von La rana am Mo 28. Sep 2009, 23:06
Ca. 70 Bewohner aus Valle Gran Rey und die Stadträte mit Bürgermeister Ryman Garcia waren heute im Casa Cultural.
Garcia erklärte als erstes den aktuellen Stand der Problematik der Antennen (Telefon- und Fernsehen) in Juan Rejo, La Calera.
Die Nachbarschaftvereinigung La Calera hatte bereits vor dem Regierungswechsel Anträge auf Verlegung der Telekomunikatiosantennen in Juan Rejo gestellt. Antwort haben sie von Bethencourt (Ex-Bürgermeister CC) über das Gemeinderadio Radio Gran Rey bekommen (Aussage eines Betroffenen): " Die Antennen bleiben dort und wem das nicht gefällt soll seine Koffer packen und gehen."
Bei Regierungswechsel versprach die neue Koorporation schnellsten für eine Lösung zu sorgen und bot Komunikation und Austausch.
Ein Telekomunikations - Ingenieur wurde beauftragt einen neuen Platz für die Antennen zu suchen.
Die erste und beste Lösung wäre eine Antenne auf dem Teguerguenche, Empfang La Calera, Vueltas, La Playa und Borbalan. Nach unendlichen (O-Ton Garcia: mil y una) Versammlungen mit Movistar kam man sich näher und es wurde in Betracht gezogen. Kurz vor Abschluss der Verhandlungen zog Movistar seine Bereitschaft zurück. Laut Arbeitnehmerabkommen dürfen die Techniker nicht mehr als 15 Minuten zu Fuss zu den Installationen laufen. Der Weg zum Teguerguenche ist ein Fussweg zwischen 1,5 und 2 Stunden. Dort oben ist es verboten Pisten anzulegen, jedenfalls an vielen Stellen, sodass ein befahrbarer Weg äusserst kompliziert, fast unmöglich, ist. Diese Lösung, ohne Piste, wäre eine Inversion von ca. 600.000 Euro.
Erste Verhandlungen mit Vodafone waren positiv, doch aufeinmal kam die gleiche Antwort wie von Movistar, Orange hat garnicht auf eine Anfrage reagiert.
Da die Antennen in Juan Rejo damals ohne Lizenz dort installiert wurden, droht die Nachbarschaftvereinigung durch einen Anwalt den Strom abzustellen. Movistar und Vodafone antworteten unisono, dass sie dann ihre Apparate einpacken würden, adios, goodby. So gross wäre der Markt hier nun auch nicht.
Es bieten sich zwei weitere Möglichkeiten:
1. Eine Antenne ca. 100m oberhalb (Richtung gegenüber Piedras Quebradas) der Wassergalerie in El Altito für Empfang La Calera, Teile La Playa und eine zweite oberhalb der Kläranlage am Playa del Inglés für La Playa, Borbalan, Vueltas etc). Bei dieser Option wären weiterhin einige Ortsteile von Vueltas ohne Empfang. Eine dritte Antenne müsste dann später im Hafen installliert werden.
2. (Provisorisch) Eine Antenne zwischen La Playa und La Puntilla, La Trinchera, auf der Höhe der Kiesgrube von Nicasio.
Sofort meldeten sich Anwohner der zur Wahl stehenden Orte zu Wort, dass sie auf keinen Fall diese Antennen haben wollen. Dann lieber alles abstellen und eben kein Telefon oder Fernsehen.
Die La Calera Bewohner meinten, dass sie selbstverständlich nicht wollen, dass jemand anderes nun diese Antennen in unmittelbarer Nähe ihrer Häuser bekomme. "Lo que no queremos para nosotros tampoco queremos para los demás". (Was wir für uns nicht wollen, wollen wir auch für niemanden anderen).
Eine Person schilderte seinen Krankheitsfall, der seiner Meinung nach, durch die Strahlungen entstand. Der behandelnde Arzt meinte zu ihm, dass in La Calera überdurchschnittlich viele Personen an der Schilddrüse oder Krebs erkrankten. Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Unruhe sind einige der zusätzlichen Symptome, die geschildert wurden.
Auf die Frage, wie weit die Antennen von den Häusern entfernt sein müssten um den Anwohnern nicht zu schaden, wurde geantwortet: zwischen 500 und 700m. Garcia führte jedoch aus, dass ein Techniker erklärte, dass nicht die Entfernung ausschlaggebend sei, sondern die Potenz.
Die Nachfrage nach dem Standort auf La Merica wurde geantwortet, dass dort der Empfang nicht ausreichend sei und auch die Probleme der befahrbaren Piste seien.
Immer wieder wurden Stimmen laut, die forderten, die Firmen herauszufordern, und wenn sie gehen, dann sollen sie das eben tun.
Auf Nachfrage einer Frau, inwieweit es heute möglich sei, in einem Ort wie Valle Gran Rey in der heutigen Zeit ohne Telekomunikation zu leben und zu arbeiten, und vor allem, dass viele Geschäftsleute auf diese Technik angewiesen sind, kamen keine vernünftigen Antworten.
Garcia fasste zum Schluss zusammen:
Die Bewohner Valle Gran Reys (ca. 70) sind damit einverstanden, dass die Regierung ab morgen an einer Lösung entweder Teguerguenche oder La Merica arbeitet. Ein weiteres Gutachten für La Merica werde erstellt, dass für Teguerguenche ist bereits fertig, die beste (Empfangs-), schnellste und presiwerteste Lösung werde gewählt, die Infrastruktur fertiggestellt und Movistar und Vodafone vor vollendete Tatsachen gestellt, sobald alles bereit sei, müssten die Firmen innerhalb von 72 ? (Fragezeichen Garcia) Stunden die Antennen umbauen, sollten sie dies nicht tun, wäre das gesamte untere Valle Gran Rey (La Calera, La Playa, La Puntilla, Vueltas, Brobalan etc) ohne Telekomunikation und Fernsehen (ausser Satellit).
Mit den Installationen wäre zumindest dafür gesorgt, dass das TDT Fernsehen nach Abstellen des analogen im Dezember 09 funktionieren werde.
¡¡¡Pa´delante!!!
¡genial!