von nochsonhambo am Di 6. Mär 2012, 09:42
Auf meine hier im Forum seit Januar stehende Frage hat mir niemand antworten können. Schade! Aber jetzt bin ich selbst fündig geworden:
Ich habe nämlich einen teils neu wieder hergerichteten Weg von Epina nach Vallehermoso hinab entdeckt, der gleich mehrere Besonderheiten miteinander verbindet, nämlich
- der vergleichsweise schön und vielfältig ist,
- der vergleichsweise kurz ist,
- der vergleichsweise leicht zu gehen ist,
- der sich sehr gut mit anderen bekannten Wegen zu einem weniger langen Rundweg koppeln lässt
- und dessen Anfangs- und Endpunkte auch mit dem Bus zu erreichen sind.
Eine Beschreibung des Weges habe ich nirgendwo gefunden- In der neuesten Ausgabe der Goldstadtkarte (2011) ist der obere Streckenabschnitt allerdings zumindest eingezeichnet und mit "Camino Macayo" bezeichnet.
Für die Wanderung habe ich bei gemütlichem Tempo ca 1 ½ Stunden gebraucht, davon etwa je die Hälfte für den Wanderweg durch den Wald wie für den Weiterweg durch Macayo und tieferliegende landwirtschaftlich genutzte Gebiete. Ich habe mich für die Wanderung vom Bus La Dama – Vallehermoso am Abzweig der Piste "Foresta de la Meseta" absetzen lassen, der morgens um ca.8.40Uhr an der Gabelung "Aparta Camino" auf Umsteiger aus dem Bus vom Valle Gran Rey nach San Sebastian wartet.
Hier nun meine Beschreibung des Weges:
Ca. 1km unterhalb von Epina zweigt von der Straße nach Vallehermoso rechts die Piste "Forestal de la Meseta" ab. (Das entsprechende Schild ist allerdings nicht leicht sichtbar, weil es momentan am Straßenrand auf dem Boden liegt.). Ein Kurve weiter die Straße nach Vallehermoso abwärts geht in einer U-förmigen Rechtskurve geradeaus ein deutlich erkennbarer Pfad etwas aufwärts und dann immer abwärts. Dieser etwas breitere Pfad ist offenbar kürzlich erst ausgebaut worden. An steileren oder evtl. rutschigen Stellen wurden sogar stellenweise Stufen angebracht. Der Wegverlauf ist auf der gesamten Strecke ganz eindeutig. Es geht einfach immer nur geradeaus.. Zunächst führt er durch niedrigen Lorbeer- und Heidewald, in den sich aber bald auch Agarven, Opuntien, Kiefern und Palmen mischen. Im anfänglichen Teil ist der Weg zwar teilweise eher etwas steil, aber nie unangenehm. Nach ca. einer ¾-Stunde erreicht man die einzige vielleicht nicht ganz eindeutige Stelle. Wenn man aber genauer hinsieht, dann erkennt man sehr schnell, dass man auf alle Fälle nach rechts (und nicht nach links) gehen muss, um nur 2 Minuten später wieder die schon sichtbare Straße Epina – Vallehermoso zu erreichen. (Für Bergauf-Gehende: Der Aufstieg beginnt mit einem Treppenpfad mitten zwischen dem Ortsschild "Macayo" und dem Schild "42km".
Auf dieser Hauptstraße geht man allerdings kein 50m abwärts und nimmt dann einen schmalen, steil abfallenden asphaltierten Weg nach rechts, der schon sehr schnell als Treppenpfad zwischen den oberen Häusern von Macayo weiter führt. Nach knapp 10 Minuten kommt noch mal einmal ein ganz kurzes Stückchen Asphaltstraße – nämlich das Ende einer Sackgasse zwischen den Häusern.
An dieser Stelle habe ich einen interessanten kleinen Abstecher entdeckt: Geht man nach Erreichen des kleinen Asphaltabschnitts gleich hinter dem nächsten Haus nach rechts in den kleinen Weg, so sieht man nach wenigen Metern schon tief unten eine geradezu idyllisch liegende kleine Talsperre zwischen den Berghängen. Es lohnt sich aber, dann noch ca. 100m weiter bis nach ganz unten zu gehen. Denn von der kleinen Brücke über den rechten Zufluss der Talsperre bietet sich ein imposanter Blick über die Talsperre bis zum Roque el Cano.
Der eigentliche Wanderweg geht dann über Treppenpfade innerhalb des Ortes weiter abwärts, bis das schließlich im Talgrund eine kleine Brücke erreicht wird. Die ist zu überqueren, um dann nach kurzem Aufstieg wieder einmal ein Ende einer schmalen Asphaltstraße zu erreichen.
Auf dieser Straße ließe sich in deutlich weniger als einer halben Stunde das Zentrum von Vallehermoso erreichen. Abwechslungsreicher (und trotzdem nicht zeitaufwendiger) ist es allerdings, die Straße zu meiden, soweit es geht (obwohl ich auf der Straße kein einziges fahrendes Auto erlebt habe). Nach ca. 10 Minuten Straßenlatschen zweigt links ein betonierter breiter Treppenweg ab, dessen Stufenkanten auffällig weiß markiert sind. Der bietet sich als Alternative zur Straße an, ohne damit einen Umweg zu bedeuten: Man folgt dem Treppenpfad bis zum untersten Haus kurz vor dem Talgrund. Unterhalb des Hauses setzt sich der Weg nun als erdiger Pfad nach rechts fort, der im weiteren Verlauf dann durch etliche Felder führt – und schließlich nach ca. 10 Minuten wieder in die bekannte Straße mündet. (Für Wandernde in Gegenrichtung: Gut 10 Minuten ab Beginn des Wanderweges in Vallehermoso führt die Straße relativ steil zu einer Linkskurve hinauf. Zu Beginn des Anstiegs geht man an einigen großen Eukalyptusbäumen vorbei – den einzigen mir dort aufgefallenen. Hinter der Kurve geht dann nach ca. 30m ein breiterer erdiger Weg rechts ab und führt zunächst fast parallel unterhalb der Straße weiter an einigen Feldern vorbei.).
Die bislang schon genutzte Straße führt weiter geradeaus. Dort, wo deren Streckenführung schließlich eigentlich nach rechts abbiegt, kann man zu Fuß aber besser geradeaus in die Sackgasse weitergehen, um dann hinter dem letzten Haus an der rechten Seite den Treppenpfad bergab zu nehmen, bis dass man unten die Straße von Vallehermoso nach Los Loros und Banda de la Rosa erreicht – und damit gleichzeitig auch den beschilderten Wanderweg GR131. (Für Bergauf-Wandernde: Dies ist der erste – auf den ersten Blick allerdings privat wirkende – Treppenpfad auf der rechten Seite oberhalb des Hotels "De Triana"). Und für Bergab-Wandernde: Von hier ist man nun, weiter bergab und dann der Straße nach links folgend, nach weniger als 200m beim vielleicht längst ersehnten Cafe con Leche auf der Plazza.