>Beatriz de Bobadilla (* 1462 † 1501) war Tochter von Juan de Bobadilla, des Jagdmeisters der
Reyes Catolicos (Königin Isabella I. von Kastilien (* 1451 † 1504) und König Ferdinand II. von Aragonien (* 1452 † 1516), der als Ferdinand V. auch König von Kastilien war), und Leonor Álvarez de Vadillo. Sie war Nichte ihrer Namensvetterin
>Beatriz de Bobadilla, der Marquise von Moya, einer Befürworterin und Freundin Isabellas I.
Genannt
Die Jägerin nach dem Beruf ihres Vaters, übte sie eine starke Anziehungskraft auf König Fernando aus. Vermutlich auch deshalb wurde sie von Isabella mit
>Hernán Peraza verheiratet, der 1482 an den Hof gekommen war. Aus dieser Ehe stammen zwei Kinder: Guillén Peraza de Ayala, erster Graf von
>La Gomera, und Inés de Herrera. Vom Tode
>Hernán Perazas 1488 an führte Beatriz die Regierungsgeschäft auf
>La Gomera im Namn ihres Sohnes Guillén. Sie versorgte die Flotte von Christoph Kolumbus, der bei seinen Reisen nach Amerika 1492, 1493 und 1498 von
>La Gomera aus in See stach. 1498 Heiratete sie Alonso Fernández de Lugo.
Ihr werden diverse amouröse Verhältnisse nachgesagt, unter anderem mit dem Großmeister des Calatravaordens Rodrigo Téllez Girón, mit König Ferdinand II und Christoph Kolumbus.
In der Literatur wird sie gerne als mitleidlose, grausame, blutdürstige, ehrgeizige, diebische und nymphomane Frau beschrieben und dies kennzeichnete auch ihren Herrschaftsstil.
Der Name Bobadilla, Diminutiv von Bobada, bedeutet etwa Ochsenweide (
lugar de pasto o paso de bueyes, vom lateinischen
bos,
bovis der Ochse) und war im Mittealter nicht ungebräuchlich.