Wie schon zu erwarten war, wollte das Snork-Fräulein dringend tiefer in den Lorbeerwald und sich am besten an Regenwolken erfreuen. Das sollte es dann auch dieses Mal wieder nicht geben, aber dafür eine feine Wolkenshow mit Nebel.
Also sind wir nach unserem San Sebastian-Besuch abgebogen und in Richtung Hermigua gefahren. Hier dann zum Parkplatz (den kannte ich ja schon, diesmal bin ich nicht vorbei gefahren

) und das Auto abgestellt. Der Stollen war für das Snork-Fräulein gar keine Option, sie wollte über den Berg hoch und in den Wald rein ("im Tunnel sieht man ja nix, ist doch doof!").
Also sind wir den Berg im Wald hinauf gestiegen und sind mit teilweise gespenstiger Atmosphäre belohnt worden. Der heutige Tag war relativ stark wolkenverhangen, so dass wir ab der Hälfte der Strecke in den Wolken laufen konnten. Der Wolkennebel und die knorrigen, bemoosten Bäume ergaben in Kombination ein starkes Bild ab, was das Snork-Fräulein oftmals mit einem begeisterten „Das ist aber toll, guck mal wie der Baum da aussieht“ bedachte.
Die Wolken hatten dann auch dafür gesorgt, dass entsprechend viel Wasser von den Bäumen abgefangen wurde, so dass mehrere Pfützen und Rinnsale von uns zu durchqueren waren, was das Snork-Fräulein gleich mit einem „Und es hat wohl geregnet!“ kommentiert hat. Zum Glück waren wir ja erst kurz zuvor im Besucherzentrum gewesen und sie konnte sich an das Regenfangen durch die Bäume noch erinnern.
Dann sind wir, am Weg angekommen, nach links abgebogen und haben uns die Bar La Vista für den Schluss aufgehoben. Die Runde durch den Wald auf der Straße war angenehm, etwas frisch, aber eben auch langweilig. Pflasterstrasse halt. So waren wir dann doch froh, als die Abzweigung Richtung Ermita N.S. de Lourdes auftauchte und wir die Strasse in Richtung Waldweg verlassen konnten. Kurz darauf kam auch die Sonne zum Vorschein und wir konnten einen gemütlichen Waldspaziergang machen.
Durch diese hohle Gasse musst Du gehen
Hier, an der Ermita vorbei, gelangten wir dann ziemlich schnell an die ersten zu El Cedro gehörenden Häuser und das Snork-Fräulein sah sich schon einmal nach möglichen alternativen Ferienhäusern um

. Als dann das Tal von El Cedor vor uns lag, konnten wir nichts sehen. Die Wolken waren wieder zurück. Und wie. Das war keine dicke Suppe mehr, das war wie in (feuchte) Watte gepackt. Allerdings konnten wir uns auch akustisch El Cedro sehr gut annähern, die entsprechenden Tiere (allen voran die Hähne und Esel – oder wie das Snork-Fräulein sagen würde: die Esala

) halfen uns bei der Orientierung. So schafften wir es ohne große Mühe, die Bar La Vista zu finden und uns leicht verfroren und durchnässt eine verdiente Mittagspause zu gönnen. Das Snork-Fräulein hat einfach mein stinkendes Strand-Hemd angezogen und dann haben wir uns auf das kleine und große Bier gefreut, das uns die nette Bedienung gebracht hat.
Nach einem leckeren Ziegengulasch bei mir und Hühnchenkeulen beim Snork-Fräulein machten wir uns frisch gestärkt auf den Weg zurück und kämpften uns den Fahrweg wieder hoch. Dann wieder zurück zum Auto (den Einstieg zum Tunnel haben wir von der El Cedro-Seite nicht gesehen) und ab nach Hause.
Fazit: Bequeme Tour. einzig der Weg vom Parkplatz hoch auf den Bergrücken ist etwas anstrengend, der Rest ist leicht zu finden und zu gehen. Bei Regen/Feuchtigkeit kann der Anstieg aber sehr glitschig sein, von daher ist hier gutes Schuhwerk anzuraten, alternativ kann man von der Hauptstraße TF-713 kommend schon auf Höhe von Bosque de Tejos parken und über die Strasse zur Route laufen. Wir haben nicht die gesamte im Rother Nr. 48 abgebildete Route gemacht (da dank Strasse ÖDE - s.o.

), sondern haben uns eben schon vorher von der etwas eintönigen Straße verabschiedet und sind die Alternative an der Ermita vorbei im Wald gelaufen. Praktisch ein Wandersnack für zwischendurch

"Wenn Sie mich suchen, ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf, genauer gesagt auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik, gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie!" (Bernd das Brot)