Die Rundwanderung von 4,5 bis 5 Stunden ist “technisch” nicht anspruchsvoll, aber (zumindest wenn die Sonne brennt) im letzten Drittel ziemlich anstrengend. Es gibt unterwegs fast keinen Schatten und keinerlei Einkehrmöglichkeit. Also unbedingt ausreichend zu trinken und am besten eine Kopfbedeckung mitnehmen. Und besser nicht alleine wandern, denn wahrscheinlich wird man während der gesamten Wanderung keinen Menschen antreffen, der im Notfall Hilfe leisten könnte.
Im Rother-Wanderführer wird die Wanderung (bis auf das Stück Seima-Contrera) nicht beschrieben.
Auf der Goldstadt-Wanderkarte ist der Wanderverlauf eingetragen, im zugehörigen Wanderführer wird die Wanderung aber nicht als Rundwanderung beschrieben, so dass man sich die Beschreibungen (teilweise in umgekehrter Richtung) aus diversen Wanderungen zusammen suchen muss: Bis zur Weggabelung hinter den Felsenhäusern Nr. 40, bis Seima Nr. 39, bis Contrera Nr. 55, zurück zum Startpunkt wieder Nr. 40.
Beginn der Wanderung: Nahe dem Rastplatz Degollada de Peraza von der Höhenstraße auf die Straße Richtung Playa de Santiago abbiegen. Nach vielleicht einem Kilometer zweigt in einer Rechtskurve links als Sackgasse ein kleines Stück der alten, heute stillgelegten Straße ab, auf der man problemlos für die Dauer der Wanderung sein Auto parken kann. Der Beginn des zunächst gepflasterten Wanderweges (PR LG 18 Playa de Santiago - El Cabrito) ist nicht zu übersehen und gelb-weiß markiert.
Der alte, breite Camino führt uns zunächst hinab auf einen Sattel, der den Barranco del Negro (links) vom Barranco de los Castredores (rechts) trennt und verläuft dann weiter auf der rechten Kammseite mit schönen Rückblicken auf das Dorf Jerduñe.
Auf rotem Gestein an der Abbruchkante des Barranco de los Castredores entlang und später auf gepflastertem Weg am Hang der Steilabbrüche auf und ab. Der Weg ist jeweils eindeutig zu erkennen und markiert.
Nach ca. einer Stunde Wanderzeit werden links oberhalb des eigentlichen Wanderweges die “Felsenhäuser” erreicht. Ein idealer Platz zum Rasten und Auskundschaften. Die Häuser sind teilweise in Felshöhlen hinein gebaut und haben fast etwas von einem Freilichtmuseum. Im Inneren stehen sogar noch einige Möbel, und viele interessante Relikte aus vergangenen Zeiten lassen das Herz (nicht nur) des Hobbyfotografen höher schlagen.
Unser Weg führt in bisheriger Richtung weiter, wir queren einen Hang und erreichen ein Hochplateau. Achtung: Hier teilt sich der Weg! Rechts ginge es direkt nach Contrera. Wir gehen aber geradeaus weiter Richtung Seima (auf dem weißen Schild steht aber nicht Seima sondern PR LG 18.1 Morales - El Cabrito). Nach dem Durchwandern der Hochebene auf deutlich erkennbarem Weg schwingt sich der Camino zum nächsten markanten Felsrücken. Von dort haben wir einen schönen Blick auf Teneriffa.
Zunächst mit kleinen Mäuerchen eingefasst, führt uns der Weg nun oberhalb eines verfallenen Hauses bis zur nächsten kleinen Scharte (nicht durch die Felder bergab gehen!!) und weiter zur Abbruchkante der Hochebene mit fantastischem Blick in den Barranco Juan de Vera mit dem auffälligen Roque de Sombrero. Nun den Bergrücken hinunter, und schon bald sehen wir das verlassene Dorf Seima, das nächste Zwischenziel unserer Rundtour.
An den verlassenen Häusern von Seima teilt sich der Weg. Unser Weg wird als GR 132 halbrechts Richtung Casas de Contrera - Playa de Santiago führen. Aber zunächst gilt es, den Ort auszukundschaften. Unter anderem gibt es einen alten Ofen zu entdecken.
Weiter geht’s nach einem kurzen Abstieg gemächlich entlang einer Bergflanke auf deutlichem Caminio durch die verwilderten Feldterrassen. Wir kreuzen dabei einige Bächlein und folgen dem Weg, fast immer auf gleicher Höhe bleibend, durch mehrere Barrancos. Nach dem steilen Durchstieg eines Felsens sehen wir bereits die Häuser von Contrera. Aber zunächst geht’s noch in lockerem Auf und Ab weiter und schließlich, an einer felsigen Bergflanke, endlich hinauf zu dem verlassenen Dörfchen Contrera.
Auffällig hier ein größeres Haus mit altem Holzbalkon.
Wir folgen nun dem gelb-weiß markierten Weg PR LG 18 Richtung Tacalcuse - Degollada de Peraza.
Der stets gut erkennbare Camino bringt uns, stetig ansteigend, anfangs über Felsformationen, schließlich ganz eben (in 45 Minuten ab Casas de Contrera) zur uns bereits bekannten Weggabelung.
Wir halten uns hier links (Richtung Degollada de Peraza) und folgen dem uns ab hier ja vom Hinweg bekannten Camino zu den Felsenhäusern und weiter zum Ausgangspunkt unserer Wanderung (ab Weggabelung 60 Minuten).


Ihr kennt sicherlich auch die
...und klasse fotografiert. 