Wir empfehlen, in Vallehermoso an der Haltestelle (neben der zentralen Plaza) um 12 Uhr für 2 Euro pro Person den Bus der Linie 2 Richtung San Sebastián zu nehmen bis zur Haltestelle "Las Rosas". Von dort kann man bequem in etwa 4 Stunden zurück nach Vallehermoso wandern.
In unmittelbarer Nähe der Haltestelle "Las Rosas" zweigt von der Carretera del Norte in spitzem Winkel ein Sträßchen ab, auf dem wir durch eine Rechtskurve und weiter bergauf bis zur schönen Ermita Santa Rosa wandern.
Weiter geht's geradeaus bergauf, bis wir die Staumauer des Stausees "Embalse de Las Rosas" erreichen, auf der wir hinüber zur anderen Seite des Sees laufen.
Ab hier können wir nun (bis zu unserem Ziel Vallehermoso) der Beschreibung der Tour Nr. 43 im Rother-Wanderführer (8.Auflage, 2011, S. 150) folgen.
Am Ende der Staumauer angekommen, biegen wir nach rechts in das Asphaltsträßchen ein, das uns mit schönen Blicken auf Las Rosas, das nun rechts von uns liegt, bergauf führt.
An der Straßengabelung auf der Kammhöhe halten wir uns rechts und erreichen etwa 15 Minuten ab Staumauer die saftig grünen Feldterrassen des Dörfchens La Vega, dessen alte Häuser sich rechts der Straße in einem Palmenhain verstecken.
Aufgepasst! Hier ist ausnahmsweise die Beschreibung im Rother-Führer zumindest missverständlich! Unser Weiterweg biegt nämlich hier, anders als man es im Rother-Führer verstehen kann, noch nicht ab, sondern wir folgen dem Asphaltsträßchen noch durch die Linkskurve in La Vega und dann noch ein Stück geradeaus, bis wir ein paar Häuser auf der rechten Straßenseite erreichen. Erst hier zweigt, unmittelbar vor einer die Straße querenden Stromleitung und gemeinsam mit einer Wasserrohrleitung unser Camino nach links ab!
Der zunächst grob gepflasterte Weg geht in einen Pfad über, der uns neben dem Wasserrohr und parallel zu Stromleitungsmasten in leichtem Auf und Ab durch den Hang führt. Rechts unter uns sehen wir die Carretera del Norte.
Auf einem allerdings nicht sehr langen Stück ist der Weg ziemlich zugewachsen. Anscheinend wird er nur noch selten begangen. An einer Stelle mussten wir sogar (im Januar 2011) etwas abenteuerlich durch eine uns den Weg versperrende Krone eines umgestürzten Baumes klettern!
Schließlich ist die Kammhöhe erreicht, und hier öffnet sich unvermittelt der Blick nach links zum Roque Cano.
Der Weg führt nun auf dem Bergrücken weiter und erreicht schon nach wenigen Minuten einen alten Dreschplatz und ein paar verfallene Häuser.
Direkt danach geht der Weg in ein anscheinend frisch asphaltiertes Sträßchen über, das schon bald in die Carretera del Norte mündet. Hier halten wir uns links.
Etwa eine Viertelstunde müssen wir nun am Rande der Carretera entlang laufen, allerdings mit tollen Ausblicken nach rechts über die terrassierten Hänge hinunter zum Meer.
Dann haben wir das Bushäuschen von Simancas erreicht, neben dem wir nach rechts auf ein schmales Sträßchen abbiegen.
Auf diesem wandern wir, aufmerksam beobachtet,
in weitem Zickzack recht steil hinunter in den Dorfteil Simancas des verstreuten Ortes Tamargada, wo sich frisch renovierte, offenbar als Wochenendhäuser genutzte Langhäuser mit ziemlich verfallenen abwechseln.
Oberhalb des Barrancogrundes gabelt sich die Straße. Wir halten uns hier links, und schon bald endet die Straße vor einem Wasserhaus. Schätzungsweise zwanzig Meter vor dem Wasserhaus zweigt nach rechts ein schmaler Camino ab,
der neben ein paar Feldterrassen hinabführt und auf einen querlaufenden Weg mit einer Wasserrohrleitung stößt. Hier halten wir uns links. Ab diesem Punkt können wir übrigens bis Vallehermoso den weiß-gelben Markierungen und Hinweisschildern des Wanderweges PR LG 6 folgen.
Wir wandern nun gemütlich durch eine saftig grüne Landschaft immer leicht bergauf
und genießen die schönen Blicke zurück auf das Dorf Simancas, das wir soeben durchwandert haben.
Schließlich haben wir das Ende des Bergrückens erreicht, und nun geht's auf seiner Rückseite weiter, jetzt leicht bergab, Richtung Mazapeces, dem zweiten Ortsteil von Tamargada. Rechts unter uns können wir auch schon den dritten Ortsteil, das Dorf Pie de la Cuesta, betrachten, das wir gleich durchwandern werden.
Kurz vor Mazapeces treffen wir auf eine Weggabelung, an der wir uns rechts halten. Nun geht's auf einem Pflasterweg weiter, der uns steil bergab führt, und nach ein paar Minuten haben wir die Ermita de la Caridad del Cobre erreicht.
Der Weg führt direkt oberhalb der Ermita entlang und mündet dann in eine Asphaltstraße, die wir schon in der nächsten Rechtskurve auf einem Nebensträßchen wieder verlassen. Bereits nach etwa 25 Metern zweigt nun unterhalb eines Hauses unser Camino PR LG 6 nach rechts ab.
Der Weg führt uns nun, manchmal ziemlich zugewachsen, in den wildromantischen Barranco hinunter.
Dann wanderten wir, vorbei an einem Abzweig zu einem schön restaurierten Langhaus, wieder steil hinauf.
Der Pfad geht schon bald in einen betonierten Fußweg über und mündete schließlich in eine Asphaltstraße.
Hier haben wir nun die Wahl: Wir können nun nach links laufen und nach etwa 100 Metern den Eingang des ca. 250 Meter langen Straßentunnels „Túnel de la Culata“ erreichen. Bei einer Durchwanderung des Tunnels können wir unsere Tour um etwa 30 Minuten verkürzen. Wir entscheiden uns aber, den schöneren, aber auch anstrengenderen Weg über den (getunnelten) Bergrücken zu nehmen.
Bei der Einmündung des betonierten Weges in die asphaltierte Straße wandern wir daher auf dieser ein Stückchen nach rechts bis zur Linkskurve, in der unser alter, gepflasterte Camino Richtung Vallehermoso abzweigt (weißes Wanderschild PR LG 6).
Das nun folgende Wegstück 15 Minuten in Serpentinen steil den Berg hinauf bis zur Kammhöhe (450 m) und dann 15 Minuten wieder hinunter bis zum Tunnelausgang wird anscheinend nur selten begangen und ist in keinem guten Zustand. Streckenweise ist der Camino so überwuchert, dass wir einige Male Mühe haben, uns an den Sträuchern vorbei zu zwängen. Vor allem das letzte Stück kurz vor Erreichen des Tunnelausgangs finden wir ziemlich verfallen vor, so dass manchmal die Wegführung etwas unübersichtlich ist. Eine (von uns ausprobierte) Durchquerung des Tunnels wäre natürlich bequemer und auch wirklich völlig unproblematisch, aber für die Mühen des Aufstiegs zum Kamm werden wir durch tolle Blicke zurück auf die Ortsteile von Tamargada mit ihren schönen Langhäusern entschädigt.
Und die Mühen des Abstiegs wurden belohnt durch den fantastischen Blick auf den riesigen Roque Cano direkt vor uns.
Bei der Wahl Tunnel oder Berg würden wir uns wieder für die Übersteigung des Bergrückens entscheiden!
Unser Camino stößt (nach einem etwas unübersichtlichen Stück) unmittelbar hinter dem Ausgang des Tunnels auf eine Parkbucht der Carretera del Norte und setzt sich (auch wenn man die Abkürzung durch den Tunnel gewählt hat) neben einem in der Parkbucht stehenden Holzmast fort.
Der nun wieder angenehm zu gehende und wunderschöne Camino führt auf der rechten Barrancoseite stetig bergab mit tollen Blicken auf den klotzigen Roque Cano links über uns und auf mit kunstvoll angelegten Trockensteinmauern terrassierte Hänge.
Wir wandern vorbei an einem romantischen kleinen Stausee, und dann wechselt unser Weg hinüber auf die linke Barrancoseite mit Weinterrassen.
Bei der Einmündung unseres Barranco de la Culata in den größeren Barranco del Valle stoßen wir auf einen Abzweig. Hier halten wir uns links (weiß-rot markierter GR 131 Richtung Vallehermoso).
Auf der gegenüber liegenden Barrancoseite können wir von hier aus schön das futuristische Gebäude und die weitläufigen Parkanlagen des immer nicht eröffneten botanischen Gartens (jardín botánico) sehen.
Nach einigen Minuten gabelt sich der Weg. Wir halten uns halb links und wandern nun an einer dicken Wasserrohrleitung entlang, rechts unter uns bestellte Felder, vor uns Vallehermoso, das Ziel unserer Tour.
Nach ein paar Minuten führt uns der Weg hinab in den Barrancogrund, und nun folgen wir dem am Bach entlang führenden Pfad, der bald zur rechten Bachseite wechselt, dort an einem Haus auf einen Querweg stößt, der uns wiederum nach rechts zur Hauptstraße bringt. Wandern wir hier nach links, sind wir in wenigen Minuten an der zentralen Plaza von Vallehermoso.
Die beschriebene Wanderung ist „technisch“ nicht besonders anspruchsvoll. Nur auf dem Teilstück zwischen La Vega und der Carretera del Norte ist der Weg für ein kurzes Stück ziemlich zugewachsen. Und die Überquerung des Bergrückens über dem „Túnel de la Culata“ erfordert an einigen Stellen, wo der Weg in schlechtem Zustand ist, Orientierungssinn und Trittsicherheit. Dieses etwas problematische Teilstück lässt sich vermeiden, wenn man (wirklich ganz einfach!) durch den etwa 250 Meter langen, geraden Straßentunnel läuft. Ansonsten sind alle Wege bequem zu begehen und führen durch eine abwechslungsreiche, hügelige Landschaft. Die für diese Wanderung erforderliche Gehzeit schätzen wir auf etwa 4 Stunden.





Aber ist auf der Militärkarte von 1959 dort nicht etwas Gestricheltes eingezeichnet
Ein alter Camino
