Und da ein paar tolle Panaromafotos vom noch völlig untouristischen Los Cristianos der 50er und 60er Jahre offensichtlich vom Kraterrand der Montaña Chayofita aufgenommen wurden, habe ich schon vor dem letzten Urlaub am heimischen Schreibtisch mit Hilfe von Google Earth einen Weg vom Hafen zum Kraterrand des kleinen Vulkans ausbaldowert.
Zeit hatten wir satt! Ganze drei Stunden mussten wir uns bis zur Abfahrt der Fähre vertreiben. So ließen wir unsere Rucksäcke oben auf der Terrasse der Estación Maritima stehen und liefen zunächst zur Hafenpromenade, allerdings dort dann nicht im Bogen nach rechts, sondern geradeaus weiter (siehe Karte).
Schon bald erreichten wir auf der linken Seite die Kirche Nuestra Señora del Carmen und nach weiteren wenigen Minuten eine größere Kreuzung mit dem Centro Cultural schräg rechts gegenüber.
Hier bogen wir nach links ab, und schon nach etwa hundert Metern beschrieb die Straße einen Linksbogen. Wir folgten der ersten nach rechts abzweigenden Straße und erreichten nach gut fünfzig Metern auf der linken Seite einen Treppenaufgang. Auf diesem stiegen wir, eine Straße kreuzend, bergauf und erreichten oben einen kleinen Platz, rechts von dem der Pfad begann, auf dem wir, zunächst fast eben und dann immer steiler, den Hang der Montaña Chayofita hinaufwanderten.
Am Kraterrand stieß unser kleiner Pfad auf einen breiteren Querweg, dem wir zunächst nach links bis zum Gipfelkreuz folgten, einem idealen Ort, um Los Cristianos von oben bestaunen und fotografieren zu können.
Wie von uns bestellt lief gerade die ARMAS in den Hafen ein.
Wir gingen den Weg noch etwa hundert Meter weiter, bis wir auch Playa de Las Américas in ganzer Pracht vor uns liegen hatten.
Nachdem wir auch dieses Sinnbild des totalen Tourismus gebührend bestaunt und fotografiert hatten, machten wir kehrt Richtung Hafen, erleichtert über die Tatsache, nicht hier, sondern auf unserer kleinen Insel den Urlaub verbringen zu dürfen...
Die ganze Aktion hat übrigens, viele Fotografierpausen eingeschlossen, etwa 90 Minuten gedauert.


La Gomera ist nun mal auch eingebettet in die Gegebenheiten und abhängig von den Gegebenheiten der sie umgebenden Geographie, Infrastruktur (Bildung, Arbeit), politischen Konstellationen bis hin zu Peninsula und EU und darüber hinaus familiären Bindungen z.B. nach Südamerika. Umgekehrt gibt es auch jede Menge Fäden.

Nein, nein, keine Sorge.
