Casas de Cuevas Blancas: Der spektakuläre Weg
Einige Beschreibungen in Internet Blogs über die Schwierigkeiten, die Cuevas Balancas zu finden, hatten meine Entdeckerseele erreicht. Also mussten wir dort hin. 5 Stunden Gehdauer hin und zurück stand in den einschlägigen Wanderführern: Das war uns zu lang. Deshalb versuchten wir zunächst, die Strecke zu verkürzen. Das gelang ganz gut, denn die Touren waren jeweils ab Km 8 der Carretera del norte (TF-711) Die ersten 40 Minuten sollten laut Rother entlang der Pista Forestal de Majona gehen. Hin- und zurück wären das schon 1 ½ Stunden.
Gesagt getan, wir würden versuchen, bis zur La Gerode mit dem Auto zu fahren. Das ging ganz gut. Die erste Strecke war Natursteinpflaster in Beton (wie nach El Cedro), danach Asfalt, schmal, aber fahrbar. Erst kurz vor la Gerode fing dann Schotterstrecke an. Große augen machten wir, als wir bei La Gerode ankamen: Dort parkten schon 6 bis 7 Pickups. Wir mussten alle Mühe aufwenden, um noch ein kleines Plätzchen zu finden, ohne den Fahrweg zu versperren. In einem Pickup saß ein uniformierter Ranger mit Fernglas. Der starrte aufmerksam in die Richtung, in die wir wandern wollten. Gleich zu Beginn bei La Gerode tolle Ausblicke über den Inselnorden und in den Barranco de Majona. Den sollten wir noch näher kennenlernen.
Zunächst mussten wir entscheiden, ob wir über den Stangenpfad gehen wollten, oder über die Casas de Jaragán. Da ich gern meinen neuen Garmin ausprobieren wollte und weil es näher un nicht so anstrendend aussah, entschieden wir uns für den Stangenpfad. Merkwürdiger Name, warum heißt der wohl so? Den Weg nach Jaragán rechts lassend gingen wir fröhlich am Nationalparkschild vorbei und kamen gleich hinter der nächsten Ecke in absolut spektakuräres Gelände. 300m fast senkrecht links unter uns der Barrancogrund und ebenso senkrecht über uns der pinienbewachsene Berg. Dazwischen 60-80cm Camino.
Ein atemberaubender Weg, zum Teil im Wald verlaufend, aber immer wieder mit tollen Ausblicken. Nichts für Leute, die sich unsicher über ihr Gleichgewicht oder über ihre Standfestigkeit sind, aber sehr bequem zu gehen, oft im Schatten führend und nahezu ohne Höhenunterschied.
Ein Wort zum Thema Sicherheit auf Wanderwegen La Gomeras:
Wenn Trittsicherheit und Höhenfestigkeit gefordert wird ist das absolut ernst zu nehmen. Daran ändern auch einige Versuche nichts, die Wanderwege durch Handläufe abzusichern. Dies ist absolut trügerisch, wie man hier sieht:
Es gilt: Nur gucken, nicht anfassen!
Schließlich kamen wir zu einer Steintreppe, die in den Himmel zu führen schien.
Und tatsächlich, oben angekommen, waren wir in einer ganz anderen Welt. Gleißende Sonne empfing uns und uns zu Füssen lag Teneriffa mit dem Teide.
Von dort an ging’s weiter bequem sachte abwärts führend an einem alten Haus vorbei, einem Dreschplatz und der weg schien in ein liebliches Tal hinabzuführen. Hier war der Garmin erstmals hilfreich, der uns andeutete, dass wir besser den Berg hinauf, statt hinab gehen sollten. Am Bergkamm waren eine Anzahl überdimensionale Steinmännchen zu erkennen. Wir beschlossen, dort mal hinauf zu gehen. Das War auch gut so, denn auf der Hochfläche fanden wir einen Weg, der ungefähr in Richtung Casas de Cuevas Blancas wies (die waren nämlich auf der Karte unseres Garmin eingezeichnet. Wir hatten die freie Karte Islas Canarias von Pöppler 1:50.000 geladen). Auf dem Weg hinauf schon hörten wir Schüsse und dann sahen wir auch den erstem Mann mit Hunden und Schrotflinte auf einem Stein sitzen. Nun war klar, was die vielen Pickups und der Ranger mit Fernglas zu bedeuten hatten: Hier wurde gejagt. Zwei Fragen beschäftigten uns von da an: 1. Werden die Jäger uns sicher von Kaninchen unterscheiden? 2. Haben die Hunde auch Appetit auf größeres? Um es vorwegzunehmen. Wir sind heil und sicher hin und zurück gekommen, außer freundlichen Grüßen ist nichts passiert.
Die sich vor uns auftuende Hochebene war schon imposant in ihrer Ausdehnung. So etwas hatten wir im Inselnorden bislang nicht gesehen. Der Weg war zunächst gut zu finden, verlor sich dann aber wieder. Ich konnte verstehen, dass man spätestens hier lange herumirren kann, ohne die Cuevas Blancas zu Gesicht zu bekommen.
Den vor uns liegenden Hügel etwas links lassend kamen wir dann zu einem kleinen ausgewaschenen Weg, der eher ein Barranco war, dieser führte uns auf eine weitere Hochebene, die stärker zum Meer geneigt war. Der Weg verlor scih wieder und der Garmin behauptete stur, dass wir nach rechts müssten. Nur widerwillig gab ich dem Nach und siehe, bald war ein Hausdach zu sehen und dann noch weitere. Wir waren da! Casas de Cuevas Blancas. Später habe ich gelesen, dass man um die Häuser besser wegen der dort eingesperrten Hunde einen Bogen machen sollte. Wir fanden die Häuser jedoch verlassen vor.
Nach Karte kann man um den südlich der Häuser gelegenen Hügel herumgehen. Da jedoch eine Strecke erkennbar durch eine Steilwand ging und der Zustand des Weges uns nicht geheuer war, verzichteten wir darauf und gingen den gleichen Weg zurück. auf halber Strecke zeigte der Garmin plötzlich, dass wir uns zunehmend vom Track des Hinweges entfernten, just in dem Moment, als uns die Landschaft zunehmend unbekannter vorkam. Also, Weg zurück, bis die Anzeige vo Hin- und Rückweg sich wieder deckte, und siehe da, wir hatten den Abstieg zum Stangenpfad übersehen. Der war so unscheinbar, dass ich ihn ohne Navigator wohl lange gesucht hätte.
6,8 km sind wir gegangen und haben dafür 3 Stunden und 22 Minuten gebraucht. Wenig anstrengende spektakuläre Tour, die jedoch sicheres Gleichgewicht fordert.
Diese Schwierigkeit kann man umgehen, wenn man den anstrengenderen Weg über die Casas de Jaragán wählt.
Gesagt getan, wir würden versuchen, bis zur La Gerode mit dem Auto zu fahren. Das ging ganz gut. Die erste Strecke war Natursteinpflaster in Beton (wie nach El Cedro), danach Asfalt, schmal, aber fahrbar. Erst kurz vor la Gerode fing dann Schotterstrecke an. Große augen machten wir, als wir bei La Gerode ankamen: Dort parkten schon 6 bis 7 Pickups. Wir mussten alle Mühe aufwenden, um noch ein kleines Plätzchen zu finden, ohne den Fahrweg zu versperren. In einem Pickup saß ein uniformierter Ranger mit Fernglas. Der starrte aufmerksam in die Richtung, in die wir wandern wollten. Gleich zu Beginn bei La Gerode tolle Ausblicke über den Inselnorden und in den Barranco de Majona. Den sollten wir noch näher kennenlernen.
Zunächst mussten wir entscheiden, ob wir über den Stangenpfad gehen wollten, oder über die Casas de Jaragán. Da ich gern meinen neuen Garmin ausprobieren wollte und weil es näher un nicht so anstrendend aussah, entschieden wir uns für den Stangenpfad. Merkwürdiger Name, warum heißt der wohl so? Den Weg nach Jaragán rechts lassend gingen wir fröhlich am Nationalparkschild vorbei und kamen gleich hinter der nächsten Ecke in absolut spektakuräres Gelände. 300m fast senkrecht links unter uns der Barrancogrund und ebenso senkrecht über uns der pinienbewachsene Berg. Dazwischen 60-80cm Camino.
Ein atemberaubender Weg, zum Teil im Wald verlaufend, aber immer wieder mit tollen Ausblicken. Nichts für Leute, die sich unsicher über ihr Gleichgewicht oder über ihre Standfestigkeit sind, aber sehr bequem zu gehen, oft im Schatten führend und nahezu ohne Höhenunterschied.
Ein Wort zum Thema Sicherheit auf Wanderwegen La Gomeras:
Wenn Trittsicherheit und Höhenfestigkeit gefordert wird ist das absolut ernst zu nehmen. Daran ändern auch einige Versuche nichts, die Wanderwege durch Handläufe abzusichern. Dies ist absolut trügerisch, wie man hier sieht:
Es gilt: Nur gucken, nicht anfassen!
Schließlich kamen wir zu einer Steintreppe, die in den Himmel zu führen schien.
Und tatsächlich, oben angekommen, waren wir in einer ganz anderen Welt. Gleißende Sonne empfing uns und uns zu Füssen lag Teneriffa mit dem Teide.
Von dort an ging’s weiter bequem sachte abwärts führend an einem alten Haus vorbei, einem Dreschplatz und der weg schien in ein liebliches Tal hinabzuführen. Hier war der Garmin erstmals hilfreich, der uns andeutete, dass wir besser den Berg hinauf, statt hinab gehen sollten. Am Bergkamm waren eine Anzahl überdimensionale Steinmännchen zu erkennen. Wir beschlossen, dort mal hinauf zu gehen. Das War auch gut so, denn auf der Hochfläche fanden wir einen Weg, der ungefähr in Richtung Casas de Cuevas Blancas wies (die waren nämlich auf der Karte unseres Garmin eingezeichnet. Wir hatten die freie Karte Islas Canarias von Pöppler 1:50.000 geladen). Auf dem Weg hinauf schon hörten wir Schüsse und dann sahen wir auch den erstem Mann mit Hunden und Schrotflinte auf einem Stein sitzen. Nun war klar, was die vielen Pickups und der Ranger mit Fernglas zu bedeuten hatten: Hier wurde gejagt. Zwei Fragen beschäftigten uns von da an: 1. Werden die Jäger uns sicher von Kaninchen unterscheiden? 2. Haben die Hunde auch Appetit auf größeres? Um es vorwegzunehmen. Wir sind heil und sicher hin und zurück gekommen, außer freundlichen Grüßen ist nichts passiert.
Die sich vor uns auftuende Hochebene war schon imposant in ihrer Ausdehnung. So etwas hatten wir im Inselnorden bislang nicht gesehen. Der Weg war zunächst gut zu finden, verlor sich dann aber wieder. Ich konnte verstehen, dass man spätestens hier lange herumirren kann, ohne die Cuevas Blancas zu Gesicht zu bekommen.
Den vor uns liegenden Hügel etwas links lassend kamen wir dann zu einem kleinen ausgewaschenen Weg, der eher ein Barranco war, dieser führte uns auf eine weitere Hochebene, die stärker zum Meer geneigt war. Der Weg verlor scih wieder und der Garmin behauptete stur, dass wir nach rechts müssten. Nur widerwillig gab ich dem Nach und siehe, bald war ein Hausdach zu sehen und dann noch weitere. Wir waren da! Casas de Cuevas Blancas. Später habe ich gelesen, dass man um die Häuser besser wegen der dort eingesperrten Hunde einen Bogen machen sollte. Wir fanden die Häuser jedoch verlassen vor.
Nach Karte kann man um den südlich der Häuser gelegenen Hügel herumgehen. Da jedoch eine Strecke erkennbar durch eine Steilwand ging und der Zustand des Weges uns nicht geheuer war, verzichteten wir darauf und gingen den gleichen Weg zurück. auf halber Strecke zeigte der Garmin plötzlich, dass wir uns zunehmend vom Track des Hinweges entfernten, just in dem Moment, als uns die Landschaft zunehmend unbekannter vorkam. Also, Weg zurück, bis die Anzeige vo Hin- und Rückweg sich wieder deckte, und siehe da, wir hatten den Abstieg zum Stangenpfad übersehen. Der war so unscheinbar, dass ich ihn ohne Navigator wohl lange gesucht hätte.
6,8 km sind wir gegangen und haben dafür 3 Stunden und 22 Minuten gebraucht. Wenig anstrengende spektakuläre Tour, die jedoch sicheres Gleichgewicht fordert.
Diese Schwierigkeit kann man umgehen, wenn man den anstrengenderen Weg über die Casas de Jaragán wählt.


