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Seima

BeitragVerfasst: Mo 19. Apr 2010, 20:51
von GoSch
Ein besonderer Ort für alle, die die totale Einsamkeit suchen ist das lange verlassene
Dorf Seima im Süden von La Gomera.
Egal von wo aus man nach Seima hinkommen möchte:
Zum einen kommt man nur zu Fuß dorthin.
Zum anderen braucht es mindestens eine Stunde Marsch durch unbewohntes Gebiet.

Ist man dann einmal dort, so kann man sich gefangen nehmen lassen von der Ruhe
und der Weite der kargen Landschaft mit den unendlichen Terrassenfeldern.
Man kann dann über das beschwerliche, arbeitsreiche und vermutlich sehr arme Leben
der ehemaligen Bewohner sinnieren, die vielleicht aber dennoch auf ihre Weise dort
sehr glücklich gelebt haben...

Seima 1


Seima 2


Seima 3


Seima 4


Seima 5

Re: Seima

BeitragVerfasst: Mo 19. Apr 2010, 22:26
von Mafalda
:ja :herz
:blumen GoSch, bedankt :blume

Re: Seima

BeitragVerfasst: Di 20. Apr 2010, 07:34
von vida llena
Seima steht auf meiner To-walk-Liste ganz oben :ja

Danke für die BEschreibung und die schönen Bilder, ich würde amLiebsten gleich loslaufen :ja

Re: Seima

BeitragVerfasst: Di 20. Apr 2010, 19:11
von woga
Auch für mich ein besonderer Ort. Ich mag die Weite dort. In diesem Frühjahr konnte man sich auch vorstellen, dass dort einmal Leben war und Landwirtschaft betrieben wurde, so grün war es dort. Das hast Du in Deinen Bilder schön eingefangen, GoSch :freu :blumen

Re: Seima

BeitragVerfasst: Di 20. Apr 2010, 21:07
von woga
Seima

Die glücklichen Rinder von Seima haben auch eine Tränke, die sich im Frühjahr 2010 von selbst füllte.

Die glücklichen Rindviecher von Seima
Tränke



Die ganze Hochebene, die man umwandern kann, trägt übrigens, soweit ich weiß, den Namen Seima. Das idyllische Ruinendorf am Rand der Hochebene heißt Morales. (mit besten Grüßen vom Schlaumeyer) :ausheck

Re: Seima

BeitragVerfasst: Do 18. Aug 2011, 12:01
von Buba
Hier bin ich soeben zufällig auf einen Abschnitt über Manuel Mendoza gestoßen, der seine Kindheit in Seima verbrachte. Ich habe versucht, ihn zu übersetzen:

Manuel Mendoza war einer der letzten Bewohner von Seima. Geboren auf der Hochebene von Morales lebte er dort bis 1955, bevor er nach San Sebastián de La Gomera umzog. "In den vierziger Jahren gab es dort Familien, die nichts hatten. Zur Hälfte lebten sie von dem, was sie ausgesät hatten, und zur anderen Hälfte von ihren Tieren. Dann begann die Sache mit den Tomaten im Süden von Teneriffa und die Leute zogen mit ihren Kindern dorthin", erzählt er. Er war damals 13 Jahre alt und schon voll in die Arbeit eingespannt. "Stell Dir mal vor, was das für eine Anstrengung war, von Seima bis zur Mühle in Santiago und anschließend wieder zurück zu laufen. Wenn man einen Esel hatte, konnte man diesen beladen, wenn nicht, musste man alles auf dem Rücken tragen." setzt er fort. Aber es gab auch Zeiten, um zu feiern: "Am Fest 'San Juan' machte man Feuer, und dann gab es eine große Begeisterung. Schon Monate vorher begann man, dafür julagas [?] zu sammeln, und die Leute gaben Geld für die voladores [?]."

Weiß jemand, was julagas und voladores sind?

Re: Seima

BeitragVerfasst: Do 18. Aug 2011, 12:12
von La rana
Julaga ist eine Pflanze, Launaea arborescens.

Voladores sind Böller.

Re: Seima

BeitragVerfasst: Do 18. Aug 2011, 12:19
von Buba
La rana hat geschrieben:Julaga ist eine Pflanze, Launaea arborescens. Voladores sind Böller.

:hut ¡Muchas gracias!

Re: Seima

BeitragVerfasst: Do 18. Aug 2011, 13:02
von La rana
¡De nada! :muetze