Toter in Argaga

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Beitragvon La rana am Di 21. Jul 2009, 10:18

Seit gestern nachmittag und bereits heute am frühen Morgen kreist ein Hubschrauber rund um den Berg La Mérica. Wahrscheinlich vermisste Wanderer.
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Beitragvon La rana am Di 21. Jul 2009, 15:10

Der Hubschrauber und ein Gruppe Bergwacht der Guardia Civil bargen heute morgen einen seit gestern vermissten Engländer 43 Jahre alt), der Leichnam wurde nach San Sebastian zur Autopsie gebrracht.Seit gestern nachmittag wurde der Wanderer gesucht, heute morgen fand ihn ein anderer holländischer Wanderer und benachrichtigte den Rettungdienst.
Laut Bericht von Gomeranoticias.com wurde er im Barranco de Araga , Zone La Meríquita, gefunden.
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Beitragvon Mafalda am Di 21. Jul 2009, 15:35

@ La Rana
ist aber heut auch ´ne traurige Nachricht zur Mahlzeit. :cry:

Ja, Argaga wird auch nicht sicherer. Und leider unterschätzen noch immer viele die Gefahren von Hitze und Steinschlag und irren oft, was Entfernungen angeht. :kopfschuettel
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Beitragvon Pequena am Di 21. Jul 2009, 15:36

:kopfschuettel :kopfschuettel die werden einfach nicht schlau..... :gruebel
Bild

Nur wo du zu Fuß warst, warst du wirklich.
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Beitragvon La rana am Di 21. Jul 2009, 15:39

Mafalda, ganz ehrlich gesagt, überrascht mich das alles auch nicht mehr und irgendwann gibt man auch auf mit den guten Ratschlägen, die niemand hören will. Da wir selber schon so oft an Rettungsaktionen aktiv teilgemommen haben, hält sich das Mitleid bei mir in Grenzen. Schlimm finde ich, dass manche Leute so unbedarft und arrogant mit dem Leben der profesionellen und leider auch freiwilligen Rettungskräften umgehen.
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Beitragvon Mafalda am Di 21. Jul 2009, 15:46

@ Pequena

oder hören nicht zu. Sieht ja aus der Ferne alles so easy und klar aus. Und es sind nun mal nicht wie z.B. in NRW oder sonstwo alle Wanderwege gepflastert, gesichert und mit Kneipen hinter jeder Kurve bestückt. - Find ich auch gut so an Gomera, mal so anbei.

Aber das nützt dem Toten und seinen Angehörigen nun leider gar nix mehr.

@ La rana
sicher, das kommt dann auch noch dazu. Schlimm genug, gehen sie mit ihrem eigenen Leben so fahrlässig um. Dann noch das. Schätze mal, das hängt auch mit der gepamperten Vollkasko-Mentalität zusammen.

Dafür bin ich meiner persönlichen Inselzeit ebenfalls dankbar, daß sie mir Leben pur, auch in seinen Härten, gezeigt hat. Trägt bis heute.
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Beitragvon SchmidtChen am Di 21. Jul 2009, 17:07

Gerade das relativ junge Alter des 43 Engländers sollte Aufmerksamkeit
erregen. Mildern doch viele die Gefahren des Bc. Argaga ab indem sie
sagen nur Rentner und Personen mit nicht guter Kondition sollten den
Weg meiden. :kopfschuettel

Es ist nicht so. Der Bc. Araga ist für alle gefährlich.

Die Tourismusbehörde des Gabildos sollten alle Verlage und Autoren
anschreiben, die Wanderführer rausgeben. In den deutschen Ausgaben
sind ja schon Warnhinweise oder die Route wurde rausgenommen.

Die englischsprachigen wurden wohl nicht informiert. Wie das mit
Wanderführern über La Gomera in Spanisch und Französisch aussieht
weis ich nicht, vermute aber mal das das auch keine Warnung über
den Bc. Argaga ergänzt wurde.

:roll1
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Beitragvon woga am Di 21. Jul 2009, 21:34

La rana hat geschrieben:Laut Bericht von Gomeranoticias.com wurde er im Barranco de Araga , Zone La Meríquita, gefunden.


Gomeranoticias und Gomeraverde berichten übereinstimmend über diesen Ort. Auf der aktuellen topografischen Karte von Grafcan lässt er sich aber nicht finden. Stattdessen gibt es in der Gegend die dem Tegerguenche vorgelagerte Hochebene La Meriquilla. Ist nicht vielleicht vielmehr die gemeint? das würde auch besser zu dem Bild vom Hubschrauber passen, wenn das denn authentisch ist. Wenn das stimmt, dann wäre der Verunglückte nicht die Argaga Route gegangen, sondern vielleicht die Route um den Tegerguenche, die nach der Beschreibung im Goldstadt keineswegs ungefährlicher ist.

Worauf ich hinaus will, ist, dass eine Legende, Argaga = Todbringend leicht am Problem vorbei führt. Warum es um VGR herum immer wieder tödliche Unfälle gibt, ist glaube ich, mehr damit verbunden, dass die Konzentration pauschaltouristischer Angebote in unmittelbarer und zu Fuss einfach erreichbarer Nähe von gefährlichen Wegen das eigentliche Problem darstellen. Touristen, die gezielt zum Wandern nach La Gomera reisen, bereiten sich anders vor und sind meist besser gerüstet (was natürlich nicht heißen soll, dass denen keine Unfälle passieren).

Wenn man diesem Problem begegnen wollte, nützt es nichts in informierter Umgebung zu informieren, sondern, die Hotels und Apartementanlagen müssten ein Interesse an der Sicherheit ihrer Kunden entwickeln und in ihren Häusern Info Veranstaltungen zur Hauptsaison durchführen, vielleicht könnte das Cabildo oder das Ajuntamiento einen Film über die Bergrettung produzieren, der drastisch auf die Gefahren aufmerksam macht. Das Thema muss für die Menschen begreifbar werden. Reden allein hilft da nicht.
...oder, äh... gibt's das schon vielleicht?
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Beitragvon Lee am Di 21. Jul 2009, 22:19

Ein weiteres Problem ist, glaube ich, das die Faustregel Vorsicht vor Steinschlag während oder kurz nach Regen nur bedingt stimmt. Die ganze Region ist bestimmt fast das ganze Jahr hindurch Steinschlaggefährdet. Tiere, Wind, Wanderer usw.können jederzeit Gerölllawinen oder Steine lostreten.

Das kann denn selbst erfahrenen Wanderern zum Verhängnis werden.

Vielleicht sollte man die schwierigsten Stellen der Argaga Tour mit Seilen sichern, das würde sicherlich auch die Orientierungsprobleme beseitigen.

Außerdem sollte man genauso, wie bei der ebenso extrem heiklen Cumbrecita-Tour(La Palma)den Wanderweg bei schlechtem Wetter schließen.
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Beitragvon Mafalda am Di 21. Jul 2009, 22:52

So weit ich mich entsinne, gab es auf der Argaga-Tour mal Seilsicherungen. Doch diese fielen irgendwann auch der Erosion zum Opfer. Das ist dann auch so eine Sache, daß diese Sicherungen stets überprüft werden müssen.

Auch nicht zu unterschätzen sind zum Beispiel abrupte Wetterwechsel im Regenwald und bei Wanderungen um La Laguna Grande. Plötzlicher Nebel lässt schnell die Orientierung verlieren. Und z.B. von La Laguna Grande nach Las Hayas gibt es Wege, von denen die Gomeros am späten Nachmittag, bei einbrechender Dämmerung sagen "muy oscuro" und dringend abraten.
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