Wenn Costas dreimal klopft.....

Tenerife, El Hierro, La Palma, Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzarote.

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Beitragvon La rana am Fr 15. Mai 2009, 21:58

Der kanarische Umwelt - und Raumordnungsminister, Domingo Berriel, sagte heute nachmittag, dass es keine Ausnahmen beim Küstengesetz geben werde. Die kanarische Geschäftsfederation für Freizeit und Service (Federación Empresarial Canaria de Ocio y Servicios (Fecao) beantragte Ausnahmegenehmigungen für vereinzelte touristische Zonen, die vom Gesetz ausgeschlossen werden sollten. Konkret handelt es sich u.a. um das Centro Comercial AnexoII in San Bartolomé de Tirajana, Gran Canaria.
Berriel antwortete dies auf Nachfrage der ACN Press auf dem I. Kongress des kanarischen Urbanistikrechts in Las Palmas de Gran Canaria und stellte klar, dass trotz eines speziellen kanarischen Gesetzes um verschiedene Gestionen zu interpretieren, die essentielle Basis des Küstengesetz nicht modifiziert wird.
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Beitragvon SchmidtChen am Mo 18. Mai 2009, 14:21

Domingo Berriel ist Minister, also Angehoeriger der Exekutive.
Das Kuestengesetz entstammt der Legislative.

Seine Behauptung ist anmassend. Er kann sich nicht ueber eine
in der Zukunft zu erwartende richterliche Rechtsfortbildung von
vornherein hinwegsetzen und das ausschliessen.

(Franko laesst gruessen ? )

Zu der Problematik und den Interessenkonflikten der Bestandsinhaber
privater und gewerblichen Immobilien auf der einen Seite und dem
Ley des Costas auf der anderen Seite, wird richterliche Rechtsfortbildung
durch Gerichtsurteile entscheiden.

Faellt mir dazu nur noch der Spruch des aktuellsten Philosophen der
Neuzeit ein:

Piech Zitat:

" Zwei Kranke in einem Doppelbett, ergeben keinen Gesunden.
Den Arzt sehe ich nicht "

Der eine Kranke ist der Tourismus und der andere Kranke ist das
Ley des Costa.

Der " Arzt " waere die richterliche Rechtsfortbildung nach gesundem
Menschenverstand sowie Treu und Glauben auf den Bestandschutz.

Ich sehe hier im Moment auch keinen " Arzt "
Der wird aber in Form von Richtern und Gerichtsurteilen zu diesen
Konflikten um das Ley des Costas sicherlich kommen.

Da bin ich sehr zuversichtlich. Denn auch Richter in Spanien haben
gesunden Menschenverstand.

:herbi
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Beitragvon La rana am Di 25. Aug 2009, 15:22

Der oberste Gerichtshof lehnte heute die Gegenklage der Gemeinde Yaiza auf Lanzarote ab, die Zone El Golfo zur urbanen Zone zu erklären. Die Siedlung in El Golfo, bestehend aus ca 50 Häusern und Restaurants befindet sich in in einer von dem Küstenschutzgesetz betroffenen Zone. Das Abrissverfahren wurde durch die Gegenklage gestoppt, doch bestimmte das Gericht heute, dass die Schutzzone 100m und nicht 20m beträgt, ausserdem fehlen in der Siedlung urbane Infrakstruktur, z.B. Kanalisation für die Abwasserentsorgung.
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Beitragvon woga am Di 25. Aug 2009, 16:59

:freu Gut so, kann ich dazu nur sagen! El Golfo ist eines DER Naturdenkmäler von Lanzarote und aus Naturschutzgünden, wie auch touristisch schützenswert. Die Machthaber in Yaiza wissen wirklich nicht mehr, was sie tun. Gut, wenn es gelingt, dem Einhalt zu bieten.
Auf La Gomera sind die Wege lang und umwegig. (Janosch)Bild
Aber schön! (woga) :wink
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Beitragvon La rana am Mo 26. Okt 2009, 17:19

Bereits fast 100 Eigentümer der Häuschen und Höhlen in Poris de Candelaria, Tijarafe, La Palma, wurden von der Generaldirektion zur Erhaltung der Küste und Meer, abhängig von der Küstenschutzbehörde "Costas", lokalisiert. Die Gebäude sollen laut Costas abgerissen werden.

Die Benachrichtigungen verlaufen laut Gesetz um das öffentliche maritim-terrestrisch¨Gelände an der La Palmaküste wiederzugewinnen. Die bisher "herrenlosen" Höhlen habe nun Besitzer, die verantwortlich sowohl für die Instalationen als auch den zukünftigen Abriss sind.

Costa hat bereits gegen Ende letzten Monats im BOP ( Boletín Oficial de la Provincia) veröffentlicht, dass von 96 Personen Darlegungenn eingegangen sind, jedoch ohne Identifizierung des jeweiligen Gebäudes. Die Besitzer haben 10 Tage Zeit, sich zu identifizieren und und darzulegen, welches Recht sie auf das jeweilige Gebäude haben.

Zu den fast 100 Höhlen und Häusern kommen noch ca 50 in la Playa de la Veta, 30 in El Jurado und 25 in Tinizara hinzu. Alle sind vom Abriss bedroht, obwohl die Gemeinde Tijarafe die Verteidigung dieser Gebäude übernommen hat mit dem Argument: Öffentliiches Interesse.

Quelle: El Día
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Beitragvon Lee am Mo 26. Okt 2009, 19:43

Ich wiederhole mich, aber:

Ich bleibe dabei, Costas agiert auf La Palma hauptsächlich als Zerstörer und nicht als Bewahrer!!!

Es wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Einfach Unfassbar. :kopfschuettel

Diese kleinen Strandsiedlungen und Hafenanlagen stören überhaupt nicht und hindern zudem niemand am freien Betreten der Küstenlinie.

Würde man die "100 Meter von der Wasserlinie Abstand halten-Regel" in La Palmas Norden und Nordwesten durchsetzen wollen, dürfte auf 50 Kilometer Küstenlinie zwischen Puerto de Tazacorte und Barlovento nicht ein Gebäude stehen. Denn nur in dem 7-Häuser Weiler La Fajana(liegt auf einer kleinen Landzunge) kann man hundert Meter vom Strand entfernt Bauen, überall sonst gibt es keinen einhundert Meter breiten Küstenstreifen! Nur senkrechten Fels! Dementsprechend gibt es auf diesen 50 Kilometer Küstenlänge kaum ein Gebäude, aber die wenigen will Costas jetzt auch noch weghaben.

Und das obwohl diese Minisiedlungen gleichermaßen bei Einheimischen und Touris beliebt sind.

Im Süden gibt es jetzt schon die Absurdität, dass eine kleine Strandsiedlung auf Costas Weisung abgerissen wurde, aber nur 100 Meter vom Strand entfernt an gleicher Stelle ein riesiger Hotelkomplex entsteht. Zum Glück lässt der fehlende Küstenstreifen im Norden solch Schwachsinn dort nicht zu :ausheck

Küstenschutz ala Costas. Echt supi! :grrr

Ansonsten nickt Costas absurdeste Großprojekte an der Küstenlinie durch: z.B. Aufschüttung eines millionenteuren, riesigen Stadtstrandes in S. Cruz de la Palma - den sich der Atlantik sowieso schnell wiederholen wird. :autsch

Genauso hat Costas den pompösen und unnötigen Ausbau des Hafens von Tazacorte abgenickt. :autsch

Aber die kleinen Hütten müssen weichen.



Alter Hafen Von Puntagorda, soll auch abgerissen werden:

Am Meer 2




Diese paar Hütten an der Playa de la Veta sind natürlich auch horrend landschaftsverschandelnd: :kopfschuettel

http://fotografieren.auf-lapalma.de/sli ... 05924.html


Gefällt Costas auch nicht: Piratenbucht von Tijarafe :kopfschuettel

http://fotografieren.auf-lapalma.de/sli ... 05836.html



:nein Fuck off, Costas! Kümmer Dich um Spaniens verschandelte Küsten, davon gibt es garantiert genug... :grrr



Man kann nur hoffen, dass Gomera und El Hierro von dem Costas-Wahnsinn verschont bleiben! :daumen

Die Playa de Alojera und de la Caleta liegen eigentlich auch nicht anders, wie die Sachen die auf La Palma abgerissen werden :wink
:angel Free Sundown! Nieder mit der Trommel - und Didjeridoo Diktatur! Für musikalische Vielfalt - der Sonnenuntergang hat bessere Musik verdient. :ausheck
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Beitragvon Ana am Mo 26. Okt 2009, 21:59

Lee hat geschrieben:Ich bleibe dabei, Costas agiert auf La Palma hauptsächlich als Zerstörer und nicht als Bewahrer!!!


Hallo Lee,
das ist auch meine Meinung.
Du kennst La Palma sehr gut, deswegen muss ich nichts weiter erklären.
Die alten Häfen im Norden stören nun wirklich keinen. Wenn ich dieses Gesetz richtig interpretiere, soll allen Menschen der Zugang zum Wasser gewährt werden.
Ich kann jederzeit all diese "Abrissorte" betreten, kein Mensch hindert mich daran! Küsten-Wanderwege sind dort im Norden unmöglich. Es sei denn, man schlägt sie in die Felsen!!!!!
Nein, am Beispiel Playa Nueva und jetzt La Bombilla, lässt sich nachvollziehen, um was es wirklich geht. Für den Hotelneubau in Las Hoyas mussten/müssen diese beiden Siedlungen weichen. Für den "gehobenen Tauchertourismus" ist dieses Umfeld wahrscheinlich nicht tragbar!
Ich habe nichts gegen das Costas-Gesetz. Es macht schon Sinn. Ich habe aber etwas dagegen, wenn mit zweierlei Mass gemessen wird. Die Hotellobby hat wahrscheinlich die besseren Anwälte um ihre küstennahen Betonburgen zu verteidigen. Los Cancajos, Princess-Hotels und Hotel-Sol in Puerto Naos. Letzteres steht direkt an der Klippe!!! All diese Zentren müssten meines Erachtens auch entfernt werden.
In Bombilla stehen Häuser, die lange vor dem Gesetz dort errichtet wurden. Damals kümmerte sich keiner darum, ob eine escritura vorhanden war oder nicht. Es waren eben andere Zeiten. Viele der dortigen Bewohner sind dort geboren.
Heute soll nun also "aufgeräumt" werden. Ich bin dafür, dass erst mal in Peninsula und auf den grossen Inseln die Betonfestungen entfernt werden. Das bedeutet aber jahrelange Klage-Wege. Der leichtere Weg ist natürlich der, dass zuerst den "Kleinen", die sich nicht wehren können, die Bleibe genommen wird.

Wo ist eigentlich schon ein grosses Hotel abgerissen worden?

Gruss
Ana
Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher.

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Beitragvon La rana am Fr 4. Dez 2009, 16:54

Seit 2001 wurden auf den Kanaren 219 Abrisse vorgenommen, 52 Zwangsabrisse und 167 freiwillige.

Tenerife: 18 Zwangsabrisse, 30 freiwliige
La Palma: 5 Zwangsabrisse,, 12 freiwllige
El Hierro: 8 Zwangsabriisse, 5 freiwllige
La Gomera: 3 Zwangsabrisse, 3 freiwllige
Gran Canaria: 7 Zwangsabrisse, 82 freiwillige
Lanzarote: 6 Zwangsabrisse, 11 freiwillige
Fuerteventura: 5 Zwangsabrsse, 24 freiwillige

Die 240 Zwangsabrisse der Hütten in El Sauzal, Tenerife, wurden als eine einzige gezählt, ebenso die 58 in Puntallana, La Palma.
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Beitragvon Lee am Di 23. Feb 2010, 21:49

Costas schwingt weiter den Charmetöter. :grrr

Jetzt sollen wirklich die paar Hütten in der Piratenbucht abgerissen werden. Wenn ich Verschwörungstheoretiker wäre, könnte ich geneigt sein zu glauben, das irgendwelche Leute von den Nachbarinseln möglichst viele charmante Orte auf La Palma kaputtmachen wollen um Gäste für ihre Inseln abzuziehen oder das die großen Hotelkonzerne Bestechungsgelder verteilt haben um Zugriff auf einige reizvolle Küstenabschnitte zu bekommen. Da ich aber nicht zur Spezies der Verschwörungstheoretiker gehöre, stelle ich mir mal einfach ganz gutgläubig vor, dass sich bei Costas einige absolut humorfreue, spießige Quadratschädel rumtreiben, denen die Wörter Flair, Charme usw. absolut nicht geläufig sind.

Ich wiederhole mich, aber: Kaum eine Insel verfügt über ausreichende Kläranlagen, das Problem der Müllentsorgung ist nicht mal ansatzhalber gelöst, sich übermäßig vermehrende Seeigel verwandeln Teile des Meeresbodens in tote Unterwasserwüsten,...und und und...man könte viele gravierende, ungelöste Probleme auf den Inseln angehen, aber es ist ja viel wichtiger ein paar Hütten auf La Palma abzureißen. :kopfschuettel

Und das Sicherheitsargument glaube ich Costas auch nicht, woanders interessiert das die Behörde auch einen Sch....dreck.

Piratenbucht:

http://fotografieren.auf-lapalma.de/sli ... 05836.html

Dazu heute M. Siebold:

http://www.la-palma-aktuell.de/cc/news.php
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Beitragvon Liza am Mi 24. Feb 2010, 01:42

Lee das ist Willkür. Was jetzt in La Bombilla und El Remo passierte da könnte ich Costas ja noch ansatzweise verstehen. Aber die in die Felsen gehauenen Behausungen mit notdürftigen Dächern
versehen die wirklich Hüttencharakter haben ? Ich frag mich auch oft W A R U M ? Die tun doch keinem was und ich glaube da kann jeder hingehen und sich was hinzimmern. Wenn ich jetzt bös wäre würde ich vermuten die neiden was .......aber so ein Quatsch ! :kopfschuettel
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