Da wir seit geraumer Zeit auf der Suche nach günstigen Flügen im Sommer nach Teneriffa sind, habe ich diesen Artikel gefunden, der ganz gut erklärt, warum die Flüge so teuer wurden. Im letzen Jahr sind wir noch für 130 Euro im August geflogen, in diesem Jahr geht es schon deutlich über 300 Euro und dann auch meistens mit unmöglichen Flugzeiten oder, wie bei Spanair über 23 - 26 Stunden. Wir geben die Hoffnung allerdings nicht auf und hoffen, dass die Preise nochmal fallen, wenn die Fluggesellschaften auf ihren teuren Flügen sitzen bleiben.
Fliegen in der Krise ist teuer
Deutsche Fluggesellschaften halten die Preise für Flüge künstlich hoch und verstecken sich dabei hinter der anhaltenden Wirtschaftskrise. Die Werbeversprechen sind groß, der Service klein und die Preise noch größer. So kann man im Moment die Geschäftspolitik der deutschen Fluggesellschaften einschätzen, wenn man nach Spanien fliegen will.
Die Werbeversprechen sind groß, der Service klein und die Preise noch größer. So kann man im Moment die Geschäftspolitik der deutschen Fluggesellschaften einschätzen, wenn man nach Spanien fliegen will. Und die Zahlen sprechen für sich: Besonders betroffen sind die kanarischen Inseln. Hier wurden erheblich Kapazitäten im Sommer reduziert. Die Fluggesellschaften begründen das mit der fehlenden Nachfrage und den hohen Kosten, die die staatliche Flughafenbehörde AENA für die Überflüge und Abfertigung kassiert.
Zum Beispiel hat die Air Berlin die Flüge auf die Sonneninsel Gran Canaria radikal verringert. Wer sonst von Hamburg jeden Tag außer Sonntags fliegen konnte, muss sich jetzt mit einem Tag, nämlich dem Samstag begnügen. Wer früher bei der Condor bei den „Fliegenpreisen“ ein Schnäppchen machen konnte, der wird heute enttäuscht. Wenn überhaupt Verbindungen angeboten werden, dann hat man meistens das Problem, das man zwar für 49,- oder 79,- Euro einen Hinflug bekommt, der passende Rückflug ist dann aber unter Garantie wesentlich überteuert und nicht unter 280,- Euro zu bekommen. So ist es dann auch zu verstehen, dass in der letzten Woche von den 100.000 Flügen mit „Fliegenpreisen“ auf der Webseite der Condor, nur die Hälfte an den Mann oder die Frau gebracht wurden. So erklärt sich von allein, dass gleich eine Woche später wieder Fliegenpreise angeboten werden, die dann aber zum größten Teil die Ladenhüter der letzten Woche sind. Zumindest hat man diesen Eindruck, wenn man diese angepriesenen Schnäppchen genauer betrachtet. Auch die Tuifly bietet in ihrer Werbung Flüge für 29,- Euro an, nur findet man selten das passende Angebot und muss dann doch den teureren Preis bezahlen.
Fliegen ist in unserer modernen und globalen Welt kein Luxus mehr. Es geht auch anders. Viele Passagiere die öfter nach Spanien fliegen wollen oder müssen, weichen auf alternativen aus, die den deutschen „Billigfliegern“ nicht gefallen werden. Wenn man zum Beispiel auf die Kanaren reisen möchte, kann man seinen Flug auch gabeln. Das heißt, man nutzt ein preiswertes Angebot für einen Flug auf das spanische Festland, wie zum Beispiel Barcelona oder Madrid. Möglich sind aber auch Alicante oder Málaga. Angebote gibt es hier auch bei ausländischen Fluggesellschaften, wie zum Beispiel easyjet oder Ryanair. Von hier aus fliegt man dann mit einer spanischen Fluggesellschaft weiter. Die Preise liegen deutlich unter den deutschen Angeboten. Den einzigen Kompromiss, den man eingehen muss, dass man einen Zwischenstopp einlegt.
Fazit: In schlechten Zeiten kann man die Preise auch künstlich hochhalten, wenn man das Angebot verringert. Dieser Eindruck drängt sich im Moment auf, wenn man einen Flug nach Spanien buchen möchte. Nur die Verbraucher und Passagiere sind nicht dumm. Auch auf diese Tricks der Fluggesellschaften wird der Kunde reagieren. Das spanische Buchungsportal „edreams“ hat vor zwei Monaten schon mal eine zweite Sprache für die User eingeführt, nämlich Deutsch.
Thomas Abraham
thomas(at)comprendes(dot)de

Danke! Ich suche auch noch nach einem Flug im Juli.
Werde jetzt wohl auch mal bei den spanischen Gesellschaften suchen.
