Rother Nr. 40
Goldstadt Nr. 25
Für die, die keine Lust zum Lesen haben hier die Wanderung in Kurzform:
http://www.everytrail.com/view_trip.php?trip_id=249168
Ausgangspunkt ist der sehr interessante Spielplatz hinter dem Marktplatz Richtung Agulo.
Der Spielplatz ist ziemlich einmalig und lohnt einen Besuch. Leider verfällt er immer mehr.
Hinter dem Spielplatz geht rechts eine Straße ab (Richtung Garabato) dieser folgt man immer links haltend den Berg hinauf. Bei dem Wegweiser folgen wir dem Gelben Weg PR LG07 Garabato – El Tion. Der Weg führt durch ein schönes Tal, das im Mai so grün und fruchtbar aussah wie noch nie. Der Weg geht bald von Asphalt in Lehm über ist aber auch (Achtung Autowanderer!) mit Mietwagen befahrbar.
Die Felder werden immer weniger und das Tal immer enger. Es kommen aber immer wieder kleine Fincas und auch auf den gegenüberliegenden Talseite sind noch bewirtschaftete Terrassenfelder. Die Steigung ist aber moderat und man kann sich so richtig warmlaufen.
Es bieten sich auch immer wieder schöne Blicke auf El Tion und den Roque Blanco
Irgendwann nach einer Rechtskurve taucht plötzlich ein Wegweiser auf gelb PR LG 7 El Tion – Ambrosio – Cruz de Tierno.
Hier bietet sich eine Rast an, denn jetzt folgt sicher der schwerste Teil der Tour. Wer noch keine Rast benötigt folgt noch ca. 100 m der Straße und kommt zum beindruckenden Staudamm Embalse Garabato.
Wir verabschieden uns jetzt von den Autowanderern und Kniekranken.
Es geht ein ziemlich steiler Camino steil bergauf an verfallen Steinhütte vorbei nach El Tion hoch. Zum Schluss geht es über einen Bergrücken und man sieht endlich die ersten Häuser von El Tion. Das erste Haus bietet eine schattige Steinbank für eine Rast und schöne Blicke auf das gerade passierte Tal bis hin zur größten Baustelle im Mai. Der Straße runter nach Vallehermoso. Ich verdrücke ja immer eine kleine Träne wenn ich die Baustelle passiere. Ich fand die alte Straße total toll.
Hinter dem Haus befindet sich wieder ein Wegweiser. Hier geht rechts ein Weg zu dem Embalse de la Encantadora. Vorsicht der Weg war vor zwei Jahren total verwachsen und weiter auch sehr ausgewaschen nix für kaputte Knie!
Wir gehen links auf die Felder zu und folgen schmalen Pfaden durch Terrassen hoch bis zu einem Wendekreis an einer Straße. dieser Straße folgen wir bergauf und passieren zwei Fincas. Zwischendurch gibt es eine willkommene Abkühlung an einem Mini Wasserfall. Es bieten sich immer wieder atemberaubende Blicke in das sattgrüne Tal.
Irgendwann kommt man dann an den Mirador Roque Blanco und kurz dahinter zu Restaurante Roque Blanco. Dabei handelt es sich um ein typisches gomerisches Restaurante mit sehr herzlicher Bedienung und tollem Ausblicken.
Im Mai wurde das Restaurant gerade geschlossen weil die Familie nach San Sebastian musste. Wir konnten aber ein paar Getränke erwerben. Und als Überraschung stellte die Wirtin uns eine Platte mit Schafskäse und frischer Paprika hin – natürlich umsonst mit ein paar spanischen Worten, die wir als Entschuldigung verstanden. Das ist Gomera…
Nach der Rast geht es links kurz der Straße folgend bis zu einem Forstweg der mit Roque El Carno ausgeschildert ist. Diesem Forstweg folgen wir bis zu einem eisernen Tor. Davor geht links ein schmaler Pfad um den Berg herum. Im Mai war der total zu gewachsen.
Der Pfad geht aber sanft bergab auf der rechten Talseite und bietet wieder schöne Blicke ins Tal und auf den schon zurück gelegten Weg.
Irgendwann lichtet sich der Urwald und der Roque el Carno taucht auf.
Wir wechseln noch mal auf das rechts liegende Tal, indem sich im Mai dicke Passatwolken sammelten. Beeindruckend wie immer wieder auf La Gomera die Terrassenfelder. Irre wer die mal bewirtschaftet hat verdient unsere Hochachtung.
Der Weg führt zurück in unser Tal, unterhalb des Roques zurück nach Vallehermoso. Der Abstieg ist ziemlich ausgesetzt und steinig.
Es lohnt sich aber immer wieder stehen zu bleiben und das schöne Vallehermoso zu genießen.
Auf der Rückfahrt hatte der Passat dann zugeschlagen und bot uns noch eine wunderschöne Belohnung für die anstrengende Tour.
Die Tour ist eine Rundtour und ich würde sie mittelschwer einschätzen. Der Abstieg nach dem Roque el Carno nach Vallehermoso geht noch mal richtig auf die Knie und erfordert alle noch zur Verfügung stehende Aufmerksamkeit. Bitte nur gucken oder gehen! Aber das kennt ihr sicher schon...
Und an alle Kniekranken, nicht böse sein mir tun bei solchen Abstiegen auch immer die Knie weh...


darauf habe ich gewartet, seit ich Deine ersten Bilder gesehen habe!
für die tolle Tourbeschreibung. Steht sofort auf meiner ToWanderList! 

Ich sags immer wieder, die Inseln belohnen Den, der sich bewegt


Wie lange habt ihr für die Tour gebraucht? Damit ich mich schon einmal seelisch darauf einstellen kann.
2 Fotografierer, die ständig auf Motivjagd sind
und eine Pflanzenliebhaberin,
die sich auch noch mit jeder Katze unterhalten muß.