Alajeró - Bco. Hondo - Drago Centenario (Rundwanderung)

Eure Lieblingswanderungen können hier gepostet werden.

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Beitragvon woga am Sa 7. Jan 2012, 20:28

Wild West hat hier einen Hinweis auf englische GPS Tracks gepostet (Danke, Wild West :blumen ). Die habe ich mir natürlich gleich heruntergeladen. Einige nette Varianten bekannter Touren waren dabei. Z.B. eine Rundwanderung (ich liebe Rundwanderungen) von Alajero über den Barranco Hondo zum Drago de Agalán (Drago Centenario) und zurück nach Alajeró. Beim Drago waren wir lange nicht mehr, weil wir den eingesperrten Baum so, wie er da stand eigentlich eher langweilig fanden, aber mit einer Rundwanderung durch ein Tal, das Buba hier schon beschrieben hat, war das etwas anderes. Also los beim Parkplatz vor dem Rathaus in Alajeró.

Der Beginn der Wanderung deckt sich mit Bubas toller Beschreibung, deshalb kann ich das hier kurz halten. Am Rathaus rechts vorbei, oder, wie wir es gemacht haben über den Kirchplatz, an der Post vorbei (geöffnet von 9-11) :ausheck , dann rechts eine Treppe hinauf auf den asphaltierten Weg der ziemlich eben nach Westen führt, bis zu einem Wendeplatz, von wo aus es in zahlreichen Kehren einen steilen Hang hinunter zu einem schon oft (u.a. von lee) fotografierten originellen, weil schön grünen Embalse geht.

Embalse an Beginn des Bco. Hondo


Der Hang ist mit zahlreichen Mandelbäumen bestanden, die jetzt, mitte November reiche Früchte trugen.

Reife Mandeln

Zur Zeit der Mandelblüte (Buba hat das fotografiert) muss dieser Weg auch besonders schön sein. Viele viele Zistrosen lassen aber auch erahnen, dass April/Mai ähnlich eindrucksvoll sein müssen. Der Blick reicht weit in den Barranco Hondo hinein, bis hoch zur Ermita del Buen Paso.

Barranco Hondo

Unten am Hang angekommen, ist man versucht, ganz bis zum Embalse abzusteigen, der Weg führt aber etwa 20m oberhalb nach rechts zu der Stelle, wo der Nebenbarranco in den Embalse hineinfließt (gegenüber der Staumauer) und führt dann oberhalb des Embalse in den Grund des Barranco Hondo. Wir waren natürlich neugierig und sind bis zur Staumauer abgestiegen, um den merkwürdigen Bewuchs im Wasser anzusehen.

Wiese oder Stausee?

Man kann natürlich auch die Abkürzung über die Staumauer gehen, um auf die andere Seite zu kommen, das haben wir uns aber verkniffen und sind wieder den Berg hinauf gegangen um den ordentlichen Weg zu gehen. Dafür wurden wir mit einem tollen Blick zum Meer belohnt.

Blick in den Barranco Charco

An der Stelle, wo der Weg nach Arguayoda (es ist der GR 132) den Barranco Hondo quert, verlassen wir diesen rechts ab nach Norden und sind nach kurzer Zeit mitten in der Wildnis. Hier beginnt der herausfordernde Teil der Wanderung. Die 500 m den Barrancogrund entlang, die vor uns liegen, bewältigen wir weglos - einige Steinmännchen zeigen die Stellen, die man ohne Klettern passieren kann (trau' keinem Steinmännchen) :ausheck Der Weg ist hier ungefährlich, aber mühsam. Außer ein paar Einwohnern haben wir niemanden getroffen :ausheck

Was wollt Ihr denn hier?

Nach einer halben Stunde, bzw. 527 Metern, müssen wir den Barrancogrund nach rechts verlassen und in einer kleinen Rinne einige Meter steil bergauf kraxeln um auf Terrassenfelder zu gelangen, die uns weiterbringen. Diese Stelle ist durch Steinmännchen markiert :ausheck aber leicht zu übersehen. Wenn einem dies passiert (wie mir) dann steht man nach 20 m plötzlich vor einer Stelle, wo der Barranco gerade noch 5 m breit zu sein scheint und fragt sich: Da durch? :gruebel :angst. Aber dann ist man, wie gesagt, schon zu weit. Ein Blick auf den Garmin belegte das, aber der Track wies eine rote Steilwand hinauf, die unmöglich zu gehen war (waren wohl ein paar Trackpunkte zu viel begradigt) :ausheck La Islas Scharfblick ließ uns dann den Steinmännchen folgen und nach ein wenig Kletterei waren wir auch wieder auf dem Track und sahen unvermittelt den Drago nur noch ein paar zig Meter entfernt. Der Rest war Routine :supercool

Drago Centenario

Nach einer kurzen Rast und gebührender touristischer Andacht gingen wir dann den uns schon bekannten betongepflasterten Weg hinauf, vorbei an Orangenbäumen und Mandeln. Wenn man den Weg bis zuende geht, kommt man Zur Abzweigung der Hauptstraße nach Imada. Dort wollten wir aber nicht hin, deshalb verließen wir den Weg vor einem hohen Drahtzaun mit Tor nach rechts, gingen daran entlang zu den Casas de Agalán. Von dort geht man ein kurzes Stück Asphaltstraße, bis in einer Linkskurve ein schmaler Weg den Hang hinab in Richtung auf eine deutlich sichtbare Wasserleitung geht. hier stößt man dann auf eine von links kommende Erdpiste, die unterhalb und zunächst parallel zur Hauptstraße nach Alajeró verläuft. Auch hier säumen Mandelbäume den Weg.

Neben einem weiten Blick über den Barranco Charco und das Meer kann man auch den merkwürdig anmutenden Krater erkennen, den man auch vom Parkplatz am Abzweig nach Imada gut erkennen kann.

La Vega Vieja

Dieses Gebilde hat uns schon länger fasziniert und wir haben es näher in Augenschein genommen. Zunächst aber geht der Weg mit Blick auf einige bauliche Attraktionen Alajerós weiter.

Estación de Guaguas

Diesmal stand sogar ein Bus dort. Unbestätigten Gerüchten zufolge (herbi) soll es dort inzwischen auch eine Cafeteria geben :autsch

Bei der Quesería insular gelangen wir dann schließlich zur Dorfstraße von Alajeró.

Alles fertig, steht da!

Alles fertig sollten man denken :ausheck Käse kaufen?

Quesería Insular

Nee, doch nich. :achselzuck

Ein Stück weiter die Dorfstraße entlang kommt man zu einem steilen asphaltierten Weg, der rechts den Berg hinauf geht. Das ist zwar nicht der korrekte Weg, aber wir hatten noch Kraft für einen Abstecher. Oben angekommen fanden wir dann diese Gerätschaften vor:

Funkmast auf der Montaña Castilla

Nicht so spannend, könnte man denken, zumal es auch noch eine strahlende Umgebung war, aber die Blicke waren schon toll und lohnten die Mühe:

Blick auf die Vega Vieja


Neubauviertel von Alajeró

Den Berg wieder auf selbem Weg herunter, waren wir dann schnell auf der Dorfstraße wieder Beim Rathaus und unserem Auto. Wir haben mit allen Abstechern und Umwegen (das Erkunden der Vega Vieja habe ich hier mal weggelassen) 3 Stunden und 50 Minuten gebraucht. Reine Gehzeit auf dem hier beschriebenen Weg ohne Abstecher knapp 3 Stunden.

Der Abschnitt im Barranco Hondo erfordert etwas Stehvermögen und Erfahrung, die übrigen Teile des Weges sind leicht zu bewältigen.

Versorgungsmöglichkeiten gibt es unterwegs keine. Schatten ist Mangelware. Da traf es sich gut, dass die Sonne es so kurz vor der Sonnenwende nicht mehr schaffte, die Passatwolken am Nachmitag zurückzuhalten. Zum Fotografieren zwar ärgerlich, für das Wohlbefinden aber ausgezeichnet.
Auf La Gomera sind die Wege lang und umwegig. (Janosch)Bild
Aber schön! (woga) :wink
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Beitragvon Lee am So 8. Jan 2012, 13:05

Alles staubtrocken, krasser Unterschied zu unserer Mai-Tour! Der Barranco Hondo war im Mai 2007 von Wildblumen, blühenden Taginasten, Zistrosen und Tabaibas überzogen :herz - aber das Staubecken scheint jetzt noch vermooster zu sein.

Uns hat das Wegstück von Alajero zum Barranco de la Negra gefallen, den Besuch beim Drago haben wir aber bisher unterlassen, der sieht auf den Fotos immer so traurig aus, gerade wenn man schon andere große, nicht eingezäunte, wildwachsende Drachenbäume bzw. ganze Dragohaine gesehen hat. :ausheck
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Beitragvon woga am So 5. Feb 2012, 20:10

Noch ein wenig früh für diese Wanderung. Es zeigen sich gerade erst die ersten Blüten:

Mandelblüte beginnt
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Beitragvon woga am Mi 8. Feb 2012, 18:24

Einen GPS-Track habe ich hier veröffentlicht.
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Aber schön! (woga) :wink
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Beitragvon eGomero am Mi 8. Feb 2012, 20:35

woga hat geschrieben:Einen GPS-Track habe ich hier veröffentlicht.

Und hier . :ausheck
In zweifelhaften Fällen entscheide man sich für das Richtige. (Karl Kraus)
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Beitragvon woga am Mi 8. Feb 2012, 21:16

eGomero hat geschrieben:Und hier . :ausheck

Oh, ja! ¡Gracias! :strahl :blumen
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