Hier noch ein kleiner Beitrag zur neu eingerichteten Rubrik „Legenden und Geschichten“:
Es war zu jener Zeit, als die Insel des öfteren von Piraten heimgesucht wurde. Die Bewohner des Tales beobachteten eines Tages ein Piratenschiff, das sich der Playa del Inglés näherte. Einige Männer stiegen vom Schiff herab und vergruben in der Nähe des Strandes eine Truhe. Nachdem das Schiff wieder davongesegelt war, bemerkten die Bewohner des Valle Gran Rey, dass die Truhe einen Schatz enthielt. Sie beschlossen daher, dem Grafen von La Gomera das Tal abzukaufen. Dieser willigte ein. Man verständigte sich darauf, dass ihnen all das Land überlassen wurde, das von der Stelle am Berg, an der die Quellen entspringen, bis zum Meer reichte. In jener Zeit gründete sich die Gemeinschaft der Bewässerer, deren Mitglieder noch heute über die Verteilung des Wassers entscheiden.
Den Text habe ich dem im Jahr 1988 erschienenen Kollectiv-Raiz-Reiseführer „La Gomera – Schritt für Schritt“ entnommen. Der (namentlich nicht genannte) Autor des Buches berichtet, die Geschichte sei ihm von einem Bewohner des Dorfes La Calera erzählt worden.


Sie haben aber wieder etwas in das Versteck gelegt
und 