). Die habe ich mir natürlich gleich heruntergeladen. Einige nette Varianten bekannter Touren waren dabei. Z.B. eine Rundwanderung (ich liebe Rundwanderungen) von Alajero über den Barranco Hondo zum Drago de Agalán (Drago Centenario) und zurück nach Alajeró. Beim Drago waren wir lange nicht mehr, weil wir den eingesperrten Baum so, wie er da stand eigentlich eher langweilig fanden, aber mit einer Rundwanderung durch ein Tal, das Buba hier Der Beginn der Wanderung deckt sich mit Bubas toller Beschreibung, deshalb kann ich das hier kurz halten. Am Rathaus rechts vorbei, oder, wie wir es gemacht haben über den Kirchplatz, an der Post vorbei (geöffnet von 9-11)
, dann rechts eine Treppe hinauf auf den asphaltierten Weg der ziemlich eben nach Westen führt, bis zu einem Wendeplatz, von wo aus es in zahlreichen Kehren einen steilen Hang hinunter zu einem schon oft (u.a. von lee) fotografierten originellen, weil schön grünen Embalse geht.Der Hang ist mit zahlreichen Mandelbäumen bestanden, die jetzt, mitte November reiche Früchte trugen.
Zur Zeit der Mandelblüte (Buba hat das fotografiert) muss dieser Weg auch besonders schön sein. Viele viele Zistrosen lassen aber auch erahnen, dass April/Mai ähnlich eindrucksvoll sein müssen. Der Blick reicht weit in den Barranco Hondo hinein, bis hoch zur Ermita del Buen Paso.
Unten am Hang angekommen, ist man versucht, ganz bis zum Embalse abzusteigen, der Weg führt aber etwa 20m oberhalb nach rechts zu der Stelle, wo der Nebenbarranco in den Embalse hineinfließt (gegenüber der Staumauer) und führt dann oberhalb des Embalse in den Grund des Barranco Hondo. Wir waren natürlich neugierig und sind bis zur Staumauer abgestiegen, um den merkwürdigen Bewuchs im Wasser anzusehen.
Man kann natürlich auch die Abkürzung über die Staumauer gehen, um auf die andere Seite zu kommen, das haben wir uns aber verkniffen und sind wieder den Berg hinauf gegangen um den ordentlichen Weg zu gehen. Dafür wurden wir mit einem tollen Blick zum Meer belohnt.
An der Stelle, wo der Weg nach Arguayoda (es ist der GR 132) den Barranco Hondo quert, verlassen wir diesen rechts ab nach Norden und sind nach kurzer Zeit mitten in der Wildnis. Hier beginnt der herausfordernde Teil der Wanderung. Die 500 m den Barrancogrund entlang, die vor uns liegen, bewältigen wir weglos - einige Steinmännchen zeigen die Stellen, die man ohne Klettern passieren kann (trau' keinem Steinmännchen)
Der Weg ist hier ungefährlich, aber mühsam. Außer ein paar Einwohnern haben wir niemanden getroffen
Nach einer halben Stunde, bzw. 527 Metern, müssen wir den Barrancogrund nach rechts verlassen und in einer kleinen Rinne einige Meter steil bergauf kraxeln um auf Terrassenfelder zu gelangen, die uns weiterbringen. Diese Stelle ist durch Steinmännchen markiert
aber leicht zu übersehen. Wenn einem dies passiert (wie mir) dann steht man nach 20 m plötzlich vor einer Stelle, wo der Barranco gerade noch 5 m breit zu sein scheint und fragt sich: Da durch?
. Aber dann ist man, wie gesagt, schon zu weit. Ein Blick auf den Garmin belegte das, aber der Track wies eine rote Steilwand hinauf, die unmöglich zu gehen war (waren wohl ein paar Trackpunkte zu viel begradigt)
La Islas Scharfblick ließ uns dann den Steinmännchen folgen und nach ein wenig Kletterei waren wir auch wieder auf dem Track und sahen unvermittelt den Drago nur noch ein paar zig Meter entfernt. Der Rest war Routine
Nach einer kurzen Rast und gebührender touristischer Andacht gingen wir dann den uns schon bekannten betongepflasterten Weg hinauf, vorbei an Orangenbäumen und Mandeln. Wenn man den Weg bis zuende geht, kommt man Zur Abzweigung der Hauptstraße nach Imada. Dort wollten wir aber nicht hin, deshalb verließen wir den Weg vor einem hohen Drahtzaun mit Tor nach rechts, gingen daran entlang zu den Casas de Agalán. Von dort geht man ein kurzes Stück Asphaltstraße, bis in einer Linkskurve ein schmaler Weg den Hang hinab in Richtung auf eine deutlich sichtbare Wasserleitung geht. hier stößt man dann auf eine von links kommende Erdpiste, die unterhalb und zunächst parallel zur Hauptstraße nach Alajeró verläuft. Auch hier säumen Mandelbäume den Weg.
Neben einem weiten Blick über den Barranco Charco und das Meer kann man auch den merkwürdig anmutenden Krater erkennen, den man auch vom Parkplatz am Abzweig nach Imada gut erkennen kann.
Dieses Gebilde hat uns schon länger fasziniert und wir haben es näher in Augenschein genommen. Zunächst aber geht der Weg mit Blick auf einige bauliche Attraktionen Alajerós weiter.
Diesmal stand sogar ein Bus dort. Unbestätigten Gerüchten zufolge (herbi) soll es dort inzwischen auch eine Cafeteria geben
Bei der Quesería insular gelangen wir dann schließlich zur Dorfstraße von Alajeró.
Alles fertig sollten man denken
Käse kaufen?Nee, doch nich.
Ein Stück weiter die Dorfstraße entlang kommt man zu einem steilen asphaltierten Weg, der rechts den Berg hinauf geht. Das ist zwar nicht der korrekte Weg, aber wir hatten noch Kraft für einen Abstecher. Oben angekommen fanden wir dann diese Gerätschaften vor:
Nicht so spannend, könnte man denken, zumal es auch noch eine strahlende Umgebung war, aber die Blicke waren schon toll und lohnten die Mühe:
Den Berg wieder auf selbem Weg herunter, waren wir dann schnell auf der Dorfstraße wieder Beim Rathaus und unserem Auto. Wir haben mit allen Abstechern und Umwegen (das Erkunden der Vega Vieja habe ich hier mal weggelassen) 3 Stunden und 50 Minuten gebraucht. Reine Gehzeit auf dem hier beschriebenen Weg ohne Abstecher knapp 3 Stunden.
Der Abschnitt im Barranco Hondo erfordert etwas Stehvermögen und Erfahrung, die übrigen Teile des Weges sind leicht zu bewältigen.
Versorgungsmöglichkeiten gibt es unterwegs keine. Schatten ist Mangelware. Da traf es sich gut, dass die Sonne es so kurz vor der Sonnenwende nicht mehr schaffte, die Passatwolken am Nachmitag zurückzuhalten. Zum Fotografieren zwar ärgerlich, für das Wohlbefinden aber ausgezeichnet.


- aber das Staubecken scheint jetzt noch vermooster zu sein.