von vida llena am So 28. Sep 2008, 17:00
Ich sehe das so: Wir (fast) alle sehnen uns nach einem Nest und einem Netz von Menschen, die zu uns gerhören, unsere Interessen teilen, unseren "Stallgeruch" haben.
Oft hat unsere Ursprungsfamilie uns enttäuscht, wir fühlen uns andersartig und fremd. Aber sie lieben uns nun mal, egeal wie wir sind. Eine Wahlfamilie aus vermeintlich Gleichgesinnten liebt uns wahrscheinlich nur so lange, wie es passt. Und das ist auch egal wo - auf Gomera, in Deutschland, in Russland...
Ein selbstbestimmtes Leben zu leben ohne den anderen in seinen Grenzen zu verletzen ist etwas, was sich auch viele wünschen. Ich denke, solch ein Leben ist mal mehr, mal weniger möglich. Und der Platz, an dem man sein Leben lebt, bestimmt man selbst. Aber das heißt nicht unbedingt, dass sich alle Menschen so verhalten, wie wir es in den inneren Bildern, die wir malen, erhoffen. Dass Dinge, die eigentlich besprochen sind, nicht auch so laufen müssen, weil wir oft nicht dasselbe meinen, wenn wir dasselbe Wort verwenden.
Leute, die durch viele Urlaube meine Freunde wurden, sind es vielleicht auch deshalb geworden, weil ich nicht an der nächsten Ecke dasselbe anbiete wie sie. Konkurrenz, die existenzielle Themen berührt läuft meist nicht in Einvernehmen und Gemeinsamkeit ab - dafür sind wir Menschen eben meist so, wie wir sind.
Ich glaube, ähnlich wie ich la rana verstehe, dass das Leben an einem Ort immer Anpassung erfordert und Arbeit für Veränderung. Das gilt in Deutschland wie überall auf der Welt.
Seid zur Heiterkeit bereit [...] Wer eine schöne Stunde verschenkt, weil er an Ärger von gestern denkt, oder an Sorgen von morgen,der tut mir leid [...]
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