Rosen auf Gomera haben für mich eher etwas unnatürliches. Aber Rosen in der Wildnis, an verlassenden Häusern und unter harten Wachstumsbedingungen, üben auf mich eine große Faszination aus. Wie der Überlebenswille der häufig recht kargen Pflanzen so wunderschöne Blüten hervorbringt, ist einfach großartig und rührend zugleich.
Mein Interesse für diese besonderen Rosen wurde geweckt durch ein Buch, das ich vor vielen Jahren gelesen habe: "Alte Rosen" von Gerda Nissen. Sie beschreibt in ihrem Büchlein auch, wie sie auf der Suche nach alte Rosen an der schleswig-holsteinischen Westküste unterwegs war: "....oft mit beiden Beinen im Brombeergestrüpp und mit beiden Armen im Brennesseldickicht."
So ähnlich habe ich mich gefühlt, als ich mich im März 2006 einem verlassenem Haus in Erque näherte, mehr auf auf dem auf den Knien und dem Hintern fortbewegend. Es war die erste alte Rose, die ich auf Gomera entdeckt hatte.
Auf der Rother-Wanderung Nr.3 fand ich im Februar 2009 gegenüber des eingefallenen Schutzhauses an der Degollada del Tanque ebenfalls ein altes Rosengestrüpp.
Auf der Wanderung im März 2010 von Jerduñe zu den verlassenen Dörfern des Südens gibt es auch einen riesigen Rosenstock hinter dem Haus zwischen den Opuntien. Leider bin ich da nicht so einfach näher herangekommen und außerdem war woga schon wieder sonst wo, weit voraus.
An der Ermita de Las Nieves steht auch ein kleiner Rosenbusch etwas verloren in einem Beet.




Wie gut,dass Du Gomera hast, Ulandra packt auch gerade aus.
...aber ist schon gemein mit den Rehen.
Sehr schöne Rose in herrlichem Farbton. Die Sorte kommt mir bekannt vor.