Der Troll pauschalt die Insel

Eure Abenteuer und Erlebnisse sind hier gut aufgehoben...

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Beitragvon Muminpapa am Mi 22. Jul 2009, 22:12

So - nachdem ich heute dank anstrengender Arbeit keine Lust auf gar nichts habe, setze ich mich halt schon wieder vor den PC und fange mal an zu schreiben. Wer Rechtschreibfehler findet, kann sie behalten, ich habe sicher noch genug... :mrgreen:


Dramatis Personae:
Mumintroll: Wanderfreund und Sonnenbade-Verächter
Snork-Fräulein: Freundin des Trolls und grds. wanderbegeistert, aber skeptisch, was des Trolls Vorhaben angeht
Mumerick: Freund des Trolls, Mountainbiker, Jogger, Wanderer und gelegentlicher Sonnenbader
Mymla: Freundin des Mumericks, auch wanderaffin
Filifjonka: Babytochter der Mymla und des Mumericks

Ort des Geschehens:
grds. La Gomera, gebucht waren 14 Tage Playa de Santiago, dank Tui wurden es aber nur 13 – dafür ein [mode=ironie]toller[/ironie] Tag auf Teneriffa

Tag 1: Anreise
Juhu, es geht los. Nachdem ich den ganzen Vortag damit verbracht habe, alle Fragen der Mitreisenden zu beantworten, stellt sich mir erstmals die Frage, ob es so klug war, andere Personen mit zu nehmen. Was die alles wissen wollen – bin ich etwa der Reiseleiter!?

???? :vogel

Halt halt halt – das war die erste Reise, auf Wunsch einer einzelnen Frau gab es diesmal was neues: Ein Pauschal-Urlaub! Meine Güte, dass ich mich zu sowas noch mal überreden lassen würde, hätte ich echt nicht gedacht. Aber gut, wenn das Snork-Fräulein dafür bereit ist, mit nach La Gomera zu kommen, dann nehm ich doch fast alles in Kauf :wink

Und so schlecht scheinen wir es auch nicht ausgesucht zu haben. Dem Fred sein Tecina liest sich gut, auch die Internet-Kritiken sind was feines. Also nichts wie gebucht und am nächsten Tag beim Dachgeschoss-Ausbauen vorm Mumerick damit geprahlt! Und was macht die Nase? Informiert seine Mymla, jammert ihr was vor und bucht einen Tag später die gleiche Reise. Also wieder Mumerick und ich und wieder Frauen dabei. Gut, die haben wir mittlerweile ausgetauscht und der Mumerick hat noch eine mehr dabei, dürfte sich also ganz anders entwickeln. :fuenf

Als es dann endlich so weit war, ging es zum Flughafen und wir starteten wieder einmal mit dem Standard-Ritual: Anstehen, Gepäck aufgeben, durch die Sicherheitsschleuse (diesmal ohne Probleme, trotz Bergschuhe) und dann Mini-Weißwürste mit Weißbier zum Maxi-Preis. Und wieder hat es geschmeckt. Die ersten Wander-, Besichtigungs- und Auto-Benutzungs-Pläne wurden gemacht, wieder verworfen, neu diskutiert und letztlich doch nur dem Flug entgegen gefiebert. Die kleine Mumerick-Familie saß babygerecht vorne, wie weiter hinten und das Snork-Fräulein konnte sich vor Freude kaum halten. Als dann auch noch "Marley & ich" als Bordfilm kam und sie ein paar Tränen der Rührung verdrücken konnte (der arme Hund :gähn), war die Welt in Ordnung.

Auf Teneriffa angekommen, standen wir am Gepäckband und hörten die Durchsage, "dass sich die Passagiere nach La Gomera bitte beeilen mögen". Ah ja – und wie? In den Auswurfschacht klettern und unser Gepäck raus suchen? Da möchte ich die Sicherheitsmenschen aber mal sehen... Als wir dann endlich alles hatten (was eine Filifjonka so alles mitschleppt ist schon beeindruckend, ich glaub ja immer noch, dass die Mymla bloss die 20kg Freigepäck ausnutzen wollte :wink) sind wir raus und ungeduldig von der TUI-Tante erwartet worden.

Warum? Weil der Pilot wohl ein paar Stoppschilder überflogen hatte und wir 20 Min zu früh dran waren. Und daher ne "frühere Fähre" erwischen konnten. Also nix wie hin gesprintet zum Minibus, der hat uns halsbrecherisch zum Hafen gebracht und die Fähre hat uns auch noch mitgenommen (ich denke sogar, die haben nur noch auf uns gewartet). Die Überfahrt haben wir auch genossen, so ein Urlaubsbeginn ist schon toll, da macht man alles mit – v.a. wenn man "früher" fahren kann.

Angekommen auf der Insel aller Inseln sind wir dann mit der anderen TUI-Herde (oder war es Touri-Herde?) zur netten Frau in den Bus, die dann gefragt hat, "ob die Feindeslandhauptstädter auch da wären". Wir haben erstmal verneint, wir sind da ja nicht her, wir sind nur von da geflogen. Gut, das Snork-Fräulein wohnt da, die hat uns dann auch verpetzt. Letztlich war es wurscht, die gute Frau hat sich nur gewundert, dass wir schon da seien, sie habe mit uns "erst morgen" gerechnet... Wie bitte? Anscheinend war der Plan, dass wir noch ne Übernachtung auf Teneriffa einlegen, was der rasende Pilot gerade noch so verhindern konnte (angesichts des letzten Tages nachträglich noch einmal danke dafür!). So konnten wir aber schon am Anreisetag ans Ziel gelangen, was das ganze noch schöner machte. Netterweise lieferten sich dann unser Bus und das Taxi für die Mumerick-Familie ("Ach, sie haben ein Baby? Und einen Kinderwagen? Der passt aber in unseren vollbesetzten Bus nicht mehr rein") ein Wettrennen und ein Überholen in allen Kurven. Während das Snork-Fräulein ihre Fingernägel in meinen Unterarm grub, dachte ich mir nur: Ah ja, ich bin wieder da. Ich find's super.... Am Hotel angekommen hat Mumerick dann noch unter Stöhnen erzählt, dass der Taxifahrer während der Überholmanöver eine Kassette vorspulen musste, um ihnen den deutschen Teil eines Infohörspiels über El Silbo vor zu spielen - Taxifahrer sind was tolles :wink

Nach dem Einchecken haben wir unser Zimmer bezogen, haben uns geduscht und sind zum Essen. Und ich war positiv überrascht. Für so einen Massenbetrieb mit Fütterung war das mehr als nur ansprechend. Und gut! Da haben der Mumerick und ich schon viel schlimmeres mit gemacht. Der Urlaub ging ja echt klasse los.

Mit einem großen Dorada im Gesicht ging es dann aber doch früh ins Bett und ich fühlte mich gut. Und das Snork-Fräulein auch. So konnte es weiter gehen...

Tag 2: Erster Tag vor Ort

Nachdem wir ausgeschlafen hatten ging es zum Frühstück. Das war wieder lecker und selbst der Tee und der Kaffee wurden einem gebracht. Schick...

Dann wurde ausgiebig das Hotel besichtigt, mehr lief dann auch nicht mehr. Aber das reichte. Ein bisserl am Pool liegen, ein wenig an der Bar hängen und mal die Anlage und den Ortsteil Tecina und den Strandbereich erkunden und Wasservorrat einkaufen, mehr mussten wir ja nicht tun..

Ach ja, Infotag für TUI-Touris war auch noch. Den haben wir auch brav besucht, uns die Geschichten über die tollen Tourenvorschläge angehört und innerlich (und offen) gelacht, v.a. als eine Reise zu kulturellen Betrieben angepriesen wurde, wo wir Einwohner besuchen würden, die "ganz wundersame Kekse backen" würden. Wir haben uns dann zwar schnell auf "sie meinte sicherlich wunderbar" geeinigt, aber dennoch dachte ich dabei immer ans VGR :grinundwech. Das wurde dann auch der Running Gag des Urlaubs. Als dann die Myrma noch meinte, die "rote Wand" sei doch sicher was tolles, sagte Mumerick ganz trocken: Frag doch den Troll, der zieht Dich und das Snork-Fräulein sicherlich da auch rauf – mit mir hat er das auch schon gemacht. Und das kostet dann keine 30 EUR pro Person... Aha – Mumintours sind zurück! Aber was solls, natürlich hätte ich das Snork-Fräulein auch so mal die Agulo-Wand hochgeschossen. :sm_03

Tag 3: Erste Besichtigungstour mit den Damen

Für heute war das Auto bestellt. Also nach einem ausgiebigen Frühstück warten, bis der Mensch von der Autovermietung kommt. Und nachdem er da war, haben wir ihn erstmal in Erstaunen versetzt, als da plötzlich ein Baby war. Auf seine Nachfrage, ob wir denn einen Kindersitz mitgebucht hätten, holte Mumerick die entsprechende E-Mail raus und er wurde bleich. Während wir also die Unterlagen (Mumerick und ich würden fahren) ausfüllten, telefonierte der gute Mann hektisch und versuchte, eine Babyschale zu organisieren. Die hat er dann auch bei der Konkurrenz vor Ort bekommen und wir haben sie kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen. Auch in Ordnung.

Dann alle Mädels ins Auto rein und los mit der ersten Besichtigung. Reiseführer Mumintroll und der Busfahrer Mumerick laden zur Mini-Rundtour durch den Süden. Also erstmal die Serpentinen rauf und dann Pause beim Roque machen.

Ich roque


Waren die beiden Frauen schon immer so bleich? Da konnten wir uns gar nicht dran erinnern. Das Snork-Fräulein weigerte sich dann aber, sofort wieder in den Wagen zu steigen und so wanderte ich mit ihr vom Waldbranddenkmal die kurze Strecke bis zum Roque-Aussichtspunkt und versuchte sie von der Übelkeit abzulenken, während die anderen 3 mit dem Auto den Standort wechselten. Nach einer ausgiebigen Besichtigung und ersten Abstechern in die Wildnis fuhren wir zur Laguna Grande und hielten dort an. Dann noch ein kleiner Abstecher auf dem dort ausgeschriebenen Urwald-Rundweg

Nebelwald die erste


und danach die Strecke über den Flughafen zurück nach Playa de Santiago. Auf der Rückfahrt hat sich das Snork-Fräulein, der alte Kirchenfreak, gleich erst mal in die Ermita San Isidor verguckt, während ich mir die Frage gestellt habe, ob nicht Alajero das schönste Dorf der Insel sein könnte und ob man da nicht auch toll wohnen könnte...

Danach habe ich weiter für Unterhaltung sorgen müssen, da sonst die Damen sich u.U. den Tag noch mal durch den Kopf hätten gehen lassen müssen. So kamen wir aber doch noch ohne Neudekoration des Autos im Hotel an und verbrachten den Rest des Tages am Pool. Und liessen den Abend auf der Terrasse der Mumericks ausklingen. Meine Güte, die hatten aber Mücken. Wo waren die Geckos? Das war dann auch die Frage des Urlaubs, die wir nur mit "weiter unten, bei den teuren Wohnungen" beantworten konnten. Allerdings war die Häuserzeile der Mumericks wirklich besonders geplagt, eine Reihe weiter oben, bei uns, war fast mückenfrei. Aber da hätten wir die Filifjonka nicht unterbringen können. Also mussten wir da durch. Aber auch das kriegt man mit Rotwein hin :wink

Tag 4: Das Wandern beginnt

Tja, was schreibe ich denn bloss für heute? Am besten: Nichts... Ich verweise nur frech hierher.

Und als wir dann erschöpft, sonnen- und hitzegeplagt wieder zurück waren, gab´s eine Runde Dorada aus dem Kühlschrank und dann Schlafen am Seniorenpool bis es endlich Abendessen gab :wink
"Wenn Sie mich suchen, ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf, genauer gesagt auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik, gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie!" (Bernd das Brot)
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Beitragvon woga am Mi 22. Jul 2009, 22:42

:juhu Das Abenteuer Hinkommen grandios bewältigt :freu Danke für die ersten 4 Tage :blumen Macht Lust auf mehr :ausheck
Auf La Gomera sind die Wege lang und umwegig. (Janosch)Bild
Aber schön! (woga) :wink
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Beitragvon vida llena am Mi 22. Jul 2009, 22:50

Mumintroll Du bist der Hit! :knuffel

Danke, das lässt sich gut an für einen Urlaub mit Mumintours :mrgreen:

Und ich habe Dir übrigens vorgeschlagen: Wohnt doch in Alajeró im Es Paso ..... Wollte ich nur mal sagen :ja


Und :dd

Und Meeeeeeeehr biiiitteeeee! :freu
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Beitragvon herbi am Mi 22. Jul 2009, 23:02

vida llena hat geschrieben:

Und ich habe Dir übrigens vorgeschlagen: Wohnt doch in Alajeró im Es Paso ..... Wollte ich nur mal sagen :ja



Viel zu Teuer.Kalt aber ev.Mückenfrei.Danke Mumintroll für den Bericht .Weiter bitte. :hurra2 :hurra2 :herbi :herbi :herbi
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Beitragvon La rana am Mi 22. Jul 2009, 23:07

Mumintroll :blumen Reisen der besonderen Art! :sm_03 :freu Danke für dieses Gutenachtschmankerl! :knuffel
¡¡¡Pa´delante!!!

¡genial!
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Beitragvon Lee am Do 23. Jul 2009, 09:36

Endlich wieder unterwegs mit Mumintours :freu

Ich freu mich schon auf die nächsten Tage, Herr Troll :hut
Toda de las islas pequeñas es bonita y mágica!
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Beitragvon Pequena am Do 23. Jul 2009, 09:58

:bravo super, Herr Troll. Du solltest Schriftsteller werden.
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Nur wo du zu Fuß warst, warst du wirklich.
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Beitragvon eGomero am Do 23. Jul 2009, 10:07

Mein pauschales Urteil: :freu
In zweifelhaften Fällen entscheide man sich für das Richtige. (Karl Kraus)
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Beitragvon Muminpapa am Sa 15. Aug 2009, 09:02

Tag 5: Intermezzo am Ort

Mumerick und Familie planten für heute eine Fahrt nach San Sebastian, denn es musste dringend der Hipertrebol besucht werden – Filifjonka braucht schließlich einen Urlaubsvorrat an Windeln. Ebenso sollte das dann genutzt werden, um alternative Getränke etc. für den Aufenthalt im ja nicht gerade billigen Fred-Hotel zu besorgen. Also waren das Snork-Fräulein und ich auf uns alleine gestellt :juhu und konnten alleine los ziehen.

Nur war das ohne Auto eher ungeschickt. Für ne Bus-Wanderung war es bereits zu spät, da hatten wir zu sehr getrödelt, also musste halt die Umgebung dran glauben. Wir packten unsere Badesachen ein, nahmen das kleine Schwesterlein… halt nein, falscher Text… nahmen uns bei der Hand und wanderten mal los. An Fred seiner Bananenplantage und seinem Golfplatz vorbei ging es beschwingten Schrittes ans Meer zur Playa de Tapahuga und der immer noch nicht fertigen neuen (geplanten) Hotelanlage und von dort auf der anderen Seite wieder hinauf. Netter Weg, der mich gleich mal der Versuchung aussetzte, die Wanderung von San Sebastian nach Santiago (oder umgekehrt) zu planen, was aber aufgrund der Wetterverhältnisse dann im Laufe der Tage wieder verworfen wurde.

Oben angekommen wurde kurz die Aussicht genossen, um gleich wieder in die Playa del Medio hinab zusteigen und dort einen Liegeplatz zu suchen. Hurra, Strand! Aber felsig – und menschenleer. Hmm – Schatten gab’s ja sowieso nicht, war ja wieder mal Mittag, aber wir hatten Filifjonkas Strandmuschel dabei. Tolles Ding. War schnell aufgestellt und spendetet Schatten.

Playa del Medio


Dann ging’s ein wenig in den Atlantik zum Abkühlen und zum Siesta machen in die Muschel. Leider war es aber in selbiger auch unglaublich heiß, da kein Windhauch durch ziehen konnte, so dass wir bald in unserem eigenen Saft vor uns hin schmorten. Dies hat der Troll dann wieder einmal zum Anlass genommen, das Projekt „Strandbesuch“ abzubrechen. Glücklicherweise war auch das Snork-Fräulein nicht sonderlich traurig darüber, weshalb wir dann gemütlich wieder zum Hotel zurück spazieren konnten. Hier haben wir uns nach einer ausgiebigen Dusche dazu entschlossen, den Erkundungsversuch fort zu setzen. Also sind wir wieder raus aus der Anlage und sind mal nach Tecina hoch, um den Plaza zu begutachten und den Park näher in Augenschein zu nehmen. Schließlich sollte hier ja das große beworbene Festival stattfinden, das wir uns nicht entgehen lassen wollten.

Danach sind wir noch an die Playa runter und haben dort die Promenade nebst der fleißigen Maler bewundert, die die Strandmauer aufgehübscht haben und sind dann in die Bar La Chalana, um auf einen gemischten Meeresfrüchte-Tapas-Teller zu verweilen. Und was soll ich sagen, wir fanden es klasse. Und lecker! Dieses Erlebnis hat uns dann auch dazu veranlasst, dem regelmäßigen Besuch des Abendbuffets zu entsagen und im Zweifelsfall – sofern wir nicht wo anders was Essen waren oder uns mit Mumerick im Hotel verabredet hatten, eben hier her zu gehen. Und vorweg nehmend kann ich auch nur sagen, dass wir nie enttäuscht wurden, nur einmal wurden wir von den doch sehr nervigen Bauarbeiten direkt daneben vertrieben. Ist aber auch ein fieses Geräusch, wenn der Bagger die großen Felsbrocken mittels Rüttelkorb aus dem Strandkies aussiebt und in so eine Zerkleinerungsmaschine gibt. Da stellen sich mitunter schon die Nackenhaare auf :shock

Rüttelbagger an der Playa de Santiago


Der Abend wurde dann auch getrennt verbracht, das Snork-Fräulein und ich wollten schließlich zur Fiesta de San Juanita, es war Schokoladenabend! Aber was war? Nix war mehr. Auf dem Plan stand, Beginn um 21:30 – als wir um 21:30 ankamen, haben sie alle schon zusammen geräumt. Das war fies! Naja, war auch nicht ganz so schlimm, am nächsten Tag hieß es ohnehin „früh raus!“.

Tag 6: Die längste und schönste Wanderung des Urlaubs

Wie hier näher ausgeführt, haben wir uns dem Barranco de Guarimiar angenähert und beschlossen, etwas in der Gegend umher zu wandern und zu staunen. Das hat dann auch ganz gut geklappt, weshalb wir relativ erschöpft den Rest des Tages am Pool verbracht und dem Abendessen entgegen gefiebert haben.

Tag 7: VGR – ohne geht’s ned

Heute war ausschließlich die Muminfamilie unterwegs, es galt, das VGR an zu gucken, während die Mumericks im Hotel blieben.

Also machten wir uns auf den Weg in Richtung VGR, damit das Snork-Fräulein endlich auch mal diesen Ort zu Gesicht bekommt, von dem sie daheim schon so viel gehört hatte (eine Ihrer Arbeitskolleginnen hatte in ihrer wilden Jugendzeit da mal 10 Tage oder so in den Höhlen geschlafen und ihr ständig davon erzählt wie toll das war :achselzuck)

Die Fahrt ins Tal war wie immer langwieriger als gedacht - ich finde ja, das zieht sich ganz schön – was uns allerdings an einer Stelle einen unvergleichlichen Ausblick auf Teneriffa gewährt hat. Wir sind auf der Strecke dann einmal angehalten, um einen der schönsten Momente auf der Insel genießen zu können. Der Blick über den Wald hin bis zum Meer, die Wolken und der Teide – hach, das war richtig schön. Wir sind dann auch lange Zeit einfach nur da gesessen und haben die Aussicht genossen.

Teide im Wolkenbett


Und obwohl ich wusste, dass die Abzweigung runter ins Tal sehr spontan kommt, wäre ich doch beinahe wieder vorbei gefahren – gut, dass hinter mir keiner gefahren war, als ich mal kurz im rechten Winkel nach links das Lenkrad rum gerissen habe (geht eigentlich auch ein linker Winkel nach rechts?). Dann die lange Road to Nowhere durch den Süden der Insel und Arure passiert, bis wir zum Mirador de Manrique kamen. Den haben wir dann auch mal locker links liegen gelassen und sind zum nächsten Mirador, um das Valle von oben an zu gucken. Als wir das hinter uns gebracht hatten, ging es weiter runter, bis nach El Guro.

Hier haben wir dann unseren Aufenthalt im Valle begonnen und das war dann auch mit diesem wunderbare Weg zum Wasserfall ein wirklich feiner Beginn.

Danach sind wir nach La Playa runter und haben da den nächsten Tagesstopp eingelegt. Da wir vom Wandern noch ein wenig verschwitzt waren, sind wir erst einmal in Richtung Playa ingles und hatten da eine Abkühlung geplant. Der Sand war allerdings so dermaßen heiss, dass das Snork-Fräulein in ihren Sandalen da nie im Leben durch gekommen wäre, also haben wir den menschen-(und schatten-)leeren Strand nur vom Eingang aus angeguckt und sind dann wieder zurück zur Playa de VGR. Hier gings über die Steinstufen in den Sand und direkt ins Wasser. War doch gleich viel angenehmer. Außerdem hat die Nackertenbucht doch nur dann einen Reiz, wenn man in den Brandungswellen Waschmaschine spielen kann (jetzt schimpft die Frosch bestimmt wieder über den Leichtsinn des Trolls :huch ) und das Meer war zu dem Zeitpunkt totenstill.

Danach noch schnell an der öffentlichen Dusche selbiges tun und dann ein bisserl Sightseeing durch La Playa. Das Zebra-Haus war ja leider zu, also haben wir uns nicht aus dem VGR gemeldet, aber die Insel im Netz hat es glücklicherweise auch ohne uns hin bekommen – wenn auch wohl nur knapp :sm_03 Der Tag wurde dann abgerundet durch ein ganz leckeres Essen im La Gondola, die Chocos des Snork-Fräuleins waren allerdings um Längen besser als meine Pizza. Naja, da war ich ja wohl selber schuld.

Irgendwann hatten wir dann genug gesehen und sind wieder heim. Zumindest in Richtung heim. Denn wenn wir schon in der Ecke waren, wollten wir uns auch noch den Regenwald etwas näher angucken, also sind wir zum Mirador de Vallehermoso. Da hat das Snork-Fräulein dann auch zum ersten mal ein "Wahnsinn, wie unterschiedlich hier die Pflanzen sind" ausgestossen. Ist halt doch ein Unterschied, wenn man nur von oben auf den Wald guckt oder dann mitten drin steht.
Spontan meinte sie dann auch noch "So - jetzt hätte ich gerne, das es regnet, das sieht sicher toll aus". Die Wolken haben ihr zwar den Gefallen getan, langsam aber sicher auf zu ziehen, aber irgendwie wollten sie nicht regnen. Auch wenn das Snork-Fräulein sie noch so sehr angefeuert hat :lach

Blick vom Mirador de Vallehermoso


Nachdem wir ohnehin schon so viel begutachtet hatten (auch wenn es entgegen dem Wunsch des Snork-Fräuleins nicht geregnet hatte), wollte wir, unverschämt wie wir sind, noch einen drauf setzen und sind über den Degollada de Peraza zurück. Ich wollte dem Snork-Fräulein so gerne nen Wolkenwasserfall zeigen, aber das war an diesem Tag einfach nicht die Zeit dafür. Also sind wir dann wieder heim zum Fred und haben uns wie die Schneekönige gefreut, dass wir im VGR was richtiges gegessen hatten. Dem Fred sein Buffet war an diesem Tag zum ersten (und auch einzigen) Mal richtig schlecht, was unsere verwöhnten Gaumen betraf. Aber wir hatten kein Problem damit, die Mumerick-Familie hingegen war ein wenig angefressen. Aber das bisserl, was noch an Hunger da war, konnte man auch mit Flüssigbrot stillen :wink

Tag 8: Ich, Roque

Heute war nach einem Erholungstag (nein, der Wasserfall gilt als Ausflug, nicht als Wandern :mrgreen:) wieder Wandern angesagt. Das Snork-Fräulein wollte sich von den anstrengenden Vortagen erholen und hat gestreikt, der Mumerick hingegen war schon wieder bereit. Also haben wir uns dafür entschieden, mal „den lustigen Weg zu gehen, der vom Mirador an der Degollada de Peraza runter geht“ (so die Aussage des Mumerick am Abend des Tag 5).

Also das Buch der Bücher raus gekramt und geguckt, was die Wolfis dazu sagen. Nummer 3 sagten sie, also sollte es Nummer 3 sein.

Nach unserer Rückkehr war dann auch nichts mehr groß zu erledigen, also haben wir unsere Damen aufgesucht und durften erneut über die Massen an spontan hereinbrechenden Spaniern staunen; na gut, es war ja auch wieder Wochenende.

Um dann einen Verpflegungsnotstand zu vermeiden, hatten wir uns schon in der Früh für auf’d Nacht in den Club Laurel zum BBQ angemeldet. Andererseits wären wir den Kurzurlaubern vermutlich gar nicht begegnet, wir essen aus deren Sicht einfach viel zu früh am Abend. Aber wenn ich um 06:30 aufstehe, dann habe ich nun mal spätestens um 20:00 schon wieder Hunger :hrmpf

Eines hat sich aber auch noch gezeigt: Die Nebensaison ging langsam zu Ende, die ersten deutschen Familien sind angekommen und bevölkerten den Familienpool. Hier hat sich dann auch ein auf den ersten Blick komisches, auf den zweiten Blick aber nicht ganz ungefährliches Ereignis abgespielt. Eine Mutter wollte mit ihrer kleinen Tochter (~3 Jahre) Schritt für Schritt in den Familienpool. Vermutlich dachte sie, Familienpool bedeutet Pool mit sanft abfallender Wassertiefe. Dabei hieß das beim Fred nur „Pool, der inmitten der Familienappartements liegt“ (der kindertaugliche Pool ist der Hauptpool mit einer Starttiefe von etwa 10 cm). Also ist sie rückwärts die Treppen runter gestiegen, um ihre Tochter langsam ins Wasser (mit Schwimmflügeln) gleiten zu lassen. Und nach der letzten Stufe machte es „Blupp“ und die Mutter war weg. Nachdem der Pool auch durchgehend gleich tief ist (1,8m) und die Mutter deutlich kleiner war, machte es nach der letzten Treppe halt „Blupp“. Sie ist dann auch sofort wieder hoch und hat die an der Oberfläche in den Schwimmflügel hängende Tochter sofort wieder aus dem Pool gehievt und dem Vater übergeben. Wenn das Kind keine Schwimmflügel gehabt hätte, hätte es aber eben auch „Blupp“ gemacht und das wäre eher ungut gewesen. So sah es aber saukomisch aus, v.a. weil die Tochter dann vom lachenden Papa in ein Handtuch gewickelt wurde und auf der Liege, im riesigen Handtuch sitzend, ihrer Mutter im Pool vernichtende Blicke zugeworfen hat: :lol

Am Abend dann ging es für den Troll und das Snork-Fräulein nochmal zur Fiesta de San Juanito, Folklore-Abend. Das war sehr schön und – da von und für Einheimische gemacht – kein Touri-Blödsinn. Ich glaube sogar, wir waren die einzigen Touris (und standen sicher raus wie bunte Hunde :wink).

Folklore-Gruppe im Ortsteil Tecina
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Beitragvon La rana am Sa 15. Aug 2009, 12:45

Mumintroll, einfach toll geschrieben, als wenn man dabei gewesen wäre! Über die Gefahren am Playa del Inglés, auch für Trolle, wollen wir mal heute schweigen. :ausheck
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