wulf ist im April 2010 den alten Weg nicht nur bis zur stillgelegten Straße, sondern noch weiter bis zum Friedhof von Arure gewandert und hat davon hier
Frau Buba und ich haben während unseres letzten Urlaubs auf Gomera die verschiedenen Wandermöglichkeiten, die sich durch die Restaurierung des Caminos ergeben, ausgekundschaftet und möchten diese nun möglichst übersichtlich vorstellen.
Zunächst eine Skizze mit den Wegen, die bisher offensichtlich in keinem Wanderführer und auf keiner Wanderkarte verzeichnet sind:
Ausgangspunkt ist der Supermarkt „Los Granados“ im gleichnamigen Ortsteil des Valle Gran Rey. Aus Richtung Calera kommend findet man den supermercado auf der linken Straßenseite kurz bevor die kleine Straße nach El Hornillo rechts abzweigt. Links neben dem Supermarkt geht es den Treppenaufstieg neben den Häusern hinauf, der schon bald in einen schönen Camino übergeht.
Dieser alte Weg führt nun, immer deutlich zu erkennen und nirgends gefährlich, ziemlich steil den Bergrücken hoch. Zunächst mit schönen Blicken auf die Häuser von Los Granados und auf das auf der anderen Talseite liegende Dorf El Hornillo, dann auf El Guro und von oben in den Barranco de Arure mit dem Wasserfall-Wanderweg. Schließlich windet sich der Camino mit mehr oder weniger langgezogenen Kehren bergauf, bis er in ihrer äußersten Kurve auf die alte Straße trifft.
Nun geht es links auf der stillgelegten Straße weiter an Verschlägen für Ziegen und an angeleinten, kläffenden Hunden vorbei. Nach wenigen Minuten stößt die alte, schmale Straße direkt vor dem Tunneleingang auf die große Carretera, die von Arure ins Valle Gran Rey hinabführt.
Hier nun am Straßenrand ein kurzes Stückchen nach links bis zum deutlich erkennbaren Treppenaufstieg auf der gegenüber liegenden Straßenseite. Der größtenteils aus Stufen bestehende Weg stößt oben wieder auf die Straße (rechts ist die Mirador-Kurve „Curva de Queso“ zu sehen), die nochmals überquert werden muss.
Auf der gegenüber liegenden Straßenseite setzt sich der Weg zunächst als Treppenaufstieg fort, dann als schöner Camino, der am Rande eines Kiefernwäldchens und schließlich ein Stückchen außerhalb der Straßenbegrenzung bis zu einem deutlich erkennbaren Durchlass führt. Hier muss wiederum die Straße überquert werden.
Auf der anderen Straßenseite setzt sich der Weg in einem kleinen Bogen deutlich sichtbar fort, bis er wieder die Straße erreicht, nur ein Stückchen unterhalb des von César Manrique entworfenen Miradors „El Palmarejo“
Wieder überqueren wir die Straße, laufen aber nicht in den unmittelbar gegenüber liegenden breiten Weg hinein (hier könnte man zwischen Bienenstöcke geraten), sondern wir gehen am Straßenrand noch etwa 10 Meter bergauf und biegen dann nach links in einen Camino ein, der schon bald, nun oberhalb des Manrique-Miradors, ein letztes Mal die Straße kreuzt.
Die Carretera links unter uns lassend steigt der Weg an und erreicht schließlich nach zwei auf der linken Seite stehenden Palmen unmittelbar vor einem Holzmast den Abzweig 1 (siehe Skizze) mit von uns gesetztem Steinmännchen.
Wir befinden uns jetzt ungefähr rechts über dem Tunneleingang. Geradeaus geht’s hier weiter Richtung Arure (siehe weiter unten), der Weg rechts führt zum Friedhof von Arure.
Der nach rechts abzweigende Weg bietet sich an, wenn man zum Beispiel über Las Hayas und anschließend den „Mastenabstieg“ PR LG 12 nach Los Descansaderos im Valle Gran Rey zurückwandern möchte (dieser grandiose Abstieg ist, wie wir vor zwei Wochen feststellen konnten, soeben auf ganzer Länge restauriert worden und nun komfortabler und nach Beseitigung der Bergrutsche auch wieder ungefährlich zu begehen).
Am Abzweig 1 biegen wir rechts in den Camino ein, der uns auf die Hochebene führt. Mal verläuft der Weg auf ausgewaschenen Felssteinen, mal ist er beidseitig mit Steinreihen eingefasst. Er führt uns auf eine mit Sträuchern bewachsene Hochfläche. Offenbar hat es hier vor einiger Zeit einen größeren Flächenbrand gegeben, denn noch sind die Sträucher von Flammen geschwärzt.
Es dauert gar nicht lange, und wir sehen den Friedhof (el cementerio) von Arure direkt vor uns.
Unser Weg kreuzt die Straße Arure – Las Hayas und setzt sich auf der anderen Seite ca. 100 Meter als Fahrweg fort, um dann auf eine geteerte Piste zu stoßen, die uns rechts sofort wieder zur großen Straße bringen würde.
Wandern wir aber auf der Straße geradeaus weiter, so geht diese bald in eine ausgewaschene Piste über, die uns durch die hügelige Strauchlandschaft führt, bis sie in den Nebelwald eintaucht mit Baumheide auf beiden Seiten. Schließlich stößt die Piste auf eine Asphaltstraße, die uns zur Casa Efigenia in Las Haya führt. Von hier aus gibt es diverse Möglichkeiten, die Wanderung fortzusetzen.
Von Abzweig 1 Richtung Abzweig 2 weiterzuwandern, bietet sich an, wenn man über die Mérica-Ebene und den anschließenden Serpentinenabstieg zurück nach La Calera im Valle Gran Rey wandern möchte oder wenn man zum Bar-Restaurante „Casa Conchita“ in Arure mit Bushaltestelle möchte. Am Abzweig 2 wird sich der Weg später entsprechend teilen.
Am Abzweig 1 wandern wir in bisheriger Laufrichtung geradeaus weiter. Schon nach wenigen Metern verflacht sich der Weg, und es tun sich neue Ausblicke auf. Geradezu nordisch und steppenartig wirkt nun die Landschaft, durch die sich in weitem Linksbogen der Camino zieht. Deutlich ist auf der gegenüberliegenden Seite flachen Barrancos der Weiterweg zu erkennen.
Der Weg beschreibt nun eine Rechtskurve, und wir laufen rechts von Bäumen, bis sich der Blick wieder nach links öffnet. Auf der gegenüber liegenden Seite des hier beginnenden Barranco de Arure die fotogene, bunte Häuserreihe und das Aquädukt nahe der Ermita del Santo. Auch die Straße Richtung Arure ist nun, da sie den Tunnel verlassen hat, wieder sichtbar, und die Häuserreihe auf ihrer rechten Seite mit dem Restaurante „El Jape“ und der auffälligen Giebelfront „Tienda del Vino“.
Bevor wir den kleinen Hügel hinter diesen Häusern erreichen, müssen wir noch, nachdem wir an einem Zaun entlang gelaufen sind, durch einen kleinen Nebenbarranco. Und unmittelbar vor dem Barrancogrund erreichen wir den nicht sehr auffälligen Abweig 2, wo wir ebenfalls einen kleinen Steinmann gesetzt haben.
Am Abzweig 2 wandern wir nach links, queren sofort den Barrancogrund und laufen auf gut erkennbarem Weg einen kleinen Linksbogen an einem Zaun entlang. Unter uns links neben der Häuserreihe ein in den Berghang gebaggerter kleiner Platz, von dem aus man offenbar durch Garagentore unterirdische Räume betreten kann. Kühlkeller der Tienda del Vino?
Oberhalb der Häuserreihe verliert sich der Weg auf felsigem Grund. Wir laufen bis oberhalb des letzten Hauses in der Reihe und können nun rechts von dem weißen Gebäude auf aus dem Fels geschlagenen Stufen zur Carretera hinabsteigen. Direkt gegenüber der Parkplatz des Restaurante „El Jape“. Übrigens eine guter Platz, um ins Valle zu trampen.
Am Abzweig 2 , also noch etwas oberhalb des Barrancogrundes, biegen wir rechts ab und können bereits die Leitplanken der Straße Arure – Las Hayas sehen. Schon nach kurzer Zeit, wenn die Außenseite der Haarnadelkurve sich links von uns befindet, teilt sich, nicht deutlich sichtbar, der Weg. Hier ist der Abzweig 3!
Am Abzweig 3 halten wir uns links und laufen außerhalb der Leitplanken an der Haarnadelkurve vorbei und dann in weitem Rechtsbogen den Hang hinab bis zur Straße. Auf der gegenüber liegenden Straßenseite führen ein paar Stufen hinab zur Staumauer des unteren Stausees von Arure. Wir überqueren die Staumauer und laufen auf der anderen Seite geradeaus weiter, bis sich rechts vom letzten Haus der Pfad teilt. Hier halten wir uns links und erreichen den ausgebauten Weg (Camino El Sarazo), der uns in einem großen Linksbogen, an einem dreieckigen Sportplatz vorbei, zur Straße in Arure führt. Nun noch ein paar Schritte nach rechts, und wir haben auf der rechten Seite die Bushaltestelle und kurz danach auf der linken Seite das Restaurant „Casa Conchita“ erreicht.
Am Abzweig 3 laufen wir schräg rechts weiter und erreichen sofort die Leitplanken der Straße. Nach dem Durchlass auf der gegenüber liegenden Straßenseite führt ein unscheinbarer Camino ein steiles Stückchen den Hang hoch und dann, teilweise auf felsigem Grund, gemütlich bergauf. Wir erreichen auf der rechten Seite einen eingezäunten Weinberg, an dessen Ende der Weg auf eine Verzweigung stößt. Rechts können wir den Friedhof liegen sehen.
Der nach rechts führende Fahrweg stößt schon bald auf die Straße und setzt sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite als Camino fort, der uns (möglicherweise als Rundwanderung) zum Abzweig 1 führen würde (siehe Skizze).
Die Asphaltpiste geradeaus mündet schon nach ca. 100 Metern in die große Straße.
Biegen wir nach links in das geteerte Sträßchen ein, geht dieses schon bald in eine ausgewaschene Piste über, die uns, später durch Nebelwald, bis nach Las Hayas bringt.
Hier ein paar Ideen, wie sich mit den bisher unbekannten Wegen ganz neue, spannende Wandermöglichkeiten ergeben können:
Beispiel 1:
Von Los Granados über Abzweig 1 und Abzweig 2 zum Restaurant „El Jape“ und von dort über die Mérica-Hochebene und den Serpentinenabstieg nach Calera.
Beispiel 2:
Vom Restaurant „Casa Conchita“ in Arure über die Staumauer des unteren Stausees zum Abzweig 3, von dort zum Friedhof und auf der Piste zur Casa Efigenia in Las Hayas, an der Kirche vorbei, durch den Nebelwald, am oberen Stausee vorbei zurück zur „Casa Conchita“ in Arure.
Beispiel 3:
Von Los Granados bis zum Abzweig 1. Dann weiter zum Friedhof und auf der Piste nach Las Hayas. Von dort den „Mastenabstieg“ nach Los Descansadores und auf der kleinen Straße weiter über El Hornillo zurück nach Los Granados.





