Mafalda hat geschrieben:woga hat geschrieben:Den Tracks von heute sollte man vielleicht nicht blind folgen.

Nur den von heute?
Hab wirklich keine Ahnung von dem Spielzeug.


Hab ein wenig darüber nachgedacht, wie ich sinnvoll auf Deine Frage antworten könnte...dabei ist ein wenig Zeit mit einigen Erfahrungen ins Land gegangen
Ob es ein Spielzeut ist, ist sicherlich einerseits eine Frage der Definition von Spiel. Für mich ist es das auf jeden Fall! In anderen Bereichen (Logistik, Seefahrt) ist es längst zu einem alltäglichen, nicht mehr wegzudenkenden Arbeitsmittel geworden. Gleichwohl ist es ein technisches Hilfsmittel mit den dazugehörigen Anfälligkeiten für technische Störungen. Deshalb ist in der Seefahrt meines Wissens immer noch vorgeschrieben, dass jeweils auf dem aktuellen Stand korrigierte Papierkarten mitgeführt werden. Man darf sich nicht nur auf eine Art der Ortsbestimmung verlassen, dort wo es keine leicht erkennbaren Wege gibt. Das gilt m.E. auch für das Wandern auf La Gomera.
Vom reinen Spielzeug zum nützlichen Werkzeug wird das Ganze aber erst dann, wenn es genügend verfügbare Wege gibt, an denen man längs navigieren kann.
Für die Straßen Europas, sofern man sie mit dem Auto befährt, ist das schon der Fall. Immer mehr Autofahrer legen die Zielfindung in die Hand des GPS Navis und kommen damit ohne Copilot sicher an. Wenn man zu Fuss oder mit dem Fahrrad unterwegs ist, sieht das viel schlechter aus, weil dafür die nötigen elektronischen Karten (noch) fehlen.
In den letzten Tagen konnten wir hier schon einen guten Blick in die Zukunft werfen, weil in Schleswig-Holstein jetzt ein
Radroutenplaner 
das Licht des WEB erblickt hat. Das ist ein wirklich geiles Ding. Man kann dort wie in Google Maps sich Wege von hier nach dort berechnen lassen, jedoch im Unterschied zu Google bekommt man wirklich Radfahrer taugliche Wege angeboten und diese Routen kann man dann auf seinen Rechner herunterladen (ähnlich, wie die Tracks hier), wenn man will, bearbeiten und dann auf seinen Garmin oder wie sonst laden und die Route entspannt abfahren.
Das haben wir in den letzten Tagen/Wochen ganz intensiv ausprobiert und ich muss sagen: Ich bin begeistert! Mein Tamagotschi hat sich zu einem echten Hilfsmittel entwickelt. Man genießt viel entspannter die Landschaft, wenn man nicht ständig anhalten muss, um über den weiteren Weg zu spekulieren.
Es könnte ein ganz anderes Wanderfeeling werden, wenn eines Tages La Gomera über eine "routingfähige" elektronische Wanderkarte verfügte, in der die bekannten Wege alle verzeichnet wären. Aber natürlich wäre dann für uns Entdeckernaturen auch ein Reiz weniger in der Welt
