Rundweg: Playa - durch den Barranco zur Ermita de Los Reyes - Kirchpfad bis Abzweig Lechepfad - Degollada de los Bueyes - Las Pilas - Tequergenche - Balkonweg (Guerguenche) - Rotes Schichtband - Bar Viscaina - und zurück nach Playa.
Das ist also im wesentlichen Goldstadt Nr. 6. Rother vgl. 26/28.
Durchgeführt am 28.11.2009, also noch vor dem Regen. Los in Playa um 8:15, zurück in Playa um 15:15 (ohne Auto).
1. Abschnitt: Durch den Barranco
Wenn man ein Auto hat - meins war leider schon wieder abgegeben - dann tut man nicht verkehrt daran, die Tour in El Guro zu starten. Soooo spannend ist der Weg durch den Barranco nicht. Vom Karnevals-Bus vielleicht mal abgesehen..., siehe dazu:
http://egomera.de/phpBB3/viewtopic.php?f=45&t=13117#p79141
2. Abschnitt Kirchpfad/Lechepfad bis Deg. de los Buyes
Am Anfang gleich eine Weglücke, vgl. Beitrag http://egomera.de/phpBB3/viewtopic.php?f=25&t=13924#p84382 , Schaden Nr. 3.
Ansonsten ist der Weg anfangs noch manierlich. Nach einer Weile erreicht man dann einen ersten Aussichtpunkt auf den Wendeplatz (Chelé). Wenn man also dann den folgenden Ausblick hat ....
... (und na so was da steht ja einer im Parkverbot -
hoffentlich kein Jäger! ) ... dann ist es nicht mehr weit bis zum Lechepfad - hier von der gleichen Stelle aus der Blick auf den weitere Wegverlauf:
Hier also noch etwas geradeaus, dann noch einmal nach links, dann wieder nach rechts (gesäumt von Agaven), dann (am "Jagen-Verboten-Schild", das man hier als weißen Strich in der Lanschaft gerade noch sieht) geradeaus weiter der Lechepfad, links weiter Kirchpfad.
Der Lechepfad ist offenbar erst kürzlich komplett und dicht markiert worden mit JEDER MENGE FETTEN ROTEN PUNKTEN:
Auf meinem Bild kann man eigentlich die roten Punkte als lange Kette sehen - hier bleiben beim Herunterrechnen wohl nur die ersten Punkte über.
Auch an einer Stelle, wo man sich früher leicht vertan konnte, weisen einem dicke rote Pfeile den richtigen Weiterweg hinauf. Die Markierung bevorzugt aber eindeutig die Aufstiegsrichtung. In Gegenrichtung ist fast nichts zu sehen:
Doch, dies ist der Weg, über den man gerade gekommen ist. Insofern kann man hier schon auch sehen,
dass hier im Anfang der Weg doch recht lausig ist. Es gibt auch ein paar Wegabbrüche, die aber noch relativ leicht zu überwinden waren - jedenfalls waren sie das vor dem Dezemberregen. Wie es jetzt ist, müsste mal ein Geübter / eine Geübte nachsehen gehen... Trotzdem kann man wohl mit dem Rother auch weiterhin sagen: Als Abstieg "nicht mehr zu empfehlen".
Hat man das erste Stück hinter sich, wird der Weg besser. Es gibt, obwohl die Gegend sich weniger schroff zeigt, trotzdem Stellen, die auch Schwindelfreiheit/Trittsicherheit erfordern, z.B. beim Abstieg über diese schöne "Freitreppe":
Interessant fand ich diese Stelle, wo man über diese Schräge, in die die Erosion lauter kleine Vertiefungen von Fußsohlengröße gegraben hat, ziemlich frei hinuntersteigen muss:
Dann passiert man beeindruckende Höhlen, z.T. große,
zT. kleine, die so aussehen, als wären sie in den Fels gemauert worden.
Irgendwann kommt hier wohl mal ein Müllwagen vorbei und holt die Dosen ab?
Mir gefiel am Endstück besonders die Farbe der Felsen hier: die wirken weiß, weil von weißen Flechten bewachsen. Flechten sowieso reichlich in diesem Teilstück, auch rot und orange.
Von hier aus kann man nun die z.B. Yaya-Bar sehen, also den Ausgangspunkt der Wanderung. Und tatsächlich: Diesen Wegabschnitt kann man (mit Fernrohr) gut z.B. von der Yaya-Bar aus einsehen....
Dann war es geschafft: Mojorojo hat's gefallen.
Ich fände es Schade, wenn dieser Weg weiter verfällt. Hat was widerspüchliches: Einerseits total gut durchmarkiert, andereseits lausige Stellen ohne Ende im ersten Teil.
3. Teil: Runde: Deg. de los Bueyes zum Tequergenche und zurück.
Vom ersten Teilstück dieser Runde gibt es keine Bilder. Aur dem Weg bis auf die höchste Stelle "Las Pilas" fand ich wohl nichts so besonders spannend. Allerdings kann man immer schön den letzten Teil des Wegs Vueltas-Gerián sehen, besonders den Serpentinenaufstieg nach Gerián hat man immer im Blick.
Da oben kann man dann ein paar Hüttenruinen sehen. Was das für ein Leben gewesen sein muss, da oben der Natur ein bisschen Essen abzutrotzen, das mag ich mir gar nicht vorstellen.
Wenn man dann von der Höhe (Las Pilas) herunterkommt und Richtung Tequergenche weitergeht, trifft man dieses interessante
Gebilde; wie ein versteinertes Riesenei, das langsam aufplatzt...
Von Las Pilas bin ich dann nicht wie früher Querfeldein gegangen, sondern links vom Dreschplatz
einem Pfad gefolgt, der mit Männchen markiert ist und in einer leichten Rechtskurve bis zum Übergang zum Tequergenche führt. Hier der Pfad, der auf den Tequergenche führt.
Der ist übrigens sehr angenehm zu gehen; man sollte sich das nicht entgehen lassen, wenn man an der Stelle ist. Man muss ja nicht ganz an den Rand heranrobben. Auch ohne es zu übertreiben, kommt der Eindruck auf, man könne von hier den Schweinebuchtlern auf den Kopf spucken...
Auf dem Rückweg dieser schöne Blick auf die Merica-Hochebene mit DEM Baum.
Zurück vom Tequergenche geht man dann hinauf zum Balkonweg mit dem besten Überblick von Vueltas nach Playa. Was man hier mit einer ruhigen Hand und Teleobjektiv erreichen kann: siehe insb. das Album von Buba!
Mit meinem Billigheimer-Knipsomaten habe ich nur ein paar verwaschene Weitwinkelaufnahmen zu bieten.
Balkon 1
Balkon 2
Balkon 3
(Aber bitte: Die Ecke zwischen Playa und Calera ist doch nun wirklich schon ganz schön kahl. Müssen ja von mir aus keine Bananen sein. Aber wenn das untere VGR seinen grünen Farbton weiter in dem Tempo verliert, ... wie soll man sagen: steigert nicht gerade die Attraktivität dieses Flecken. Aber das ist ja kein neuer Gedanke.)
In die andere Richtung gibt es auch nette Blicke:
Den letzten Teil dieses Abschnitts finde ich übrigens immer nicht. Der Weg führt in eine Ansammlung von Kiefern hinein. Dann ein letzter Steinmann, es geht etwas rauf, man läuft in einer Rechtskurve um die Kuppe herum und dann.... muss man irgendwie wieder auf den Weg, auf dem man gekommen ist, zurückfinden. Da gibt es 101 Pfadspuren, keine eindeutige Markierung. Aber irgendwie bin ich bislang immer wieder auf dem richtigen Weg gelandet. Vielleicht gibt es ja den Weg als solchen auch gar nicht....
Dann zurück zur Deg. de los Bueyes.
3. Teil: Von Deg. de los Bueyes zum Einstieg Roter Schichtbandweg
Über dieses Teilstück vergesse ich immer, dass man da erstmal wieder ganz schön rauf
muss, und dass man diese Stelle mit ziemlicher Sicherheit ohne Schatten auskommen muss. Scheint die Sonne, wird man gut durchgebraten. Also: Reichliche Wassermitnahme ist auch hier sehr angeraten! Aber wenigstens kann man über den Weg hier mal nicht meckern. Aber irgendwann kommt man um diese Ecke
(oh, das ist nicht Las Pilas, sorry)
und dann hat man es dann (fast) geschafft. Gegenüber die Ermita de Nuestra Senora.
Jetzt nur noch (na ja, ist doch noch ein gutes Stück, und die Sonne brezelt munter weiter) vorbei am Übergang zum Kirchpfad, etwas etwas hinunter und nur noch links wieder ein kleines Stückchen hinauf (dort, wo der Boden weiß ist).
Dort gehts hinüber:
Dann ist es geschafft, und man kann sich in den Schatten flüchten.
4. Roter Schichtbandweg.
Ist und bleibt für mich einer der schönsten Strecken in VGR-Nähe. Dies ist der Balkonweg für das mittlere VGR.
Leider wenig grün zu der Zeit (man hat ja in letzter Zeit auch andere Bilder gesehen, z.B. von almogrote).
Andererseits knochentrocken. Was eine Grundbedingung für diesen Weg darstellt...
Tja, nicht auszudenken, wenn Mojorojo eure Felsen nicht ab und zu etwas abstützen würde!
Zum Schluss:
Der Schichtbandweg ist jedenfalls immer viel zu schnell vorbei, und dann kommt der unschöne Abstieg. Unschön, weil sehr steile, geröllige Stellen kommen, wo die Stufen - wenn es sie denn noch gibt, voller Sand und Steinchen. Leider habe ich keine Bilder davon gemacht, war wohl vom Aufpassen auf den Weg zu sehr in Anspruch genommen. Irgendwann muss man dann ein Feld von größeren Felsbrocken queren - das geht fast einfacher, wenn man quer (etwas rechts haltend) über die Felsen klettert, als wenn man sich an den rutschigen Pfad hält. Wo man hin muss, ist ja gut zu sehen. Nach dieser Stelle ist zwar "das Schlimmste" überstanden, aber auch da kommen Stellen, wo man denkt, das war doch vor 2 Jahren noch nicht so kaputt!? Nicht schön zu gehen.
5. Rest
Dann wird es zunehmend (vergleichsweise) langweilig. Hat man den befestigten Weg erreicht, muss man noch eine schöne Weile runtertreppen.
Latsch, latsch. Das ist eben der Preis für das Schichtband.
Dann endlich:
und dann erst über die Straße, dann an der Ermita vorbei in den Barranco....
Das war alles in allem aber einfach ein genialer Tag.



Mal wieder eine Wanderbeschreibung ...und perfekt dokumentiert mit tollen Bildern! Danke, mojorojo
Free Sundown! Nieder mit der Trommel - und Didjeridoo Diktatur! Für musikalische Vielfalt - der Sonnenuntergang hat bessere Musik verdient.
tolle Beschreibung @Mojorojo
