Natürlich kann man ungestüm gleich hinter La Calera links den Berg hinauf hasten um keuchend die ganze Schönheit von oben zu sehen. Aber: es geht auch viel bequemer und genussvoller!
Mit dem Mittagsbus hinauffahren bis nach Arure. Der hält an der Kleinen Bodega gleich am Ortseingang. Dort aussteigen und bis zur nächsten Rechtskurve weitergehen. Man sieht schon einen Viadukt-ähnlichen Bogen. Wenn man durch den hindurchgeht erlebt man gleich das erste Highlight: Von der ewig unfertigen Ermita de Santo den unvergleichlichen Blick auf Taguluche. Wenn man sich sattgesehen hat, gehts wieder zurück durch den Torbogen und jetzt rechts auf einer Schotterstraße leicht den Berg hinauf. Ab jetzt kann man sich bis La Mérica eigentlich nicht mehr verlaufen, wenn man aufpasst sich eher links zu halten damit man nicht unversehens auf der (ehemaligen?) Müllkippe von Valle Gran Rey landet.
Nun geht es auf schmalerem Steig den Berg hinauf. Eine große Ziegenherde bereichert das Geschehen.
Nach längerem leichten Anstieg ist man plötzlich auf einer großen Hochebene, die leicht zum Meer abfällt, mit fantastischen Ausblicken nach Vueltas und Borbalan, bei passendem Wetter bis nach El Hierro. Hier den Sonnenuntergang zu erleben, sollte man sich verkneifen, denn es kommt dann noch eine etwas diffizile Ecke, nämlich, wie immer von einer Hochebene am Meer, der Abstieg in den Barranco. Faustregel ist: Der Weg beginnt nie ganz vorn am Meer, sondern einige zig Meter weiter ins Land und der Weg geht als erstes vom Meer weg. Hier auf La Mérica ist der Weg mit einer Stange mit Rest eines Fähnchens eher schlecht bezeichnet. Mehrere Zuwege zum Hauptweg zeugen von der Unsicherheit vieler. In der Dämmerung wäre der Versuch hier fatal, jedenfalls, wenn man zum ersten Mal dort ist.
Hat man den Abweg erst einmal gefunden ist es relativ bequem, nach la Calera zu kommen, um dann den Sonnenuntergang mit einem Fino auf der Terrasse von La Orchidea zu feiern, oder so, oder anders, nach belieben.




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