So haben wir uns gefragt, ob es nicht eine attraktive Möglichkeit einer kürzeren Rundwanderung durch den Barranco de La Negra gibt und diese Tour ausbaldowert, die wir als "theoretischen Vorschlag" bereits hier
Und als wir am Ende unserer gemeinsamen Wanderwoche die Freunde fragten, welche Tour ihnen am besten gefallen habe, waren sich beide einig: Die Rundwanderung von Arguayoda durch den Barranco de La Negra!
"Technisch" ist die Tour eher einfach. Die Wege sind, wie gesagt, in gutem Zustand und nirgends wirklich gefährlich, obwohl sie manchmal hart am Abgrund entlang führen. Wanderer mit normaler Kondition dürften sie als nicht besonders anstrengend empfinden. Auch die Wegfindung sollte keine Schwierigkeiten bereiten.
Die Gesamtdauer der Rundtour (reine Gehzeit) beträgt etwa 3 Stunden.
Start- und Zielpunkt der Wanderung ist das kleine Dorf Arguayoda im Südwesten der Insel. Um dorthin zu kommen, benötigt man allerdings ein Auto (einen Bus dorthin gibt es nicht), und man sollte für die Fahrt auch ziemlich viel Zeit einplanen! Ab Valle Gran Rey ungefähr eine Stunde pro Strecke.
Fährt man vom Straßenabzweig Pajarito Richtung Alajeró/Playa Santiago, zweigt nach einigen Kilometern kurz vor Imada nach rechts (an einer Schautafel und Hinweisschild "Arguayoda") das schmale, aber gut ausgebaute Sträßchen ab,...
...das uns zunächst zur kleinen Ermita de San Lorenzo und dann weiter durch langgezogene Kehren zum kleinen Dörfchen Arguayoda bringt, das wir schon von weitem auf der Hochfläche zwischen den beiden tief eingeschnittenen Schluchten Barranco de la Negra und Barranco de La Rajita sichten können.
Arguayoda - El Drago - Barranco de la Negra - Arguayoda
Die Wanderung beginnt an der am kleinen Dorfplatz von Arguayoda gelegen Ermita. Wir laufen rechts an der kleinen Kirche entlang und biegen direkt hinter ihr nach rechts ab.
Ein Treppenweg führt uns nun stetig bergauf, an einer etwas vom eigentlichen Dorf abgelegenen Häusergruppe vorbei...
...bis zum Wendehammer einer hier endenden Asphaltpiste. Direkt gegenüber, links vom Treppenaufgang des Hauses, setzt sich unser Weg - nun als schöner, alter Pfad - fort (Wegweiser GR 132.1 Erquito - Igualero).
Der Camino führt stetig bergauf und nähert sich schon sehr bald der Abbruchkante des Barranco de La Rajita. Er führt unmittelbar an der Kurve der Asphaltstraße (siehe Karte) entlang, auf der wir vorhin mit dem Auto gekommen sind, und dann immer weiter direkt an der Barranco-Kante entlang, begleitet von den Holzmasten einer Stromleitung. Ab und zu ist eine auf Steinen aufgemalte weiß-rote Markierung zu erkennen.
Wunderschön die Blicke zurück auf das Dörfchen Arguayoda und in die tiefe La Rajita-Schlucht mit dem Dorf La Dama auf der anderen Seite.
Weiter geht's bergauf mit tollen Blicken in den wilden Barranco de la Rajita und auf den Tafelberg Fortaleza in weiter Ferne.
Schließlich (30 Minuten seit Beginn) erreichen wir die schon lange vor uns sichtbaren Häuser von El Drago, wo wir etwas erschreckt werden von böse bellenden Hunden. Aber eine alte, dort wohnende Frau ruft uns zu, die Hunde würden nichts tun, und so ist es dann auch. An den Häusern beginnt eine kurze Zufahrtspiste,...
...die schon nach etwa 50 Metern in einer Kurve auf die uns schon bekannte Asphaltstraße stößt. Hier biegen wir nun rechts ab und wandern auf der Straße zwischen endlosen, verlassenen Feldterrassen...
...etwa 10 Minuten leicht bergab bis zur Rechtskurve, in der wir nach links in die Fahrpiste einbiegen. Wohin diese führt, ist auf einem ziemlich verwitterten Blechschild zu lesen: LA MANTECA. So heißt das Dorf, das an der Abbruchkante zum Barranco de La Negra liegt und durch das gleich unsere Wanderung führen wird.
Schon sehr bald geht die Piste in einen Steinplattenweg über, der uns recht steil zu dem und durch das Dörfchen La Manteca hinab führt, das sehr aufgeräumt, aber auch sehr verlassen wirkt. Ob hier nur an den Wochenenden Leute wohnen?
Wir lassen einen kurz vor Ende des "geplättelten" Weges in einer scharfen Linkskurve stehenden Wegweiser unbeachtet und wandern nun auf einem alten, kunstvoll angelegten Pfad in vielen engen Kehren steil hinunter in den Barranco.
Wir ignorieren einen schmaleren, nach links abzweigenden Camino, und schließlich stößt unser Pfad auf einen querlaufenden Weg, an dem auf einem Stein weißrote Markierungen aufgemalt sind. Ab hier werden wir nun ein Stück nach links in den Barranco hineinwandern und anschließend wieder bis zu dieser Verzweigung zurücklaufen. Also: Stelle merken!
Wie gesagt, wir wandern nun nach links auf einem schönen, sich allmählich absenkenden Weg in einen immer schmaler und wilder werdenden Nebenbarranco hinein...
... und kreuzen schließlich den Barrancogrund.
Der Camino steigt nun wieder an und führt auf einen kleinen Bergrücken, auf dem wir rechts etwas unter uns die Ruinen eines Gehöftes erkennen.
Auf der "Rückseite" des Bergrückens wandern wir bergab in den nächsten Nebenbarranco hinein, bis wir wieder den Barrancogrund mit einigen Wassergumpen erreicht haben, den Wendepunkt unserer Wandertour. Ein wunderschönes Plätzchen für eine Rast.
Ab hier könnte man nun übrigens die vor uns liegende Bergflanke steil hinaufwandern bis zur Einsiedelei von Ernst.
Wir aber machen hier am Barrancogrund kehrt und wandern (Rück- wie Hinweg)...
...wieder zurück bis zu der Verzweigung mit den weißroten Markierungen, an der wir von La Manteca hinunterkommend auf den Querweg gestoßen waren.
Obwohl die Markierungen uns eigentlich mitteilen, der Weg geradeaus sei der falsche und der rechts nach La Manteca hinauf führende der richtige, wandern wir hier geradeaus weiter!
In vielen Kurven laufen wir nun, in etwa Höhe haltend, durch den rechten Hang des Barranco de La Negra. Nur an wenigen Stellen ist der Camino etwas zugewachsen, aber nie unangenehm. Ein nach links zum Barrancogrund abzweigender Camino wird ignoriert!
Unten im sich windenden Barranco erkennen wir Feldterrassen und Zisternen. Auch die gegenüber liegenden Barracohänge sind terrassiert. Was für eine tolle Schlucht! Ein richtiger Canyon!
Schließlich erreicht unser Weg eine durch Erosion seltsam geglättete Stelle...
...und wendet sich hier in einer Rechtskurve einem größeren Nebenbarranco zu. Schon etwa drei Minuten später erreichen wir akkurat gesetzte Natursteinmauern und teilweise zugemauerte Höhlen, zu denen Treppenstufen hinaufführen.
Ob hier einmal eine Bauernfamilie gelebt hat?
Schon bald erreichen wir an einer Zisterne und ein paar eingezäunten Feldterrassen den Grund des Nebenbarrancos, wo sich unser Weg nun nach links wendet und stetig bergauf führt Richtung Hochebene.
Tief links unter uns am Grund des Barranco de La Negra erkennen wir die Baustelle eines Wasserstollens.
Beim Erreichen der Hochebene sehen wir schräg links vor uns, ziemlich weit entfernt, einen Gittermast und rechts davon ein schräg stehendes Schild. Nun aufgepasst! Schätzungsweise hundert Meter vor diesem Schild zweigt nach rechts unser Weg nach Arguayoda ab!
Hier steht ein Steinmännchen, und es gibt auch eine etwas verwitterte Markierung.
Dennoch kann man den Abzweig leicht übersehen, denn gerade das erste kurze Stück des abzweigenden Caminos ist ziemlich zugewachsen und deshalb als Weg kaum zu erkennen. Danach wird die Orientierung wieder einfacher.
Wir sehen schon das Dorf Arguayoda, Start- und Zielpunkt unserer Wandertour, vor uns liegen, und nach etwa fünf Minuten ab Abzweig stößt unser Pfad auf die Asphaltstraße und setzt sich auf der gegenüber liegenden Straßenseite, nun auch asphaltiert (Wegweiser GR 132 La Rajita - La Dama), fort.
Das Teersträßchen bringt uns schnell zu dem Wendehammer, den wir schon auf dem Hinweg gekreuzt haben, und auf dem uns ebenfalls schon bekannten Plattenweg...
...haben wir bald wieder die kleine Plaza von Arguayoda erreicht.


lich für diesen Bericht!
Zumindest sieht es bei euch ganz leicht aus.

! Peinlich!
Soeben habe ich mit der Hilfe von Google Earth versucht, den von Euch "entdeckten" Weg zu finden, aber als der Satellit sein Foto geknipst hat, lag die Schlucht offenbar gerade zu einem großen Teil im Schatten! 
