La Gomera in der Mitte des 19. Jahrhunderts

Hier könnt Ihr sehen und beschreiben, wie die Insel sich im Laufe der Jahrzehnte gewandelt hat.

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Beitragvon Buba am Mo 10. Mai 2010, 20:49

Zeitschrift für Allgemeine Erdkunde 1862


Im Jahre 1862 erschien in der „Zeitschrift für Allgemeine Erdkunde“ (Verlag Reimer in Berlin) ein 56 Seiten umfassender Artikel über unsere kleine Kanareninsel La Gomera, geschrieben von dem Naturforscher Carl August Bolle (1821-1909), der im Herbst 1856 dort einige Woche verbrachte. Ausführlich behandelt der Autor neben Flora und Fauna die geografischen Besonderheiten der Insel. Interessant auch, wie er die damals bei ihren Inselnachbarn offenbar ziemlich berüchtigten Gomeros beschreibt. Wer den Artikel in voller Länge lesen möchte, findet ihn hier ab Seite 225.

Im Folgenden nun einige Auszüge aus dem langen Artikel. Nachdem ich mich erst einmal an die altertümliche und manchmal etwas blumige Sprache des Herrn Bolle gewöhnen musste, bereitete mir das Eintauchen in eine längst vergangene Zeit großes Vergnügen. Vielleicht geht es Euch ja auch so. Viel Spass beim Lesen! Zur etwas übersichtlicheren Gliederung des Textes habe ich ein paar Zwischenüberschriften und zur Auflockerung ein paar Bilder eingefügt.

Carl August Bolle 1902


Kaum giebt es gegenwärtig unter den civilisirten ein unbekannteres Land. Vernachlässigt von den eigenen Herren, verrufen bei den Nachbarn und von ihnen gescheut, kaum gestreift von dem Forscherblicke der Wissenschaft und von ihrem Fuße unbetreten, arm und unfrei, scheint jener horror sylvarum, der Gomera umlagert, scheinen die dichten Schatten der es einhüllenden Urwälder auch die Klarheiten des Jahrhunderts von ihm fernhalten zu wollen.

Noch heute ruht auf ihrer Geologie dasselbe Dunkel wie vor sechzig Jahren, als Humboldt das Ungekanntsein ihrer Formationen bedauerte; noch heute sind die Geographen hinsichtlich der Gestalt ihrer Küstenlinien unter sich nicht einig. Kaum ist die Höhe sehr weniger ihrer Berge gemessen worden.

Und doch handelt es sich um ein von der Natur gesegnetes, fruchtbares und wasserreiches, an malerischen Schönheiten keiner seiner Schwesterinseln nachstehendes Eiland, das dadurch ein um so höheres Interesse gewinnt, dass es im Ganzen durch die Hand des Menschen am wenigsten umgewandelt, das Bild canarischer Urzustände noch jetzt am treuesten wiederspiegelt.

Versuchen wir daher, von seinen Örtlichkeiten und dem ihm Eigentümlichen eine Skizze zu entwerfen, wie ein in den Herbst 1856 fallender Aufenthalt von einigen Wochen uns in den Stand setzt, sie, wenn auch ohne Anspruch auf Vollständigkeit, hier zu liefern.

Eine Eigenthümlichkeit Gomeras besteht darin, dass man fast bei jedem Ausfluge von einem Thale in das andere, selbst wenn dieselben benachbart liegen, die Cumbre, d. h. hier die Hochebene des Inneren, oft auf Umwegen von mehreren Meilen zu gewinnen suchen muss. Diese bietet nämlich nirgends fahrbare, aber doch gute, für Reiter gefahrlos zu passirende Straßen dar, durch welche die Barrancos miteinander in Verbindung gesetzt werden. Der gerade Weg ist hier nicht allein fast niemals der beste, sondern in vielen Fällen platterdings eine Unmöglichkeit.

Für diese Unwegsamkeit des Landes im Inneren entschädigt seine Zugänglichkeit nach der Seeseite. Nicht genug, dass es im Puerto de San Sebastián unbedingt den vorzüglichsten Hafen des Archipels besitzt, es zeichnet sich auch vor allen westlicheren Inseln durch das häufige Vorkommen von Strandbuchten, sogenannten Playas, aus, welche bequeme und mehr oder weniger sichere Landungsplätze für Boote abgeben.


Hermigua und Umgebung


Valle Hermigua ist mehr ein fast fächerförmiges Aggregat mehrerer Thäler als ein einziges Thal, zu welchem sich erst tief abwärts die verschiedenen Zweige vereinigen. Es liegt als breites, offenes Kulturland, rings von hohen Bergen eingeschlossen und von Wald umgürtet, da. Drei reichlich strömende Bäche, unter welchen der von Monforte am stärksten fließt, tragen ihren Segen in die an sich schon fruchtbaren, von Palmen und Obstbäumen der mannigfachsten Art umstandenen Fluren, nachdem sie sich in weithin sichtbaren Wasserfällen von den Felswänden des Hintergrundes herabgestürzt haben. Sie treiben eine große Anzahl Mühlen und dienen zur theilweisen Überrieselung der Feldmarken.

Hermigua ca. 1890


Der Hauptort des Distrikts, Hermigua selbst, ein großes, schönes Dorf mit wohlgebauten Häusern, concentrirt die ackerbauende Bevölkerung dieser Gegend, welche die blühendste und bestgepflegte der ganzen Insel ist. Es wohnen in Hermigua mehrere der ersten Familien Gomeras, die sich ansehnlichen und unabhängigen Grundbesitzes erfreuen. Erzeugte, ist gesagt worden, das Thal Öl und mehr Weizen, so würden seine Bewohner alle ihre Lebensbedürfnisse selbst gewinnen und nichts Unentbehrliches von außen her einzuführen brauchen.

Früher besaß Hermigua zwei Zucker-Ingenios: sie hatten indes schon um die zweite Hälfte des vorigen Jahrhunderts ihre Thätigkeit eingestellt. Das Andenken an sie bewahrt nur noch der als Hermiguas Hafen anzusehende, schöne und äußerst geräumige Strand la Playa del Azucar, bei Montoro, wo man den Zucker zu verschiffen pflegte. Jetzt dient diese Playa zur Sommerszeit den Familien der Nachbarschaft zum Erholungsort und zu Seebädern. Weniger sicher, vielmehr ihrer Sandbänke wegen etwas gefürchtet, ist die westlichere Playa de Sta. Catalina, an der eine Kapelle liegt, die es einmal erleben musste, dass algierische Piraten ihrer Heiligen den Kopf abschnitten.


Augulo und Umgebung


Das Pfarrdorf Agulo, viel weniger gut gebaut, aber nicht minder reizend gelegen als Hermigua, gehörte bis 1739 unter die Gerichtsbarkeit dieses Letzteren, besitzt aber seit der Zeit seinen eigenen Alcalden. Die Ortschaft liegt auf einer über dem Meere erhabenen kleinen Ebene, welche ihren lohnenden Feldbau mit den Wäldern und Felsen ringsum kontrastiren lässt. Diese Fläche erscheint, wie eine Kulturoase, halbmondförmig in das sie umschließende Gebirgsmassiv eingebettet. Sie wird von zwei Bächen erreicht, die eben so viele Mühlen in Bewegung setzen und außerdem noch einen Teich speisen, der zur Überrieselung der Gärten benutzt werden kann.

Agulo ca. 1890


Kirchlich und administrativ sind Agulo folgende Dörfchen seines Umkreises zugetheilt: das an der See gelegene Lepe; el Cabo, wo die Weiber das Töpferhandwerk treiben, und Piedra gorda mit Weingärten und Bienenzucht. Die Landungsstelle des Distrikts ist die Playa de las Sepulturas; sie diente früher zur Verschiffung von Bauholz. Man erinnert sich, dass unweit derselben 1715 ein Walfisch von 90 Fuß Länge strandete, der den Anwohnern Massen von Thran und in seiner Haut vortreffliches Leder zu Schuhsohlen, die länger als zwei Jahre gehalten haben sollen, lieferte.

Zwischen Agulo und Valle Hermoso stößt man auf die Barrancos de la Piedra gorda, de la Rosa und Tamargada. In einem von der Euphorbia balsamifera umbuschten Steinthälchen hinter der Punta de Agulo hat neuerdings die durch californische Traumbilder erhitzte Phantasie der Landleute in den blitzenden Glimmerblättchen des Gesteins Anzeichen einer Goldmine zu erkennen geglaubt.


Vallehermoso und Umgebung


Valle Hermoso grenzt als Distrikt östlich mit Agulo zusammen und liegt 7 Leguas von San Sebastián entfernt. Der Flecken selbst, in einem langen, nordwärts gerichteten Thale, in ziemlicher Entfernung vom Meer befindlich, hat ein hübsches, stadtähnliches Ansehen und zählt nach San Sebastián die größte Einwohnerzahl unter den Ortschaften Gomeras. Der grandiose Bau einer Kathedrale, bei deren Entwurf die Frömmigkeit der Bürger dieselben ihre beschränkten Mittel vergessen ließ, hat nicht zu Ende geführt werden können; er steht jetzt unfertig als ein dachloser, ruinenhafter Torso da.

Vallehermoso ca. 1890


Zu Valle Hermoso gehören die Dorfschaften: Alojera an dem Bache Epina, der vor Zeiten eine Zuckermühle trieb, in schluchten- und quellenreicher Umgebung, deren vieles Wasser in dürren Jahren eine Überrieselung des Terrains ermöglicht; Taso y Cubabia mit trotz seinen acht Quellen wenig fruchtbarem Erdreich und sehr armen Bewohnern. Auf diesem Boden soll der Tradition nach in einer noch vorhandenen Kapelle der heiligen Lucia der erste christliche Gottesdienst auf Gomera abgehalten worden sein; Arguamul mit zehn Quellen und dem Fischfang als Hauptbeschäftigung obliegender Bevölkerung; endlich das nur von wenigen Hirtenfamilien bewohnte Chiguere.

Es ist ein langer und mühseliger Weg, der von Valle Hermoso durch das Labyrinth von Höhen und Tiefen führt, die den Nordwesten mit ihrem verworrenen Geflecht überziehen. Man hat auf dieser Strecke manchen Abhang zu erklimmen, man biegt um manche Waldecke, ohne, bei einem einmaligen Ritt durch den Landstrich, mehr als einen oberflächlichen Einblick in seine Gestaltung zu gewinnen. Das auf der Höhe in ziemlich kahler Umgebung sich ausbreitende Arure ist nur ein ärmliches Dorf, schon zur Pfarrgemeinde Chipude gehörig, von diesem durch das tiefe Bett des großen und überaus wasserreichen Bergstromes Ariñule geschieden, an dessen Ufern sich eine bewundernswürdig kräftige Vegetation entwickelt hat.


Valle Gran Rey und Umgebung


Außerordentlich prachtvolle und großartige Formen nimmt die Landschaft in dem langen, bis zur Cumbre hinaufreichenden Valle del Gran Rey an. Sein Name weckt Erinnerungen an verschollene Urzustände. Wer war jener „große König", dessen Andenken dies Thal bewahrt? Weder Geschichte noch die auf Gomera doch nicht ganz erstorbene Sage geben Antwort auf solche Fragen; aber der Wanderer, der mit dem guanchischen Bergstabe in der Faust die Felsenkämme von Valle Gran Rey erklimmt, der Reiter, der die balsamischen Labiatenbüsche jener Hügel unter die Hufe seines Pferdes tritt, dass sie stärker noch und berauschender zu ihm aufduften, wird bisweilen, der Vergangenheit nachsinnend, von seltsamen Illusionen heimgesucht. Durch den Nebel der Jahrhunderte hindurch glaubt er dann die Gestalt des alten Häuptlings zu erblicken, wie er, in den Tamarco gehüllt, auf seinen Jagdspieß gestützt, am Eingange der Palastgrotte lehnt oder, am dunkelroth glühenden Feuer sitzend, die Jugend des üppigen Gomeras ihre wollustathmenden Reigen um sich her schlingen lässt. So ist die räthselhafte Figur des namenlosen „großen Königs" vom Beherrscher dieses Thales gleichsam zu seinem Lokal-Dämon verblasst. Man vermag sich den Reminiscenzen an ihn auf dem Boden, der sein war, nicht leicht zu entziehen.

Valle Gran Rey ca. 1900


Dieser Boden gehört jetzt de jure der Grandenfamilie, die den Titel und die Besitzungen der Grafen von Gomera erbte, de facto den Landleuten und Fischern, welche ihn von jener in Pacht haben. Wäre es hier unsere Aufgabe, Naturschönheiten zu porträtiren, so würden wir länger beim Valle del Gran Rey verweilen müssen; da dem nicht so ist, begnügen wir uns damit, festzustellen, dass es sich anfangs tief und schluchtenartig zwischen jähen, umbuschten Felsmauern hinzieht. bald jedoch offener wird, und dass das meerwärts gelegene Ende seines nördlichen Joches, durchaus felsig und fast vegetationsleer, el Risco de America genannt wird. Viele Höfe liegen, von Obsthainen umgrünt, längs des Thalweges; das eigentliche Dorf aber ist dicht an der See zu suchen, da, wo ein sandiger Strand, von Fischerbarken belebt, sich vor die gartenähnlichen Kulturen der breiten Mündung des Barranco legt. Man hat von dieser Stelle aus eine bewundernswürdig schöne Aussicht auf Ferro [El Hierro]. Erst in neuerer Zeit haben sich dergleichen Dörfer am Meeresufer zu einer gewissen relativen Wichtigkeit erheben können.


Chipude und Umgebung


Die alten Sammelplätze der Bevölkerung gruppiren sich alle im Inneren, wo sie in den unruhigen Zeiten ihrer Entstehung den Angriffen der See und Küsten heimsuchenden Piraten weniger preisgegeben waren. So Chipude, die Hauptgemeinde des Westens, ein am Fuß der gleichnamigen Roca und am Rande großer Forsten hochgelegenes Dorf. Es ist dies ein überaus finsterer und armseliger Ort. Man spricht in Gomera seinen Namen nie ohne ein spöttisches Lächeln aus, denn er gilt für das Abdera der Insel.

Leben im Bergdorf auf Gomera


Die elenden, aus rohen Steinwänden ohne jedwede Übertünchung aufgerichteten Häuser beherbergen unter ihren Strohdächern wenig mehr als ein arbeitsscheues und zerlumptes Proletariat, das man einer jeden Extravaganz für fähig hält, dessen angeborener Hang zu Gesetzesübertretungen es indes selten zu schwereren Verirrungen, als zu dem bei ihm Gewohnheit gewordenen Felddiebstahl führt. Im Herbst leben diese Leutchen fast allein von den Früchten der vielen Feigenbäume, die in der Nähe ihrer Wohnungen stehen. „De cada pájaro una pluma" (Von jedem Vogel eine Feder) sagte mir ein Chipudemann mit der den Ortsgenossen eigentümlichen Schlagfertigkeit des Wortes, auf die vielfachen kleinen Kulturen der verschiedensten Nutzpflanzen zwischen Dorf und Wald deutend, welche zu beweisen schienen, dass der Ackerbau dort wenigstens nicht ganz vernachlässigt wird.


Alajeró und Umgebung


Die Mitte des Südens nimmt der Distrikt Alajeró ein. Da ich ihn nur umschifft, nicht aber ihn selbst betreten habe, bin ich gezwungen, mich in Betreff seiner an meinen oft citirten Gewährsmann Viera zu halten. Aus dem Lakonismus seiner Beschreibung weht es uns feucht an, wie Wasserduft, rauscht es uns entgegen, wie der Anprall der krystallnen Strömung gegen farnkrautbewachsene, kresseumgürtete Basaltwände. Wo sonst auf den Nachbarinseln an der von den Passatwinden unerreichten Mittagsseite nur verbrannte Halden sich auszudehnen pflegen, da prangt die Gegend hier im Schmucke des breiten Blattwerks wasserliebender Aroideen, da verschlingen sich die Baumkronen zu fruchtbeladenen Dickichten, da wirft der Bananenhain den Schatten seiner maigrünen Wedel über Bachesglitzern und Quellengemurmel.

Seine Umgebung ist mit Palmen, Feigen-, Mandel-, Birn- und Maulbeerbäumen bepflanzt. Fünfzehn Quellen lebendigen Wassers begünstigen das Gedeihen dieses Baumwuchses. Es gehören hierher an Dörfern: Valle Santiago, eine halbe Meile von Alajeró am Zusammenfluss zweier reißender Bäche der Thäler Benchijigua und Imada, in einer Schlucht, der die unglaubliche Tiefe von 1000 Lanzenlängen zugeschrieben wird; Arasarode, ebenfalls reich an Wasser und deshalb viel Inamenbau treibend, obwohl seine Bewohner meist Hirten sind; Palmarejo, drei Viertelmeilen von Alajeró entlegen, mit fünf nie versiegenden Quellen; Valle de Imada, durch herrliche, dichte Baumgärten zu einem Paradiese im Kleinen gemacht.

Kirche in Alajeró ca. 1950


Die zu Alajeró gehörige Seeküste zählt — die Playa's de Ringamede, de la Negra und la Cañita eingerechnet — wenigstens fünf kleine Häfen, von welchen der von Santiago zugleich der östlichste and der frequenteste ist. Er ist berühmt durch die bereits oben erwähnte la Cueva honda genannte Höhle. Morgenwärts wird er durch die Mövenspitze (Punta de la Gaviota) begrenzt. An ihm liegt eins der über die ganze Südküste Gomera's zerstreuten Thunfischfang-Etablissements; ein zweites an der Erecebucht, östlich von der Punta del Becerro; ein drittes unweit des Falkenkaps (Punta Falcones), an der Mündung des Thales la Cantera; ein viertes bei Argaya. Es giebt dieser Establecimientos del Atun jetzt im Ganzen sechs bis sieben. Ein Magazin nebst der Wohnung des Aufsehers und ein paar Hütten zum notdürftigsten Obdach für die Fischer, aus mehr bestehen sie nicht. Der Fang des Thunfisches, den die Gomeros selbst seines blutrothen Fleisches wegen, das ihnen Ekel einflößt, nicht essen mögen, ist hier sehr ergiebig. Er beschäftigt eine Menge von Händen und wird von offenen Booten aus auf Rechnung einer zum Theil aus genuesischen, zum Theil aus catalonischen Kapitalisten bestehenden Aktiengesellschaft betrieben.

Östlich von Alajeró bis zum Barranco de la Villa, unserem Ausgangspunkte hin, begegnen wir einer dichtgedrängten Folge von Thälern, die administrativ zu San Sebastián gehören. Dieselbe beginnt mit dem Valle Benchijigua, dessen märchenhafte Schönheit die alten Grafen bewegt hatte, ihre Sommerresidenz daselbst aufzuschlagen. Es ward deswegen lange nachher noch Corte del Señor Conde (der Hof des Herrn Grafen) genannt. Jetzt, wo es seit Jahrhunderten aufgehört hat, der Schauplatz feudalen Glanzes zu sein, wird es nur noch von einer geringen Zahl von Bauernfamilien bewohnt. Dieses Thal hat seinen Ursprung an dem ihm zum Schlußstein dienenden Roque de Agando. Kastanien- und Palmengehölze repräsentiren in ihm fast entgegengesetzte Vegetationszonen. Hier, glaube ich, ist jener berühmteste und größte Palmenwald Gomeras zu suchen, von dem ich erzählen hörte, dass er, dem Grafen gehörig, nach den Pachtbedingungen um keinen Baum vermindert werden dürfe. Es sind übrigens nur Tamaras oder wilde Dattelbäume, mit deren Früchten man die Schweine füttert


Die Inselhauptstadt San Sebastián


Der Anblick des den Namen des Schutzheiligen von Gomera tragenden Städtchens San Sebastián ist, zumal von der Seeseite her, überaus anmuthig. Flankirt von dem unmittelbar hinter dem Strande aufsteigenden Grafenthurm, umgeben von rothen Felswänden und kapellengekrönten Abhängen, lagert die weiße Häusermasse wie verloren in dem Grün ihrer Palmengärten. So sonnig ist die Lage, so geschützt vor Nordwinden, dass zwischen den Dattelbäumen hier die Kokospalme, einzeln gepflanzt, zum hohen Stamme emporwächst und, was selten außerhalb der Wendekreise zu geschehen pflegt, alljährlich ihre Nüsse reift.

San Sebastián ca. 1890


San Sebastián besteht, einige unbedeutende Nebengässchen abgerechnet, nur aus einer langen, breiten und schnurgeraden Straße, die rechtwinklig auf den Hafen stößt. Die Continuität dieser Straße wird, etwas jenseits ihrer Hälfte, auf der rechten Seite durch einen an sie grenzenden freien Platz unterbrochen, den die saubere und nicht ohne Eleganz gebaute Pfarrkirche ziert. Die Häuser sind zum Theil zweistöckig und mit Hohlziegeln gedeckt. Wer indes beim Eintritt in die Stadt den an sie sich knüpfenden Erinnerungen und den feudalen Zuständen des Ländchens gemäß, mittelalterliche Architektur vorzufinden erwartet, der wird sich bitter enttäuscht fühlen.

Die feindlichen Ueberfälle, denen der Ort mehr als einmal zur Beute geworden, vor allem die Brandfackel der Barbaresken, haben fast jede Spur der Vergangenheit weggefegt und nichts übrig gelassen, was über das Niveau eines modernen spanischen Landstädtchens hinausginge. Die einzige Ruine, welche einigermaßen imponirt, ist als solche sehr neuen Ursprungs. Es ist dies der weitläuftige, großentheils schon dach- und fensterlos wordene Bau eines Franziskanerklosters, am Westende der Villa, der, seines Gebälkes beraubt, mit schnellen Schritten dem gänzlichen Verfall entgegeneilt. Und doch sind es noch nicht ganz drei Jahrzehnte, seit die frommen Ordensbrüder auf Mendizabals Geheiß von dannen ziehen mussten. Gegründet war dies Kloster, als das achte der Provinz, im Jahre 1533 durch den Grafen Don Guillen; das noch stehende Gebäude datirt jedoch, da das erste 1571 von den Hugonotten niedergebrannt wurde, erst aus den späteren Decennien des 16ten Jahrhunderts. Jetzt haben sich in seinen Räumen statt der Mönche ein paar blutarme Familien eingenistet.

Freilich ist's jetzt ein todter und öder Ort, diese Villa de San Sebastián, diese verlassene Residenz eines ausgestorbenen Dynastengeschlechts. Der Fußtritt eines Vorübergehenden oder der Hufschlag eines Maulthieres sind im Stande, selbst bei Tage, das Echo der menschenleeren Gasse wachzurufen. Die Ärmeren gehen frühmorgens auf ihre Feldarbeit; die Wohlhabenderen, wenn sie es nicht überhaupt vorziehen, die schöne Jahreszeit auf einem ihrer Landgüter zu verleben, halten sich den größten Theil des Tages hindurch in den Wohnungen verschlossen. Erst der Abend vereinigt es sie gruppenweise in Ermangelung eines Cafés in irgend einem Kramladen, wo ein Paar buntetikettirte Flaschen französischer Liköre von dem civilisatorischen Berufe der großen Nation predigen. Da kein öffentlicher Spaziergang vorhanden ist, wird man die Damen kaum anders gewahr, als wenn sie zur Messe gehen.

Selbst am Hafen herrscht nur selten regeres Leben. Mit ihren geschlossenen Holzfensterläden stehen die Häuser verdrießlich und mürrisch blickend da. Seit man angefangen, Cochenille zu bauen, sind selbst die Hühner, die in dem Rufe stehen, dem kostbaren Farbeinsekt nachzustellen, fast aus den Straßen verschwunden. Nur hie und da sieht man eine Frau aus dem Volke mit dem Spinnrocken in der Hand in ihrer Hausthür stehen. Brod aus Farnwurzeln wird zu Zeiten mit lauter Stimme feilgeboten und den Passanten als etwas Delikates angepriesen. Die munteren Kinderspiele allein sind es, welche auch hier ein wenig Lächeln und Sonnenschein in die öde Langweiligkeit kleinstädtischen Wesens bringen. Namentlich ist es ein allerliebster Anblick, die kleinen Mädchen mit unnachahmlicher Grazie langsamen Taktes und singend die Seguidilla stundenlang vor den Thüren oder auf dem Sand der Playa tanzen zu sehen.


Über die Ernährung der Gomeros


Das Gute hat Gomera, dass daselbst wenigstens niemand vor Hunger stirbt. Es theilt mit Gran Canaria den Vorzug, sich selbst mit seinen Erzeugnissen zu genügen und der Nachbarn nicht zu bedürfen. Der Wald nährt seine Kinder. Nirgend ist das allgemein verbreitete Adlerfarn (Pteris aqmlina, L.) häufiger, nirgend sind seine brodspendenden Wurzeln mehlreicher und schmackhafter als hier. In Nothjahren helfen sie, die nie fehlenden, der Bevölkerung über du Schlimmste hinweg. Brod aus Farnrhizomen wird indes hier zu allen Zeiten gern genossen, indem die „Helechos" dieser Insel für besser, wohlschmeckender und gesunder als die des benachbarten Palma's gelten. Es giebt viele Gomero's, die nie im Leben anderes Brod gegessen und dabei, gesund und kräftig, ein hohes Alter erreichen.

Feldarbeit


Man schätzt in den Walddistrikten den Wohlstand der Familien nach der Ausdehnung ihrer Farnbrachen. Eine Bauerntochter, die bedeutende mit Pteris bestandene Strecken als Mitgift zu erwarten hat. bleibt gewiss nicht lange ledig. Je größer dieselben sind, für desto reicher gilt sie. Von anderen zur Speise dienenden Waldfrüchten nennen wir als die häufigeren noch die des Mocanbaumes und die unter dem Namen Cresas bekannten dunkelroth und erdbeerartig aussehenden, etwas adstringirend schmeckenden Beeren der Myrica Faya (Faya fragifera), welche nicht nur roh genossen, sondern auch getrocknet und zu Gofio vermahlen werden.

Obwohl das Meer rings um die Insel sehr fischreich ist, zeigen ihre Einwohner dennoch wenig ichthyophagische Neigungen. Selbst San Sebastián und die anderen größeren Ortschaften sind äußerst schlecht mit dem Tafelluxus, der auf den übrigen Canaren kein solcher ist, versorgt. Zur Zeit als ich dort war, erinnere ich mich kaum einmal in San Sebastián frischen Fisch bekommen zu haben. Alle Boote und die ganze Fischermannschaft, hieß es, wären längs der Südküste auf Thunfischfang. Nicht ein einziger Nachen fischte damals für die bedürfnislosen Bürger der Stadt, der es sogar an eine Fischhalle (Pescaderia) fehlt.


Über die „Eigenthümlichkeiten“ der Gomeros


In dem vorliegenden Versuch einer Schilderung der Waldinsel des canarischen Archipels haben wir von der Beschaffenheit des Landes und von einigen seiner Produkte gehandelt. Er würde indes allzu unvollkommen bleiben, wenn wir nicht zum Schluss auch einen Blick auf seine Bewohner würfen, um so mehr da der Charakter derselben von dem aller anderen Isleños abweicht. Seine Schroffheiten und manche seiner Eigenthümlichkeiten haben ihn in einen nicht beneidenswerthen Ruf gebracht. Eine gehörige Portion gährenden Drachengifts ist hier der Milch frommer Denkungsart beigemischt. Umgeben von exquisit sanften, mit fast unglaublicher Herzensgüte bevorzugten Bevölkerungen, muss dazu jede vom Temperament und von der Ungunst der Verhältnisse wach gerufene Dissonanz bei diesen Insulanern gerade durch den Contrast, schneidender und greller noch, als sie wirklich ist, hervortreten. Es bedarf daher der Vorsicht bei Prüfung ähnlicher Aussagen, wie die, welche die Gomeros für böse, rachsüchtig, falsch und träge erklären. Dass sie etwas anders sind als die übrigen Canarier, wird niemand, der sie kennt, leugnen. Von jener starken Tendenz zum Guten, von jener herzgewinnenden Begabung der nationalen Psyche, welche sonst allenthalben ein Erbtheil der Guanchenrasse zu sein scheint, ist auf das uns beschäftigende Eiland augenscheinlich der kleinste Antheil gefallen.

Aus einer zertretenen und Jahrhunderte hindurch geknechteten Volksthümlichkeit konnte sich kein fröhlicher Geist entwickeln. Der Charakter des heutigen Gomeros trägt die Spuren der Vergangenheit unverkennbar an sich. Uebertriebene und seltsame Gerüchte von der Schlechtigkeit desselben sind unter den Nachbarn im Umlauf. Ich erkläre von vorn herein, dass sie ins Gebiet der poetischen Licenz hinüberschweifen. So zeigte sich in Sta. Cruz de Tenerife ein gewisser Nicolas, ein junger Mensch, der viel Anhänglichkeit an sich hatte und als Knabe mehrere Jahre lang in Gomera gewesen war, sobald er meine Absicht, dorthin zu gehen, erfuhr, um mein Leben besorgt. Er frug mich mehr als einmal, ob ich denn nicht fürchte, durch böse Menschen von irgend einer Felswand hinabgestürzt zu werden. So hatte ich an demselben Orte eine Schauergeschichte, eine Frau in Gomera betreffend, erzählen hören, die von ihren eigenen Verwandten nächtlings überfallen und der, ehe man sie tödtete. beide Brüste abgeschnitten worden seien. Mir, dem vor dem tarpejischen Felsen nie bange gewesen, wiederholten indes schon auf dem Schiffe, das mich hinüberführte, die Matrosen, wenn ich ohne Auftrag, Steuern zu erheben, käme, würde ich mich unter ihren Landsleuten eben so unangefochten bewegen, wie in Teneriffa oder Fuerteventura Wer fühlte sich da sicherer als ich!

Bei genauerer Bekanntschaft mit den Gomeros, wird man gewiss zu der Überzeugung kommen, dass fast alle guten und vortrefflichen Eigenschaften, die den Charakter der Isleños im Allgemeinen auszeichnen, sich auch bei ihnen wiederfinden und dass selbst die Schattenseiten, welche man wahrnimmt, durch das guanchische Blut in ihren Adern gemildert auftreten. Folgendes jedoch ist Thatsache: das Volk trägt in Gomera seine Armuth unwilliger als auf den übrigen Inseln. Nur zu viele aus seiner Mitte sind geneigt, die sociale Frage dadurch zu lösen, dass sie, selbst besitzlos, alles was sie brauchen, für ihr Eigenthum ansehen. Zum Glück ist der Kreis ihrer Bedürfnisse sehr eng gezogen. Eine goldene Uhr ist sicher in Chipude, ein fruchtbeladener Obstbaum oder ein Kartoffelfeld sind es auf mehrere Meilen in der Runde nicht. Diese Häufigkeit der Felddiebstähle entmuthigt den wohlhabenderen Landmann und schadet der Kultur außerordentlich.

Die Sicherheit der Wege ist so ungefährdet wie irgendwo in der Provinz. Wenn Gesetzlosigkeit sich geltend macht, so pflegt es auf einem anderen Felde zu geschehen. Familien, deren Interessen collidiren, hassen einander hier mit großer Zähigkeit und Erbitterung, nicht selten bis zum Messer. Aus dem Gebüsch der Waldränder knallt hin und wieder ein Schuss auf die besonders verhassten Steuereinnehmer. In der Verschlossenheit und in dem finsteren Wesen mancher Gomeros glaubt man wohl mitunter einen Rest von Sklaventücke zu erkennen; aber man wird irre an dieser Ansicht, wenn man daneben die unbefangenste Fröhlichkeit in kindlicher Lust aufjubeln und auflachen hört.

Auch hier ist Gastfreiheit eine Nationaltugend. Zu schmeicheln indes verstehen die Leute nicht. Stolz und störrisch hegen sie, wie andere kaum emancipirte Unfreie, einen Widerwillen gegen die Domesticität. Sie gleichen darin vielen Einwohnern der Capverden. Während man in Teneriffa und auf den übrigen Canaren beständig von jungen Burschen angegangen wird, sie als Diener mitzunehmen, kommen hier dergleichen Bitten nicht leicht vor. Dagegen bemerkt man einen entschiedenen Hang zum zigeunerhaften Vagabundiren, dem das Farnwurzelgraben und Beerensuchen in den Wäldern Vorschub thut; überhaupt eine gewisse Arbeitsscheu, die sich von halbwilden Instinkten herschreibt, ihre Erklärung und Entschuldigung aber zugleich auch in dem erbärmlich niederen Tagelohn findet, so wie in der großen Leichtigkeit, das materielle Leben bedürfnislos zu fristen.

Ihrer äußeren Erscheinung nach sind die Gomeros ein rüstiger Menschenschlag, brünetter als die meisten Teneriffaleute und fast ohne Beimischung blonder Elemente. Jene bildschönen Gesichter, denen man auf Palma und Teneriffa gar nicht selten begegnet, scheinen unter ihnen kaum vorzukommen. Eine eigentliche Nationaltracht haben sie nicht, sondern kleiden sich auf das Allereinfachste: die Männer in Hemd, Jacke und Hosen, von denen letztere die Beine oft hoch hinauf bloß lassen. Ihre Häuser sind wahre Hütten von jämmerlichem Ansehen. In einem solchen Häuschen, von einigen Feigenbäumen umgeben, einem Stückchen Kartoffelland und einem Schwein oder einigen Ziegen, besteht oft die ganze Habe einer Familie.

Man glaubt in dem allen irländische Zustände vor sich zu sehen. Im Gebirge des Inneren, z.B. in den Pomarcitos oder Apfelgärtchen über Hermigua trifft man Wohnungen mit korbartig aus Reisern geflochtenen Wänden, die mit Roggenstroh gedeckt, und außerdem nach außen zum Schutz gegen die rauhe Luft mit einer Hülle von eben dem Stoff umgeben sind. Die Hütten (chozas) der Ureinwohner sind gewiss nicht viel anders gebaut gewesen.

Was die besitzende Klasse, die Caballeros, anbetrifft, so gleichen diese fast vollkommen ihren Standesgenossen auf den anderen Inseln, doch vermisst man bei ihnen ein wenig von jener fast raffinirt seheinenden Urbanität, an welche man sich innerhalb dieses Archipels nur zu sehr gewöhnt. Über die Vereinsamung, in der sie während der verhältnismäßig rauhen und regnerischen Wintermonate leben müssen, wenn die angeschwollenen Gießbäche oft alle Verbindung mit den Nachbarn unterbrechen, habe ich viel klagen hören.

Theilnahme am geistigen Verkehr der Nation ist wenig bei ihnen vorhanden. Ich finde es bezeichnend, dass in den Subscribentenlisten, die nach spanischer Sitte gewöhnlich den Büchern beigedruckt werden, was die mir zugängliche Isleñoliteratur der Neuzeit anbelangt, auch nicht ein Name aus Gomera figurirte. Das einzige lesbare Buch, welches ich in San Sebastián auftreiben konnte, war die Araucana von Ercilla. Wahrscheinlich würde Voltaire dies Epos weniger gelobt haben, wäre er einmal drei Wochen lang auf dasselbe als einzige Lektüre angewiesen gewesen.
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Beitragvon Mafalda am Mo 10. Mai 2010, 20:59

Buba, que maravilla. :blumen
Und wieviel davon klingt bis heute durch - sei es auf La Gomera selbst, intrainsular oder auch von/nach Peninsula. Aber auch von BesucherInnen wie ResidentInnen.
Danke für Deine Quellensuche und -FINDEN :wink
"Um glücklich zu sein, muß man seine Vorurteile abgelegt und seine Illusionen behalten haben."
Émilie du Chatelet (französische Mathematikerin, Physikerin und Philosophin; 1706-1749)
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Beitragvon Buba am Mo 10. Mai 2010, 21:08

Mafalda hat geschrieben:Danke für Deine Quellensuche und -FINDEN :wink


:hut De nada. Es hat mir riesigen Spaß gemacht!
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Beitragvon GoSch am Mo 10. Mai 2010, 21:23

Ja, sehr interessant. :hut
Besonders finde ich das Bild von Agulo.
Wirkt viel neuer als 1890, hätte ich vielleicht auf 1960er Jahre geschätzt.
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Beitragvon Lee am Di 11. Mai 2010, 20:25

:muetze

Interessanter Bericht, der aber auch mal wieder zeigt welch krude, versimpelnde Charaktereigenschaften die früheren Naturwissenschaftler und Ethnologen pauschal ganzen Völkern zuordneten. :kopfschuettel

Und die immer noch gepflegten Vorurteile der verschiedenen Inselbevölkerungen, Dörfer, Länder usw. übereinander sind auf der Welt seit dieser Zeit leider kaum geringer geworden.

Davon ist bestimmt niemand ganz frei.
:angel Free Sundown! Nieder mit der Trommel - und Didjeridoo Diktatur! Für musikalische Vielfalt - der Sonnenuntergang hat bessere Musik verdient. :ausheck
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Beitragvon Mafalda am Di 11. Mai 2010, 21:58

Der gerade Weg ist hier nicht allein fast niemals der beste, sondern in vielen Fällen platterdings eine Unmöglichkeit.
„De cada pájaro una pluma" (Von jedem Vogel eine Feder)

:herz
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Beitragvon woga am Mi 12. Mai 2010, 17:49

Auch dies ein Text, der Zeit und Muße braucht. :muetze
Viele Details regen zu Nachfragen und Nachforschungen an. Wo z.B. ist La Playa del Azucar? Dort, wo jetzt die Meeresschwimmbecken sind? Gibt es noch irgendwelche Reste des Corte del Señor Conde in Benchijigua? oder des Franziskanerklosters in San Sebastián? U.s.w.

Klar sind die Bescheibungen von einem Beobachter seiner Zeit und auch geprägt von der damals beginnenden Rassenideologie, aber wenn man heute fragen könnte, wie sich die Gomeros in diesen Beschreibungen wiederfinden, wäre das schon spannend.
Den Text habe ich bestimmt nicht zum letzten Mal gelesen. Danke, Buba, für Deine Findigkeit und die Mühe, es uns nahe zu bringen! :blumen
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Aber schön! (woga) :wink
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Beitragvon Mafalda am Mi 12. Mai 2010, 19:08

:ja kann woga da voll und ganz beipflichten. :hut :blumen

Gibt es eigentlich eine Möglichkeit, z.B. so eine Datei wie diesen Text, sofern sie nicht als PDF-verlinkt ist, von den Forenseiten auszudrucken?
:achselzuck Bin halt eher Papiertigerin den Monitorleserin.
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Beitragvon eGomero am Mi 12. Mai 2010, 20:08

Mafalda hat geschrieben:Gibt es eigentlich eine Möglichkeit, z.B. so eine Datei wie diesen Text, sofern sie nicht als PDF-verlinkt ist, von den Forenseiten auszudrucken?

Ganz oben rechts auf der Seite gibt es ein Druckersymbol. Mit dem kann man in eine druckerfreundliche Ansicht wechseln.
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Beitragvon Mafalda am Mi 12. Mai 2010, 21:58

Danke! Probier es Freitachaus.
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