Benjamin hat geschrieben:Moin Leute,
ist eigentlich irgendwer von euch in der Zwischenzeit mal in dem hier als "schilfig" beschriebenen Abschnitt ("Umweg" über Simancas) unterwegs gewesen und ist somit dem PR LG6 weiter gefolgt? Ich hab's heute versucht. Obwohl der Talgrund Null Wasser führt und jemand auch liebevoll das ansonsten undurchdringliche Schilf zu einer Art Gang weggeschnitten hat, endet der Weg dann auf der anderen Talseite vor einer senkrechten Felswand. Die bin ich noch ein Stück nach links entlanggeklettert und meinte sogar, links bald einen Pfad zu erkennen, aber auch der war völlig zugewachsen und endete im Nichts. Hab ich irgendwas übersehen, oder gibt es den PR LG6 vielleicht bislang nur auf dem Papier und keiner merkt's? Ist ihn mal jemand von Simancas runter nach Sepultura gelaufen und kann sagen, wie er auf dem letzten km vor der Piste verläuft? Nur mal aus Interesse...


Hallo Benjamin,
im Oktober 2011 haben auch wir versucht, den in unserer Beschreibung als "Umweg über Simancas" bezeichneten Abschnitt des PR LG 6 zu finden, und es ist uns, um es vorwegzunehmen, ähnlich wie Dir ergangen: Der Barrancogrund war zwar nun freigeschnitten, aber geradeaus kein Weg auszumachen. Doch nach einiger Suche meinten wir, links den Hang hoch die Reste eines Caminos erkennen zu können. Wir kämpften uns bis zum Bergrücken hinauf, wo nun ein deutlich erkennbarer Weg bis zu den Ruinen von ein paar Häusern führte. Doch hier war Schluss! Ohne Machete keine Chance! So gingen wir etwas enttäuscht auf demselben Weg wieder zurück und nahmen uns vor, es das nächste Mal von der anderen Seite (von Simancas) aus zu probieren.
Ende Januar 2012 haben wir es versucht. Am Wasserhäuschen (daneben ein Gebäude mit einer Weinpresse) ganz unten in Simancas führt ein schmaler Camino bergab, der schon nach etwa 20 Metern auf den querlaufenden PR LG 6 stößt. Nach links würde nun der schöne Wanderweg nach Pie de la Cuesta führen, und rechts herum müsste ab hier eigentlich der von uns gesuchte PR LG 6 in großem Bogen bis zu dem in unserer Beschreibung von Caña blockierten Barranco führen.
Nach vielversprechendem Beginn mit säuberlich aufgemalten weiß-gelben Markierungen verläuft sich der Weg aber schon bald zwischen Feldterrassen. Mehrmals sind wir bis zur letzten Markierung zurückgelaufen und haben einen neuen Versuch unternommen, aber ohne Erfolg. Unser Fazit: Zumindest Ende Januar 2012 gab es den seit Jahren auf den offiziellen Wanderweg-Plakatwänden eingezeichneten Camino (auf der Karte von uns weiß umkringelt)
immer noch nicht!
Was ein wenig hoffen lässt: An einer Stelle waren frisch angelegte Treppenstufen (in Beton gelegte Natursteine) zu sehen, und in der Nähe lagen Hacken und anderes Werkzeug herum...
