Apartamentos Santa Ana vorbei, die extrem unter den Baumaßnahmen gelitten haben, deren Ergebnis man beim Weitergehen sieht, z. B. die Eigentumshäuser Los Mangos, die bei Preisen von über 300.000 € bislang keine Liebhaber gefunden haben, an Lanzarote erinnern, in La Gomera aber deplaziert wirken.
Daran vorbei gegangen erblickt man das Ergebnis der Fehleinschätzungen kanarischer Immobilienfirmen und der geplatzten Immobilienblase:
Im Weitergehen kommt man vor das Tor der englischen Timesharing Anlage Balcon de Santa Ana, die noch rechtzeitig vor dem Platzen der Blase fertig geworden ist und nun mit ihrem zweifelhaften architektonischen Charme den Hügel verziert. Anscheinend habe ich mich innerlich geweigert , ein Foto davon zu machen, jedenfalls habe ich keins
Aber wenn man sich hier nach links wendet und über einen Noch-Baustellen-Bereich bis zur Kliffkante geht, kommt man zu einem breiten bequemen Weg, der ganz an der Kante hoch über dem Meer der Abendsonne entgegenführt.Bis zu einem Häuschen mit einer Bank, auf der man wunderschön die Sonne im Meer versinken sehen kann. Eines Abends haben wir mal die Sherry Flasche und zwei Gläser mitgenommen. Das hatte was! (Erst später wurde uns klar, dass Alkohol in der Öffentlichkeit ja in Spanien verboten ist
Aber soviel Öffentlichkeit war da nicht) Danach geht der Weg dann ab und auf bis zum Friedhof von Playa Santiago unterhalb des Flughafens. Fluglärm ist da kaum zu befürchten
Zurück kann man den gleichen Weg gehen, oder auf provisorischen Straßen durch die unfertige Urbanización, um vielleicht die Irrwege der Tourismusentwicklung zu studieren.
Insgesamt ein entspannender Abendspaziergang, der keinerlei Ansprüche an die Kondition stellt.


