Dramatis Personae:
Mumintroll: Wanderfreund und Sonnenbade-Verächter
Snork-Fräulein: Freundin des Trolls und grds. wanderbegeistert, aber skeptisch, was des Trolls Vorhaben angeht
Mumerick: Freund des Trolls, Mountainbiker, Jogger, Wanderer und gelegentlicher Sonnenbader
Mymla: Freundin des Mumericks, auch wanderaffin
Filifjonka: Babytochter der Mymla und des Mumericks
Ort des Geschehens:
grds. La Gomera, gebucht waren 14 Tage Playa de Santiago, dank Tui wurden es aber nur 13 – dafür ein [mode=ironie]toller[/ironie] Tag auf Teneriffa
Tag 1: Anreise
Juhu, es geht los. Nachdem ich den ganzen Vortag damit verbracht habe, alle Fragen der Mitreisenden zu beantworten, stellt sich mir erstmals die Frage, ob es so klug war, andere Personen mit zu nehmen. Was die alles wissen wollen – bin ich etwa der Reiseleiter!?
????
Halt halt halt – das war die erste Reise, auf Wunsch einer einzelnen Frau gab es diesmal was neues: Ein Pauschal-Urlaub! Meine Güte, dass ich mich zu sowas noch mal überreden lassen würde, hätte ich echt nicht gedacht. Aber gut, wenn das Snork-Fräulein dafür bereit ist, mit nach La Gomera zu kommen, dann nehm ich doch fast alles in Kauf
Und so schlecht scheinen wir es auch nicht ausgesucht zu haben. Dem Fred sein Tecina liest sich gut, auch die Internet-Kritiken sind was feines. Also nichts wie gebucht und am nächsten Tag beim Dachgeschoss-Ausbauen vorm Mumerick damit geprahlt! Und was macht die Nase? Informiert seine Mymla, jammert ihr was vor und bucht einen Tag später die gleiche Reise. Also wieder Mumerick und ich und wieder Frauen dabei. Gut, die haben wir mittlerweile ausgetauscht und der Mumerick hat noch eine mehr dabei, dürfte sich also ganz anders entwickeln.
Als es dann endlich so weit war, ging es zum Flughafen und wir starteten wieder einmal mit dem Standard-Ritual: Anstehen, Gepäck aufgeben, durch die Sicherheitsschleuse (diesmal ohne Probleme, trotz Bergschuhe) und dann Mini-Weißwürste mit Weißbier zum Maxi-Preis. Und wieder hat es geschmeckt. Die ersten Wander-, Besichtigungs- und Auto-Benutzungs-Pläne wurden gemacht, wieder verworfen, neu diskutiert und letztlich doch nur dem Flug entgegen gefiebert. Die kleine Mumerick-Familie saß babygerecht vorne, wie weiter hinten und das Snork-Fräulein konnte sich vor Freude kaum halten. Als dann auch noch "Marley & ich" als Bordfilm kam und sie ein paar Tränen der Rührung verdrücken konnte (der arme Hund :gähn), war die Welt in Ordnung.
Auf Teneriffa angekommen, standen wir am Gepäckband und hörten die Durchsage, "dass sich die Passagiere nach La Gomera bitte beeilen mögen". Ah ja – und wie? In den Auswurfschacht klettern und unser Gepäck raus suchen? Da möchte ich die Sicherheitsmenschen aber mal sehen... Als wir dann endlich alles hatten (was eine Filifjonka so alles mitschleppt ist schon beeindruckend, ich glaub ja immer noch, dass die Mymla bloss die 20kg Freigepäck ausnutzen wollte
Warum? Weil der Pilot wohl ein paar Stoppschilder überflogen hatte und wir 20 Min zu früh dran waren. Und daher ne "frühere Fähre" erwischen konnten. Also nix wie hin gesprintet zum Minibus, der hat uns halsbrecherisch zum Hafen gebracht und die Fähre hat uns auch noch mitgenommen (ich denke sogar, die haben nur noch auf uns gewartet). Die Überfahrt haben wir auch genossen, so ein Urlaubsbeginn ist schon toll, da macht man alles mit – v.a. wenn man "früher" fahren kann.
Angekommen auf der Insel aller Inseln sind wir dann mit der anderen TUI-Herde (oder war es Touri-Herde?) zur netten Frau in den Bus, die dann gefragt hat, "ob die Feindeslandhauptstädter auch da wären". Wir haben erstmal verneint, wir sind da ja nicht her, wir sind nur von da geflogen. Gut, das Snork-Fräulein wohnt da, die hat uns dann auch verpetzt. Letztlich war es wurscht, die gute Frau hat sich nur gewundert, dass wir schon da seien, sie habe mit uns "erst morgen" gerechnet... Wie bitte? Anscheinend war der Plan, dass wir noch ne Übernachtung auf Teneriffa einlegen, was der rasende Pilot gerade noch so verhindern konnte (angesichts des letzten Tages nachträglich noch einmal danke dafür!). So konnten wir aber schon am Anreisetag ans Ziel gelangen, was das ganze noch schöner machte. Netterweise lieferten sich dann unser Bus und das Taxi für die Mumerick-Familie ("Ach, sie haben ein Baby? Und einen Kinderwagen? Der passt aber in unseren vollbesetzten Bus nicht mehr rein") ein Wettrennen und ein Überholen in allen Kurven. Während das Snork-Fräulein ihre Fingernägel in meinen Unterarm grub, dachte ich mir nur: Ah ja, ich bin wieder da. Ich find's super.... Am Hotel angekommen hat Mumerick dann noch unter Stöhnen erzählt, dass der Taxifahrer während der Überholmanöver eine Kassette vorspulen musste, um ihnen den deutschen Teil eines Infohörspiels über El Silbo vor zu spielen - Taxifahrer sind was tolles
Nach dem Einchecken haben wir unser Zimmer bezogen, haben uns geduscht und sind zum Essen. Und ich war positiv überrascht. Für so einen Massenbetrieb mit Fütterung war das mehr als nur ansprechend. Und gut! Da haben der Mumerick und ich schon viel schlimmeres mit gemacht. Der Urlaub ging ja echt klasse los.
Mit einem großen Dorada im Gesicht ging es dann aber doch früh ins Bett und ich fühlte mich gut. Und das Snork-Fräulein auch. So konnte es weiter gehen...
Tag 2: Erster Tag vor Ort
Nachdem wir ausgeschlafen hatten ging es zum Frühstück. Das war wieder lecker und selbst der Tee und der Kaffee wurden einem gebracht. Schick...
Dann wurde ausgiebig das Hotel besichtigt, mehr lief dann auch nicht mehr. Aber das reichte. Ein bisserl am Pool liegen, ein wenig an der Bar hängen und mal die Anlage und den Ortsteil Tecina und den Strandbereich erkunden und Wasservorrat einkaufen, mehr mussten wir ja nicht tun..
Ach ja, Infotag für TUI-Touris war auch noch. Den haben wir auch brav besucht, uns die Geschichten über die tollen Tourenvorschläge angehört und innerlich (und offen) gelacht, v.a. als eine Reise zu kulturellen Betrieben angepriesen wurde, wo wir Einwohner besuchen würden, die "ganz wundersame Kekse backen" würden. Wir haben uns dann zwar schnell auf "sie meinte sicherlich wunderbar" geeinigt, aber dennoch dachte ich dabei immer ans VGR
. Das wurde dann auch der Running Gag des Urlaubs. Als dann die Myrma noch meinte, die "rote Wand" sei doch sicher was tolles, sagte Mumerick ganz trocken: Frag doch den Troll, der zieht Dich und das Snork-Fräulein sicherlich da auch rauf – mit mir hat er das auch schon gemacht. Und das kostet dann keine 30 EUR pro Person... Aha – Mumintours sind zurück! Aber was solls, natürlich hätte ich das Snork-Fräulein auch so mal die Agulo-Wand hochgeschossen. 
Tag 3: Erste Besichtigungstour mit den Damen
Für heute war das Auto bestellt. Also nach einem ausgiebigen Frühstück warten, bis der Mensch von der Autovermietung kommt. Und nachdem er da war, haben wir ihn erstmal in Erstaunen versetzt, als da plötzlich ein Baby war. Auf seine Nachfrage, ob wir denn einen Kindersitz mitgebucht hätten, holte Mumerick die entsprechende E-Mail raus und er wurde bleich. Während wir also die Unterlagen (Mumerick und ich würden fahren) ausfüllten, telefonierte der gute Mann hektisch und versuchte, eine Babyschale zu organisieren. Die hat er dann auch bei der Konkurrenz vor Ort bekommen und wir haben sie kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen. Auch in Ordnung.
Dann alle Mädels ins Auto rein und los mit der ersten Besichtigung. Reiseführer Mumintroll und der Busfahrer Mumerick laden zur Mini-Rundtour durch den Süden. Also erstmal die Serpentinen rauf und dann Pause beim Roque machen.
Waren die beiden Frauen schon immer so bleich? Da konnten wir uns gar nicht dran erinnern. Das Snork-Fräulein weigerte sich dann aber, sofort wieder in den Wagen zu steigen und so wanderte ich mit ihr vom Waldbranddenkmal die kurze Strecke bis zum Roque-Aussichtspunkt und versuchte sie von der Übelkeit abzulenken, während die anderen 3 mit dem Auto den Standort wechselten. Nach einer ausgiebigen Besichtigung und ersten Abstechern in die Wildnis fuhren wir zur Laguna Grande und hielten dort an. Dann noch ein kleiner Abstecher auf dem dort ausgeschriebenen Urwald-Rundweg
und danach die Strecke über den Flughafen zurück nach Playa de Santiago. Auf der Rückfahrt hat sich das Snork-Fräulein, der alte Kirchenfreak, gleich erst mal in die Ermita San Isidor verguckt, während ich mir die Frage gestellt habe, ob nicht Alajero das schönste Dorf der Insel sein könnte und ob man da nicht auch toll wohnen könnte...
Danach habe ich weiter für Unterhaltung sorgen müssen, da sonst die Damen sich u.U. den Tag noch mal durch den Kopf hätten gehen lassen müssen. So kamen wir aber doch noch ohne Neudekoration des Autos im Hotel an und verbrachten den Rest des Tages am Pool. Und liessen den Abend auf der Terrasse der Mumericks ausklingen. Meine Güte, die hatten aber Mücken. Wo waren die Geckos? Das war dann auch die Frage des Urlaubs, die wir nur mit "weiter unten, bei den teuren Wohnungen" beantworten konnten. Allerdings war die Häuserzeile der Mumericks wirklich besonders geplagt, eine Reihe weiter oben, bei uns, war fast mückenfrei. Aber da hätten wir die Filifjonka nicht unterbringen können. Also mussten wir da durch. Aber auch das kriegt man mit Rotwein hin
Tag 4: Das Wandern beginnt
Tja, was schreibe ich denn bloss für heute? Am besten: Nichts... Ich verweise nur frech hierher.
Und als wir dann erschöpft, sonnen- und hitzegeplagt wieder zurück waren, gab´s eine Runde Dorada aus dem Kühlschrank und dann Schlafen am Seniorenpool bis es endlich Abendessen gab


Das Abenteuer
Danke für die ersten 4 Tage
Macht Lust auf mehr 



super, Herr Troll. Du solltest Schriftsteller werden.
)
) und das Meer war zu dem Zeitpunkt totenstill.
