Dies vorweg geschickt warne ich also dringend davor, diese Wanderung nachzugehen. Es sei denn, die Bauarbeiten sind abgeschlossen oder Du hast Dich eingehend selbst über das aktuelle Risiko informiert.
Als wir im Februar 2009 die Tour gegangen sind, war von aktiven Bauarbeiten weit und breit keine Spur. Nur die Schilder und Reste einer provisorischen Absicherung am Ende des Weges kündeten von ehemaligen Arbeiten. Offensichtlich ist man auf den Schildern dazu über gegangen, das Datum des Beginns der Arbeiten und das Fertigstellungsziel nicht mehr zu nennen.
Übrigens: Auf keiner anderen Tour in diesem Winter haben wir so viele andere Wanderer getroffen, wie auf dieser. Hier gings also los:
Ungefähr einen halben Kilometer vom Parkplatz an der Playa de la Caleta bergauf steht dann ein Wegweiser.
Nach El Palmar geht's in den Barranco hinunter und an der gegenüberliegenden Seite wieder herauf zwischen bestellten Terrassen hindurch (Dass es dort auch zur Punta San Lorenzo geht, steht da nicht). Den weiteren Weg sicht man schon an dem auffälligen formschönen
Geländer das sich den Berg entlangzieht und die Richtung vorgibt. Mit tollem Blick auf den Atlantik und hinüber nach Teneriffa geht man zunächst ansteigend zur Küste hin, hat darauf einen Schönen Rückblick auf die Playa de la Caleta und darf die gesammelten Höhenmeter wieder beim Abstieg in den nächsten Barranco verschwenden. Und wieder gehts bergauf, diesmal richtig hoch senkrecht über dem Meer. Mit Steinschlaggefahr. Weil man das sonst ja nicht sehen würde, dass es dort tief runten geht, steht da auch noch mal ein Schild auf dem verbotenen Weg.
La Gomera hat schon mal gezeigt, was sie von diesen Möchtegerngeländern hält. Drei Winter weiter wird hier wohl nur noch Kleinholz liegen.
Schließlich kommt man um eine Biegung, der Punta de San Lorenzo und sieht tief unter sich die Muelle de San Lorenzo liegen und eine wilde umschäumte Küste. Hier wird der Weg zur Baustelle, die letzten 50m muss man ohne Geländer bewältigen und dann noch über Felsen klettern, weil vom Weg nur noch Rudimente übrig sind.
Wenn man dann will, hat man einen privaten Pool mit unmittelbarem Meerblick zur Verfügung. Wir beließen es bei einem Picknick weil das Wetter ideales Wanderwetter war, also nicht richtig warm.
Der Rückweg geht über die gleiche Strecke mit gleicher Schönheit. Unterwegs trifft man auf einen Abzweig hoch zu den Casas del Palmar, zu denen ja der Wegweiser am Anfang des Weges auch hinwies. Da geht's dann ganz schön den Berg hinauf. Nach der Karte ist da auch ein Rundweg möglich, aber das haben wir uns für's nächste Mal aufgespart.
Hin und zurück war der Weg 7,1km lang (vom Parkplatz an der Playa) und wir haben ziemlich genau 3 Stunden mit allen Pausen gebraucht. Der Weg stellt keine besonderen Anforderungen, wenn man einmal von der Kletterei am Schluss absieht.


woga, ich finde es klasse dass Du so viele Halbtagswanderungen hier beschreibst!
Das ist ideal für uns! 
Sehr schöner Wanderbericht. Und ein richtiger Appetitanreger für Playa de la Caleta
Den Hinweis auf einen entspannten Abschluß an der Paya de la Caleta habe ich doch glatt unterschlagen! Danke Axel, für den Hinweis